Herr Streich - der Mauszeichner Der
Mauszeichner
Interview mit Friedrich Streich


Elefant Herr Streich, schon ´mal Mausefallen aufgestellt?

Streich: Sicher, ich wohne im Grünen. Nur, ich unterscheide schon zwischen einer Cartoon-Maus und einer echten auf vier Beinen. Jedenfalls habe ich noch nie eine wirkliche Maus gesehen, die eine Leiter irgendwo hereinschleppt.

Elefant Die Maus hat zwei Freunde

Streich: Ja, die Ente und den blauen Elefanten. Die Spots waren eintönig geworden. Man kann dramatische Situationen erst mit zwei Personen entwickeln. Das war 1975 die Geburtsstunde des Elefanten. Dann aber fiel uns auf, daß die Elemente Wasser und Luft fehlten, denn Maus und Elefant sind "erdig". Eine Ente würde beides beinhalten. Sie kann fliegen und schwimmen. Seit 1987 haben wir jetzt auch die Ente.

Elefant Viel Zeichenarbeit?

Streich: Oh ja, Wasser zu zeichnen, das sich ständig bewegt, ist sehr aufwendig. Wir brauchen drei Wochen für eine Minute. Echt, das ist eine Kunst. Und weil aus den gewöhnlich 400 einzelnen Zeichnungen jetzt dreimal soviel geworden ist, habe ich mich zunächst dagegen gewehrt.

Elefant Jetzt ist die Maus wieder im Lot?

Streich: Ja, wir denken jetzt an Arbeitsteilung. Ich werde nur noch die Master-Maus zeichnen. Den Rest machen andere. Viele denken, das sei so einfach mit der Maus. Aber sie kommt mit einem ganz bestimmten Rhythmus ins Bild: (macht es vor) tack, tack, tack. Ich versetze mich oft in die Maus hinein, stimmt der Rhythmus nicht, wird sie unsympathisch.

Elefant Wer kriegt mehr Post. Der Elefant, die Maus oder Sie?

Streich: Die Maus, natürlich. Aber ich bin die Maus.


Das Interview wurde von Uni-Online geführt.





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