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Soziale Stiftungen 1150-2000
(Übersichtskarte)
Soziale Stiftungen um 1665
Soziale Stiftungen um 1830
Soziale Stiftungen um 1780
Soziale Stiftungen 2000
 
Stadtarchiv / Stadt Münster
Armut Vom Stiften Offene Armenfürsorge Leben in Armenhäusern Orte der Wohltätigkeit
Soziale Stiftungen in Münster
Soziale Stiftungen in Münster um 1830

Legende um 1830

Entwurf: Ralf Klötzer - Stadtarchiv Münster
Kartographie: Thomas Kaling - Historische Kommission für Westfalen, 1999.
Topographische Grundlage: Deutsche Grundkarte 1:5 000, Ausgabe 1996, Stadt Münster - Vermessungs- und Katasteramt.


 
Leprosorium Kinderhaus / Armenhaus Kinderhaus
Lage: 4 km nördlich von Münster an der Straße nach Greven
Gründungsjahr: unbekannt
Erstbeleg: 1333
Zweck: Beherbergung leprakranker Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster
Träger: Rat
Verwaltung: Ratsprovisoren ("Kinderhausherren")
Veränderungen: 1671-1675 Werkhaus für Bettelkinder; 1675-1682 Wollmanufaktur; ab 1686 bürgerliches Armenhaus unter Ratsverwaltung; heute als "Stiftung Pfründnerhaus Kinderhaus" Wohnförderung für ältere Menschen


Armenhaus Zumbusch (Zumbusch-Üding)
Lage: Neubrückenstraße, an der Martinikirche
Gründungsjahr: 1337
Stifter: Wilhelm de Busche, 1799 Zustiftung durch Elisabeth Christine Üding
Zweck: bis zu 20 Frauen
Träger: Kirchspiel Martini
Verwaltung: Provisoren des Almosenkorbes Martini
Veränderungen: 1759 Zerstörung durch Brand; 1799 Wiederaufbau nach Verbesserung der Stiftung durch Elisabeth Christine Üding


Armenhaus zur Aa (Elisabeth zur Aa)
Lage: Bergstraße, an der Aabrücke
Gründungsjahr: 1354/67 durch Zusammenlegung der fünf kleinen Armenhäuser Hoker, Tilbeck, Boterman, Herrn Johan Engelbrachtes to Wegesende und des kleinen Hauses tho der Aa
Zweck: Beherbergung von 33 Frauen
Träger: Rat
Verwaltung: vom Rat bestellte Provisoren
Veränderungen: 1644 Übernahme der sechs Bewohnerinnen des aufgelösten Armenhauses Wegesende; 1828 Vereinigung mit dem Armenhaus Bischoping; 1890/91 Neubau; 1919 Umwandlung in Mietwohnungen zur Linderung der Wohnungsnot und Überführung der 20 Bewohnerinnen in das Magdalenenhospital und in Privatquartiere; 1964 Überführung der Stiftung in die Stiftung Vereinigte Pfründnerhäuser; 1973 Abriß des Gebäudes


Zwölfmännerhaus Überwasser
Lage: Katthagen
Gründungsjahr: unbekannt
Erstbeleg: 1314
Stifter: Memorienstiftung des Bischofs Werner 1137
Zweck: Beherbergung von zwölf ehemaligen Dienern der Domherren
Träger: Domkapitel
Verwaltung: Domherr (der jeweilige Inhaber des Amtes Gassel)
Veränderungen: 1819 Erweiterung des Hauses und Übernahme des Zwölfmännerhauses Ludgeri; im Zweiten Weltkrieg Zerstörung des Gebäudes; 1964 Übernahme der Stiftung in die Stiftung Vereinigte Pfründnerhäuser


Waisenhaus Wegesende / Bürgerwaisenhaus
Lage: Wegesende; Schulstraße; St. Mauritz
Gründungsjahr: 1592
Stifter: Ratsherr Johan Verendorp und seine Ehefrau Margaretha Plate
Zweck: Beherbergung von zwölf ehelichen Bürgerkindern Träger: Rat
Verwaltung: Rat / Testamentsvollstrecker
Veränderungen: Vergrößerung nach 1644 durch Übernahme des in der Wegesende gelegenen Gebäudes des Armenhauses Wegesende; 1866 Umzug in die Schulstraße; 1922 Vereinigung mit dem Waisenhaus St. Mauritz; heute selbständige Stiftung "Bürgerwaisenhaus" in Verwaltung durch die Stadt Münster

 
Dom-Almosen (Dom-Elemosine)
Lage: Dom
Gründungsjahr: um 1410
Stifter: Domherr Lubbert von Rodenberch
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt und anderen Armen
Träger: Domkapitel
Verwaltung: Beauftragter des Domkapitels


