A
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Abschreibung à Wenn sich in
einem Unternehmen die Werkzeuge, Maschinen oder Fahrzeuge abnutzen, werden
diese Verluste als "Abschreibungen" berücksichtigt. Wird z.B. eine
Maschine eingekauft, so müssen die Abschreibungen berücksichtigt
werden, wenn das Unternehmen die Maschine ersetzen will. Sonst wäre
der Preis zu niedrig kalkuliert und es würde einen Substanzverlust
eintreten.
-
Absolutismus à
In einer Monarchie bezeichnet man die Regierungsform als absolutistisch,
wenn der herrschende König oder Fürst uneingeschränkt, also
ohne Kontrolle, regiert. Von einem Tyrannen unterschied sich der absolute
Monarch dadurch, dass er sich an die Gebote der Religion und der Moral
als allgemeine Grundsätze des Staates gebunden fühlte. Der absolute
Monarch wurde als von Gott ("von Gottes Gnaden") versanden; sein Wille
galt daher als oberstes Gesetz. Der französische König Ludwig
XIV. (1643-1715) hat diese Regierungsform zur größten Entfaltung
gebracht. Man bezeichnet das 17./18.Jahrh.als Zeitalter des Absolutismus.
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Adolf Hitler à Der Politiker
Adolf Hitler (1889-1945) gewann als Vorsitzender der Nationalsozialistischen
Arbeiterpartei (NSDAP) in der Krise der Weimarer Republik eine große
Anhängerschaft. Gestützt auf seine Partei, errichtete er als
Reichskanzler(1933-45) in Deutschland eine Diktatur und löste 1939
den zweiten Weltkrieg aus.
aus: Jugend Brockhaus
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Aktiengesellschaft à
Abkürzung AG. Jeder Geschäftsbetrieb muss bei seiner Gründung
eine Rechtsform festlegen, in der er geführt wird und in der er sein
Verhältnis nach außen hin zur Öffentlichkeit darstellt.
Eine solche Rechtsform ist z.B. die AG. Diese Form wählen meist größere
Betriebe, die zu ihrer Gründung und für ihre Geschäftsführung
viel Geld benötigen. Dieses Geld, das Grundkapital, bringt sie durch
die Ausgabe von Aktien am Markt auf. Die AG ist eine Kapitalgesellschaft
mit eigener Rechtspersönlichkeit, d.h., sie tritt in der Öffentlichkeit
nicht als eine Privatperson auf, die für die Geschäfte verantwortlich
ist. Die Geschäftsführung übernimmt den Vorstand, der wiederum
von einem Aufsichtsrat gewählt und kontrolliert wird. Die Aktionäre
schließen sich in der Hauptversammlung zusammen, der der Vorstand
und der Aufsichtsrat Rechenschaft über die Geschäfte ablegen
müssen.
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Anarchie à (griech." Herrschaftslosigkeit"),
ist ein gesellschaftlicher Zustand, in dem keine Gesetze zur Ordnung des
Lebens mehr gelten. Niemand übt Herrschaft aus, jeder Kann tun und
lassen, was er will. In einem Staat, in dem
Anarchie herrscht, wäre z. B. niemand berechtigt, Verbrechen wie
Mord, Raub oder Plünderung zu verhindern oder zu bestrafen. Allerdings
glauben die Anarchisten, so heißen die Anhänger des Anarchismus
(der Lehre von der
Anarchie), dass nach dem Aufhören jedes staatlichen Zwangs auch
keine Verbrechen mehr begangen würden.
aus: Jugend Brockhaus
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Annexion à
(zu lateinisch annectere : verknüpfen) die durch Krieg oder Gewaltdrohung
erzwungene Aneignung von Gebietsteilen eines fremden Staats.
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Antisemitismus à die Abneigung
oder Feindschaft gegen Juden. Der Ausdruck ist eine Fehlbildung, denn unter
Semiten versteht man nicht nur die Juden, sondern auch Araber, Äthiopier
und auch andere Völker, die mit diesen zusammen eine sprachliche Gemeinschaft
bilden. Die Feindschaft gegen Juden kam in früheren Jahrhunderten
vielfach in Ausschreitungen zum Ausdruck , die man auch Pogrome nennt.
Sie gipfelte in der systematischen Ausrottung der europäischen Juden
durch das nationalsozialistische Deutschland. Die Gründe für
die Judenverfolgung im Lauf der Geschichte waren verschieden. In der Antike
war es ihr Glaube an einen einzigen Gott, der den Juden untersagte, den
römischen Kaiser als Gott zu verehren. Im Mittelalter wurde den Juden
die Schuld an der Kreuzigung Jesu gegeben. Sie zählten zu den sozial
Verachteten und mussten in Ghettos wohnen. Die rechtliche Gleichstellung
der Juden, die seit dem Zeitalter der Aufklärung immer wieder gefordert
und im 19. Jahrh. Verwirklicht wurde, rief im 19,.und 20.Jahrh. jedoch
als Gegenbewegung einen neuen, besonders rassisch begründeten Antisemitismus
hervor. Dieser Rassenantisemitismus führte im nationalsozialistischen
Deutschland zur Ausbürgerung der deutschen Juden durch die Nürnberger
Rassengesetze (1935), zu den Ausschreitungen der Reichskristallnacht (
1938 ) und schließlich zur planmäßigen Ermordung von Millionen
Juden in den Konzentrationslagern unter Adolf Hitler.
aus: Jugend Brockhaus
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Atheismus à (von griech. atheon
"ohne Gott"), eine Anschauung, die den Glauben an eine Person als Gott
ablehnt. Für die Atheisten gibt es durchaus einen letzten Sinn der
Welt, aber keinen lebendigen Gott, den man erkennen und
verehren kann. Die strengste Form des Atheismus vertritt der Materialismus,
der nur das für wirklich hält, was mit den Sinnen zu erfassen
ist. Alles Religiöse wird als Folge eines veralteten Weltbildes angesehen.
aus: Jugend Brockhaus
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Aufstand à Das Volk lehnt sich
gegen die herrschende Macht auf.
B
-
BAFöG à Abkürzung
für: Bundesausbildungsgesetz. Nach diesem Gesetz werden die Schüler
und Studenten finanziel unterstützt, falls das Einkommen der Eltern
unter einem bestimmten Limit liegt.
-
Bagatellisierungsversuch à
Versuch ein Problem oder eine Angelegenheit bedeutungslos erscheinen zu
lassen.
-
Barschel-Affäre à 1987
belog der damalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel
die Öffentlichkeit über eine von ihm angeleiherte Verleumdungskapangne
gegen seinen SPD-Mitbewerber um das Präsidentenamt zu bekommen. Als
es an die Öffentlichkeit trat, trat er zurück und begann danach
Selbstmord.
