Dieser Artikel erschien am 22. Juli 1997 in der

Planverfahren für das Baudenkmal noch nicht abgeschlossen

Fast 100 Jahre altes Sperrtor am KÜ wird nun restauriert

Von LOTHAR BERGMANN

Greven- Der Rost hat zwar in den letzten Jahrzehnten einige Gelenke des gewaltigen Räderwerks unbeweglich gemacht, dennoch übt die gewaltige präzise Maschinerie noch heute ihre Faszination aus. 

Die Rede ist vom Sicherheitstor vor dem Kanalübergang der Alten Fahrt des Dortmund-Ems-Kanals in Fuestrup. 

Das Bauwerk, das sowohl in Greven als auch in Münster in die Liste erhaltenswerter Industriedenkmäler aufgenommen ist, wird zur Zeit abgebaut und von Spezialfirmen- unter anderem Stahlbau Ahlers in Roxel- restauriert und konserviert, wobei die zumeist durchgerosteten Fachwerksgelenkarme ersetzt werden. 

Die Arbeiten dürften sich bis Ende August hinziehen. Dann können die Konstruktionen wieder an die vertrauten Stellen gesetzt werden. Ob das Tor auf lange Sicht in Hochstellung in einem trocknen oder in Tiefstellung in einem wasserführenden Kanalbett seinen Platz hat, wird im noch laufenden Planfeststellungsverfahren entschieden. Die in späteren Jahren um die Maschinerie des Torantriebs gebaute Wellblechkonstruktion wird ersatzlos abgerissen da auch sie völlig durchgerostet ist. 

Des weiteren prüft die Bundesanstalt für Wasserbau aus Karlsruhe, ob die aus Stein gemauerte Konstruktion des ebenfalls denkmalgeschützten Überführungsbauwerkes stark genug sind, um einen Stahlbetontrog aufzunehmen. Dadurch könnte die Wanne absolut dicht gemacht und wieder mit Wasser gefüllt werden. Auch hier muß das Ergebnis abgewartet werden, um dann über die Zukunft des Bauwerkes, ob mit oder ohne Wasser, entscheiden zu können.



Zusammengestellt von Volker Jahnk, letzte Änderung 15.07.2000  | Zum Anfang |