Rathaus (Stiftungen in städtischer Verwaltung)

Zurlinden
Gründungsjahr: 1540
Stifterin: Margareta tor Lynden
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt, Aussteuer- und Ausbildungsbeihilfen
Veränderungen: nach 1592 gemeinsame Verwaltung mit der Stiftung Bleiken

Heerde
Gründungsjahr: 1578
Stifter: Borchard Heerde
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt

Portionisten
Gründungsjahr: 1586
Stifterin: Gisele van Reyne, Wwe. des Stadtrichters Arnd Belholt, 1558
Zweck: Unterstützung von armen Studenten

Bleiken
Gründungsjahr: 1592
Stifter: Bernhard Bleiken, Vikar der Servatiikirche
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt, Aussteuer- und Ausbildungsbeihilfen
Veränderungen: gemeinsame Verwaltung mit der Stiftung Zurlinden

Pagenstecher
Gründungsjahr: 1601
Stifter: Johann Pagenstecher, Notar und Stadtsekretär
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt

Handwerker-Stipendienfonds
Gründungsjahr: 1819 durch Zusammenführung der Stiftungen Grotegese und Icking
Zweck: Unterstützung von armen Handwerkerlehrlingen
Verwaltung: Armenkommission

Zumsande
Gründungsjahr: 1632
Stifter: Dietrich Zumsande, Ratsherr
Zweck: Unterstützung von armen Studenten
Verwaltung: heute als Stiftung Zumsande-Plönies durch Stiftungsverwaltung der Stadt Münster

Veltmann
Gründungsjahr: 1691
Stifter: Bernhard Veltmann, Dechant der Kollegiatkirche in Haslach (Elsaß)
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt, Ausbildungsbeihilfen

Verspoel
Lage: Lambertikirche und Rathaus
Gründungsjahr: 1720
Stifterin: Maria Elisabeth Verspoel
Zweck: Unterstützung von Hausarmen der Pfarrei St. Lamberti und der Stadt
Veränderungen: 1810 Zusammenführung mit der Stiftung Werneke

Rave
Lage: Alter Dom; Rathaus
Gründungsjahr: 1737
Stifter: Johann Georg Rave, Kanoniker am Alten Dom
Zweck: Wöchentliche Unterstützung von 13 armen Männern
Veränderungen: 1749 Zustiftung durch die Schwester des Stifters, Maria Sybilla Magdalena Rave; 1809 Zusammenführung mit Stiftung Kuhefues

Gescher
Lage: Martinikirche; Rathaus
Gründungsjahr: 1740
Stifter: Georg Hermann Gescher, Geistlicher am Stift St. Martini
Zweck: Unterstützung von Hausarmen der Pfarrei St. Martini und der Stadt
Veränderungen: 1819 Zusammenführung mit Stiftung Bierbaum, 1850 Zusammenführung mit Stiftung Dankelmann

Bierbaum
Lage: Ludgerikirche; Rathaus
Gründungsjahr: 1764
Stifter: N.N. Bierbaum
Zweck: Unterstützung von Hausarmen der Pfarrei St. Ludgeri und der Stadt
Veränderungen: 1819 Zusammenführung mit Stiftung Gescher, 1850 Zusammenführung mit Stiftung Dankelmann

Kuhefues
Lage: Ludgerikirche; Rathaus
Gründungsjahr: 1748
Stifter: Johan Henrich Kuhefues, Dechant des Stifts St. Ludgeri
Zweck: Unterstützung von Hausarmen der Pfarrei St. Ludgeri und der Stadt
Veränderungen: 1809 Zusammenführung mit Stiftung Rave

Jungeblodt-Brinkmann
Lage: Lambertikirche; Rathaus
Gründungsjahr: 1753
Stifter: Dr. Arnold Anton Adam Jungeblodt
Zweck: Unterstützung von Hausarmen der Stadt
Veränderungen: 1818 Zusammenführung mit der Stiftung Brinkmann

Wiethof
Gründungsjahr: 1772
Stifter: N.N. Wiethof 1766
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt

Damelet
Gründungsjahr: 1764
Stifter: Eheleute Johann Henrich Damelet, Maler, und Maria Elisabeth Meyer
Zweck: Unterstützung von armen Handwerkerlehrlingen

Siverdes
Gründungsjahr: 1768
Stifter: Dr. Friedrich Christian Siverdes, Hofkammerrat
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt
Verwaltung: heute Stiftungsverwaltung der Stadt Münster

