Das
Sicherheitstor in Gelmer befindet sich einige hundert Meter nördlich
der Kanalüberführung. Es ist das einzige noch erhaltene Sicherheitstor
von ehemals sieben Toren der oberen Kanalstrecke. Die Sicherheitstore des
Dortmund-Ems-Kanals hatten die Aufgabe, eine streckenweise Trockenlegung
des Kanals zu ermöglichen, um Ausbesserungsarbeiten durchführen
zu können oder um bei Betriebsunfällen das Auslaufen des gesammten
Kanals zu verhindern. Auf der Abbildung ist das schwarze Wellblechhäuschen
zu sehen, in dem sich der Antrieb des Tores befindet.
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Die zum Antrieb des Tores dienende Winde, hier nach der Restaurierung
ohne Wellblechhäuschen abgebildet, ist mit zwei Kurbeln und einem
dreifachen Vorgelege (Übersetzung) ausgestattet. Das dritte
Räderpaar war für gewöhnlich ausgeschaltet. Im Notfalle
konnte das niederlegen des Tores mit einem Vorgelege in 2,5 Minuten erfolgen.
Im Betrieb hatte es sich als praktisch herausgestellt, das Schließen
mit zwei- und das Wiederaufrichten mit dreifachem Vorgelege auszuführen.
Die Drehung des Tores betrug im ganzen 115 Grad. Auf dem Bild ist im Hintergrund
der Trog der trockengelegten Kanalüberführung zu erkennen. |
Mit Rücksicht auf die Gewichtsveränderungen, die beim Eintauchen
des Tores in das Wasser auftreten, sind die Gegengewichte mit Pendeln versehen,
wodurch dem Torkörper theoretisch bei jeder Stellung des Armes das
beabsichtigte Übergewicht erhalten bleibt. |