< Inhalt < Kapitel 3 < > Kapitel 5 > Literatur >

...erstmal'n link:
Umfragen im Internet
Umfragen im Internet


4 Methode und Durchführung der Untersuchung

Die praktische Durchführung der Untersuchung stellt eine Form studiumbezogener Nutzung des Internet von Geistes- und Sozialwissenschaftlern dar. Die Beschreibung und Reflexion der eigenen Vorgehensweise sind ein Teil der explorativen Auseinandersetzung mit der Problemstellung dieser Arbeit.

4.1 Methodischer Ansatz der Untersuchung

Wie die Darstellung des Forschungsstandes gezeigt hat, liegen aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht bisher nur unzureichende Kenntnisse der Strukturen des Internet vor. Das technische Medium Internet kann aufgrund der technologischen Determinierung als Einheit begriffen werden. Darauf basierend stehen den Studierenden eine Vielzahl unterschiedlicher Medienanwendungen zur Verfügung. Gleichzeitig belegen statistische Erhebungen einen Anstieg der Nutzerzahlen. Es existiert jedoch wenig gesichertes Wissen, wie das technische Medium von den Studierenden tatsächlich eingesetzt und so zum Kommunikationsmedium wird. Der Gestaltungsspielraum ist sehr groß, so daß der konkreten Motivation und den formalen Bedingungen der Nutzung eine besondere Bedeutung zufällt. Die Formen der Nutzung in ihrer Gesamtheit können nicht theoretisch hergeleitet werden. Die Kenntnis einer möglichst großen Zahl dieser Formen ist jedoch notwendig, um das Kommunikationsmedium Internet zu bestehenden theoretischen Ansätzen in Beziehung zu setzen.

Die vorliegende Untersuchung hat daher explorativen Charakter. Ziel ist die Ermittlung empirischer Basisdaten in dem beschriebenen Kontext. [ Vgl. Kromrey, Helmut: Empirische Sozialforschung. 6. Auflage. Opladen 1994. S. 55.] Den Ausgangspunkt der Untersuchung bildet die Existenz eines sozialen Phänomens und nicht die von einer konkreten kommunikationswissenschaftlichen Theorie aus vorgenommene Hypothesenableitung. Die Arbeit zielt im Sinne der qualitativen Sozialforschung auf das Erkennen und Verstehen von bisher nur wenig oder gar nicht bekannten Handlungen ab: „Es interessiert weniger, wie ein Problem statistisch verteilt ist, sondern welche Probleme es tatsächlich gibt und wie sie beschaffen sind." [ Lamnek, Siegfried: Qualitative Sozialforschung. Band 1. Methodologie. Weinheim 1988. S. 177.]

Aus der technologischen Determinierung des Internet sowie dem Potential der dadurch ermöglichten Medienanwendungen und auch aus persönlichen Erfahrungen läßt sich eine kleine Anzahl möglicher studiumbezogener Nutzungsformen herleiten. Zur Gewinnung der Basisdaten wurde daher als Methode der Weg einer Befragung mittels eines teilstandardisierten Fragebogens gewählt. Um dem kreativen Gestaltungsspielraum der Studierenden gerecht zu werden, war dabei die Art der Kombination von offenen und geschlossenen Fragen von besonderer Bedeutung. Aufgrund der räumlichen Diffusion des Mediums Internet [ Vgl. Kneer, Volker: Computernetze und Kommunikation. 1994. Online in Internet. a.a.O..] und unterschiedlicher Zugangsmöglichkeiten an deutschen Universitäten sowie fehlender Nutzerkarteien [ Siehe dazu Kapitel 4.3 dieser Arbeit.] erschienen herkömmliche Untersuchungsmethoden wie Interviews oder die postalische Verschickung der Fragebögen ungeeignet. Die Datengewinnung erfolgte daher ausschließlich über das Internet. Die Durchführung von Umfragen im Internet unterscheidet sich jedoch durch Besonderheiten des Mediums grundsätzlich von anderen methodischen Vorgehensweisen.

4.2 Umfragen im Internet

„Even though we brought considerable experience in questionnaire construction and survey research to our task, we soon discovered that posting a survey on the internet differs from conducting conventional surveys in person, via telephone, or by ordinary mail. We encountered problems that in many cases neither we nor those we consulted had anticipated. These involved sampling, means of posting, and means of reply." [ Fisher, Bonnie/Margolis, Michael/Resnick, David: A New Way of Talking Politics: Democracy on the Internet. Center for the Study of Democratic Citizenship. University of Cincinnatti 1994. S. 4.]

Die Durchführung einer Umfrage stellt eine der Möglichkeiten dar, mehr über die Nutzung des Internet zu erfahren. [ Auch hier besteht für denjenigen, der die Untersuchung durchführt, die Möglichkeit zwischen Aktivität in der Form von Selektion und Produktion zu entscheiden. Die Nutzung des Internet hinterläßt zum Teil ‘Datenspuren’: „(...) communication on the Net leaves tracks to an extent unmatched by that in any other context - the content is easily observable, recorded, and copied. Participant demography and behaviors of consumption, choice, attention, reaction, learning, and so forth, are widely captured and logged." Newhagen, John E./Rafaeli, Sheizaf: Why Communication Researchers Should Study the Internet: A Dialogue. In: Journal of Computer-Mediated Communication. Vol. 1/No. 4. A special joint issue with the Journal of Communication. 1995. Online in Internet. a.a.O.. Je nach Intention können vorhandene Daten selektiert und analysiert oder mit unterschiedlichen Methoden neue Daten gewonnen werden. ] Diese Vorgehensweise bietet eine Reihe von Vor- und Nachteilen. Die Vorteile liegen vor allem darin, daß mit geringem Zeit- und Kostenaufwand auf verschiedenen Wegen Daten erhoben werden können. [ „Kaum ein anderes Medium bietet die Moeglichkeit, mittels geringem Aufwand, so schnell zu einer grossen Datenmenge zu gelangen." Kneer, Volker: Computernetze und Kommunikation. 1994. Online in Internet. a.a.O..] Diese Daten liegen anschließend bereits in digitaler Form vor, so daß für die Auswertung kein Wechsel des technischen Mediums (z.B. durch Eingabe der codierten Antworten eines in Papierform vorliegenden Fragebogens) vorgenommen werden muß. Auch die geographische

Streuung der Befragten verliert durch die weltweite Verbreitung des Internet an Bedeutung. [ Vgl. Wetzstein, Thomas A./Dahm, Hermann/Steinmetz, Linda et al.: Datenreisende. Die Kultur der Computernetze. a.a.O.. S. 43.] Nachteile ergeben sich aus den besonderen Strukturen und Gebrauchsweisen des Internet. Erfolg oder Mißerfolg einer Befragung hängen davon ab, wer zu welchem Zweck befragt werden soll und ob es gelingt, die gewünschte Zielgruppe zu erreichen.

Eine auf Repräsentativität abzielende Untersuchung im Internet kann die daran geknüpften Bedingungen empirischer Sozialforschung in der Regel nicht erfüllen. Das Internet ist ein dezentrales Netzwerk. Es besteht aus Tausenden von Einzelnetzwerken, die wiederum aus weiteren Teilnetzen bestehen können. Es existiert kein Gesamtverzeichnis aller Nutzer. Möglicherweise werden in den kleinsten Einzelnetzwerken (z.B. das lokale Netzwerk einer Universität) Listen der angeschlossenen Teilnehmer geführt. Wetzstein, Dahm, Steinmetz et al. weisen jedoch darauf hin, daß solche Listen häufig unvollständig oder veraltet sind. [ Vgl. ebd..] Außerdem würde die Herausgabe dieser Listen eine Verletzung des Datenschutzes darstellen. Die exakte Angabe der Grundgesamtheit und die Ziehung einer repräsentativen Stichprobe sind daher nicht möglich. [ Döring verweist auf die häufig vorgenommene qualitative Bewertung von repräsentativen und nicht repräsentativen Studien. Ihr ist zuzustimmen, daß der Begriff ‘Repräsentativumfrage’ vor allem in Marktforschungsuntersuchungen häufig als werbewirksames Etikett eingesetzt wird, um die Gültigkeit der Ergebnisse zu unterstreichen. Döring, Nicola: Isolation und Einsamkeit bei Netznutzern? 1995. Online in Internet. URL: http://www.rrz.uni-koeln.de/themen/cmc/text/doering95.txt (Stand 13.02.1996).Als Beispiel kann hier die erste W3B Befragung genannt werden: „Nach Ansicht der W3B Organisatoren kann eine Auswahlmethode ‘vor Ort’ , also direkt im World Wide Web, am ehesten die Repräsentativität der Ergebnisse gewährleisten." Fittkau, Susanne/Maaß, Holger: Das deutschsprachige World Wide Web. W3B-Ergebnisband. a.a.O.. S. 10. Im Internet wurde diese kommerzielle Umfrage dann in der für solche Zwecke eingerichteten Newsgroup ‘de.alt.umfragen’ diskutiert: „Viele Faelle machen eine Stichprobe nicht repraesentativ, das Auswahlverfahren ist praktisch keines (willkuerliche Auswahl, Selbstselektion, wie die Autoren selbst schreiben) und aus den Ergebnissen auf die Guete der Stichprobe zu schliessen ist vielleicht doch die falsche Richtung." Lander, Bettina: Meinung zu W3B. 01.02.1996. Online in Internet. Newsgroups: de.alt.umfragen. In der Methodenbeschreibung der zweiten W3B Befragung 1996 wurde solche Kritik dann berücksichtigt: „Vor dem Hintergrund der unbekannten (und noch relativ kleinen) Grundgesamtheit ist eine Bestimmung der Stichprobe nach dem Zufallsprinzip heute kaum möglich bzw. sinnvoll." Fittkau, Susanne/Maaß, Holger: Methodischer Hintergrund der World Wide Web-Befragung im Internet W3B. 1996. Online in Internet. URL: http://www.w3b.de/W3B-Allgemein/Methodik (Stand 30.04.1996).] Die bisher in dieser Form durchgeführten wissenschaftlichen Studien haben explorativen Charakter. „Der Nutzen von Netzumfragen ist darin zu sehen, daß mit vertretbarem Aufwand empirische Informationen gewonnen werden, die - solange repraesentative Daten fehlen - reinen Spekulationen in jedem Fall vorzuziehen sind." [ Döring, Nicola: Isolation und Einsamkeit bei Netznutzern? 1995. Online in Internet. a.a.O..] Dieser Aussage von Döring ist angesichts des geringen Forschungsstandes zur Nutzung des Internet zuzustimmen.