-
Belsen à Konzentrationslager,
der Berg Belsen war eines der wichtigsten Konzentrationslager in Deutschland.
Es liegt im Süden der Lünburger Heider.
-
Betriebsrat à Er wird von der
Belegschaft eines Betriebes gewählt, um die Interessen der Arbeitsnehmer
gegenüber dem Arbeitgeber zu vertreten.
-
Betriebswirt à Beruf, setzt
ein Studium der Betriebswirtschaftslehre voraus.
-
Betriebsverfassung à Regelt
das Verhälniss der Arbeitnehmer zum Arbeitgeber. Mitbestimmungsrecht
der Arbeiter ist darin schriftlich festgehalten.
-
Bronx à Bronx ist ein Stadtbezirk
von New York, der nördlich von Manhatten liegt. Der Name "Bronx" steht
für den Niedergang eines Stadtteils durch Grundstücksspekulationen,
durch Verarmung und durch Arbeitslosigkeit der Menschen bei gleizeitigem
Anstieg von Gewalt und Kriminalität.
-
Bruttolohn à Gehalt vor dem
Abzug von Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherung und vor dem Abzug
von Steuern.
-
Bruttoproduktionswert à Auf
ein Unternehmen bezogen, bezeichnet der Begriff die Summe aus dem Umsatz
(Erlös der verkauften Produkte), der selbsterstellten Anlagen und
den Lagerbeständen. Wenn man davon abzieht, was man von den anderen
Firmen gekauft hat, erhält man den Bruttoproduktionswert.
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BGB à Bundesgesetzbuch
-
Bundeskartellamt à Es hat die
Aufgabe, Verstöße gegen das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkug
zu verhindern. Dadurch soll der Wettbewerb zwischen den Firmen aufrechterhalten
werden.
-
Bundeskanzler à Der derzeitige
Bundeskanzler ist Gerhard Schröder (SPD). Bei der Bundestagswahl 1998
wurde der ehemalige Kanzler Helmut Kohl (CDU) von ihm abgelöst. Er
ist der "Chef" der Bundesregierung Deutschlands. Er ist der erste Vorsitzender
des Bundestages. Dies sind die Namen einiger Bundeskanzler: Adtenauer,
Erhart, Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder
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Bundesrepublik à Bundesstaat
in Mitteleuropa
-
Bürgerkrieg à Ein Bürgerkrieg
entsteht, wenn sich die Bürger eines Landes bestimmten Interessen
zuordnen, um sich durchzusetzen.
C
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CDU à ist eine Partei im Bundestag
und steht für Christlich-Demokratische Union
-
Charitas à Die Charitas ist
Organisation für das Wohl der Menschen und der Älteren bestimmt.
Diese wurde von der katholischen Kirche gegründet.
-
Churchill, Winston à (1874-1965)
war ein britischer Politiker und auch Premierminister.
-
CIA à ist der Geheimdienst
in den USA und bedeutet Central Intelligence Agency.
-
CSU à ist eine Tochterpartei
der CDU in Bayern und bedeutet Christlich-Soziale Union.
D
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Delinquent à ist ein
Angeklagter oder Krimineller.
-
Delikt à (lat.: delictum Verfehlung)
ist eine Bezeichnung für gesetzwidriges und somit strafbares Verhalten.
-
Demokratie à Demos = griech.
das Volk, Crassus = Die Macht
-
Demonstration à Durch eine
Demonstration geben viele Bürger unter freiem Himmel ihre Meinung
gegen eine politische Entscheidung oder zu einer Religion mit Hilfe von
Sprechchören und großen Plakaten bekannt. Eine Demonstration
ist
nach Artikel 8 des Grundgesetzes erlaubt, solange diese ohne Gewalt erfolgt.
Dieses Gesetz gilt aber nicht uneingeschränkt da eine Demonstration
auch Probleme aufwirft.
-
Demoskopie à (griech.: Volksbeobachtung)ist
eine Meinungsforschung die durch Meinungsforscher ausgeführt wird.
Haben diese genügend schriftliche Ergebnisse erfragt gilt die Umfrage
als repräsentativ.
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DDR à war ein ehemaliger Staat
und bestand aus den Bundesländern Brandenburg, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern,
Thüringen und Sachsen-Anhalt.
-
Deutscher Krieg von 1866 à
in diesem Krieg kämpften Österreich und Preußen um die
Macht über Deutschland. Nach der Niederlage der Österreicher
nach wenigen Wochen wurde Deutschland aufgelöst und Preußen
gründete als Großmacht in Deutschland den Norddeutschen Bund.
-
Deutsch-Französischer Vertrag, Elysée-Vertrag à
sollte eine dauerhafte Zusammenarbeit sicherstellen. Er wurde am 21.01.1963
zwischen K. Adenauer und C. de Gaulle abgeschlossen.
-
Dienstleistung à jede Tätigkeit
im Handel, die nicht die Herstellung von Gütern beinhaltet, sondern
die persönliche Leistung zu Diensten der Kunden, bezeichnet man als
Dienstleistung.
-
Diktatur à liegt dann
vor, wenn eine oder mehrere Personen uneingeschränkte Macht über
das Volk ausüben können. Dies geschieht meistens durch Gewalt.
Die Bürger sind nicht befugt an politischen Entscheidungen teilzuhaben.
-
DKP à ist die Abkürzung
für Deutsche Kommunistische Partei.
-
Dritte Republik à war ein französischer
Staat, der nach der Niederlage Kaiser Napoleons III. 1870 in Paris aufgerufen.
Sie bestand bis 1940 und zerfiel im zweitem Weltkrieg.
-
Dynastie à (griech:
Dynastes Herrscher oder Mächtiger) Ist eine Herrscher Familie oder
ein Herrscherhaus.
-
Dunkelziffer à Die Anzahl der
kriminellen Taten, die die Polizei nur schätzen kann.
