Das Sicherheitstor



SicherheitstorDas Sicherheitstor in Gelmer befindet sich einige hundert Meter nördlich der Kanalüberführung. Es ist das einzige noch erhaltene Sicherheitstor von ehemals sieben Toren der oberen Kanalstrecke. Die Sicherheitstore des Dortmund-Ems-Kanals hatten die Aufgabe, eine streckenweise Trockenlegung des Kanals zu ermöglichen, um Ausbesserungsarbeiten durchführen zu können oder um bei Betriebsunfällen das Auslaufen des gesammten Kanals zu verhindern. Auf der Abbildung ist das schwarze Wellblechhäuschen zu sehen, in dem sich der Antrieb des Tores befindet.

Sicherheitstor 
Die zum Antrieb des Tores dienende Winde, hier nach der Restaurierung ohne Wellblechhäuschen abgebildet, ist mit zwei Kurbeln und einem dreifachen Vorgelege (Übersetzung) ausgestattet. Das dritte  Räderpaar war für gewöhnlich ausgeschaltet. Im Notfalle konnte das niederlegen des Tores mit einem Vorgelege in 2,5 Minuten erfolgen. Im Betrieb hatte es sich als praktisch herausgestellt, das Schließen mit zwei- und das Wiederaufrichten mit dreifachem Vorgelege auszuführen. Die Drehung des Tores betrug im ganzen 115 Grad. Auf dem Bild ist im Hintergrund der Trog der trockengelegten Kanalüberführung zu erkennen. 

Sicherheitstor
Mit Rücksicht auf die Gewichtsveränderungen, die beim Eintauchen des Tores in das Wasser auftreten, sind die Gegengewichte mit Pendeln versehen, wodurch dem Torkörper theoretisch bei jeder Stellung des Armes das beabsichtigte Übergewicht erhalten bleibt. 

Aufgabe und Anforderungen

Vor Vergabe der Bauaufträge wurde ein Wettbewerb unter 3 Firmen veranstaltet, wobei auch Versuche an Modellen im Maßstab 1:15 durchgeführt wurden. Dabei mußten sie folgende Anforderungen erfüllen: Technische Daten

Zusammengestellt von Volker Jahnk | Zum Anfang |