Auch explorative Studien zur Mediennutzung müssen sich auf eine bestimmte Zielpopulation beziehen. In bezug auf das Internet stellt die Gesamtheit aller Nutzer die größte mögliche Zielpopulation dar. Teilpopulationen können z.B. nur die Nutzer des World Wide Web, die Nutzer des Internet in Dänemark oder die Teilnehmer einer Mailing-Liste zu soziologischen Fragestellungen sein. Durch jede Festlegung einer Zielpopulation entstehen veränderte Anforderungen an die Befragung. Es ist von Bedeutung, ob die generelle Nutzung des Mediums Internet oder nur die Nutzung einer einzelnen Medienanwendung (z.B. des World Wide Web) untersucht werden soll. Wenn das Interesse der generellen Internet-Nutzung gilt, muß berücksichtigt werden, daß Teile der Zielpopulation möglicherweise nur bestimmte Medienanwendungen im Internet (z.B. Electronic Mail und Newsgroups) nutzen bzw. nutzen können.

Das zentrale Problem von Befragungen im Internet stellt die Selbstselektion der Teilnehmer dar. Die Organisatoren der von dem amerikanischen Forschungsinstitut Graphics, Visualization, & Usability Center (GVU) durchgeführten Befragungen verweisen jedoch darauf, daß dies ein Grundproblem empirischer Untersuchungen darstellt: „Almost all surveys suffer from self-selection problems." [ N.N.: GVU's 4th WWW User Survey Home Page. 1995. Online in Internet. a.a.O..] Wird unter Selbstselektion die Freiwilligkeit der Teilnahme verstanden, so ist dem zuzustimmen. Niemand kann zur Beteiligung an einer Befragung gezwungen werden. Zumindest wäre dies ethisch nicht vertretbar. Auch bei der Erhebung amtlicher Statistiken sind die möglichen Restriktionen bei Verweigerung der Teilnahme begrenzt. Im Internet kann jedoch in der Regel keine aktive Auswahl der Teilnehmer, nach welchem Prinzip auch immer, erfolgen. [ Eine Ausnahme bilden Mailing-Listen . Hier könnte theoretisch aus der Teilnehmerliste eine Stichprobe ermittelt werden. Ob dieses Vorgehen in bezug auf die Netiquette akzeptiert würde, ist jedoch unklar. Es wäre notwendig, diese Frage zuvor in der jeweiligen Liste zu diskutieren.] Es kann nur versucht werden, die Zielpopulation in möglichst breiter Form auf die Befragung aufmerksam zu machen. Selbstselektion bedeutet daher bei Umfragen im Internet, daß die potentiellen Teilnehmer zunächst selbst auf die Befragung aufmerksam werden müssen, um dann zu entscheiden, ob sie teilnehmen wollen oder nicht.

Bei der Durchführung einer explorativ angelegten Umfrage im Internet müssen somit zwei Probleme gelöst werden: Wie kann die Zielpopulation auf die Befragung aufmerksam gemacht werden? Wie kann potentiellen Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, den Fragebogen auszufüllen? Je nach Fragestellung kann die Bekanntmachung auch außerhalb des Internet erfolgen. Bei den GVU Befragungen werden z.B. auch Anzeigen in Zeitschriften oder Tageszeitungen aufgegeben. [ Vgl. N.N.: GVU's 4th WWW User Survey Home Page. 1995. Online in Internet. a.a.O..] Für die Bekanntmachung im Internet können zahlreiche Medienanwendungen genutzt werden. Es ist grundsätzlich eine Einstellungsfrage, ob dabei die Netiquette beachtet wird. Bei Mißachtung dieser

Gebrauchsweisen müssen jedoch negative Reaktionen einkalkuliert werden. [ Fisher, Margolis und Resnick haben in diesem Zusammenhang eine Reihe negativer Erfahrungen gemacht. Vgl. dazu: Fisher, Bonnie/Margolis, Michael/Resnick, David: A New Way of Talking Politics: Democracy on the Internet. Center for the Study of Democratic Citizenship. a.a.O.. S. 8f..] Es können immer nur Vermutungen angestellt werden, wie die Zielpopulation in besonders großer Zahl erreicht wird. Im World Wide Web können die Autoren besonders häufig aufgerufener Angebote per Email angeschrieben und um einen Hinweis auf die Befragung gebeten werden. Ebenso können Autoren angesprochen werden, deren Angebote in einem inhaltlichen Zusammenhang zum Thema der Umfrage stehen. Hinweise in den Newsgroups können in den Foren plaziert werden, deren Charta einen inhaltlichen Bezug zu der Befragung erkennen läßt. Dies gilt auch für Mailing-Listen. Hinweise über andere Medienanwendungen (z.B. Internet Relay Chat oder Multi-User Dungeons) können im Einzelfall sinnvoll sein, erreichen jedoch nur eine begrenzte Zahl von Personen. Wahllose Anschreiben per Email sollten in jedem Fall unterlassen werden. Kneer verweist bereits 1994 auf ein grundsätzliches Problem der Durchführung von Befragungen: „Ob diese Medien zu weiteren Erhebungen genutzt werden koennen, bleibt fraglich, da das Misstrauen der Nutzer gegenüber wissenschaftlichen Untersuchungen gross ist." [ Kneer, Volker: Computernetze und Kommunikation. 1994. Online in Internet. a.a.O..] Seit 1994 wurden zahlreiche Befragungen im Internet durchgeführt. Werden immer nur ähnliche Fragestellungen verfolgt, ist mit sinkender Beteiligungsbereitschaft zu rechnen. Der ernsthafte Charakter der Untersuchung sollte daher stets hervorgehoben werden. Hinreichende Kenntnisse der unterschiedlichen Medienanwendungen und ihrer Gebrauchsweisen sind zwingend notwendig.

Allen Personen, die sich zur Teilnahme an der Befragung bereit erklären, muß die Möglichkeit geboten werden, den Fragebogen auch auszufüllen. Bezieht sich die Untersuchung nicht nur auf eine einzige Medienanwendung (z.B. World Wide Web), so sind dazu unterschiedliche Vorgehensweisen notwendig. Auf die Wege zum Erhalt des Fragebogens muß in den jeweiligen Bekanntmachungen hingewiesen werden.

Der Fragebogen kann über das World Wide Web, per Email oder FTP oder in den Newsgroups zur Verfügung gestellt werden. In den Newsgroups sollte der Fragebogen nur in speziell für solche Zwecke vorgesehene Foren geschickt werden. Bei Befragungen im deutschsprachigen Raum handelt es sich dabei um die Gruppe ‘de.alt.umfragen’. Als internationale Gruppe für Umfragen existiert zusätzlich ‘alt.surveys’. [ Bernad Batinic gibt eine Reihe weiterer Hinweise bei der Durchführung von Befragungen in den Newsgroups , deren Auflistung den Rahmen dieser Arbeit übersteigen würde. Vgl. Batinic, Bernad: Die Durchführung von Fragebogenuntersuchungen im INTERNET - ein erster Überblick. Version 2.0 (10.10.1995). 1995. Online in Internet. URL: http://www.psychol.uni-giessen.de/~Batinic/survey/frag_faq.htm (Stand 02.11.1995).]

Bei Hinweisen in Mailing-Listen oder auch in den Newsgroups kann potentiellen Teilnehmern angeboten werden, den Fragebogen auf Anfrage per Persönlicher Email zuzuschicken. Aus Gründen des Datenschutzes sollte dazu auch eine Anonymisierung mittels eines Remailers [ Ein Remailer ermöglicht es, Email in anonymer Form zu verschicken. Dabei wird der Schriftverkehr über einen Server im Internet geleitet, dessen Betreiber bei den Beteiligten Vertrauen genießt. Ein bekannter Remailer ist ‘anon.penet.fi’: „Was genau macht der Server denn nun? Er bietet die Möglichkeit zum anonymen Posten und Versenden von EMail. Wenn Du das erste mal EMail an den Server schickst, wird automatisch eine ID der Form anNNN für Dich reserviert und diese Dir in einer Antwortmail mitgeteilt. Diese ID wird dann in allen Deinen folgenden anonymen Mails und Artikeln benutzt. Alle Briefe, die an deine-id@anon.penet.fi geschickt werden, schickt der Server an Deine richtige Adresse. Jede Antwort wird natürlich ebenfalls anonymisiert. Der Server bildet ein für beide Seiten undurchsichtiges System (double-blind). Du wirst also die wahre Identität der anderen Nutzer des Servers nicht kennen. Es sei denn, sie legen sie Dir offen." N.N.: Der anonyme Server anon.penet.fi. O.J.. Online in Internet. AVL: Email an <german@anon.penet.fi>. Archiv-URL: http://www.uni-muenster.de/Publizistik/MAG3/ifp/taprogg/anon.html.] ermöglicht werden. Ziel ist dabei, daß derjenige, der die Befragung durchführt, aus dem per Email zurückgesandten, ausgefüllten Fragebogen keine Rückschlüsse auf die Identität des Teilnehmers ziehen kann.

