Unterrichtsreihe zum Thema „Markt und Marktgeschehen”,
durchgeführt in einer 7. Klasse einer Hauptschule.

1. Themen und Ziele

1.1 Thema der Unterrichtsreihe

Markt und Marktgeschehen - exemplarisches Erarbeiten der Vorgänge auf dem Markt am Beispiel des Wochenmarktes an der Geiststraße





1.2 Ziele der Unterrichtsreihe

Durch die praktische Anschauung lernen die Schüler (in diesem Unterrichtsentwurf steht aus Gründen besserer Lesbarkeit die männliche Form stellvertretend für „Schülerinnen und Schüler”) die Theorie des Marktes kennen. Weiterhin sollen die Schüler aus der passiven Rolle des Informationsempfängers befreit werden, indem sie selbstständig die handlungsorientierte Methode der Erkundung kennenlernen und erproben. Indem die Schüler verschiedene Aspekte marktgerechten Verhaltens erlernen, sollen sie für die Rolle des Verbrauchers sensibilisiert werden
In dieser Unterrichtsreihe werden die Schüler grundlegende Begriffe zum Thema Markt und Marktgeschehen kennenlernen, um sie später verfügbar zu haben.
Ein weiteres Ziel liegt in dieser Reihe im eigenständigen Erarbeiten bestimmter Themen und Aufgabenstellungen in Arbeitsgruppen.
 

1.3 Struktur der Unterrichtsreihe
 

1./2. Stunde: Spielerische Hinführung zum Thema der Unterrichtsreihe: Was wird auf einem Wochenmarkt eigentlich alles angeboten? Mit welchen Menschen haben wir es auf einem Wochenmarkt zu tun?
3./4. Stunde: Was können wir auf einem Wochenmarkt herausbekommen? Sch. bereiten eine Markterkundung vor
5. Stunde: Was wollen wir die Kunden und Händler fragen? - Schülerinnen und Schüler erarbeiten Fragen und Beobachtungsaufgaben zu bestimmten Aufgabenbereichen einer Markterkundung
6./7. Stunde: Durchführung einer Markterkundung auf dem Wochenmarkt an der Geiststraße
8./9. Stunde: Auswertung der Ergebnisse der Markterkundung unter den Aspekten „Wie entstehen Preise für Waren?”, „Woher stammen die Waren?”, „Wie sieht das Angebot und die Nachfrage auf dem Wochenmarkt aus?” und „Wie verhalten sich die Käufer?”
10.-14. Stunde: Ausgehend von der Auswertung der Ergebnisse der Markterkundung und den unmittelbar von den Schülern gemachten Erfahrungen werden in diesen Stunden je nach Interesse der Schüler einzelne Aspekte des Unterrichtsinhaltes „Markt” vertieft

1.4 Ziele der Stunde

In dieser Stunde sollen die Schüler möglichst selbstständig Fragen und Beobachtungsaufgaben zu ihren Aspekten der Markterkundung erarbeiten und formulieren. Die Schüler sollen in kurzen „Rollenspielen” Fragetechniken und das Verhalten bei Befragungen einüben.
 

2.  Erläuterungen und Begründungen zu didaktischen und methodischen  Entscheidungen

Die Schüler der 7. Klasse haben in diesem Schuljahr das erste Mal Kontakt mit dem Fach Arbeitslehre Wirtschaft, welches ein Schulhalbjahr lang 2-stündig unterrichtet wird. In der ersten Doppelstunde des Halbjahres wurden die Schüler behutsam an das Fach herangeführt, eigene Interessen der Schüler am Fach wurden abgefragt, eigene Erfahrungen wurden geäußert.
In der zweiten Doppelstunde wurden die Schüler nach ihren Erfahrungen zum Thema „Wochenmarkt” befragt, wodurch sich ein erster Einstieg in die Thematik ergab. Spielerisch listeten die Schüler Waren auf, die auf Wochenmärkten angeboten werden, einzelne Personengruppen wurden benannt (auch in ihren unterschiedlichen Bezeichnungen) und erste Fachbegriffe zum Unterrichtsinhalt wurden genannt und erläutert; einige dieser Fachbegriffe (Angebot und Nachfrage, Käufer, Verkäufer, Anbieter, Nachfrager etc.) werden im Verlauf der UR immer wieder auftauchen. In einem Unterrichtsgespräch wurden auch schon verschiedene Erkundungsaspekte sowie einzelne Fragen und Beobachtungsaufgaben erarbeitet.