E
-
Ebert, Friedrich à (1871-1925)
Dieser sozialdemokratischer Politiker war schon früh Vorsitzender
der SPD. 1919 wurde er von der Weimarer Nationalversammlung zum ersten
Reichspräsidenten gewählt. Er bemühte sich in diesem Amt
bis zu seinem Tod zwischen den unterschiedlichen politischen Meinungen
zu Vermitteln.
aus: Jugend Brockhaus
-
Eid à Durch einen Eid
bekräftigt man die Wahrheit einer Aussage vor Gericht. Wer einen Eid
schwört und dabei bewußt die Unwahrheit sagt, leistet einen
Meineid. Dafür sind hohe Strafen ausgesetzt. Ein Diensteid wird von
angehenden Beamten und Politikern geschworen, damit sie das Gesetz beachten
und ihre Arbeit erledigen.
aus: Jugend Brockhaus
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Einkommen à Unter Einkommen
bezeichnet man alles Materielle, dass man für eine körperliche
oder geistige Arbeit bekommt.
aus: Jugend Brockhaus
-
Eisenhower à Dwight
David Eisenhower (1890-1969) war von 1953 bis 1961 Präsident in den
USA und setzte sich für die Gleichberechtigung der Farbigen ein und
stieß auf Widerstand der Weißen im Süden der USA.
aus: Jugend Brockhaus
-
Eiserner Vorhang à Grenzlinie
zwischen den parlamentarisch-demokratischen und kommunistischen Staaten.
aus: Jugend Brockhaus
-
Entwicklungshilfe à alle
Maßnahmen, die der Staat eines Industriestaates leistet um damit
einem unterentwickeltem zu helfen.
aus: Jugend Brockhaus
-
Erbschaft à alles, was
ein Verstorbener seinen Verwandten oder Freunden hinterlässt. Er kann
ihnen sowohl Vermögen als auch Schulden vermachen.
aus: Jugend Brockhaus
-
Ermächtigungsgesetz àDurch
dieses Gesetz was Adolf Hitler am 24.3.1933 ermächtigt, Gesetze zu
erlassen, ohne gewählt zu sein. Alle Parteien, außer der SPD,
stimmten dieser Entscheidung zu. So hatte Hitler die Gewaltenteilung beseitigt.
aus: Jugend Brockhaus
-
Erzämter à Diese
Ämter wurden auch Staats- und Hofämter genannt und am fränkischen
Königshof bei feierlichen Anlässen erfüllt.
aus: Jugend Brockhaus
-
Europäisches Parlament à
ist eine Versammlung der Europäischen Gemeinschaften in Luxemburg.
Die Mitgliedsländer der EG schicken je nach Einwohnerzahl alle 5 Jahre
eine Anzahl von Abgeordneten in dieses Parlament.
aus: Jugend Brockhaus
-
Europarat à Der Europarat
ist ein Zusammenschluß europäischer Staaten in Straßburg
der 1949 mit dem Ziel die Ideale der gemeinsamen Geschichte zu fördern
gegründet wurde.
aus: Jugend Brockhaus
-
Exekutive à (lat.: Ausführung)
ist eine der drei Gewalten in einem Staat, der für die Ausführung
staatlicher Gesetzte und Anordnungen verantwortlich ist.
aus: Jugend Brockhaus
F
-
Französische Revolution (1789) à
War eine Revolution, in der die Bürger Frankreichs gegen ihren König
kämpften.
-
fakulativ à heißt
auch "wahlfrei"
-
Faschismus à Die Bezeichnung
kommt aus dem Italienischen und wird für die politische Bewegung und
jegliche Gruppen die: ihr eigenes Volk stark verehren, die das Führerprinzip
bejahen Gewalt für nationale Interessen wollen. 1920-1945 beherrschte
der Faschismus Italien und Deutschland.
-
Fiktion à Eine Fiktion ist
etwas, dem nur eine Vorstellung entspricht.
-
Fraktion à Vereinigung der
Parlamentsabgeordneten einer Partei zum Zwecke der gemeinsamen Willensbildung
und der gemeinsamen Durchführung der parlamentarischen Arbeit.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Freie Berufe à Wer unabhängig
von einem Arbeitgeber seinen Lebensunterhalt (Gehalt) verdient übt
einen "Freien Beruf" aus. In freien Berufen beruht die Tätigkeit nicht
auf den Einsatz eines gewerblichen Vermögens.
-
Fusion à wird der Zusammenschluß
von zweier selbständigen Unternehmen zu einem Gewerbe genannt.
G
-
Generalprävention à Gewünschte
Auswirkung von Gerichtsurteilen und Strafen. Durch die Bestrafung soll
die Allgemeinheit von solchen Straftaten absehen.
-
Genremerkmal à Eine typische
Art von Filmen (Horror, Komödie, Western u.a.) versteht man unter
Genre.
-
GFK à ist einen Abkürzung
für "Gesellschaft für Konsumforschung". Sie untersucht z.B. die
Reichweite von Programmen.
-
GFM à Internationale Gesellschaft
für Menschenrechte (Sitz in Frankfurt/Main)
-
Goebbels, Joseph (1897-1945) à
war führender nationalsozialistischer Politiker, der 1945 durch Selbstmord
in Berlin starb.
-
Göring, Hermann (1893-1946) à
war führender nationalsozialistischer Politiker, der 1964 in Nürnberger
Gefängnis an Selbstmord starb.
-
gruppendynamisch à Gruppenbetreffende
Vorgänge und Veränderungen.
-
Gysi, Gregor à Er war von 1990-1993
Parteivorsitzender der "Partei des demokratischen Sozialismus".
H
-
Haushaltsdefizit à
Dies kommt vor, wenn die Ausgaben nicht mehr durch andere Einnahmen gedeckt
werden
-
Hausratversicherung à
Schützt die zum Haushalt gehörenden Gegenstände gegen Diegstahl
-
Hearing à
Anhörung von Fachleuten durch Parlamentsausschüsse (meistens
bei der Vorbereitung von Gesetzesvorlagen)
-
Hierarchie, hierarchisch à
Rangordnung nach dem Prinzip von Über- und Unterordnung
-
Hitler, Adolf à Der Politiker
Adolf Hitler (1889-1945) gewann als Vorsitzender der Nationalsozialistischen
Arbeiterpartei (NSDAP) in der Krise der Weimarer Republik eine große
Anhängerschaft. Gestützt auf seine Partei, errichtete er als
Reichskanzler(1933-45) in Deutschland eine Diktatur und löste 1939
den zweiten Weltkrieg aus.
aus: Jugend Brockhaus
-
Hochverrat à Hochverrat begeht,
wer versucht mit Gewalt oder durch Androhung von Gewalt den Bestand des
Staates zu gefährden oder die verfassungsmäßige Ordnung
zu ändern. Landesverrat bezieht sich auf den Verrat von Staatsgeheimnissen
-
Honoratioren à Im 19. Jahrhundert
waren die Honoratioren die angesehenen Bürger einer Gemeinde oder
Stadt (z.B. Artz, Apotheker, Richter, Pfarrer, usw.)
