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Pressemitteilungen


24.06.1999

Mit Beratung und Orientierung in ein festes Arbeitsverhältnis

AIM und GEBA ziehen für die "Stellenbörse" Bilanz

(SMS) Ideenreich, innovativ und erfolgreich - diese Attribute darf die "Stellenbörse" für sich verbuchen. 180 Frauen und Männer aus Münster fanden durch dieses Projekt den Weg aus Dauerarbeitslosigkeit und Sozialhilfe in ein Arbeitsverhältnis mit Tariflohn und Sozialversicherung. Gefördert wird die "Stellenbörse" von der Arbeitsmarkt Initiative Münster (AIM); die praktische Durchführung leistet die Gesellschaft für Berufsförderung und Ausbildung mbH (GEBA) als Projekträger.

Vor zwei Jahren wurde das Projekt aus der Taufe gehoben. "Kerngedanke ist die paßgenaue Stellenvermittlung", skizziert AIM-Leiterin Dr. Anna Ringbeck das Grundanliegen. Es sind Orientierungshilfen und Unterstützung bei Bewerbung und Arbeitsplatzsuche, mit denen wir seit zwei Jahren arbeiten.

Die Stellenbörse lehnt sich an das niederländische "Maatwerk-Konzept" an. Dreh und Angelpunkt: Vermittlung von Sozialhilfebeziehenden und Arbeitslosen in ein Dauerarbeitsverhältnis. Am Anfang steht die persönliche Beratung, erläutert Regine Keller, die sich um die Beschaffung von Stellen kümmert. Es schließt sich ein Praktikum zur beruflichen Erprobung an. Zuvor, und das ist ein wichtiger Baustein, werden die Teilnehmer gezielt auf diesen Praxiseinsatz vorbereitet. Erklärtes Ziel ist die Übernahme des Praktikanten in ein festes Arbeitsverhältnis.

"Die Stellenbörse hilft durch Stellenakquisition, Orientierung und Beratung Langzeitarbeitslosen in ein Arbeitsverhältnis - und das ohne großen finanziellen Projektaufwand", faßt Dr. Anna Ringbeck zusammen. Da der übewiegende Teil der vermittelten Personen zuvor Sozialhilfe bezogen habe, trage das Projekt unmittelbar zu einer Entlastung der Sozialhilfeausgaben bei.

Auch für Betriebe in Münster, die Ansiedlungspläne hegen oder sich vergrößern wollen, ist die Stellenbörse interessant: Sie unterstützt bei Auswahl und Qualifizierung geeigneter Personalkräfte. Dr. Kirsten Witte, Leiterin der Wirtschaftsförderung Münster: "So profitieren Unternehmen besonders von der engen Verknüpfung von Wirtschafts- und Arbeitsmarktförderung".