Die Kanalüberführung (KÜ)
Beschreibung des Aufbaus
Bei der Kanalüberführung handelt es sich um ein steinernes Brückenbauwerk
aus vier Bögen zur Überführung des Dortmund-Ems-Kanals über
die Ems. In seiner Konstruktionsweise folgt er grundsätzlich noch
der antiken Aquäduktbaukunst, allerdings hier in die große Dimension
gesteigert. Während sich die Brücke aus dem Verlauf des Kanals
konstruktionsmäßig optisch kaum heraushebt, bietet sich aus
dem Emstal betrachtet ein imposanter Anblick.
Die drei sandsteinernen Brückenpfeiler ruhen auf in den Untergrund
gerammten Spundwänden, die das Bauwerk vor Unterspühlung sichern.
An den Brückenflanken ist der jeweilige Kämpferpunkt
der Pfeiler durch ein Profilgesims markiert. Darüber spannen sich
zwischen den Pfeilern zu den Landfesten hin vier Flachbögen, deren
Bogenverlauf jeweils durch Werksteinquader akzentuiert ist. Die Brückengewölbe
sind aus Klinker gemauert. Den oberen Abschluß der Brücke bilden
zwei Gesimse mit dazwischen verlaufendem Rundbogenfries, darüber setzt
das Brückengeländer an. Den Flanken der Landfesten sind breite
Lisenen vorgesetzt, die früher auskragende
Ecktürmchen trugen. Diese sind heute zu kanzelartigen Ausbuchtungen
verkürzt. Die Fahrrinne der Brücke wird an beiden Seiten durch
einen geräumigen Treidelpfad von
etwa 2 m Breite gesäumt. Die Schrammborde der Brückenfahrt waren
noch bis 1996 mit alten Eichenbohlen beplankt.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Kanalüberführung durch eine Bombe schwer beschädigt. Die mit Beton reparierte Stelle ist heute noch gut zu erkennen.
Technische Daten
Zusammengestellt von Volker
Jahnk
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