-
Hyperinflation à Inflation
mit höchster Geschwindigkeit mit monatlichen Preisniveausteigerungen
von 50%
-
Holocaust à Bezeichnung für
Massenmord oder Ähnliches
-
Homogenisierung à Angleichung,
Vereinheitlichung
-
Hypothek à Belastung eines
Grundstückes als Sicherheit für Geldforderung
-
Hypothese à Eine Unterstellung
oder Vermutung, mit der versucht wird, einen Sachverhalt zu erklären
-
Humanisierung am Arbeitsplatz à
Alle Maßnahmen, die dem Gesundheitsschutz und der Arbeitszufriedenheit
dienen, z.B. Sicherheitsvorrichtungen, Lärmschutz
-
Humanität à
Menschlichkeit
I
-
ICBM à
Intercontinental Ballistic Missile, interkontinentale Rakete mit Reichweite
über 5500 km
-
Identitätssuche à
Die Suche nach dem eigenen Selbst
-
Identität à
Völlige Übereinstimmung von zwei Dingen oder Personen, Wesensgleichheit
-
Ideologie, ideologisch à
Politische Vorstellungen und Überzeugungen
-
Ikone à
Heiligen- und Kultbild in der orthodoxen Kirche
-
illegal àungesetzlich
-
Index à
In der Statistik eine Meßzahl, die das Verhältnis mehrerer Zahlen
zueinander angibt
-
Individualrechte àRechte
des einzelnen Menschen (des Individuums) z.B. das Grundrecht
-
Industrialisierung, auch: industrielle RevolutionàAufbau
von Industriegebieten. Der Industrialisierungsprozeß begann in England
Ende des 18. Jahrhunderts, in Deutschland Anfang des 19. Jahrhunderts.
-
Industrie àWirtschaftsbereich,
der durch die maschinelle Herstellung von Gütern gekennzeichnet ist
-
Innovation à
Durchführung einer Neuerung
-
Instanz àBestimmte
Stufe in einem gerichtlichen Verfahren
-
Interaktion à
Wechselbeziehungen zwischen Handlungen
-
Investition àVerwendung
von Geldmitteln
-
Investitionshilfen à
Förderung von Investitionen durch den Staat
J
-
Jakobiner à Mitglieder des
nach ihrem Versammlungsort, dem Kloster Saint-Jacques in Paris, benannten
politischen Klubs
-
Joschka
à Vorname des derzeitigen Außenministers
Fischer
-
Judikative à iudicare (lat.)
= Recht sprechen ius (lat.) = das Recht Gewaltenteilung
-
Jugendwohlfahrtsgesetz à Regelt
die Aufgaben der Jugendämter
-
Justizvollzugsanstalt (JVA), auch: Vollzugsanstalt à
Einrichtung zur Vollstreckung von Freiheitsstrafen z.B. Gefängnis
K
-
Kabinett à Versammlung der
Minister, an der Spitze der Bundeskanzler. Sie bilden die Bundesregierung
-
Kader à In der DDR Bezeichnung
für Perteifunktionäre
-
Kaiserreich à Staat, der von
einem Kaiser regiert wird
-
Kapital à Geld- und Sachwerte,
die dazu eingesetzt werden, weiteren Nutzen zu erwirtschaften
-
Kapitalisten à Menschen, die
Kapital besitzen und versuchen es durch Geldanlagen und Spekulation zu
vermehren
-
Kapitalmarkt à Handel mit lang-
und mittelfristigen Kapital
-
Kartell à Zusammenschluß
von Unternehmen, die jedoch selbstständig bleiben
-
KGB à Kommunistischer Geheimbund;
Staatssicherheitsdienst und Spionageorganisation der ehemaligen Sowjetunion
-
Klientel à Im politischen Sprachgebrauch
Anhängerschaft einer Partei
-
Klischee à Vorurteile
-
Koeduktion à Gemeinsame Erziehung
von Jungen und Mädchen
-
Kokainsyndikat à Eine Bestimmungsform
des Kartells (Zusammenschluß von Unternehmen)
-
kokettieren à Eigene Vorzüge
spielerisch bis raffiniert zur Geltung bringen
-
Kommerzialisierung à Entwicklung,
die einen Bereich oder eine Institution (Einrichtung) von wirtschaftlichen
Interessen und Bedingungen abhängig macht
-
Kommunismus, kommunistisch à
Höchste Stufe des Sozialismus (Bestrebungen, die das allgemeine Wohl
stärker zur Geltung bringen wollen)
-
Konformität à Anpassung
des eigenen Verhaltens und Denkens an das übliche Denken
-
konservativ à Bezeichnung für
eine politische Haltung, am Hergebrachten festhalten
-
konservativ-liberale Regierung à
Gemeint ist eine Regierungskoalition aus CDU,
CSU und FDP
-
Konzentrationslager (KZ) à
Inhaftierungslager, in denen ohne rechtliche Grundlage u. a. (potentielle)
politische Gegner festgesetzt werden
-
Konzern à Zusammenschluß
von Unternehmen (z.B. Mannesmann)
-
kooperativ à zusammenwirkend
-
Korrespondent à Berichterstatter
für Medien
-
Korruption à Bestechung
L
-
Landesliste à Vorschlagsliste
einer Partei
-
legal à Mit dem Gesetz übereinstimmend
-
Legislative à lex (lat.) =
das Gesetz, legal = gesetzmäßig, illegal = ungesetzlich
-
Legitimation à Die Legitimation
bedeutet soviel wie die Beglaubigung, Berechtigung und Ehelichkeitserklärung
(für ein vorher uneheliches Kind)
-
legitimieren à s. Legitimation
-
Leibrente à Regelmäßig
wiederkehrende Leistungen (Geldleistungen)
-
liberal à Freiheitlich gesinnt
-
Liquidator à Person, die mit
der Auflösung eines Betriebes beauftragt ist
M
-
Macht à Macht, die Summe
von Einflussmöglichkeiten in polit., wirtschaftl. und sozialer Hinsicht.
In der Soziologie meint M. die Chance, in einer sozialen Beziehung den
eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen. In allen auf Demokratie
und bestimmte Grundrechte der Menschen ausgerichteten Gesellschaften wird
die Machtausübung durch Recht, Gesetz, Verfassung und öffentl.
Kontrolle zu institutioneller und damit anerkannter und kalkulierbarer
Herrschaft.- In der Ethik gilt M. meist nur durch ihre Bindung an die Tugenden
der Gerechtigkeit und Klugheit als sittlich gerechtfertigt. F.W. Nietzsche
hingegen erhebt den ›Willen zur M.‹ zum höchsten Wert des Lebens.-
In der Religionsgeschichte begegnet M. meist als stoffl., an Dingen und
Personen haftende Qualität (übernatürl. Kraft), durch die
bei Naturvölkern jene machthaltigen Dinge oder Personen ›tabu‹ werden
(Mana).- Im AT ist M. eine Eigenschaft, die nur Gott zukommt.- Die M. im
polit. und sozialen Sinn ist in christlich-theol. Wertung nie autonome
M., sondern immer von Gott als ›Amt‹ (Luther: ›Stand‹) verliehen und deshalb
ihm verantwortlich.
