Die Alte Fahrt
Historische Beschreibung
Wegen der raschen Entwicklung der Schwerindustrie im Dortmunder Raum reichte
gegen Ende des 19. Jahrhunderts der Ausbau des Eisenbahnnetzes
zur Bewältigung der Transportprobleme nicht mehr aus. Zum Massentransport
von Erzen ins Ruhrgebiet und zum Export von Steinkohle wurde als leistungsfähiger
Verkehrsweg der Dortmund-Ems-Kanal ab 1892 gebaut. Bei einem lichten Querschnitt
von 18 m Breite und 2,5 m Tiefe war der Kanal tauglich für Schiffe
bis 600 t Tragfähigkeit, was der Tranportfähigkeit eines ganzen
Güterzuges entsprach.
Die enge der Flußtäler machte es unmöglich, den Kanal bei
seiner Dimension entlang der Flüsse zu führen. Daher mußte
er mit Bauwerken, wie die der Kanalüberführung in Gelmer, über die Flußtäler
geführt werden.
Der weitere Ausbau des Kanals bis zum Rhein 1914 und bis zur Elbe 1938,
sowie die ständige zunehmende Tonnage der Schiffe veranlaßten
bis 1939 den Ausbau der zweiten Fahrt westlich der alten Kanalüberführung,
die dort mit einem brückenartig konstruierten, stählernen Trog
die Ems überquerte.
Im 2. Weltkrieg waren noch beide Brückenbauwerke nebeneinander im
Betrieb, wovon der benachbarte Flakturm zeugt, der hier zum Schutz vor
Fliegerangriffen errichtet wurde. Nach dem 2. Weltkrieg wurde
die Alte Fahrt aufgegeben und an ihrem Südende durch einen Damm von
der Neuen Fahrt abgetrennt.
Heute dient die Alte Fahrt als Yachthafen und wird im Sommer als stadtnahes
Erholungsgebiet genutzt.
Technische Daten
Zusammengestellt von Volker
Jahnk
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