Dankelmann
Gründungsjahr: 1789
Stifter: N.N. Dankelmann
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt
Veränderungen: 1850 Zusammenführung mit der Stiftung Gescher

Generalarmenfonds
Gründungsjahr: 1806 durch Zusammenführung zahlreicher Kapitalstiftungen
Zweck: Unterstützung von Armen der Stadt
Verwaltung: Armenkommission; heute Stiftungsverwaltung der Stadt Münster

Schultenkamp
Lage: Überwasserkirche; Rathaus
Gründungsjahr: 1810
Stifter: Bernhard Anton Schultenkamp, Vikar der Überwasserkirche
Zweck: Unterstützung von armen Mägden, Aussteuer- und Ausbildungsbeihilfen




Armenhaus Warendorf
Lage: Kirchherrngasse
Gründungsjahr: 1600 Erstnennung / 1607 urkundliche Gründung
Stifter: Ratsherr Boldewin Warendorf zu Nevinghoff und seine Ehefrau Goddele Travelmann
Zweck: Beherbergung von sieben Frauen
Träger: der jeweilige Besitzer des Gutes Nevinghof
Verwaltung: Familienprovisor, Pastor und ein Vertreter der Pfarrgemeinde St. Lamberti
Veränderungen: im Zweiten Weltkrieg zerstört


Verhorst
Lage: Stift St. Mauritz
Gründungsjahr: 1742
Stifter: Gerhard Verhorst, Dechant des Stifts St. Mauritz
Zweck: Unterstützung von Armen der Pfarrei St. Mauritz
Träger: Geistlichkeit des Stifts / der Pfarrgemeinde St. Mauritz


Clemenshospital
Lage: 1733 am "Neuplatz"; 1745-1754 Neubau auf der "Niesingfreiheit" an der Loerstraße
Gründungsjahr: 1732 / 1754
Stifter: Fürstbischof Clemens August von Bayern
Zweck: Pflege und Behandlung armer kranker Männer
Verwaltung: Orden der Barmherzigen Brüder; ab 1809 städtische Verpflegungskommission
Veränderungen: ab 1818 Zivilkrankenhaus


Magdalenenhospital
Lage: "Zwischen den Brücken" (Spiekerhof); seit 1828 im ehemaligen Kloster Ringe an der Ludgeristraße
Gründungsjahr: unbekannt
Erstbeleg: 1176
Zweck: Beherbergung von 33 Frauen und Männern
Träger: Rat
Verwaltung: Ratsprovisoren ("Spitalherren"); Armenkommission; Stiftungsverwaltung
Veränderungen: 1827 Verlegung in das ehemalige Kloster Ringe an der Ludgeristraße (im Zweiten Weltkrieg zerstört); heute selbständige Stiftung in Verwaltung durch die Stadt Münster zur Wohnförderung für ältere Menschen


Großes Armenhaus
Lage: Stubengasse (im ehemaligen Klarissenkloster)
Gründungsjahr: 1823 durch Zusammenlegung von zehn Armenhäusern
Zweck: Beherbergung von 46 Frauen und 15 Männern
Träger: Armenkommission
Verwaltung: Armenkommission
Veränderungen: ab 1824 gehörte die in der Klosterkirche errichtete Hilflosenanstalt für unheilbare und pflegebedürftige Armenhausinsassen dazu


Armenhaus Kohaus (Cohaus)
Lage: Hagedornstraße (Windthorststraße)
Gründungsjahr: 1601
Stifterin: Elsa Winterkamps, Wwe. Johan Kohaus
Zweck: Beherbergung von fünf Frauen
Veränderungen: im Zweiten Weltkrieg zerstört; später Zusammenlegung in der Cohaus-Vendt-Stiftung


Von der Tinnen
Lage: Stift St. Mauritz seit 1702, Klosterstraße 13 seit 1819
Gründungsjahr: 1702
Stifter: Rudolph von der Tinnen 1688
Zweck: Unterstützung von Armen, zunächst aus dem Adel


Armenhaus Vendt / Frie-Vendt / Cohaus-Vendt-Stiftung
Lage: Breite Gasse
Gründungsjahr: 1588 Erstnennung, 1599 urkundliche Gründung
Stifter: Dr. Henrich Vendt, Bürgermeister, und seine Ehefrau Clara Wedemhove
Zweck: Beherbergung von zwölf Frauen und Männern
Träger: Familie Vendt / Kirchspiel Aegidii
Verwaltung: Familienprovisor / Kirchspielsprovisoren
Veränderungen: Nach dem Zweiten Weltkrieg auf demselben Grundstück Zusammenführung mit der Stiftung Cohaus als Cohaus-Vendt-Stiftung

 
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