aus: Meyers Lexikon
-
Majorität à Mehrheit
-
Management à Unternehmensleistung
-
Mandat à Auftrag. Im politischen
Sprachgebrauch der Auftrag de Wähler an die Abgeordneten
-
Marktwirtschaft à Wirtschaftsordnung,
in der jeder einzelne unabhängig wirtschaftliche Entscheidungen trifft
-
Massenexekutionen à Massenhinrichtung
-
Massenkommunikation à Öffentliche
Verbreitung von Informationen
-
Mehrwertsteuer à Form der Steuer,
die auf ihrem Weg zum Endverbraucher immer mehr angehoben wird
-
Menschenrechte à Bezeichnung
für Rechte, die nach heutiger allgemeiner Überzeugung alle Menschen
besitzen
-
Menschenrechtsinitiativen à
Gruppen, die sich für die Verwirklichung von Menschenrechten
einsetzen (z.B. Amnesty International)
-
Militäradministration à
Militärregierung
-
Minister à Mitglied einer (Bundes-,
Landes-, Staats-) Regierung und Leiter eines Ministeriums, mit Ausnahme
der Minister ohne Geschäftsbereich (ohne Portefeuille) und der Minister
für bes. Aufgaben (SonderMin.) mit (begrenztem) ministeriellem Sachauftrag.
In Staaten mit Präsidialsystem (z.B. den USA) sind die - oft als Staatssekretäre
bezeichneten - Minister nur Gehilfen des Präs., dem allein sie verantwortlich
sind. In Staaten mit parlamentar. Regierungssystem genießen die Minister.
in ihrer Amtsführung i.d.R. ein größeres Maß an Unabhängigkeit
vom Regierungschef, sind jedoch andererseits dem Parlament verantwortlich
(Ministerverantwortlichkeit). In der BR Deutschland sind die M. nicht unmittelbar
gegenüber dem Bundestag verantwortlich, sondern gegenüber dem
Bundeskanzler, da nur diesem der Bundestag das Misstrauen aussprechen kann.
Im Allg. werden die Minister vom Staatsoberhaupt auf Vorschlag des Regierungschefs
ernannt und entlassen, wobei die Ernennung z.T. der Bestätigung durch
das Parlament bedarf. Die Minister sind keine Beamten, sondern stehen in
einem bes. öffentl.-rechtl. Amtsverhältnis. - In der Schweiz
führen die Mitglieder der Regierung des Bundes den Titel Bundesrat.
aus: Meyers Lexikon
-
Minorität à Minderheit
-
Mobilität à Beweglichkeit
-
Monarchie, absolute à griech.
Alleinherrschaft, das Oberhaupt der Staatsform ist der König
-
Monopol à Marktform, bei der
auf der Seite des Angebots oder der Nachfrage jeweils nur ein Käufer
oder Verkäufer vorhanden ist
-
Monopolanspruch à Anspruch
auf ein Momopol
-
Mythos (griech. Rede, Erzählung, bildhafte, religiöse Welterklärung)
à nicht beweisbar, aber mit Wahrheitsanspruch
auftretende Aussage
N
-
Nationalismus à Einstellung
(Ideologie), die den besonderen Charakter und den Wert des eigenen Volkes
stark betont, oft mit Sendungsbewußtsein und Geringschätzung
anderer Völker verbunden
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Nationalsozialismus (1933 - 1945)à
Nationalsozialismus, nach dem 1. Weltkrieg in Deutschland aufgekommene
völkisch-antisemitisch-national-revolutionäre Bewegung, die sich
1920 als Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) organisierte
und unter Führung von A. Hitler in Deutschland eine Diktatur errichtete
(1933-45).
aus: Meyers Lexikon
-
Nationalversammlung à Versammlung
von Abgeordneten, die eine ganze Nation (Bevölkerung eines Landes)
repräsentieren
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Nazis à Umgangssprachliche
Bezeichnung für Anhänger oder Parteimitglieder der NSDAP im Dritten
Reich
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Neonazismus à Bezeichnung für
alle politischen Bestrebungen, in denen in der Gegenwart Vorstellungen
des Nationalsozialismus wieder aufleben
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Neofaschismus à Sammelbegriff
für politische Bewegungen und Gruppen, die faschistisches und nazistisches
Gedankengut nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches (1945) teilweise
mit Gewalt wieder im politischen Leben verankern und durchsetzen wollen
(Faschismus)
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Nettolohn à Arbeitsentgelt
nach Abzug von Steuern und Beiträgen zur Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Normen à In jeder Gesellschaft
gibt es grundlegende Wertvorstellungen, die von ihren Mitgliedern mehr
oder weniger anerkannt werden (z.B. Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität,
Frieden). Aus diesen Werten lassen sich Normen, d.h. bestimmte Vorschriften
ableiten, an denen sich das Verhalten unmittelbar orientieren soll (z.
B. ergibt sich aus der Wertvorstellung Gerechtigkeit für Lehrer die
Norm, Schülerarbeiten gerecht zu bewerten).
