Kulturgeschichte zum digitalen Blättern: Stammbuch neu im Stadtmuseum
Münster (SMS) Bis zum 15. Februar zeigt das Stadtmuseum Münster eine neue Erwerbung: das Stammbuch von Marianne von Gallitzin (1769–1823). Das historische Objekt konnte mit Unterstützung des Fördervereins Stadtmuseum Münster e. V., der Kunststiftung NRW und der Kulturstiftung der Länder im vergangenen Jahr erworben werden.
Das Stammbuch – eine Art Freundschaftsbuch – enthält Einträge bedeutender Intellektueller und Geistlicher aus dem Umfeld von Mariannes Mutter, Amalie von Gallitzin (1748–1806). Es wird angenommen, dass es einst Teil einer Sammlung so genannter Autographen – eigenhändig geschriebener Schriftstücke berühmter Persönlichkeiten – der Schriftstellerin Annette von Droste-Hülshoffs war. Besonders an diesem Exemplar ist auch, dass es zur Zeit der Aufklärung nicht wie üblich von einem Mann, sondern von einer Frau geführt wurde. Dadurch ermöglicht diese Ausgabe eine neue Perspektive auf weibliche Bildungs-, Netzwerk-, und Erinnerungskultur um 1800. Insgesamt umfasst das Buch 41 handschriftliche Einträge aus den Jahren 1787 bis 1794. Unter anderem haben sich berühmte Dichter wie Johann Wolfgang von Goethe und Matthias Claudius darin verewigt.
Über eine digitale Präsentation können Besucherinnen und Besucher das Stammbuch Marianne von Gallitzins durchblättern und die Einträge im Detail einsehen.
Foto: Das Stammbuch von Marianne von Gallitzin ist ein wichtiges Zeugnis für das Leben in Münster im ausgehenden 18. Jahrhundert. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
Öffentliche Führung zum „Themenraum Kolonialismus“
Münster (SMS) Am Samstag, 24. Januar, bietet das Stadtmuseum Münster um 16 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung „Themenraum Kolonialismus“ an. Diese lädt alle Besucherinnen und Besucher ein, sich intensiv mit der Geschichte und den Auswirkungen des deutschen Kolonialismus in Münster auseinanderzusetzen. Zwischen 1884 und 1918 besaß Deutschland Kolonien in Afrika, dem pazifischen Raum und China. Viele Menschen in Münster profitierten von der Unterdrückung und Ausbeutung. Der „koloniale Blick“, der die Menschen in diesen Regionen als minderwertig betrachtete, hat bis heute seine Spuren hinterlassen.
Der „Themenraum Kolonialismus“ ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von 15 Kultur- und Bildungseinrichtungen Münsters unter der Leitung des Stadtmuseums Münster, des Historischen Seminars und des Instituts für Didaktik der Geschichte der Universität Münster.
Die Kosten für die Teilnahme betragen fünf, ermäßigt drei Euro. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.
Foto: Blick in den Ausstellungsraum des Stadtmuseums Münster, wo die Gemälde von Naseer Alshabani und Serge Palsie im Original zu sehen sind. Diese wurden extra für die Ausstellung „Themenraum Kolonialismus“ angefertigt. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
Zeichenkurs für Kinder am Samstag
Münster (SMS) Am Samstag, 24. Januar, können Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren im Stadtmuseum Münster das Zeichnen von Gegenständen kennenlernen. Von 15 bis 17 Uhr betrachten die jungen Museumsgäste zusammen mit der Künstlerin Gintarė Skroblytė spannende Objekte in der Sammlung und setzen ihre Eindrücke kreativ um.
Die Kosten für den Zeichenkurs betragen zwölf Euro pro Kind (inklusive Materialkosten). Da es nur zehn Plätze für diesen Zeichenkurs gibt, wird um Anmeldung gebeten – unter Tel. 02 51/4 92-45 03 oder per E-Mail an museum-info@stadt-muenster.de. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.
Foto: Zeichenversuche eines kleinen Künstlers. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
Familienführung: Münster im Mittelalter – eine kleine Zeitreise
Münster (SMS) Am Sonntag, 25. Januar, lädt das Stadtmuseum Münster um 15 Uhr zum Familienprogramm ein. Bei einer Führung können Eltern und Kinder an einer Zeitreise ins mittelalterliche Münster teilnehmen. Die Veranstaltung zeigt die Stadtentwicklung Münsters von der Gründung des Bischofssitzes durch den Missionar Liudger 793 bis zur fest ummauerten Stadt des Mittelalters.
Auf der Zeitreise erkunden die großen und kleinen Teilnehmenden die Ausstellungsräume des Stadtmuseums und erfahren so, wie die Menschen damals in Münster lebten. Dabei besuchen sie Handwerker sowie Handelsleute und entdecken Kinder beim Spielen in den Straßen des mittelalterlichen Münsters. Schließlich gibt es auch die mächtigen Stadtbefestigungen mit ihren Mauern, Toren und Türmen zu entdecken.
Das Stadtmuseum empfiehlt die Führung für Kinder ab sechs Jahren. Die Kosten für die Teilnahme betragen fünf, ermäßigt drei Euro. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Treffpunkt ist das Museumsfoyer.
Foto: Kleine Gäste bestaunen die Exponate im Ausstellungsraum des Stadtmuseums Münster. Foto: Stadtmuseum Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.
Empörung im Hörsaal im Schaufenster Stadtgeschichte
Münster (SMS) Nicht zu einer Vorlesung, sondern zu einer relativ ruhig verlaufenden Protestkundgebung versammelten sich am 25. Januar 1967 fast 1.000 Studierende im neuen Hörsaalgebäude am heutigen Schlossplatz. Der Anlass war kein politischer: Vielmehr ging es um die drohende Erhöhung der Mensapreise, die im Nachgang sogar gestoppt wurde. Die Ablehnung der Preiserhöhung fand sogar beim Rektor der Universität Unterstützung. Allerdings blieben der eingeladene Kultusminister und die Vertreter der nordrhein-westfälischen Regierungsparteien der Veranstaltung fern.
Die Fotografie kann ab Freitag, 23. Januar, im Großformat im Schaufenster des Stadtmuseums an der Salzstraße betrachtet werden.
Foto: Im Januar 1967 fanden sich fast 1.000 Studierende zum Protest gegen die Erhöhung der Mensapreise im Hörsaal am heutigen Schlossplatz ein. Foto: Westfälische Nachrichten, Sammlung Krause. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.