Aus forschungspraktischer Sicht bietet das World Wide Web die komfortabelsten Möglichkeiten, einen Fragebogen zur Verfügung zu stellen. Ein Nachteil ist jedoch, daß damit Personen ohne Zugang zum World Wide Web von der Umfrage ausgeschlossen werden. „Wie Fragebogenuntersuchungen im WWW gestaltet werden können, könnte sicherlich ein ganzes Buch füllen, so zahlreich sind die verschiedenen Möglichkeiten, die man hat." [ Batinic, Bernad: Die Durchführung von Fragebogenuntersuchungen im INTERNET - ein erster Überblick. Version 2.0 (10.10.1995). 1995. Online in Internet. a.a.O..] Dieser Aussage Batinics ist beizupflichten. An dieser Stelle sollen daher nur die entscheidenden Vorteile kurz dargestellt werden.

Der Fragebogen wird physikalisch auf der Festplatte eines WWW-Servers abgelegt. Eine ständige Versendung an potentielle Teilnehmer entfällt damit. Die Möglichkeiten der optischen Gestaltung entsprechen den üblichen Möglichkeiten im World Wide Web (Hervorhebungen, Graphikeinbindung, Formatierungen etc.). Die Formularfunktion der Seitenbeschreibungssprache HTML erlaubt es, komfortabel zu bedienende Eingabefelder einzubinden. [ Batinic gibt einen Gesamtüberblick der Formularfunktionen und ihrer Anwendungsmöglichkeiten. Vgl. ebd..] Wird z.B. eine Frage gestellt, bei der nur eine der Antwortmöglichkeiten ausgewählt werden soll, so kann dies bereits durch Verwendung der entsprechenden Formularfunktion gewährleistet werden. Den Hauptvorteil dieser Vorgehensweise stellt jedoch die weitgehend automatisierbare Codierung der Teilnehmereingaben und deren Speicherung in einer Ergebnisdatei dar. [ Die Funktionsweise einer solchen Automatisierung wird im Rahmen der Darstellung der Untersuchungsdurchführung deutlich. Siehe dazu Kapitel 4.4 dieser Arbeit.]

Die Bekanntmachung der Umfrage und die Bereitstellung eines Fragebogens erfordert somit den kombinierten Einsatz mehrerer über das Internet möglicher Medienanwendungen. Die Nutzung einer einzelnen Medienanwendung würde zur Erfüllung der konkreten Motivation (Datenerhebung) nicht ausreichen. Der gesamte Prozeß der Durchführung einer Umfrage ist durch unterschiedliche Kommunikationskonstellationen gekennzeichnet, die zueinander in enger Beziehung stehen.

4.3 Zugangsmöglichkeiten zum Internet an deutschen Universitäten

Im Vorfeld der Hauptbefragung zur Nutzung des Internet durch Studierende geistes- und sozialwissenschaftlicher Studienfächer wurde eine Vorabbefragung zu Zugangsmöglichkeiten zum Internet an deutschen Universitäten durchgeführt. Damit wurden zwei Absichten verfolgt: Einerseits sollten einige Richtwerte gewonnen werden, in welcher Form und in welchem Umfang deutsche Universitäten den Studierenden Zugang zum Internet gewähren; zusätzlich sollte ein Überblick geschaffen werden, in welchen Größenordnungen Studierende diese Möglichkeit nutzen; andererseits sollte explorativ erprobt werden, inwieweit sich das Internet eignet, diese Eckwerte zu gewinnen.

4.3.1 Durchführung der Vorabbefragung

Um die gewünschten Richtwerte zu erhalten, mußten zunächst Ansprechpartner an den verschiedenen Universitäten ermittelt werden. Ausgangsüberlegung dazu war, daß Hochschulen auch Informationsanbieter im World Wide Web sind. Über eine Abfrage der Datenbank der deutschen WWW-Server an der Freien Universität Berlin [ Die Datenbank ist über folgende URL zu erreichen: URL: http://www.chemie.fu-berlin.de/cgi-bin/srch.cgi/outerspace/www-servers (Stand 21.12.1995).] konnte eine Liste der benötigten Uniform Resource Locators (URL) gewonnen werden. Anschließend wurde die Homepage der jeweiligen Universität aufgerufen. Die dort zumeist angegebene Email-Adresse des Webmasters wurde dann in eine Kartei übernommen. Waren keine Angaben vorhanden, wurden über die entsprechenden Hypertext-Links die Informationsangebote des Rechenzentrums oder der Pressestelle der Universität aufgerufen. Auf diesem Weg konnten Adressen von Ansprechpartnern an 70 deutschen Universitäten gewonnen werden.

Die Befragung erfolgte per Email. Dazu wurde ein Anschreiben formuliert und ein kurzer Fragebogen erarbeitet. [ Siehe dazu Dokument 1 ( Text des per Email verschickten Fragebogens der Vorabbefragung ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.] Nach folgenden Angaben wurde dabei gefragt:

  • Name der Hochschule,
  • Email-Adresse des Ansprechpartners für studentischen Internet-Zugang,
  • grundsätzliche Möglichkeit für Studierende, eine eigene Email-Adresse zu erhalten,
  • gleiche Zugangsmöglichkeiten für Studierende aller Fakultäten,
  • Möglichkeit eines SLIP/PPP Zuganges von zu Hause,
  • Möglichkeit für Studierende, eigene Informationen im World Wide Web anzubieten,
  • Gesamtzahl der Studierenden an der Universität,
  • Gesamtzahl der Studierenden mit beantragtem Internet-Zugang und
  • Gesamtzahl der Geistes- und Sozialwissenschaftler mit beantragtem Internet-Zugang.

Im Anschreiben wurde neben der Erläuterung des Zweckes der Befragung darum gebeten, den Fragebogen gegebenenfalls an eine zuständige Stelle per Email weiterzuleiten.

Innerhalb von neun Stunden erfolgte per Email ein Rücklauf von 17 ausgefüllten Fragebögen. In den folgenden vier Wochen trafen weitere 21 Antworten ein. Durch falsch gewählte Ansprechpartner verzögerte Antworten wurden zum Teil durch praktische Hinweise ergänzt. [ Heiko Schlichting schreibt dazu: „Den richtigen administrativen Ansprechpartner einer Organisation erhaelt man aus der Datenbank der DE-NIC z.B. mit dem Befehl ‘whois -h whois.nic.de fu-berlin.de’". Heiko Schlichting: Fragebogen. 29.11.1995. Email von Heiko Schlichting an Ralf Taprogge <taprogg@uni-muenster.de>.]

Nach einem Monat betrug der Rücklauf damit mehr als 50%. Im Anschreiben wurde zuvor versprochen, die Ergebnisse der Befragung wieder über das Internet zugänglich zu machen. Die Zwischenergebnisse wurden daher mit einigen Erläuterungen in einem HTML-Dokument zusammengefaßt und über die Homepage zu dieser Arbeit im World Wide Web veröffentlicht. Um den Rücklauf noch etwas zu erhöhen, wurde weiterhin ein Hypertext-Link zu einer HTML-Version des per Email verschickten Fragebogens eingerichtet. [ Der Fragebogen im World Wide Web ist über folgende URL erhältlich: URL: http://www.uni-muenster.de/Publizistik/MAG3/ifp/taprogg/infofb.html (Stand 18.03.1996). Siehe dazu auch Dokument 1 ( Text des per Email verschickten Fragebogens der Vorabbefragung ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.] Die automatische Verarbeitung der Eingaben in eine Ergebnisdatei erfolgte über ein CGI-Script.

Hinweise auf das Informationsangebot im World Wide Web wurden nun in denjenigen Newsgroups veröffentlicht, die aufgrund ihrer Charta als dazu geeignet erschienen. Konkret handelte es sich dabei um die Gruppen ‘de.admin.news.misc’ und ‘de.comm.internet.misc’. Der kurze Hinweis auf die URL wurde dabei mit der Bitte um weitere Ergänzungen verbunden. In der Gruppe ‘de.alt.umfragen’ wurde eine komplette Zusammenfassung der Zwischenergebnisse in Textform veröffentlicht. Damit sollte berücksichtigt werden, daß Nutzer mit Teilzugängen zum Internet nicht auf Informationsangebote im World Wide Web zugreifen können. Auf diesem Weg konnten weitere sieben Antworten erhalten werden. Zusätzlich gingen als Reaktion auf die Hinweise in den Newsgroups eine Reihe von Nachfragen und Korrekturvorschlägen ein. Diese wurden dann umgehend in dem HTML-Dokument berücksichtigt. Der Dokumentenaustausch zwischen dem heimischen Arbeitsplatz und dem Server im Rechenzentrum erfolgte per FTP. Die notwendige Veränderung der Zugriffsrechte für die aktualisierten Dateien wurde per Telnet vorgenommen. Da die Vorabbefragung nicht auf eine exakte statistische Erfassung abzielte, wurden nach Erreichen eines Rücklaufes von 64% (45 Antworten bei 70 angeschriebenen Personen) keine weiteren Aktivitäten mehr vorgenommen.