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
NSDAP à Nationalsozialistische
Deutsche Arbeiterpartei. Die NSDAP unter der Führung von Adolf Hitler
war von 1933-1945 die einzige zugelassene Partei. Alle anderen Parteien
waren verboten.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
NSKK à Nationalsozialistisches
Kraftfahrer-Korps
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
O
-
Oberhaus à England à
Mitglieder des hohen Adels, Bischöfe
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
öffendlicher Dienst à
Zusammenfassende Bezeichnung für alle im Dienst des Staates (Gemeinde,
Land, Bund) tätigen Arbeitnehmer (z. B. städtische Arbeiter und
Angestellte, Lehrer als Landesbeamte)
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
ökonomisch à Wirtschaftlich;
die Wirtschaft bzw. die Wirtschaftswissenschaft betreffend
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
ökonomisches Prinzip à
Es liegt darin begründet, daß man mit begrenzten Mitteln ein
optimales Ergebnis erzielen (Maximalprinzip) oder ein bestimmtes Ergebnis
mit dem geringsten Mitteleinsatz erzielen (Minimalprinzip) will.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Okkupation à Gewaltsame (militärische)
Besetzung eines Gebietes durch eine fremde Macht
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Opposition à Allgemein: Gegensatz,
Widerspruch. In einem Parlament bilden die Parteien, die nicht an der Regierung
beteiligt sind, die Opposition. Oppositionell bedeutet gegensetzlich. Z.Zt
im Deutschen Bundestag in der Opposition: CDU,
FDP
und PDS
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Ordnungsamt à Amt einer Stadt-
oder Kreisverwaltung, das die öffentliche Ordnung regelt und kontrolliert
(Bereiche z. B.: Umweltschutz, Feuerschutz, Impfwesen Lebensmittelüberwachung,
Wochenmarkt) (z.B. Ordnungsamt
Bochum)
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
P
-
paramilitärisch à Dem
Militär, der Armee ähnlich
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Parasiten à Schmarotzer; Tiere
oder Pflanzen, die sich von anderen Lebewesen ernähren; Menschen,
die auf Kosten anderer leben
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Parlament à Versammlung der
Repräsentanten
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Parole à Beim Militär:
kenn- oder Losungswort. Sonst kurz und einprägsam formulierter politischer
Leitspruch
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Patrioten à Personen, die ihr
Vaterland, ihre Heimat lieben
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Penetranz à (Lästige)
Eindringlichkeit, Schärfe
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Personenauswahl à
Mit der eigenen Stimme eine Person ins Parlament wählen = Erststimme
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Personensorgeberechtigte à
Personen, die berechtigt sind, Kinder zu pflegen, zu erziehen, zu beaufsichtigen
und ihren Aufenthalt zu bestimmen. Das Recht kann Dritten (Schule, Internat)
übertragen werden.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Pflegefamilie à Vom Jugendamt
für geeignet befundene Familie, in der nachdem Jugendwohlfahrtgesetz
Kinder und Jugendliche im Rahmen der Jugendführsorge erzogen werden
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Pillenknick à Populärer
Ausdruck, der den deutlichen Rückgang der Zahlen der Geburten nach
1964 (1,07 Mio.; 1970: 0,81 Mio.; 1978: 0,57) zurückführt, auf
das in dieser Zeit in der Bundesrepublik in den Handel eingeführte
Empfängnisverhütungsmittel (,,Anti-Baby-PiIle"). Nach wissenschaftlicher
Aufassung handelte es sich nur um einen Faktor, der verstärkenden
zu anderen Faktoren hinzutrat.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Pimpfe à 10-14 jährige
Mitglieder der Hitlerjugend (staatliche Jugendorganisation im Dritten Reich);
manchmal auch verächtlich für ,,kleiner Junge"
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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planwirtschaftlich à Wirtschaft,
die nicht durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage organisiert
wird, sondern durhc eine zentrale Planungsbehörde, wie z.B. in der
früheren DDR
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Ferdinand Schöningh
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pluralistisch à Auf die Vielfalt
der in einer Gesellschaft lebenden unterschiedlichen Gruppen und ihrer
unterschiedlichen Interessen und Wertvorstellungen bezogen
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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potentiell à Möglich,
möglicherweise
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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PR à Abkürzung für
Public Relations = (englisch) Verbindungen zur Öffentlichkeit. Bezeichnung
für ,,Öffentlichkeitsarbeit", d.h. für Maßnahmen,
die das Ziel haben, in der Offentlichkeit positive Einschätzungen
gegenüber einem Unternehmen, einer Personengruppe oder einem Politiker
zu bewirken
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Präsenz à Anwesenheit
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Prestige à Gesellschaftliches
Ansehen, das sich an Werten wie z.B. Macht, Einkommen, Bildungsstand orientiert
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Pranger à Pfahl, an dem im
Mittelalter Rechtsbrecher der Öffentlichkeit zur Schau gestellt wurden
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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privates Recht à Im Unterschied
zum öffentlichen Recht, das die Rechtsbeziehungen der Bürger
zum Staat beschreibt, bezieht sich das Privatrecht auf die Rechtsbeziehungen
der Bürger untereinander (Zivilrecht).
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Privilegierung à Ausstattung
mit Vorrechten und Vorteilen gegenüber anderen
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Produktionsmittel à Bezeichnung
für Grund und Boden, Fabriken, Maschinen und Werkzeuge, die zur Herstellung
von Gütern benötigt werden
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Produktivität à Verhältnis
von Produktionsergebnis (produzierte Menge in Stück) zu den eingesetzten
Produktionsfaktoren (z. B. zur Zahl der Arbeitsstunden : Arbeitsproduktivität)
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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professionell à Berufsmäßig
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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promoten à s. Promotion
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Promotion à eng. Verkaufsförderung
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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promoviert à einen Doktortitel
tragend
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Propaganda à Gezielte und planvolle
Werbung für politische Ansichten, häufig im abfälligen Sinn
gebraucht
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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prozentuale Veränderung à
Veränderung einer Größe innerhalb eines bestimmten Zeitraumes,
ausgedrückt in Prozenten. Dabei muß unterschieden werden zwischen
der Veränderung in Prozenten und in Prozentpunkten. Vermehrt z.B.
eine Partei ihren Stimmanteil bei Wahlen von 8% auf 10%, bedeutet das eine
Steigerung von 2 Prozentpunkten, aber von 25%.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Pseudo-Ereignis à Ereignis,
das gar nicht stattgefunden hat.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Pubertät à Entwicklungsphase
zwischen Kindheit und Erwachsenenalter; sie beginnt mit dem Eintritt der
Geschlechtsreife und ist durch zahlreiche, oft konfliktreiche Klärungen
gekennzeichnet: Verhältnis zum anderen Geschlecht, Berufsorientierung,
Entwicklung politischer Ansichten, Ablösung vom Elternhaus.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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pubertierend à Sich in der
Pubertät befindend
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Publizistik à Bezeichnung für
den gesamten Bereich der öffentlichen Massenkommunikationsmittel (Presse,
Rundfunk, Fernsehen, Film) sowie für die in diesem Bereich tätigen
und die darin verbreiteten Aussagen. Die Publizistik ist Gegenstand der
Publizistikwissenschaft.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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publizistisch à Publizistik.
,,Publizistische Grundsätze" sind 1973 vom Deutschen Presserat aufgestellt
worden. Sie verpflichten alle Journalisten zur ,,Achtung vor der Wahrheit",
zur sorgfältigen Erkundung, zum Verzicht auf ,,unlautere Methoden"
bei der Beschaffung von Nachrichten, zur Achtung vor der Privatsphäre
des Menschen usw.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Pulizerpreis à berühmtester
amerikanischer Literaturpreis
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
Q
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Qualifikation, Qualifizierung à
Unter Qualifizierung versteht man den Erwerb allgemeiner und vor allem
beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten (Qualifikationen).
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Qualifikationsniveau à Der
durchschnittliche Ausbildungsstand (gemessen an Berufsausbildungsabschlüssen)
der Erwerbstätigen bzw. einer Gruppe von Erwerbstätigen
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
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Quotenerhebung à Ein bei Meinungsumfragen
häufig angewandtes Verfahren, bei dem darauf geachtet wird, daß
bei den Befragten dieselben Quoten (= Anteile) z. B. der beiden Geschlechter,
von Altersgruppen, Berufen usw. vorhanden sind wie in der Gesamtbevölkerung.
Dadurch soll erreicht werden, daß die Ergebnisse der Befragung auf
die Gesamtbevölkerung übertragen werden können.
aus: Politik 2, Ein Arbeitsbuch für den Politikunterricht, Verlag
Ferdinand Schöningh
-
Quotenregelung à Regel zur
Vergabe von Gütern oder Ämtern nach einem bestimmten Verteilungsschlüssel.