Die Klasse 7 c besteht aus 16 Schülerinnen und Schülern, von denen einige noch erhebliche Schwierigkeiten im Umgang mit der geschriebenen und gesprochenen deutschen Sprache haben, da sie erst vor kurzem aus Vorkursen in diese Regelklasse gekommen sind.  Deshalb müssen in dieser Lerngruppe Arbeitsformen eingesetzt werden, die möglichst viele Schüler zur aktiven Mitarbeit anregen, z.B. Partnerarbeit oder Gruppenar-beit. Verständnisfragen, unbekannte Wörter, Aufgabenstellungen, etc. lasse ich soweit wie möglich von anderen Schülern erklären, um den Zusammenhalt der Gruppe zu stärken und die sozialen Kompetenzen der Sch. zu erweitern. Manchmal ist es ist notwendig diesen Sch. binnendifferenzierende Maßnahmen anzubieten. Außerdem ist aufgrund der o.g. Schwächen einiger Schüler ein sehr kleinschrittiges Vorgehen im Unterricht nötig.
In ihrer Leistungsfähigkeit ist die Gruppe eher durchschnittlich: nur sehr wenige Schüler beteiligen sich aktiv am Wirtschaftslehreunterricht, die Mehrheit bleibt im Unterricht eher passiv. Auffallend ist die immer wieder auftretende Unruhe in der Klasse
Viele Schüler der Klasse haben große Schwierigkeiten sich zu konzentrieren, deshalb sind sie sehr häufig abgelenkt. Auch hier helfen Arbeitsformen, die alle Schüler zur Mitarbeit auffordern.

Das Thema der Unterrichtsreihe „Markt und Marktgeschehen - exemplarisches Erarbeiten der Vorgänge auf dem Markt am Beispiel des Wochenmarktes an der Geiststraße” lässt sich laut Richtlinien für das Fach Wirtschaftslehre in das Problemfeld „Markt und Marktgeschehen" einordnen (vgl. Richtlinien und Lehrpläne Wirtschaft für die Hauptschule, S. 75-77). Das Lernen im Wirtschaftsunterricht hat lt. Richtlinien das Ziel, den Schülern eine aktuelle Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Grundsachverhalten sowie deren Auswirkungen auf den persönlichen Lebensbereich zu ermöglichen (vgl. Richtlinien und Lehrpläne Wirtschaft für die Hauptschule, S. 59). Es ist vorrangiges Ziel des Wirtschaftsunterrichts, die Schüler für die Situationen und Lebenslagen zu qualifizieren, in denen sie künftig als Arbeitnehmer, Konsumenten und Wirtschaftsbürger stehen (vgl. Richtlinien und Lehrpläne Wirtschaft für die Hauptschule, S. 59). Der Lerninhalt ist also von hoher Gegenwartsbedeutung für die Schüler (vgl. Klafki, S. 273). Als zukünftige und auch jetzige Kunden auf den unterschiedlichsten Märkten hat das Thema eine hohe Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung für die Schüler (vgl. Klafki, S. 273-274).