4.3.2 Ergebnisse der Vorabbefragung

Die Durchführung der Vorabbefragung hat sich in Hinsicht auf beide Dimensionen der beschriebenen Fragestellung als erfolgreich erwiesen. In bezug auf konkrete Eckwerte kann vor allem eine Uneinheitlichkeit der Zugangsmöglichkeiten zum Internet an deutschen Universitäten festgestellt werden. Im Zusammenhang mit der durch ein konkretes Informationsinteresse motivierten, praktischen Ausführung der Befragung kann aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht ein komplexes Gefüge von Kommunikationskonstellationen beobachtet werden.

Die folgenden Aussagen zu Zugangsmöglichkeiten basieren auf den 45 ausgefüllt erhaltenen Fragebögen. Die Absender der per Email erhaltenen Antworten stimmten dabei nicht immer mit den angeschriebenen Universitätsmitarbeitern überein. Die Anfrage wurde also zum Teil auf elektronischem Wege weitergeleitet. In den Kommentaren zum Fragebogen wurde auf eine Vielzahl von Besonderheiten an der jeweiligen Hochschule hingewiesen. Damit werden die konkreten Antworten relativiert. Eine Verallgemeinerung ist nicht möglich, stellt in diesem Fall aber auch nicht das Ziel dar.

Es wäre denkbar gewesen, daß einzelne Universitäten den Zugang auf eine reine Selektion von Medienangeboten beschränken. Dies wäre z.B. möglich, indem mit World Wide Web Client-Software ausgestattete Rechner in Hochschuleinrichtungen aufgestellt werden. Ausgehend davon wurde die Frage gestellt, ob die Studierenden aller Fakultäten über die Universität eine persönliche Email-Adresse erhalten können. Diese Frage wurde in allen 45 Fällen mit ‘Ja’ beantwortet.

Um zur vollen Nutzung des Internet nicht an physische Anwesenheit in einer universitären Einrichtung gebunden zu sein, benötigen Studierende die Möglichkeit eines SLIP/PPP Zuganges zum Internet. Die Verbindung erfolgt dabei mit einem Modem oder einer ISDN-Adapterkarte über das Telefonnetz vom heimischen Computer aus. Die Frage nach dieser Möglichkeit wurde in 41 Fällen mit ‘Ja’ und in vier Fällen mit ‘Nein’ beantwortet. Die Nutzung komfortabler grafischer Benutzeroberflächen ist damit von zu Hause aus über Universitätszugänge nicht einheitlich möglich. Es wurde keine Differenzierung von ISDN- und Modem-Zugängen vorgenommen. In einigen Kommentaren wurde jedoch erwähnt, daß auch ISDN-Zugänge in Vorbereitung seien. In anderen Antworten wurde darauf verwiesen, daß vor allem das Verhältnis von Angebot und Nachfrage über die Qualität des Zuganges von zu Hause entscheidet. Wenn sich 100 Nutzer einen einzigen Modem-Zugang teilen müssen, kann es vor allem abends zu langen Wartezeiten kommen bis die Leitung einmal nicht besetzt ist.

Für den Nutzer stellt die Produktion von Informationsangeboten im World Wide Web eine der Möglichkeiten dar, eine studiumbezogene Motivation nicht nur durch Selektion von existierenden Medienangeboten umzusetzen. Daher wurde die Frage gestellt, ob es den Studierenden über die Hochschule möglich ist, eigene und auch von außerhalb der Hochschule abrufbare WWW-Seiten einzurichten. Diese Frage wurde in 25 Fällen mit ‘Ja’, in 17 Fällen mit ‘Nein’ und in drei Fällen mit ‘Teilweise’ beantwortet. Es kann daher festgestellt werden, daß die Möglichkeit zur Veröffentlichung eigener Informationsangebote an deutschen Hochschulen uneinheitlich geregelt ist. Technische Probleme und Angst vor Mißbrauch oder entstehende Kosten stellen dabei einige der möglichen Gründe dar.

Die anschließend folgenden Fragen zielten darauf ab, eine Vorstellung von einigen quantitativen Bezügen zu erhalten. Gefragt wurde nach der Gesamtzahl der Studierenden und der Zahl derjenigen, die bereits einen Zugang zum Internet über die Hochschule beantragt haben. Zusätzlich wurde auch nach der Zahl der Geistes- und Sozialwissenschaftler innerhalb der letztgenannten Gruppe gefragt. Die erhaltenen Werte können nur bedingt zueinander in Beziehung gesetzt werden. In einigen Antworten wurde darauf verwiesen, daß es sich bei den konkret genannten Zahlen um grobe Schätzungen handelt. Die Gruppe der Geistes- und Sozialwissenschaftler wurde in der Fragestellung nicht näher definiert. Die Festlegung wurde damit dem Ansprechpartner überlassen. In zahlreichen Antworten wurde zu einer oder mehreren Teilfragen keine Antwort gegeben. Die folgenden Aussagen sind daher unter dem Vorbehalt der Verläßlichkeit der Angaben des jeweiligen Universitätsmitarbeiters zu betrachten.

In 34 Antworten wurde eine Angabe zur Gesamtzahl der Studierenden mit beantragtem Internet-Zugang gemacht. Unter den genannten Vorbehalten läßt sich damit eine geschätzte Mindestzahl von 124.000 Studierenden nennen, die über die Hochschule das Internet für ihr Studium nutzen können. Auf die Frage, wie viele Studierende geistes- und sozialwissenschaftlicher Fächer über einen universitären Zugang zum Internet verfügen antworteten nur neun der Ansprechpartner. An einigen Universitäten existieren jedoch auch keine geisteswissenschaftlichen Fakultäten. Es ist daher sinnvoll, auf einige Einzelbeispiele einzugehen.

Für die Universität Frankfurt a.M. beantwortete ein Soziologiestudent in seiner Funktion als Mitarbeiter der AStA-Studierendenberatung den Fragebogen. Dabei nennt er als Gesamtzahl der Studierenden eine Zahl von etwa 40.000. Nur 6,25% von diesen verfügen über einen universitären Internet-Zugang. Der geschätzte Anteil der Geistes- und Sozialwissenschaftler mit Internet-Zugang an der Gesamtzahl der Studierenden fällt mit 0,38% nochmals deutlich geringer aus. Ihr Anteil an der Zahl der Internet-Zugangsberechtigten beträgt 6%.

Der Webmaster der Katholischen Universität Eichstätt nennt als Gesamtzahl der Studierenden etwa 3.700. Der Anteil der Studierenden mit Internet-Zugang beträgt hier 76%. Dabei handelt es sich nach seinen Angaben ausschließlich um Geistes- und Sozialwissenschaftler.

Der für Internet-Zugangsberechtigungen zuständige Mitarbeiter des Rechenzentrums der Universität Halle geht von einer Gesamtzahl der Studierenden von etwa 11.000 aus. Nach seinen Angaben liegt der Anteil der Studierenden mit Internet-Zugang bei 4,6%. Der Anteil der Geisteswissenschaftler an dieser Gruppe beträgt 40%. Der Mitarbeiter weist jedoch darauf hin, daß die einzelnen Institute unabhängig vom Rechenzentrum eigene Zugangsberechtigungen vergeben können.

Die genannten Beispiele zeigen, daß es nicht ohne unverhältnismäßigen Aufwand möglich ist, die genaue Größe der für die Hauptbefragung ausgewählten Nutzergruppe festzulegen. Es wird allerdings deutlich, wo die konkreten Probleme liegen. An den deutschen Universitäten werden Internet-Zugangsberechtigungen nicht in einheitlicher Form vergeben. Teilweise erfolgt die Vergabe zentral über das Universitätsrechenzentrum, zum Teil jedoch auch eigenständig über die einzelnen Institute. In unterschiedlicher Form werden Zugangsstatistiken erhoben. Dabei werden keine bundesweit einheitlich geregelten Kriterien angewendet.

Zusammenfassend kann aus einer Nutzerperspektive festgestellt werden, daß die Art des über die jeweilige Universität zur Verfügung gestellten Zuganges zum Internet die Möglichkeiten der Nutzung in hohem Maße beeinflußt. Dies gilt vor allem für Aktivität in der Form von Produktion.

Durch den Erhalt der gewünschten Richtwerte hat sich das Internet in diesem konkreten Fall als ein geeignetes Kommunikationsmedium erwiesen. Darüber hinaus konnten weitere Informationen erhalten werden, die über das ursprüngliche Bedürfnis hinausgingen. Zu nennen sind hier eine umfangreiche Sammlung der Email-Adressen kompetenter Ansprechpartner für Fragen studentischer Internet-Zugänge sowie einige technische Hinweise.

Die Kommunikation zum Erhalt der Informationen erfolgte ausschließlich über das Internet. Die Kommunikationskonstellationen waren dabei vielfältig. Informationsangebote im World Wide Web wurden selektiert und produziert. Gleiches gilt für die Nutzung der Newsgroups oder von Email. Auch FTP und Telnet wurden unterstützend eingesetzt. Die Darstellung der Durchführung der Vorabbefragung verdeutlicht wiederum das Wechselspiel der unterschiedlichen Konstellationen von one-to-one bis many-to-many Kommunikation.

