
William
Kidd war ein "Gentleman-Pirat", der mit einem Kaperbrief operiert. Er war
von den Lords seiner Heimat beauftragt worden Piraten und französische
Handelsschiffe im Roten Meer anzugreifen. Aber am Ende wurde er von der
Regierung, der er diente, verraten und für seine Taten hingerichtet.
John Taylor kaperte den vielleicht größten Schatz der Piratengeschichte:
ein Handelsschiff mit mehr einer Ladung, die mehr als 1.000.000 britische
Pfund Sterling wert war. Der Anteil jedes Piraten an dieser Beute betrug
mehr als 4000 Pfund Sterling und zusätzlich 42 kleine Diamanten. Der
berüchtigte Captain Kidd war aber ansonsten weder völlig erbarmungslos
noch erfolgreich.
Er kam das erste Mal mit dem Piratenleben in Kontakt, als er als Freibeuter gegen die Franzosen in der Karibik kämpfte, danach wurde er 1696 als Piratenjäger angeworben. Nach einer Serie von Mißerfolgen begann er selbst Schiffe im Indischen Ozean anzugreifen und auszurauben. 1699 wurde er bei seiner Rückkehr nach Amerika verhaftet und nach England geschickt, um dort wegen Piraterie angeklagt zu werden. Kidd verpfuschte seine eigene Verteidigung vor Gericht und für ihn lebenswichtige Dokumente wurden von seinen ehemaligen Hintermännern verheimlicht. Er wurde am Exekutionsdock gehängt und seine Leiche in einen eisernen Käfig gezwängt, der als Warnung vor der Piraterie für andere Seeleute jahrelang am Tilbury Point hängengelassen wurde. |