Ein Beispiel ist die Quotierung des Zugangs zu Partei- oder Verbandsfunktionen
nach der Maßgabe eines erstrebten Ausgleichs zwischen der Anzahl
männlicher und weiblicher Funktionäre ("Frauenquote").
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R
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Radikalismus à (von lateinisch
radix: Wurzel), eine sich auf als unhintergehbar wahr behauptete Grundprinzipien
berufende, zu keinen Kompromissen bereite Grundhaltung. Radikale politisch-soziale
Bewegungen wollen die Gesellschaft "vn der Wurzel her" grundlegend verändern
und sind hierbei zu keinerlei Zugeständnissen gegenüber andersdenkenden
bereit. Argumente, die nicht in das eigene abgeschlossene Gedankengebäude
passen, werden von vornherein ausgeschlossen. Eine Zunahme raikaler Politik-
und Gesellschaftsentwürfe war insbesondere seit der Aufklärung
und der Französischen Revolution zu verzeichnen (François Noël
Babauf, Maximilien de Robespierre). Im 19. Jahrhundert entstanden zahlreiche
radikalrepublikanische, radikaldemokratische und sozialrevolutionäre
Bewegungen, die zu einer völligen Neuordnung der Gesellschaft und
der politischen Ordnung kommen wollten und auch bereit waren, ihre Ziele
mit Gewalt durchzusetzen. Nachdem zunächst vor allem linksradikale
Bewegungen in Erscheinung traten, formierten sich im weiteren Verlauf zunehmend
auch rechtsradikale, nationalistische Bewegungen in Deutschland etwa der
Alldeutsche Verband. Zu den linksradikalen Bewegungen werden im Allgemeinen
jene gerechnet, die kompromisslos auf marxistische, kommunistische oder
anarchistische Programme eingeschworen sind. Für die rechtsradikalen
Bewegungen des 20. Jahrhunderts standen der Faschismus und der Nationalsozialismus
Pate.
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-
Revolution à Aufstand des Volkes
gegen die Regierung
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Rechtsstaat à ein Staat, dessen
Staatstätigkeit auf die Verwirklichung von Recht ausgerichtet sowie
durch die Rechtsordnung begrenzt ist und in dem die Rechtsstellung des
Einzelnen durch garantierte Rechte (z. B. Grundrechte) gesichert ist. Formell
bedeutet R. die Bindung der Staatsgewalt an Recht und Gesetz sowie die
Überprüfbarkeit staatl. Maßnahmen durch unabhängige
Gerichte. Materiell bedeutet R. die Verpflichtung der Staatsgewalt auf
die Rechtsidee der Gerechtigkeit, was als Prinzip im sozialen R. (Sozialstaat)
seine bes. Ausprägung findet. - Die wichtigsten Rechtsstaatsprinzipien
sind: 1. die Gewaltentrennung; 2. der Vorrang der Verfassung, über
deren Einhaltung die Verfassungsgerichtsbarkeit gegenüber Verwaltung
und Gesetzgebung wacht; 3. der Vorrang und Vorbehalt des Gesetzes; 4. die
Rechtssicherheit, damit staatl. Handeln für den Einzelnen berechenbar
wird; 5. der gerichtl. Rechtsschutz.
aus: Meyers Lexikon
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Realpolitik à in unterschiedlichen
Kontexten für eine als wirklichkeitsgerecht verstandene Politik gebrauchter
Begriff. So verstand sich die als Realpolitik bezeichnete Politik Otto
von Bismarcks als eine Politik des Mittelweges zwischen einer rein auf
die eigenen Ziele gerichteten Machtpolitik und der bloßen Hinnahme
der bestehenden Verhältnisse. In der Theorie der internationalen Politik
bezeichnet der Begriff u. a. die Ausrichtung der Außenpolitik am
Nationalinteresse unter jeweiliger Berücksichtigung der insgesamten,
internationalen Interessenkonstellation. Schließlich wird der Begriff
heute auch gebraucht für eine sich der im bestehenden politischen
System vorhandenen und nicht vorhandenen Möglichkeiten bewusste Strategie
der Reformpolitik.
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-
Reformpolitik à Bezeichnung
für eine Politik, die auf die grundsätzliche Veränderung
einer bestehenden gesellschaftlichen Praxis gerichtet ist. Ziel ist die
Verwirklichung eines nach eigenem Verständnis im Vergleich zur Gegenwart
für grundlegend besser erachteten Zukunftskonzepts.
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Regierung (von lateinisch regere: lenken, leiten, beherrschen) àdie
Staatsorgane (Personen und Institutionen), die innerhalb eines politischen
Gemeinwesens die leitende und lenkende Funktion ausüben; im weiteren
Sinn bezeichnet der Begriff auch die Lenkungs- und Leitungsfunktion der
Exekutive und der Legislative an sich. Im modernen Verfassungsstaat steht
die Regierung an der Spitze der Exekutive und setzt sich in der Regel aus
dem Regierungschef (dem Premierminister bzw. Ministerpräsidenten;
in den Bundesrepubliken Deutschland und Österreich dem Bundeskanzler)
und den Ministern zusammen. Aufgabe der Regierung ist der Entwurf der Leitlinien
für die Innen- und Außenpolitik, die dann von der Verwaltung,
an deren Spitze die Ministerien stehen, in die Praxis umgesetzt wird. Im
demokratisch-parlamentarischen Verfassungsstaat geht die Regierung in der
Regel mittel- oder unmittelbar aus allgemeinen Wahlen hervor und ist für
ihre Tätigkeit dem Parlament verantwortlich.
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Regierungsbezirk à höhere
Verwaltungsebene in den größeren Bundesländern der Bundesrepublik
Deutschland. Der Regierungsbezirk rangiert in der staatlichen Verwaltungshierarchie
zwischen der Länder- und der Kreis- bzw. Gemeindeverwaltung. An seiner
Spitze steht der Regierungspräsident. Die Bezirksverwaltungen sind
weder selbständig, noch verfügen sie über einen eigenen
Etat. Sie unterliegen den landesministeriellen Weisungen und führen
die Kommunalaufsicht über die kreisfreien Städte und Kreise ihres
Zuständigkeitsbereiches. Die Bezirksverwaltung beteiligt sich maßgeblich
an der Regionalplanung und erledigt allgemeine Verwaltungsaufgaben. Diese
umfassen u. a. das Verkehrs-, das Polizei-, das Schul- und Gesundheitswesen
sowie die regionale Wirtschaftsverwaltung. In Bayern gibt es in den dort
so genannten Bezirken einen direkt gewählten Bezirkstag und auch einen
eigenen Haushalt der Bezirksverwaltung.