4.4 Durchführung der Hauptbefragung

Im Zusammenhang mit der durchzuführenden Hauptbefragung mußten zunächst verschiedene Punkte vor dem theoretischen Hintergrund und aufbauend auf praktischen Erfahrungen geklärt werden: Wie sollte angesichts der methodischen Besonderheiten die Zielpopulation spezifiziert werden? Nach welchen inhaltlichen und formalen Kriterien mußte der Fragebogen entwickelt werden? Wie konnte ein geeigneter Pretest durchgeführt werden, und wie sollte die Befragung dann praktisch ablaufen?

4.4.1 Spezifizierung der Zielpopulation

Aus den bereits dargestellten Gründen wurden Studierende geistes- und sozialwissenschaftlicher Studienfächer an deutschen Universitäten als Zielpopulation der Befragung ausgewählt. Aufgrund der methodischen Beschränkungen in bezug auf Verallgemeinerbarkeit und angesichts der explorativen Fragestellung kann Geistes- und Sozialwissenschaft dabei zunächst als eine nicht genau definierte Vorgabe begriffen werden. Grundsätzlich beabsichtigt war damit eine Abgrenzung von naturwissenschaftlich ausgerichteten Studiengängen. In der Praxis existieren hier jedoch unzählige Grenzbereiche, in denen diese Trennung nicht vorgenommen werden kann. Als ein Beispiel kann Architektur genannt werden. Hier ist es möglich, daß sowohl statische Berechnungen als auch an kunstgeschichtlichen Entwicklungen orientierte Entwürfe einen Teil des Studiums darstellen. In den Bekanntmachungen zu der Befragung wurde darum gebeten, daß nur Studierende geistes- und sozialwissenschaftlicher Studiengänge teilnehmen sollten. Bei der abgefragten Angabe der Haupt- und Nebenfächer wurde dann jedoch die Möglichkeit gegeben, auch ein nicht vorgegebenes Studienfach anzugeben. [ Als Antwortvorgaben wurden zunächst die in der Magisterprüfungsordnung der Philosophischen Fakultät Münster angegebenen Studienfächer verwendet. Ergänzt wurde diese Liste um die Studienfächer Jura, BWL/VWL und Theologie.] Die Teilnehmer konnten damit selbst entscheiden, ob sie sich der Zielgruppe zurechnen oder nicht. Diese Offenheit entspricht der explorativen Frage nach Formen der Nutzung des Internet und den dabei auftauchenden Problemen.

Bei einer Auswahl durch Selbstselektion kann die Referenzpopulation, also die Gruppe, aus der sich einzelne selbst als Teilnehmer an der Befragung ausgewählt haben, in jedem Fall nur im Rahmen der Auswertung rekonstruiert werden. [ Döring, Nicola: Isolation und Einsamkeit bei Netznutzern? 1995. Online in Internet. a.a.O..] Grundsätzlich teilnehmen konnten nur diejenigen Studierenden, die sich selbst als Geistes- oder Sozialwissenschaftler sehen, die versuchen das Internet für ihr Studium zu nutzen, die während des Erhebungszeitraumes wenigstens einmal online waren und die durch einen Hinweis auf die Befragung aufmerksam wurden. Aus den Personen, die diese Bedingungen erfüllen, stammt die Stichprobe. Wird von einer motivierten Mediennutzung ausgegangen, so kann unterstellt werden, daß die Teilnehmer möglicherweise ein Interesse an studiumbezogener Internet-Nutzung haben. Gründe dafür können von positiven Erfahrungen bis zu Problemen bei der Nutzung reichen. Durch die Möglichkeit einer thematisch begründeten Motivation der Teilnehmer kann das Problem der Selbstselektion in diesem Fall als positiv bewertet werden.

4.4.2 Entwicklung des Fragebogens

Aufgrund der induktiven Vorgehensweise konnten die Items des Fragebogens [ Die endgültigen Fragestellungen, Variablendefinitionen und Variablenwerte nach Ausführung eines Pretests (siehe Kapitel 4.4.3 dieser Arbeit) werden in Dokument 2 ( Anschreiben und Fragebogen für Verschickung per Email/Newsgroups ) bzw. vor allem Dokument 3 ( Variablendefinitionen und Variablenwerte des Fragebogens ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit dargestellt. ] nicht aus zuvor aufgestellten Hypothesen abgeleitet werden. [ Vgl. Kromrey, Helmut: Empirische Sozialforschung. 6. Auflage. Opladen 1994. S. 277.] Es besteht eine Kenntnislücke zwischen dem Potential des technischen Mediums Internet und der tatsächlichen Nutzung des Kommunikationsmediums Internet. Zielsetzung der Untersuchung war es, mehr darüber zu erfahren, in welcher Form Geistes- und Sozialwissenschaftler das Internet nutzen, wie sie diese Nutzung im Zusammenhang mit ihrem Studium bewerten und wo die Grenzen der Nutzung liegen. Aufgrund der Selbstselektion konnte sich die spätere Auswertung der erhobenen Daten nur auf die tatsächlichen Teilnehmer beziehen. Die Erhebung soziodemographischer Daten diente in diesem Fall dazu, die Zusammensetzung der Referenzpopulation zu rekonstruieren. Folgende Themenbereiche mußten daher im Rahmen des Fragebogens abgedeckt werden:

  • Erhebung soziodemographischer Daten,
  • Formen studiumbezogener Internet-Nutzung,
  • Grenzen studiumbezogener Internet-Nutzung und
  • Bewertung studiumbezogener Internet-Nutzung.

Formen und Grenzen sollten in einen Zusammenhang zur Bewertung der Nutzung gestellt werden, um so Hypothesen aufstellen zu können. Ein Teil dieser Formen und Grenzen konnte aus dem Nutzungspotential des technischen Mediums Internet abgeleitet werden. Zusätzlich flossen persönliche Erfahrungen ein. Die so abgeleiteten Kenntnisse möglicher Nutzung sollten mit geschlossenen Fragen oder Hybridfragen [ „Die aus Sicht des Forschers wichtigsten Kategorien werden vorgegeben, zusätzlich wird eine Kategorie ‘Sonstiges, und zwar ...’ offengehalten." Ebd.. S. 280.] untersucht werden. Um bisher unbekannte Formen und Grenzen erkennen zu können, mußten jedoch offene Fragen verwendet werden. [ Vgl. Friedrichs, Jürgen: Methoden empirischer Sozialforschung. 14. Auflage. Opladen 1990. S. 199.] Diese sollten auch im Einzelfall dazu dienen, die Gründe für die Antwort auf eine geschlossene Frage zu ermitteln.

Ausgehend von diesen Überlegungen wurde ein Fragebogen entwickelt, der sich in neun Teilabschnitte gliederte. Die Zahl der Fragen wurde dabei aufgrund von Erfahrungen bei anderen Umfragen im Internet auf vierzig begrenzt. [ Vgl. Batinic, Bernad: Die Durchführung von Fragebogenuntersuchungen im INTERNET - ein erster Überblick. Version 2.0 (10.10.1995). 1995. Online in Internet. a.a.O..] Ein späterer Pretest sollte klären, ob diese Länge zu Akzeptanzproblemen führen würde.

A. Fragen zum Internet-Zugang

Die Art des Zuganges zum Internet setzt formale Grenzen der Nutzung. In diesem ersten Fragenblock sollten im Anschluß an eine Einstiegsfrage der Provider, die Möglichkeit und Art der Nutzung von zu Hause sowie die entstehenden Kosten ermittelt werden. Zusätzlich wurde gefragt, seit wann ein Internet-Zugang genutzt wird.

B. Fragen zur Internet-Nutzung

In diesem Block wurde zunächst die wöchentliche Gesamtdauer der Nutzung sowie der studiumbezogene Anteil an dieser Zeit ermittelt. Eine Reihe weiterer Frage zielte auf die Formen und Grenzen der Nutzung einzelner Medienanwendungen in einem studienbezogenen Kontext. Über offene Ergänzungsfragen sollten dabei konkret selektierte Medienangebote sowie Gründe für Schwierigkeiten bei der Nutzung erfragt werden.

C. Fragen zum Studienangebot bzw. zum Fachbereich

Die Vorabbefragung hat gezeigt, daß der Internet-Zugang über die deutschen Hochschulen in unterschiedlicher Form möglich ist. In diesem Fragenblock sollten Formen und Grenzen der Nutzung im jeweiligen universitären Kontext ermittelt werden. Gefragt wurde nach der Möglichkeit, eigene Informationsangebote im World Wide Web anbieten zu können, nach der Erreichbarkeit von Lehrenden über das Internet und nach Formen der Zusammenarbeit von Studierenden. Zusätzlich wurde nach Seminaren gefragt, in denen das Internet aus der jeweiligen Fachperspektive thematisiert wird.

D. Fragen zur Gesamtbewertung

In diesem Block wurden die Teilnehmer zunächst gebeten, Zustimmung oder Ablehnung zu einigen Statements zu äußern. Diese Aussagen beschreiben nochmals ableitbare Formen und Grenzen der Nutzung. Ihre Bewertung sollte zur dann folgenden zentralen Frage nach einer Gesamteinschätzung der Internet-Nutzung in bezug auf das Studium überleiten. U.a. um im Einzelfall Rückschlüsse auf individuelle Gründe der Gesamtbeurteilung ziehen zu können, wurde eine offene Frage mit der Bitte um eine Begründung angefügt.

E. Ergänzungsfragen zur Computerausstattung und -nutzung

Die Verwendung eines Computers stellt eine der Grundvoraussetzungen zur Nutzung des Internet dar. Abgefragt wurde die Einstellung zum Computer sowie die privat verwendete Hard- und Software. Mit diesen Fragen sollten vor allem durch den Computer bestimmte Grenzen der Nutzung ermittelt werden.

