11.02.2026

Ultraschall gegen Blaualgen im Hiltruper See vorübergehend ausgesetzt

Stadt prüft natürliche Regulation / Monitoring soll ökologische Veränderungen zeigen

Münster (SMS) Die Stadt Münster setzt in diesem Jahr den Einsatz von Ultraschallgeräten gegen Cyanobakterien (Blaualgen) im Hiltruper See vorübergehend aus. Mit einem engmaschigen Monitoring und einem externen Gutachten soll überprüft werden, ob das Gewässer auch ohne technische Unterstützung stabil bleibt. Darüber hinaus wird untersucht, welche ökologischen Veränderungen durch den mehr als zehn Jahre langen Einsatz der Ultraschallgeräte gegeben hat.

Nach einer starken Blaualgenblüte im Herbst 2011 hatte die Stadt im Jahr 2012 die Ultraschalltechnologie eingeführt. Speziell erzeugte Schallwellen zerstören die Schwimmblasen der Blaualgen, sodass diese absinken und am Gewässergrund absterben. Während der Einsatzzeit kam es zu keinem größeren Massenaufkommen von Blaualgen mehr. Gleichzeitig erholte sich der Bestand an Unterwasserpflanzen, die die Blaualgen auf natürliche Weise verdrängen und so wesentlich zur Stabilität des Sees beitragen.

Intensive Kontrollen der Wasserqualität

Im Herbst des vergangenen Jahres fiel einer von insgesamt zwei Ultraschallsendern aus; der zweite Sender ist weiterhin funktionsfähig. Bereits Anfang 2025 hatte die Stadt geprüft, den Betrieb zeitweise auszusetzen, um die Stabilität des Sees zu bewerten. Die Stadt lässt nun ein Gutachten erstellen, das den aktuellen Zustand dokumentiert und mit der Zeit vor dem Einsatz der Ultraschallgeräte vergleicht. Parallel werden die Untersuchungen zur Wasserqualität intensiviert – sowohl im Nord- als auch im Südbecken des Hiltruper Sees.

„Eine natürliche Regulation des Sees wäre die nachhaltigste und langfristig wirtschaftlichste Lösung“, sagt David Siemer vom Amt für Umwelt, Grünflächen und Nachhaltigkeit. Die gemessenen Blaualgenwerte im See sind aktuell niedrig: Anfang 2026 lagen sie bei 2,5 Mikrogramm pro Liter – deutlich unter kritischen Grenzwerten.

Archivbild: Mit einem engmaschigen Monitoring und einem externen Gutachten soll überprüft werden, ob der Hiltruper See auch ohne technische Unterstützung ökologisch stabil bleibt. Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

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Hiltruper See

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