Johanneswiege erinnert an alten Brauch

23.12.2011


(SMS) Im Armenhaus Elisabeth zur Aa, das an der Aabrücke in der Bergstraße lag, stand diese mit feinen Spitzen ausgelegte und mit Goldbrokat verzierte so genannte Johanneswiege von 1630, die das Stadtmuseum Münster zur Weihnachtszeit zeigt (Foto). Im 19. Jahrhundert durften die Münsteraner zum Namenstag der Patronin am 19. November im Armenhaus gegen eine Spende für die Armen die wächserne Säuglingspuppe des Johannes wiegen. Vermutlich handelt es sich dabei um eine Abwandlung des mittelalterlichen Brauches des Christkindwiegens zu Weihnachten, der in der Reformationszeit fast gänzlich ausstarb und erst mit dem Aufkommen der Krippen in Kirchen und Klöstern wiederbelebt wurde. - Die Wiege ist bis zum 8. Januar im Stadtmuseum Münster zu sehen. Der Eintritt ist frei. Foto: Stadt Münster. Veröffentlichung mit dieser Pressemitteilung honorarfrei.

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