F. Ergänzungsfragen zu persönlichen Daten

In diesem Frageblock sollten die soziodemographischen Daten zur Bestimmung der Zusammensetzung der Stichprobe erhoben werden. Abgefragt wurden Alter, Geschlecht, Studienfächer, Semesterzahl und angestrebter Studienabschluß.

G. Ergänzungsfragen zum Fragebogen

In diesem Block wurde danach gefragt, über welche Medienanwendung die Teilnehmer auf die Umfrage aufmerksam geworden sind und wie sie den Fragebogen erhalten haben. Dabei war der Zusammenhang von Befragungshinweisen, Erlangen der Aufmerksamkeit und Erhalt des Fragebogens hinsichtlich der jeweils genutzten Medienanwendungen von besonderem Interesse.

H. Offene Fragestellungen

Durch drei offene Fragen sollten in diesem Block unbekannte Formen und Grenzen der Nutzung ermittelt werden. Gefragt wurde nach bis dahin nicht angesprochenen, positiv bewerteten Nutzungsformen, nach technischen oder inhaltlichen Mängeln des Mediums sowie nach Wunschvorstellungen für eine zukünftige Entwicklung des Internet.

I. Kritik, Kommentare, Anregungen

Am Ende des Fragebogens wurde darum gebeten, Kritik und Anregungen zu äußern. Mögliche formale oder inhaltliche Mängel der Befragung sollten auf diese Weise ermittelt werden.

4.4.3 Pretest

Der erste Fragebogenentwurf wurde einem Pretest unterzogen. Ein primäres Ziel war dabei, die Verständlichkeit der Fragen zu überprüfen und herauszufinden, ob die Länge des Fragebogens zu Akzeptanzproblemen führt. Da die Fragen bis dahin weitgehend aus der technischen Determinierung des Internet und persönlichen Erfahrungen abgeleitet wurden, sollten zusätzlich explorativ weitere Formen und Grenzen der Nutzung für die Haupterhebung ermittelt werden.

Es war naheliegend, den Fragebogen in einem Forum zur Diskussion zu stellen, in dem die Nutzung des Internet einen zentralen Gegenstand darstellt. Aus diesem Grund wurde der Pretest über die Mailing-Liste ‘Netzforum’ durchgeführt. Diese Liste entstand aus dem Bedürfnis, die Diskussionen auf der WZB-Konferenz ‘Kommunikationsnetze der Zukunft’ im Internet fortzuführen: „Die Veranstaltung diente dazu, ein Bild vom Stand der Dinge beim Ausbau der netztechnischen Infrastruktur zu gewinnen, Nutzungskonzepte - auch visionaerer und imaginaerer Art - zu diskutieren und Probleme der (De-Regulierung zu eroertern. (...) Ein Teilnehmer dieser Tagung, Udo Wolter von der TU Berlin, hat angeregt, eine Mailing-Liste einzurichten, um ein Diskussions- und Informationsforum fuer alle, die an diesem Themenbereich interessiert sind, anzubieten." [ Seidler, Kai: Netzforum Mailing-Liste. 1995. Online in Internet. URL: http://duplox.wz-berlin.de/netze/netzforum/ (Stand 18.02.1996).] Am 30.10.1995 wurde folgende Bitte an die zu diesem Zeitpunkt etwa 120 Teilnehmer umfassende Liste geschickt:

„(...) Im Rahmen dieser Arbeit werde ich im November im Internet eine Befragung mit einem teilstandardisierten Fragebogen durchfuehren. Zur Zeit fuehre ich einen Pretest durch und moechte daher fragen, ob vielleicht jemand aus diesem geschlossenen Forum bereit ist, den Fragebogen einmal testweise auszufuellen und (hoffentlich) zu kommentieren. Da das WWW-Formular noch nicht online ist und ich auch noch nicht in Newsgroups posten moechte, ist der Weg dabei zugegeben etwas umstaendlich: Schickt mir bitte eine kurze Mail mit dem Subject 'Pretest Netzforum' und ich schicke Euch den Fragebogen (40 Fragen; 13 KB; Ausfuellen dauert nach bisherigen Erfahrungen ca. 10 bis 20 Minuten) dann zu. Auch Nicht-Studenten und Studierende anderer Studiengaenge sollen sich gerne an der Kommentierung beteiligen. (...)" [ Taprogge, Ralf: Pretest: Studium und Internet. 30.10.1995. Online in Internet. Mailing-Liste NETZFORUM <netzforum@medea.wz-berlin.de>. Archiv-URL: http://duplox.wz-berlin.de/netze/netzforum/archive/0004.html (Stand 15.2.1996).]

Innerhalb von 10 Stunden wurde der Fragebogenentwurf von 18 Teilnehmern der Liste angefordert. In den folgenden zwei Wochen erklärten sich weitere zehn Personen zur Teilnahme an dem Pretest bereit. Die Fragebögen wurden unmittelbar nach der Anforderung per Email zugesandt. Bis zum 14.11.1995 gingen daraufhin 19 Antworten ein. [ In einigen Kommentaren der späteren Hauptbefragung wurde Zeitmangel als Grund angegeben, warum der angeforderte Pretest-Fragebogen nicht zurückgesandt wurde.]

Um den Fragebogen auszufüllen benötigten die Pretest-Teilnehmer durchschnittlich 17 Minuten, wobei die Zeiten zwischen fünf und 30 Minuten schwankten. Länge und Strukturierung wurden nicht kritisiert. Die formale Gestaltung konnte daher beibehalten werden.

Die Kommentare zeigten, daß im Hinblick auf die Verständlichkeit der Fragen einige Begriffe präzisiert und einige Antwortvorgaben erweitert werden mußten. In der Endversion des Fragebogens wurden daher erklärende Zusätze eingefügt, was mit studiumbezogener Nutzung und Internet gemeint sein sollte. Außerdem wurden die Antwortvorgaben zu Anbietern von Internet-Zugängen erweitert. In mehreren Antworten wurden außerdem datenschutzrechtliche Bedenken geäußert. Hier wurde nochmals deutlich, wie wichtig es ist, die Ziele einer Befragung genau zu beschreiben und den Ablauf der Umfrage für alle Teilnehmer transparent zu gestalten. In einem Kommentar wurde die Schwierigkeit angesprochen, genügend Teilnehmer für die Hauptbefragung zu gewinnen: „Der Kreis der Testkandidaten ist allerdings sehr beschraenkt, ich denke man muesste noch 2 Jaehrchen warten bis auch Otto-Normal-Studi e-mail nutzt (wenn nicht noch laenger wg. Finanzknappheit)". Der Ablauf des Pretest zerstreute solche Bedenken jedoch, da angesichts des explorativen Charakters der Untersuchung eine Teilnehmerzahl an der Hauptbefragung von mehr als 100 realistisch und ausreichend erschien. In einem Kommentar wurde ein Problem angesprochen, das nicht gelöst werden konnte: „Wie stellst Du fest, dass ich (als boeswilliger Umfragen-Faelscher) den Fragebogen nicht ca. 27 mal mit verschiedenen Antworten anonym als Web-Formular ausfuelle?" Versehentlich doppelt abgeschickte Fragebögen konnten in der Hauptbefragung leicht erkannt und aussortiert werden. Bewußte Falschantworten können jedoch bei keiner automatisierten und anonymen Befragung ausgeschlossen werden.

Die konkreten Antworten der Pretest-Teilnehmer sollten nicht empirisch ausgewertet werden. Es konnte jedoch bereits erkannt werden, daß der Nutzen des Internet für das Studium sehr unterschiedlich (von sehr groß bis gering) bewertet wird. In bezug auf im Fragebogen nicht konkret angesprochene Formen der Nutzung wurden in den offenen Fragen vor allem hochschulpolitische Aktivitäten genannt: „Sie beruecksichtigen keine Nutzung des Internets fuer Hochschulgruppen, AStA, Fachschaften etc, also Arbeiten, die auch dem ‘Bildungs’-Gedanken einer Universitaet entsprechen, aber nicht in den schmalen Spuren, wie es ein ‘Studium eines Faches’ vorschreibt." Die Antwort machte jedoch deutlich, daß die offenen Fragen ausreichen, wenig bekannte Formen der studiumbezogenen Internet-Nutzung zu ermitteln.

