"Gespräche vor Ort ebnen den Weg für Verständnis und Toleranz"

12.07.2000

Antrittsbesuch von Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann in der israelischen Partnerstadt Rishon Le-Zion / Jubiläumsfeier vorbereitet

(SMS) "Es ist eine ganz besondere Partnerschaft mit einer zutiefst politischen Dimension." Wie stark die Menschen in Israel unter dem Eindruck der Geschichte des Holocaust stehen und trotzdem auf Dialog und Verständigung setzen, erlebte Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann während seines einwöchigen Antrittsbesuches in Münsters Partnerstadt Rishon Le-Zion täglich aufs Neue. Um so wichtiger ist es für ihn, die von vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern in beiden Städten getragene Partnerschaft weiter voran zu treiben. Dr. Tillmann: "Persönliche Begegnungen und Gespräche vor Ort ebnen den Weg für Verständnis und Toleranz." Erstmals traf Münsters Oberbürgermeister mit seinem Amtskollegen Meir Nitzan zusammen. Gemeinsam besprachen sie Ideen und Vorschläge für die Jubiläumsfeiern zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft im kommenden Jahr. Fest steht, dass sowohl in Münster als auch in Rishon Le-Zion gefeiert wird. Während sich eine Delegation aus Münster voraussichtlich im Frühjahr in Richtung Rishon auf den Weg macht, schickt die Partnerstadt entweder bereits Anfang des Jahres oder im Herbst 2001 eine Abordnung in die westfälische Hauptstadt.

Besonders beeindruckte den Gast aus Münster die Dynamik, mit der sich die israelische Partnerstadt entwickelt. "Es entstehen in kürzester Zeit neue Wohnviertel von enormer Qualität. Überall wird gebaut: Schulen, Kindergärten, Betriebe." Die junge Geschichte Rishon Le-Zions begann vor 120 Jahren, als sich 17 Familien aus der Ukraine, aus Moldavien und Polen auf einem kargen Hügel in der Nähe von Tel Aviv ansiedelten. Inzwischen hat die Stadt, die beständig weiter wächst, rund 215 000 Einwohnerinnen und Einwohner.

Unterstützung sagte Dr. Berthold Tillmann seinem Amtskollegen für die Verwirklichung der Idee zu, in Rishon einen "Park der Partnerstädte" entstehen zu lassen : Auf einem Gelände am Stadtrand sollen sich die zehn Städte, zu denen Rishon partnerschaftliche Beziehungen pflegt, auf unterschiedliche Art und Weise darstellen. Das Projekt stellt Tillmann demnächst dem Ältestenrat des Rates vor. Auf dem dicht gedrängten Programm des Oberbürgermeisters, der von seiner Frau Cornelia begleitet wurde, standen außerdem ein Besuch im israelischen Parlament, der Knesset, am Grab von Itzhak Rabin und in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. Dort legte Tillmann einen Kranz nieder.

"Es war ein eindrucksvoller Besuch", zog Oberbürgermeister Dr. Tillmann am letzten Abend bei einem Empfang im Versammlungszentrum Beth Ha'am Bilanz. Der Dank für die herzliche Aufnahme und die bemerkenswerte Gastfreundschaft am Ende seiner Rede kam ihm allerdings nicht ganz so leicht über die Lippen - zur Freude seiner Gastgeber hatte er sich entschieden, die letzten Sätze in Hebräisch zu sprechen.

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