Münster (SMS) Der Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine jährt sich am Dienstag, 24. Februar, zum vierten Mal. Aus diesem Anlass lädt die Stadt Münster gemeinsam mit zahlreichen zivilgesellschaftlichen Partnerinnen und Partnern zu den Ukraine-Tagen 2026 ein. Die vom städtischen Büro Internationales im Amt für Bürger- und Ratsservice koordinierte Veranstaltungsreihe läuft vom 19. bis zum 25. Februar und soll ein deutliches Zeichen der Solidarität mit den Ukrainerinnen und Ukrainern setzen und Raum für Erinnerung, Information, Begegnung und kulturellen Austausch bieten.
Im Rahmen der Reihe laden die Volkshochschule (vhs) Münster und das Friedensbüro bei Münster Marketing gemeinsam mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Dienstag, 24. Februar, 19 Uhr, zur Podiumsdiskussion „Perspektiven zum Frieden“ in die vhs im Aegidiimarkt ein. Die Veranstaltung nimmt bewusst unterschiedliche Sichtweisen auf Frieden in den Blick. Politikwissenschaftliche Expertise bringen Prof. Dr. Georg Albers und Vanessa Vohs ein, auch Brigadegeneral Jens Arlt und die seit den 1980ern in Münsters Friedensbewegung aktive Juliane Brüggemann beleuchten aus ihrer eigenen Perspektive Fragen nach Ursachen von Krieg, Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung und Voraussetzungen für einen gerechten und nachhaltigen Frieden. Ziel der Veranstaltung ist ein Austausch über die unterschiedlichen Ansätze, der dem Publikum neue Blickwinkel eröffnet. Der Eintritt ist frei. Die Veranstalter bitten um eine Online-Anmeldung unter www.stadt-muenster.de/vhs.
Gedenkkonzert in der Friedenskapelle
Am Mittwoch, 25. Februar, 19 Uhr, laden das städtische Büro Internationales und Musikerinnen und Musiker des Sinfonieorchesters Münster unter der Leitung von Golo Berg zu einem Gedenkkonzert in der Friedenskapelle (Willy-Brandt-Weg 37 b) ein. Mit dem Konzert will die Stadt ihre Solidarität mit der Ukraine und insbesondere mit ihrer Solidaritätspartnerstadt Winnyzja zum Ausdruck bringen. Aufgeführt werden ausschließlich Werke ukrainischer Komponisten. Mit der Auswahl der Stücke soll die kulturelle Identität, Widerstandskraft und Hoffnung der Ukrainerinnen und Ukrainer hörbar gemacht werden. Serhii Morhunov, Bürgermeister von Winnyzja, wird sich per Videobotschaft an die Gäste des Konzerts wenden. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erforderlich und bis Freitag, 20. Februar, per E-Mail an internationales@stadt-muenster.de oder telefonisch unter 02 51/4 92-33 53 möglich.
Neben den beiden städtischen Veranstaltungen bieten die Ukraine-Tage ein breit gefächertes Programm, das zivilgesellschaftliche Initiativen und Akteuren gestalten. Detaillierte Informationen zu allen Veranstaltungen der Ukraine-Tage 2026 und den jeweiligen Anmeldemöglichkeiten gibt es online unter www.stadt-muenster.de/ukrainetage.
Nächster Hilfstransport erreicht Winnyzja
In Münsters Solidaritätspartnerstadt Winnyzja und ihrer Umgebung wurden allein diesen Monat ein Schulgebäude und mehrere Wohnhäuser durch russische Angriffe schwer beschädigt. Angriffe gab es auch auf die Energie- und Wärmeinfrastruktur, Strom und Heizungen fallen immer wieder aus. Gleichzeitig sind die Temperaturen in einigen Nächten auf unter minus 20 Grad gesunken.
Um die Menschen in Winnyzja zu unterstützen, haben sich seit 2022 zahlreiche Hilfstransporte von Münster aus auf den Weg gemacht. Am Montag, 16. Februar, erreichte ein Kleinbus mit einer Rollstuhlrampe die Stadt in der Ukraine. An Bord waren auch zwei leistungsstarke Stromgeneratoren.
Koordiniert wurde die Lieferung, die einen Zwischenstopp in Münsters polnischer Partnerstadt Lublin einlegte, vom städtischen Büro Internationales. Den Transport nach Lublin übernahm der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Münsterland e.V., der auch die Mittel für die zwei Generatoren über seine Spendenaktion eingeholt hat. Den Kleinbus finanzierte die Stadt über ein Förderprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), durchgeführt von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).
Bild Postkarte: Die Stadt Münster lädt gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern zu den Ukraine-Tagen 2026 ein. Das Postkartenmotiv, das Stadtansichten von Münster und Winnyzja vereint, hat ein ukrainischer Junge bei einem Besuch in Münster gezeichnet. Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
Bild Hilfstransport: Hilfe aus Münster: Nach einem Zwischenstopp in Lublin (Foto) ist ein Kleinbus mit zwei Stromgeneratoren an Bord in Münsters Solidaritätspartnerstadt Winnyzja angekommen. Foto: Stadt Lublin. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
Zivilgesellschaftliches Programm während der Ukraine-Tage:
19. Februar, 18 Uhr: Vorführung des Spielfilms „Carols of the Bells“ im „Cinema & Kurbelkiste“ (veranstaltet vom Ukrainische Sprache & Kultur in Münster e.V.)
21. Februar, 11 Uhr: Mahnwache vor dem Historischen Rathaus (veranstaltet vom UAre Ukrainehilfe aus aller Welt e.V., dem Ukrainische Sprache und Kultur in Münster e.V. und der Abteilung Weltkirche des Bistums Münster)
23. Februar, 16 Uhr: Lesung „Die Rückseite des Krieges – Literarische Reportagen von Andriy Lyubka“ im Lesesaal der Stadtbücherei Münster (veranstaltet vom Künstlerkollektiv Vierwärts e.V. und dem Ukrainische Sprache und Kultur in Münster e.V.)
23. Februar, 18 Uhr: Ökumenisches Friedensgebet in der Überwasserkirche (veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Münster, der Abteilung Weltkirche des Bistums Münster und dem Evangelischen Kirchenkreis Münster)
24. Februar, 18 Uhr: Vorführung des ukrainischen Dokumentarfilms „Sie und der Krieg. Geschichten innerer Stärke“ im „Cinema & Kurbelkiste“ (veranstaltet vom Deutsch-Ukrainische Hilfe (DUH) aus Drensteinfurt e.V. und der Seebrücke Drensteinfurt)
24. Februar, 20 Uhr: Lesung „Der Krieg im Blick“ mit Texten von Wolodymyr Wakulenko und Victoria Amelina im Theatertreff Münster (veranstaltet vom Theater Münster und dem Institut für Slavistik der Universität Münster)
Noch bis zum 27. Februar: Ausstellung „Verloren – Gefunden – Wege aus der Ukraine nach Deutschland“ in der Überwasserkirche (veranstaltet vom Bistum Münster, dem Caritasverband für die Diözese Münster e.V., dem UAre Ukrainehilfe aus aller Welt e.V., der Stadt Greven und der Flüchtlingshilfe St. Martinus Greven)