4.4.4 Bereitstellung des Fragebogens

Um alle potentiellen Interessenten erreichen zu können, sollte der endgültige Fragebogen auf drei Wegen zur Verfügung gestellt werden: über die Newsgroup ‘de.alt.umfragen’, auf Anforderung per Email und als HTML-Formular im World Wide Web. Für die Versendung in die Newsgroup oder per Email wurde ein ASCII Text erstellt. [ Siehe dazu Dokument 2 ( Anschreiben und Fragebogen für Verschickung per Email/Newsgroups ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.] Um Zeilenumbrüche und Unlesbarkeit zu verhindern, mußten dabei die üblichen formalen Regeln beachtet werden: Umschreibung bzw. Vermeidung von Sonderzeichen und eine maximale Zeilenlänge von 72 Zeichen. Die Unterscheidung zwischen offenen und geschlossenen Antwortmöglichkeiten wurde über eckige und runde Klammern realisiert:

[] -> zwischen diesen Klammern sollen frei Text

oder Zahlenwerte eingetragen werden:

[hallo] oder [3]

() -> zwischen diesen Klammern soll angekreuzt

werden: (X)

Für die Versendung auf Anforderung und in die Newsgroups wurden zwei unterschiedliche Anschreiben hinzugefügt, in denen darum gebeten wurde, nach Möglichkeit das HTML-Formular im World Wide Web zu nutzen. Für die anonyme Zurücksendung des Fragebogens per Email wurde eine entsprechende Adresse bei dem Remailer ‘anon.penet.fi’ angefordert [ Die Anleitung zur Verwendung dieses Servers verdeutlicht die dazu notwendigen Schritte: N.N.: Der anonyme Server anon.penet.fi. O.J.. Online in Internet. a.a.O..] und anschließend am Ende des Fragebogens auf diese Möglichkeit der Antwort hingewiesen. [ Ein Auszug aus Text dem verschickten Fragebogens verdeutlicht dies: „Schickt den ausgefuellten Fragebogen entweder per Email mit dem Subject -Antwort- direkt an mich: taprogg@uni-muenster.de (ich werde nur die Antwortvariablen in eine Datenbank eingeben und die Email danach loeschen) oder schickt mir den Fragebogen in anonymisierter Form ueber den Remailer anon.penet.fi (Infos zu diesem anonymen Server erhaltet Ihr, wenn Ihr eine Email an german@anon.penet.fi schickt): dazu muesst Ihr den Fragebogen per Email mit dem Subject -Antwort- an anon@anon.penet.fi schicken. GANZ WICHTIG: Die erste Zeile der Antwort (Body) muss exakt so lauten: X-Anon-To:an449601@anon.penet.fi" ]

Die Bereitstellung des Fragebogens im World Wide Web erforderte größeren Aufwand. An der Universität Münster ist es Studierenden nicht prinzipiell möglich, eigene Informationsangebote im World Wide Web zu veröffentlichen. Gleichzeitig wurden bis dahin auch noch keine Informationen des Faches Publizistik- und Kommunikationswissenschaft angeboten. Es existierte allerdings eine private Initiative einiger Studierender des Fachbereiches, die bereits ein Hochschulmagazin (MAG3) im World Wide Web publizierten. [ Das Projekt ist im Internet über eine eigene Homepage zu erreichen. Online in Internet. URL: http://www.uni-muenster.de/Publizistik/MAG3/ (Stand 03.04.1996).] Zu diesen Studierenden wurde per Email Kontakt aufgenommen, um Informationen zu Möglichkeiten und Modalitäten des geplanten Vorhabens zu erhalten. In Zusammenarbeit mit dem Web- und Newsmaster des Universitätsrechenzentrums (URZ) der Universität Münster und dem Initiator des MAG3-Projektes konnten die formalen Probleme (Zugriffsrechte auf den WWW-Server der Universität etc.) gelöst werden. Nahezu die gesamte Koordination zwischen den beteiligten Personen erfolgte anschließend per Email über das Internet.

In einem nächsten Schritt wurde der entwickelte Fragebogen in ein HTML-Formular transformiert. Um Fehler bei der Darstellung mit unterschiedlicher Client-Software zu vermeiden, wurden nur Seitenbeschreibungsbefehle der HTML Spezifikation 1.0 verwendet. [ Vgl. Berners-Lee, Tim/ Connolly, Daniel: Hypertext Markup Language (HTML). 1993. Online in Internet. URL: http://www.w3.org/pub/WWW/MarkUp.archive/html-spec.txt (Stand 27.03.1996).] Am Ende des Fragebogens wurde eine Schaltfläche eingefügt, über die die Eingaben der Teilnehmer übermittelt und von einem Programm auf dem WWW-Server der Universität weiterverarbeitet werden sollten. Diese automatisierte Weiterverarbeitung von Formulareingaben kann, je nach Art des Servers, mit unterschiedlichen Programmen und in unterschiedlichen Programmiersprachen erfolgen. [ Ramm gibt dazu einen einführenden Überblick. Vgl. Ramm, Frederik: Recherchieren und Publizieren im World Wide Web . a.a.O.. S. 209-252.] In Zusammenarbeit mit dem Webmaster des örtlichen URZ wurde ein einfaches CGI-Script erarbeitet, durch das alle Formulareingaben des Teilnehmers in einer Variable zwischengespeichert und dann an das Ende einer Ergebnisdatei auf dem WWW-Server geschrieben wurden. [ Siehe dazu Dokument 4 ( CGI-Script zur Speicherung der Teilnehmereingaben ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.] Zusätzlich wurden damit bei jeder Speicherung die aktuelle Uhrzeit und das Datum eingefügt, so daß eine eindeutige und dennoch anonyme Identifikation der Antwort möglich wurde. Eine Teilnehmerantwort erschien dann in der Ergebnisdatei etwa in folgender Form:

=xqj=NEUER=FRAGEBOGEN= 1995-11-29 06:38:35

fqx01a=1

fqx01b=1

fqx01c=

fqx01d=

fqx01e=1

fqx01f=

fqx01t=

fqx02=2

fqx02a=

(...)

Über ein einfach zu erzeugendes Textverarbeitungsmakro konnten die erhobenen Daten danach in ein Format umgewandelt werden, das von gängigen Datenbank- und Statistikprogrammen importiert werden kann (Delimited ASCII Format). Die Dateneingabe über das HTML-Formular konnte somit weitgehend automatisiert werden.

Zusätzlich zu dem Fragebogen wurden einige einleitende HTML-Seiten erzeugt. Auf einer ersten Seite wurden zunächst Ziele und Durchführung der Untersuchung erläutert. Auf der zweiten Seite wurde dann die Möglichkeit gegeben, den Fragebogen sofort online auszufüllen oder die entsprechende Datei zunächst auf dem eigenen Computer zu speichern, offline auszufüllen und erst danach abzusenden. [ Siehe dazu Dokument 5 ( Einleitende HTML-Seiten zum Fragebogen im World Wide Web ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.]

4.4.5 Verbreitung der Befragungshinweise

Am 29.11.1995 wurde damit begonnen, die Zielpopulation auf verschiedenen Wegen auf die Befragung aufmerksam zu machen. Gleichzeitig wurde eine Textversion des Fragebogens an die Newsgroup ‘de.alt.umfragen’ geschickt. Die HTML-Seiten waren zu diesem Zeitpunkt bereits für den allgemeinen Zugriff freigegeben und die Funktionsfähigkeit des CGI-Scripts war überprüft worden. Der Erhebungszeitraum wurde zunächst bis zum 31.12.1995 festgelegt, sollte dann jedoch je nach Beteiligungsbereitschaft bis zum 29.02.1996 verlängert werden.

Hinweise auf die Befragung sollten im Internet dort veröffentlicht werden, wo eine Selektion durch Teile der Zielpopulation besonders wahrscheinlich erschien. Es konnten nur wenige deutschsprachige Mailing-Listen mit einer geistes- oder sozialwissenschaftlichen Thematik ermittelt werden. Hinweise wurden daher nur an die Liste zur Soziologie, eine Liste zu juristischen Fragen und an das bereits erwähnte ‘Netzforum’ geschickt. [ Siehe dazu Dokument 6 ( Text des per Email an Mailing-Listen verschickten Befragungshinweises ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.]

Newsgroups entstehen durch Aktivität ihrer Nutzer in der Form von Produktion. Jeder Nutzer des Internet hat in der bereits beschriebenen Form die Möglichkeit, die Gründung einer neuen Newsgroup zu einem bestimmten Thema vorzuschlagen. [ Siehe dazu Kapitel 3 dieser Arbeit. ] Finden sich genügend Interessierte, kann das Forum eingerichtet werden. Gerrit Bigalski versucht gegenwärtig, eine deutsche Newsgroup zum Thema Geschichte einrichten zu lassen. Auf Nachfrage per Email schildert er anschaulich seine Motivation:

„Ich vermisse die Möglichkeit, auf deutsch und auf möglichst ‘wissenschaftlichem’ Niveau über historische Themen diskutieren zu können, besonders über Themen der deutschen Geschichte und ganz besonders der Geschichte des Mittelalters, meines Studienschwerpunkts. (...) Es gibt Mailing-Listen zu historischen Themen, allerdings fast nur englisch-sprachige, ebenso englisch-sprachige Newsgruppen. Allesamt neigen dazu, sich um Themen des englisch-sprachigen Raums zu drehen, so gibt es eine eigene Newsgroup für den Sezessionskrieg. Englisch-sprachige Groups und Lists haben zwar den Vorteil der Internationalität, aber man stößt beim Formulieren, besonders bei Fachausdrücken, doch sehr schnell an seine Grenzen. Der Vorteil einer Newsgroup gegenüber einer Mailing-Liste ist die komfortablere Verfügbarkeit: Man bekommt einfach eine Liste von Newsgroups geboten, aus der man sich das raussucht, was einen interessiert. Bei einer Mailing-Liste muß man erstmal herausfinden, daß sie überhaupt existiert und dann, wie man sie ‘abonniert’. Abgesehen von rationalen Erwägungen hat es mich auch ganz einfach gewurmt, daß es hunderte deutsche, insgesamt sogar tausende von Gruppen für jeden Scheiß gibt, von Halbleiter-Mulitplex-Dual-Subprozessor-System-Compilerbau-Entwurf bis zum Sammeln von Hosenknöpfen (beide Beispiele [wahrscheinlich] fiktiv), sogar eine deutsche für Theologie, aber nicht für Geschichte, immerhin eine größere Wissenschaft und ein Schulfach. Noch. (...)" [ Bigalski, Gerrit: re: Einrichtung: de.sci.geschichte. 25.03.1996. Email von Gerrit Bigalski an Ralf Taprogge <taprogg@uni-muenster.de>.]