In der ersten Phase des Unterrichts sollen die Schüler sich an das Unterrichtsvorhaben „Markterkundung” erinnern und erläutern, welche Themenbereiche für die Erkundung ausgewählt wurden. Diese Wiederholung dient dazu, den Schülern den geplanten weiteren Verlauf der Unterrichtsreihe wieder ins Gedächtnis zu rufen. Die Themenbereiche der Markterkundung werden an der Tafel festgehalten, ebenso exemplarisch einige Fragen und Beobachtungsaufgaben.

In ihren Arbeitsgruppen sollen die Schüler sich dann Fragen und Beobachtungsaufgaben zu ihrem Erkundungsbereich überlegen und aufschreiben. Als Hilfe und Anregung erhalten die Schüler bei Bedarf von mir verfasste Notizen. Diese Ideen für eine Markterkundung waren in der letzten Stunde von den Schülern im Unterrichtsgespräch genannt, aber nicht schriftlich fixiert worden.
Man könnte meinen, dass diese Aufgabe für die Schüler nicht gehaltvoll genug ist. Meiner Erfahrung nach sind diese Schüler aber sehr ungeübt darin, Fragen selber zu formulieren. Deshalb lege ich in dieser Stunde Wert darauf, dass sich die Schüler intensiv mit ihrem Erkundungsbereich auseinandersetzen, um möglichst selbstständig Fragen und Beobachtungsaufgaben zu entwickeln. Sollte den Schülern das Erarbeiten der Fragen nicht gelingen, können sie immer noch auf die teilweise vorformulierten Anregungen in den Texten zurückgreifen. Eine weitere Hilfe für die Schüler besteht darin, dass ich ihnen während der Erarbeitungsphase beratend zur Seite stehe.

Für diese Phase des Unterrichts habe ich die Sozialform Gruppenarbeit gewählt, da die Aufgabe für die Lerngruppe sehr anspruchsvoll ist. Außerdem werden bei der Durchführung der Markterkundung die Aufgaben innerhalb einer Gruppe verteilt werden müssen, da die zu erledigenden Aufgaben einen Schüler überfordern würden.
In Kleingruppen schaffen es die Sch. evtl. eher die Aufgabenstellung zu bewältigen. In der Gruppenarbeit können sich außerdem mehr (und vor allem auch die leistungsschwächeren) Sch. aktiv am Unterricht beteiligen, weiterhin ist ein relativ selbstständiges Arbeiten in der Gruppe möglich. Durch die Arbeit in Kleingruppen soll bei den Sch. die Fähigkeit und die Bereitschaft zum solidarischen Handeln gefördert werden (vgl. Meyer 1987 (6. Auflage: 1994), S. 245-251). Weiterhin verbessert die Gruppenarbeit meiner Meinung nach das soziale Arbeitsklima und fördert das soziale Lernen (vgl. Franke,
S. 250). Da die völlig selbstständige Gruppenarbeit in der Klasse noch nicht möglich ist, habe ich auf die Arbeitsblätter Leitfragen zur Bearbeitung des Themas geschrieben, die den Sch. auf dem Weg zum Ergebnis helfen sollen; obwohl diese Leitfragen die Sch. in gewisser Hinsicht ein wenig einengen, halte ich sie zu diesem Zeitpunkt noch für notwendig. In folgenden Gruppenarbeiten sollen die Leitfragen nach und nach reduziert werden, bis ein mehr oder weniger völlig selbstständiges Arbeiten möglich ist.

Zur Sicherung der erarbeiteten Fragen und Beobachtungsaufgaben sollen die Schüler in kurzen „Rollenspielen” eine Interviewsituation auf dem Markt spielen.
Dazu wird im Unterrichtsgespräch vorher die Situation geschildert, wie eine Schülergruppe einen Händler/einen Kunden interviewt. Der Ablauf eines solchen Gesprächs soll den Schülern deutlich werden, außerdem soll kurz das Verhalten während eines Interviews angesprochen werden.
Ist allen Schülern klar, wie ein Käufer/ein Händler angesprochen werden kann, stellen die Schüler ihre Kurzinterviews vor. Die anderen Schüler sitzen dazu im Halbkreis, um alles sehen und hören zu können. Nach dem Spiel sollen die nicht beteiligten Schüler Gelungenes und weniger Gelungenes anmerken, außerdem soll versucht werden, die eigenen Fragen kritisch zu reflektieren.

