Dieser Artikel erschien am 02. Mai 1998 in den

  

Mit Trockendock niemals abfinden

KÜ-Fans üben stärker Druck aus

Von Dietrich Harhues

Münster-Gelmer - Die Kanalüberfahrt - stets »der KÜ« genannt - hat viele Fans. Einige davon sind sogar organisiert: im Arbeitskreis KÜ. Dahinter stehen eingefleischte Münsteraner, die seit Jahren verfolgen, was mit dem technischen Denkmal passiert. Und mehr noch - was nicht geschieht. Der Kreis teilt die Befürchtung, daß der KÜ trocken bleibt (die WN berichteten) und »hier Tatsachen geschaffen werden sollen«, erläutert Volker Jahnk, Sprecher der Gruppe.

Diese will nun verstärkt Druck machen. Denn bei dem Spitzengespräch zwischen Wasser- und Schiffahrtsdirektion (WSD) und Bezirksregierung am 1. Juni dürfe nicht hinter den Kompromiß von 1996 zurückgegangen werden: Damals hatten sich die Präsidenten der beiden Behörden (nach zähem Ringen) darauf geeinigt, daß die 100 Jahre alte Brücke über die Ems wieder Wasser führen soll.

Um dies der WSD schmackhaft zu machen, hat der Arbeitskreis KÜ einen Plan erstellt, der »hoffentlich nicht zu spät kommt«, so Jahnk. Im Mittelpunkt steht die Idee, ökologische Ausgleichsmaßnahmen für den laufenden Kanalausbau bei Gelmer in der Alten Fahrt, also im und am KÜ vorzunehmen. Indessen signalisierte die Bezirksregierung in einem Brief an Jahnk, sich »als Obere Denkmalbehörde nachhaltig für den Erhalt« von KÜ und Alter Fahrt einzusetzen.

Die Fraktionschefs von SPD und CDU im Rat, Theo Sträßer und Werner Stolz, haben ebenfalls ihre Unterstützung bekundet. Motto: Der KÜ darf kein Trockendock bleiben.

Für neue Freunde der KÜ-Fans: Sie sind unter der Rufnummer 13 63 43 erreichbar und auch im Internet vertreten unter http://www.muenster.de/kue.



Zusammengestellt von Volker Jahnk, letzte Änderung 02.05.1998  | Zum Anfang |