Existiert zu einem Thema keine Newsgroup, so kann dies möglicherweise ein Indikator dafür sein, daß bisher nur relativ wenige an diesem Thema interessierte Personen das Internet nutzen. Ein Befragungshinweis in den wenigen deutschsprachigen, wissenschaftlichen Newsgroups zu einem geistes- oder sozialwissenschaftlichen Thema erschien als ein besonders geeigneter Weg, die Zielpopulation zu erreichen. Konkret angeschrieben wurden die Foren ‘de.sci.misc’, ‘de.sci.politologie’, ‘de.sci.philosophie’, ‘de.sci.theologie’ und ‘de.sci.psychologie’. [ Siehe dazu Dokument 7 ( Text des Hinweises in deutschsprachigen, themengerechten Newsgroups ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.] Die Hinweise erfolgten per Cross-Posting und es wurde ein Follow-Up-To auf ‘de.alt.umfragen’ gesetzt, um mögliche Kommentare in eine Gruppe zu kanalisieren. Ein vorsichtiger formulierter Hinweis wurde an einige weitere Gruppen der ‘de.alt’ und ‘de.soc’ Hierarchie geschickt. [ Siehe dazu Dokument 8 ( Text des Hinweises in deutschsprachigen, etwa themengerechten Newsgroups ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.]

Im World Wide Web wurde auf drei Wegen versucht, die Aufmerksamkeit der Zielpopulation zu erreichen: Die URL-Angabe des Fragebogens wurde bei den Suchwerkzeugen Lycos [ Siehe dazu die Homepage von Lycos . Online in Internet. URL: http://www.lycos.com/ (Stand 10.02.1996).] und WEB.DE [ Siehe dazu die Homepage von WEB.DE. Online in Internet. URL: http://vroom.web.de/ (Stand 10.02.1996).] registriert. [ Über einige Suchwerkzeuge (z.B. ALTAVISTA) konnte die Befragung bereits nach kurzer Zeit auch ohne eine persönliche Registrierung gefunden werden. Hier zeigt sich, wie wichtig es ist, einen aussagekräftigen Index in HTML-Dokumente zu integrieren. Weitere Informationen dazu auf der Homepage von ALTAVISTA. Online in Internet. URL: http://altavista.digital.com/ (Stand 10.02.1996).] Autoren geistes- und sozialwissenschaftlicher Informationsangebote im World Wide Web wurden per Email angeschrieben und um einen Hypertext-Link zu der Befragung gebeten. [ Angeschrieben wurden vor allem Fachschaftvertreter geistes- und sozialwissenschaftlicher Institute. Einige Rückmeldungen per Email bestätigten, daß hier eine Reihe von Hypertext-Links eingerichtet wurden. Zum Teil wurden auch von unbekannten Personen Hinweise an lokale Newsgroups der jeweiligen Universität geschickt. Im einzelnen konnte jedoch nicht mehr nachvollzogen werden, in welcher Form und wo Befragungshinweise verbreitet wurden.] Vertreter von Print- und Rundfunkmedien, die auch Informationen im World Wide Web publizieren, wurden ebenfalls gefragt, ob sie einen entsprechenden Hinweis einrichten könnten. [ So wurden per Email u.a. Redakteure einiger Fernsehsendungen des Westdeutschen Rundfunks (Computer Club, ZAK) und Vertreter von Print-Magazinen (Spiegel, Stern) angeschrieben. Innerhalb von wenigen Tagen wurde auch geantwortet. Ein Hypertext-Link auf den entsprechenden Informationsangeboten im World Wide Web wurde jedoch nach bisheriger Kenntnis nicht eingerichtet. Als Gründe wurden Zeitmangel und Überlastung angegeben.]

Auf lokaler Ebene erfolgten die Hinweise sowohl im als auch außerhalb des Internet. An den schwarzen Brettern der Mensen der Universität Münster sowie in den EDV-Räumen der geisteswissenschaftlichen Institute wurden Aushänge gemacht. [ Siehe dazu Dokument 9 ( Text des Aushanges in Mensen und Instituten an der Universität Münster ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.] Im World Wide Web konnten Hypertext-Links auf den Seiten des Projektes MAG3 sowie auf der Homepage des DaWIN-Projektes [ Über das DaWIN-Projekt wird Studierenden an der Universität Münster der Zugang zum Internet gewährt. Online in Internet. URL: http://www.uni-muenster.de/DaWIN/ (Stand 05.01.1996).] eingerichtet werden. Hinweise wurden zusätzlich an die geisteswissenschaftlichen lokalen Newsgroups geschickt. [ Siehe dazu Dokument 10 ( Text des Hinweises in lokalen, themengerechten Newsgroups ) im Anhang (Befragungsunterlagen) dieser Arbeit.]

Die Bekanntmachung einer Umfrage erinnert zum Teil an eine Werbekampagne. Möglichkeiten der Plazierung von Hinweisen werden durch die Netiquette und die Bereitschaft anderer Personen zur Zusammenarbeit bestimmt. Gleichzeitig können die angeschriebenen Newsgroups, Mailing-Listen und Autoren von Informationsangeboten im World Wide Web immer nur eine subjektive Selektion darstellen. Es wurde allerdings versucht, begründete Vermutungen anzustellen, wie die Zielpopulation in breiter Form auf die Umfrage aufmerksam gemacht werden kann.

4.4.6 Antwortverhalten und Rückläufe

Die Befragung war am 29.11.1995 begonnen worden. Antworten konnten von diesem Zeitpunkt an direkt per Email oder in der Ergebnisdatei auf dem World Wide Web Server der Universität eintreffen. Per FTP konnte diese Ergebnisdatei jederzeit eingesehen und Zwischenergebnisse auf dem heimischen Computer abgespeichert werden.

Insgesamt gingen zehn Anforderungen des Fragebogens per Email ein. Zwei Personen nutzten dabei den anonymisierten Weg über den Server ‘anon.penet.fi’. Nur fünf der verschickten Fragebögen wurden anschließend in nicht anonymisierter Form ausgefüllt per Email zurückgesandt. Der zuvor notwendige Aufwand, potentiellen Teilnehmern eine anonymisierte Möglichkeit der Teilnahme per Email anzubieten, erschien damit angesichts des Ergebnisses als übertrieben. Dies konnte jedoch im Vorfeld der Befragung nicht vorhergesehen werden. Ein Teilnehmer nutzte den an die Newsgroup de.alt.umfragen geschickten Fragebogen und schickte ihn ausgefüllt per Email zurück.

Über das HTML-Formular im World Wide Web wurden bis zum 31.12.1995 die Eingaben von 91 Teilnehmern in die Ergebnisdatei geschrieben. Dabei trafen 43 der Antworten innerhalb der ersten fünf Tage ein. Es wurde daher entschieden, den Erhebungszeitraum bis zum 29.2.1996 auszudehnen. Dabei wurden jedoch keine weiteren Anstrengungen mehr unternommen, im Internet auf die Befragung hinzuweisen. In den folgenden zwei Monaten trafen noch weitere 58 Antworten ein.

Insgesamt wurde ein Rücklauf von 155 erreicht. 141 Antworten konnten für die Auswertung herangezogen werden. In den 14 ungültig ausgefüllten Fragebögen wurde die Beantwortung, zumeist nach der Hälfte der Fragen, abgebrochen. Die Länge des Fragebogens (und damit der notwendige Zeit- und Kostenaufwand) stellte für einige potentielle Teilnehmer offensichtlich eine Hemmschwelle dar. In einem Kommentar wird dies sehr anschaulich beschrieben: „Die emotionale Logik des Internet-Gebrauchs erzwingt eine extrem oberflächliche Ausfüllung des Fragebogens und - wie bei mir einen Abbruch etwa nach der Hälfte. Offline und in Papier hätte ich den Fragebogen wahrscheinlich, so lang ist er nicht, ganz und komplett ausgefüllt." Eine andere Person faßt dies kurz zusammen: „der fragebogen ist mir zu lang - sorry :-( ". Wenn dennoch 141 Personen der Zielpopulation bereit waren, freiwillig zwischen fünf und 30 Minuten für das Ausfüllen des Fragebogens aufzuwenden, so erscheint dies angesichts der explorativen Fragestellung und der unbekannten Größe der Zielpopulation als ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Hinsichtlich der formalen Vorgehensweise kann festgehalten werden, daß das Bemühen um eine Einhaltung der Netiquette erfolgreich war. Es trafen keine Flames oder sonstige negative Reaktionen ein. Es gab jedoch zahlreiche positive Reaktionen per Email. Zumeist handelte es sich dabei um Detail-Fragen von Studierenden, die vergleichbare Untersuchungen planen. Dies deutet darauf hin, daß sich der Forschungsstand zur Nutzung des Internet aus der jeweiligen Perspektive verschiedener geistes- und sozialwissenschaftlicher Disziplinen in den kommenden Jahren möglicherweise verbessern wird.

1996 Ralf Taprogge.
Letzte Änderung am 31.12.1996.
Kommentare und Anregungen an: taprogg@uni-muenster.de
Verweise auf diese Arbeit bitte nur unter URL:
http://www.uni-muenster.de/Publizistik/MAG3/ifp/taprogg/

Vielen Dank an Andreas von MAG3 und Rainer vom URZ.


...und nochmal der link:
Umfragen im Internet
Umfragen im Internet

< Inhalt < Kapitel 3 < > Kapitel 5 > Literatur >