Sollte nicht mehr genügend Zeit zur Verfügung sein, mehrere „Rollenspiele” zu zeigen, wird dieses morgen vor der Markterkundung nachgeholt werden.

Am Ende der Stunde werden die Schüler auf einige organisatorische Dinge zur Markterkundung hingewiesen.
 

3. Geplanter Unterrichtsverlauf
 

Rückgriff auf die letzte Stunde/Hinführung zur Erarbeitung der Fragen und Beobachtungsaufgaben zur Markterkundung

Die Schüler erläutern auf Nachfrage in einem Unterrichtsgespräch das Unterrichtsvorhaben sowie die verschiedenen Themenbereiche, die in der letzten Stunde erarbeitet worden sind:
Woher stammen die Waren?/Wie sieht das Angebot und die Nachfrage auf dem Wochenmarkt aus?/Wovon hängt die Höhe der Preise ab?/Wie verhalten sich die Käufer?
Die Erkundungsaspekte werden zur Wiederholung an der Tafel festgehalten. Exemplarisch werden von den Schülern im Unterrichtsgespräch einige Fragen und Beobachtungsaufgaben genannnt/erarbeitet.

Erarbeitung der Beobachtungsaufgaben und Fragen zur Markterkundung

In ihren Arbeitsgruppen entwickeln die Schüler Fragen und Beobachtungsaufgaben. Dabei werden sie vom L. beraten und unterstützt. Sollten die Schüler mit dieser Aufgabenstellung Schwierigkeiten haben, erhalten sie vom L. ein Textblatt, auf dem in der vorherigen Stunde erarbeitete Ideen für Fragen und Beobachtungen zusammengefasst sind. Am Ende der Stunde soll jede Gruppe einen kurzen Fragen- und Beobachtungskatalog für die morgige Markterkundung vorliegen haben.

Sicherung der erarbeiteten Ergebnisse/Übung eines Interviews mit Hilfe von kurzen „Rollenspielen”

In einem Unterrichtsgespräch erarbeiten die Schüler, wie ein Interview auf dem Wochenmarkt geführt werden kann. In kurzen „Rollenspielen” üben die Schüler Interviews, die sie auf dem Wochenmarkt führen sollen. Anschließend werden die „Rollenspiele” inhaltlich und formal ausgewertet.

Alternative

Sollte nicht mehr genügend Zeit zur Verfügung stehen, mehrere „Rollenspiele” vorzuführen, wird dieses morgen vor der Markterkundung nachgeholt werden.

Organisatorisches zur Markterkundung

Am Ende der Stunde werden den Schülern einige organisatorische Mitteilungen zur Markterkundung gemacht.

4. Tafelbild, Arbeitsblätter
 

Woher stammen die Waren?
Wovon hängt die Höhe der Preise ab?
Wie verhalten sich die Käufer?
Wie sieht das Angebot und die Nachfrage auf dem Markt aus?
Welche Waren werden angeboten? Wie kommt der Verkaufspreis zustande? Vergleichen Käufer die Preise? An welchen Ständen wird besonders viel gekauft?
Aus welchen Ländern kommen sie? Notiert von einer Ware das billigste und das teuerste Angebot? Handeln die Käufer? Wie machen Händler auf ihre Waren aufmerksam?
Wie viele Obst- und Gemüsestände gibt es? Warum sind Waren zu bestimmten Jahreszeiten unterschiedlich teuer? Haben Käufer Einkaufszettel dabei? Gibt es Stammkunden?
...
...
...
...

 
Vorbereitung unserer Markterkundung

Arbeitsgruppe: Woher stammen die Waren auf dem Wochenmarkt?





