Der Denkmalschutz
Das Baudenkmal, bestehend aus der Kanalüberführung,
dem Sicherheitstor und dem Wärtergehöft ist seit dem 02.04.1992
in den Denkmallisten der Stadt Münster und der Stadt Greven eingetragen.
Seit dem 30.07.1996 ist auch die Alte Fahrt mit ihren Dämmen Bestandteil
der denkmalgeschützten Anlage.
Der Denkmalschutz ist in den Denkmallisten wie folgt begründet:
...Das Denkmal ist bedeutend für die Geschichte der Menschen, bedeutend
für Städte und Siedlungen und bedeutend für die Entwicklung
der Arbeits- und Produktionsverhältnisse.
Die Geschichte der organisierten Schiffart auf den westdeutschen Wasserstraßen
reicht weit bis in das Mittelalter zurück. Mit der beginnenden Industrialisierung
des Ruhrgebietes entstand bereits 1863 das Projekt Rhein-Weser-Kanal. Der
Dortmund-Ems-Kanal wurde nach einer Bauzeit von nur 7 Jahren am 11.08.1899
von Kaiser Wilhelm II eröffnet.
An der Erhaltung und Nutzung des Baudenkmals besteht ein öffentliches
Interesse. Dieses liegt in der Bedeutung des Dortmund-Ems-Kanals für
die anliegenden Städte und Siedlungen (Anlage von Stadthäfen
von Dortmund über Münster bis nach Wolfsburg über den Mittellandkanal;
hier: Gründung des Volkswagenwerkes). Ferner ist er bedeutend für
die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse. Hier seien
die Zechenanlagen des Ruhrgebietes angeführt, die neben dem Bahnanschluß
auch über eigene Hafenanlagen verfügen.
...Die Alte Fahrt mit der Kanalüberführung Fuestrup dokumentiert
die Systematik des Wasserbaus, die verkehrstechnischen Erfordernisse ihrer
Bauwerke, den wilhelminischen Repräsentationsanspruch in den einzelnen
Bauwerken sowie den wasserbautechnischen Wissensstand und stellt somit
einen hohen Denkmalwert dar.
In dem Denkmalumfang wird auch die Führung von Wasser mit einbezogen,
weil der Verlust mehr als eine ästhetische Beeinträchtigung des
Baudenkmals darstellt.
...Für die Erhaltung und Nutzung des Gesamtdenkmals liegen auch wissenschaftliche
Gründe vor, da hier im Zusammenspiel von Dammlage, Überführungsbauwerk,
Sperrtor und Dienstwärtergehöft ein in weiten Bereichen erhaltenes
und aussagekräftiges Dokument der Ingenieurbaukunst des 19.
Jahrhunderts erhalten ist.
Der dokumentarische Wert dieser Anlage begründet sich in dem Nebeneinander
der "Alten Fahrt" und der "Neuen Fahrt". Hier wird
der Unterschied 40 Jahre auseinanderliegender Ingenieurtechnik sichtbar.
Zusammengestellt von Volker
Jahnk
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