Ihr wollt bei unserer Markterkundung herausbekommen, woher die Waren an den Obst- und Gemüseständen kommen.

Überlegt euch, was ihr fragen oder beobachten könnt! Wen könnt ihr fragen?
(Falls ihr nicht weiterwisst, fragt euren Lehrer, ob er euch helfen kann!)

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Hilfen:

Vorbereitung unserer Markterkundung

Arbeitsgruppe: Woher stammen die Waren auf dem Wochenmarkt?

Das könnt ihr beobachten:

Ihr könntet beobachten, welche Waren an den Obst- und Gemüseständen angeboten werden.

Ihr könntet beobachten, ob es nur einen, zwei oder mehrere Obst- und Gemüsestände auf dem Wochenmarkt gibt.

Ihr könntet beobachten, welche Händler Obst- und Gemüse anbieten (an jedem Stand sollte eine Tafel sein, auf der steht, wie der Händler heißt und woher er kommt).

Ihr könntet beobachten, aus welchen Ländern die angebotenen Waren kommen (oft steht ein Schild mit dem Herkunftsland an der Ware).

Das könnt ihr einen (oder mehrere) Händler fragen:

- ob der Händler seine Waren selbst herstellt (anbaut)

- wenn er sie nicht selbst herstellt, woher er sie bekommt

- woher andere Händler ihre Ware bekommen

- wer überhaupt auf diesem Markt Waren verkaufen darf

Formuliert diese Vorschläge zu Fragen um!

 

Vorbereitung unserer Markterkundung

Arbeitsgruppe: Wie sieht das Angebot und die Nachfrage auf dem Wochenmarkt aus?

Ihr wollt bei unserer Markterkundung herausbekommen, wie das Angebot und die Nachfrage an den Obst- und Gemüseständen sind.

Überlegt euch, was ihr fragen oder beobachten könnt! Wen könnt ihr fragen?
(Falls ihr nicht weiterwisst, fragt euren Lehrer, ob er euch helfen kann!)

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Hilfen:

Vorbereitung unserer Markterkundung

Arbeitsgruppe: Wie sieht das Angebot und die Nachfrage auf dem Wochenmarkt aus?

Das könnt ihr beobachten:

Ihr könntet beobachten, wieviel von einer bestimmten Ware an zwei unterschiedlichen Ständen gekauft wird (Strichliste!).

Ihr könntet beobachten, an welchem Stand besonders viel Obst und Gemüse gekauft wird. Warum?

Ihr könntet beobachten, wie Händler auf ihre Angebote besonders aufmerksam machen.

Ihr könntet beobachten, welche Sonderangebote an den Obst- und Gemüseständen angeboten werden.

Das könnt ihr Käufer fragen:

- warum sie an einem bestimmten Stand kaufen
- ob sie bei einem Händler Stammkunde sind (Warum?)
- ob sie heute ein Angebot weiterempfehlen können

Das könnt ihr einen (oder mehrere) Händler fragen:

- wieviel Kopfsalat er heute anbietet

- woher er weiß, wieviel er von einer Ware anbieten kann

- von welcher Ware er heute weniger oder mehr anbietet als das letzte Mal (Warum?)

- was ein Händler macht, wenn sich eine Ware sehr schlecht verkauft

- was ein Händler mit verderblicher Ware macht, die er nicht verkaufen kann

Formuliert diese Vorschläge zu Fragen um!

Vorbereitung unserer Markterkundung

Arbeitsgruppe: Wovon hängt die Höhe der Preise ab?

Ihr wollt bei unserer Markterkundung herausbekommen, wovon die Preise an den Obst- und Gemüseständen abhängen.

Überlegt euch, was ihr fragen oder beobachten könnt! Wen könnt ihr fragen?
(Falls ihr nicht weiterwisst, fragt euren Lehrer, ob er euch helfen kann!)

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Hilfen:

Vorbereitung unserer Markterkundung

Arbeitsgruppe: Wovon hängt die Höhe der Preise ab?

Das könnt ihr beobachten:

Notiert von einer Ware das teuerste und billigste Angebot (bei gleicher Qualität)!

Findet heraus, was zur Zeit Saisonware ist.

Notiert an zwei Ständen mit Saisonwaren (z.B. Pflaumen) die Preise und haltet die Zahl der Käufer fest (Strichliste!).

Das könnt ihr einen (oder mehrere) Händler fragen:

- Warum manchmal Kartoffeln billiger sind und manchmal teurer

- wie bei einer Ware (z.B. Tomaten) der Verkaufspreis zustande kommt

- wie ein Händler feststellen kann, dass er heute den richtigen Preis für eine Ware nimmt

Das könnt ihr Käufer fragen:

- welche Waren um diese Jahreszeit teurer (oder billiger) sind als zu anderen Jahreszeiten
 

Formuliert diese Vorschläge zu Fragen um!

Vorbereitung unserer Markterkundung

Arbeitsgruppe: Wie verhalten sich die Käufer?

Ihr wollt bei unserer Markterkundung herausbekommen, wie sich die Käufer auf dem Wochenmarkt verhalten.

Überlegt euch, was ihr fragen oder beobachten könnt! Wen könnt ihr fragen?
(Falls ihr nicht weiterwisst, fragt euren Lehrer, ob er euch helfen kann!)

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Hilfen:

Vorbereitung unserer Markterkundung

Arbeitsgruppe: Wie verhalten sich die Käufer?

Das könnt ihr beobachten:

Ihr könntet beobachten, ob es an den Obst- und Gemüseständen unterschiedliche Qualitätsangaben gibt.

Ihr könntet beobachten, ob die Käufer mehrere Angebote prüfen oder gleich kaufen.

Ihr könntet beobachten, ob sich Frauen und Männer beim Einkaufen gleich verhalten.

Ihr könntet beobachten, wie viele Käufer einen Einkaufszettel haben.

Ihr könntet beobachten, ob die Käufer die Preise verschiedener Händler beobachten.

Ihr könntet beobachten, ob Käufer mit den Händlern handeln.

Das könnt ihr einen (oder mehrere) Händler fragen:

- wie er reagiert, wenn sich Käufer über den Preis einer Ware beschweren

Das könnt ihr Käufer fragen:

- wie sie Qualität und Preis einer Ware vergleichen

- was sie tun, wenn eine Ware, die sie kaufen wollen, heute sehr teuer ist

- wann die günstigste Einkaufszeit ist

- ob sie etwas kaufen, was sie nicht eingeplant hatten

- wann Käufer unverlangtes Mehrgewicht ablehnen

Formuliert diese Vorschläge zu Fragen um!

6. Literatur:

Franke, Peter: Gruppen und Partnerarbeit als dynamische Prozesse, in: Wolfgang W. Mickel, Dietrich Zitzlaff (Hg.): Handbuch zur politischen Bildung. Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung, 1988, S. 245-251.

Heinrich, Hans, Josef Huber: bsv Arbeitslehre 1 + 2 + 3. Arbeitsbuch für die 7.-9. Jahrgangsstufe. München: Bayerischer Schulbuchverlag 1981.

Klafki, Wolfgang: Neue Studien zur Bildungstheorie und Didaktik. Zeitgemäße Allgemeinbildung und kritisch-konstruktive Didaktik. Weinheim, Basel: Beltz, 5. Auflage 1996.

Kultusministerium des Landes NRW (Hg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Hauptschule in NRW: Wirtschaft - Lernbereich Arbeitslehre. Düsseldorf 1989.

Meyer, Hilbert: Unterrichtsmethoden. Bd. II: Praxisband. Frankfurt am Main: Cornelsen Scriptor, 6. Auflage 1994.

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