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Regierungsform à die in ihrem
konkreten institutionellen Zuschnitt jeweils in der Verfassung normierte
Form eines Regierungssystems, d. h. des Aufbaus und des Zusammenspiels
der einzelnen Verfassungsorgane (Parlament, Regierung, Verfassungsgericht,
Staatsoberhaupt). Mit dem konkreten Zuschnitt des Regierungssystems verbunden
sind die der jeweiligen Herrschaftsordnung etwa Diktatur oder Demokratie
entsprechenden politischen Prozess- und Entscheidungsstrukturen. Der Begriff
Regierungsform findet überdies Verwendung als Synonym für jenen
der Staatsform.
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Repräsentantenhaus à Repräsentantenhaus
(engl. House of Representatives), dem britischen Unterhaus entsprechende
Abg.-Kammern, z.B. in Australien, Neuseeland und v.a. in den USA, wo das
R. mit dem Senat den Kongress bildet.
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Repräsentative (mittelbare) Demokratie à
Form der Demokratie, bei der die Macht nicht vom Volk direkt, sondern durch
Repräsentanten des Volkes ausgeübt wird
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Repräsentant à vom Volk
gewählte Person, die dessen Meinung verteten und die Macht ausüben
soll
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Republik (von lateinisch res publica: die öffentliche Sache)à
zurückgehend auf Machiavelli in der Staatsformenlehre ein Staat, in
dem die Herrschaft nicht bei einem einzelnen, sondern (in der aristokratischen
Republik) bei einer privilegierten Minderheit oder (in der demokratischen
Republik) beim Volke liegt. Der Begriff "Freistaat" war in Deutschland
lange Zeit als Synonym für Republik gebräuchlich. Die Bundesländer
Bayern und Sachsen bezeichnen sich noch heute als Freistaat.
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-
Revolution à im weitesten Sinn
die grundlegende Umwälzung einer bestehenden Ordnung oder einer bislang
gültigen Glaubens- oder Wissenschaftsdoktrin. Im engeren Sinne steht
der Begriff Revolution für den Bruch mit einer überkommenen politisch-sozialen
Ordnung, insbesondere für die gewaltsame Umwälzung der staatlichen
Machtstruktur. Eine politisch-soziale Revolution zeichnet sich in der Regel
durch vier Merkmale aus: 1. Findet sie unter Beteiligung breiter Bevölkerungsschichten
und unter Ausbruch offener Gewalt in einem konzentrierten Zeitrahmen statt;
2. bewirkt eine Revolution eine tiefgreifende Umwälzung des sozialen
Systems mit Schwerpunkt auf der politischen Ordnung; 3. erschöpft
sich eine Revolution nicht allein im Austausch der Führungsgruppe
an der Staatsspitze wie etwa beim Staatsstreich, sondern eröffnet
anderen Schichten als den bisherigen Eliten den Zugang zur Macht; 4. folgt
dem revolutionären politischen Umbruch eine Neuorientierung hinsichtlich
der politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung.
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Richtlinien à im staatsrechtlichen
Sinn die Bezeichnung für Leitlinien der Gesetzgebung und Politik,
die durch eine Verfassung oder mit besonderen Kompetenzen ausgestattete
Amtsträger vorgegeben werden.
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Rote-Armee-Fraktion (Abkürzung RAF) à
Eigenbezeichnung einer 1968 entstandenen linksextremistischen und gegen
die Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland gerichteten terroristischen
Gruppierung, die aus der nach ihren Mitgliedern Andreas Baader und Ulrike
Meinhof benannten Baader-Meinhof-Gruppe hervorging. Die RAF verstand sich
als Teil des internationalen Terrorismus, ihre Mitglieder wurden im Nahen
Osten militärisch ausgebildet und unterhielten Beziehungen zu terroristischen
Gruppen im Ausland wie der Action Directe in Frankreich, der IRA in Irland
oder den Roten Brigaden in Italien. Seit den achtziger Jahren erhielten
RAF-Mitglieder Ausbildung und Unterschlupf auch in der DDR. Ihr Vorbild
waren die Tupamaros im Uruguay der sechziger Jahre. Im Umfeld der RAF agierten
eine Reihe nicht aktiver Sympathisanten.
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S
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Sanktion à vom lateinischen
Verb sancire (sinngemäß: heiligen, bekräftigen, festsetzen,
verordnen) abgeleitete Bezeichnung für die Bestätigung einer
rechtlichen Norm sowie für die gesetzlich festgelegte Maßnahme
bei Übertretung dieser Norm. Im Sinne des Völkerrechts bezeichnet
man eine Zwangs- oder Strafmaßnahme eines Staates (bzw. einer Staatengruppe)
gegen einen anderen Staat ebenfalls als Sanktion.
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Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED)à
1946 aus der Vereinigung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD)
und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) entstandene politische
Partei, die bis 1989 die entscheidnden Machtpositionen in Staat und Gesellschaft
der DDR innehatte. Die Ziele der zentralistisc gegliederten SED, die sich
als "Partei der Arbeiterklasse" verstand, basierten auf der Ideologie des
Marxismus-Leninismus.
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Selbstbestimmungsrecht à
im Verfassungsrecht Deutschlands Bezeichnung für das Recht des Einzelnen
auf freie und eigenverantwortliche Gestaltung der eigenen Angelegenheiten
(Artikel 2 Grundgesetz). Im völkerrechtlichen Sinne beinhaltet das
Selbstbestimmungsrecht als Grundrecht der Staaten, dass alle Völker
und Nationen ihren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen
Status frei bestimmen können. Der Begriff wurde u. a. auch von der
sozialistischen Arbeiterbewegung aufgegriffen und fand Eingang in Wladimir
Lenins Werk "Über das Recht der Nationen auf Selbstbestimmung". In
der Satzung der UNO (Artikel 1 und 55) wurde der "Grundsatz der Gleichberechtigung
und Selbstbestimmung der Völker" festgeschrieben und anschließend
in der Schlussakte von Helsinki (1975) auf der Konferenz über Sicherheit
und Zusammenarbeit in Europa (siehe KSZE) nochmals bekräftigt.
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Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (Weltsicherheitsrat) à
eines der sechs Hauptorgane der Vereinten Nationen (UN). Der Sicherheitsrat
ist das einzige UN-Organ, das nach Kapitel VII der UN-Charta in erwiesenen
Fällen von Aggression oder Friedensbruch Zwangsaktionen, von wirtschaftlichen
Sanktionen bis zu militärischen Maßnahmen, anordnen kann. Der
Sicherheitsrat besteht aus 15 Mitgliedern, von denen fünf einen ständigen
Sitz innehaben: die Vereinigten Staaten, Russland, Großbritannien,
Frankreich und China (vertreten durch Nationalchina oder Taiwan bis zum
23. November 1971, seitdem durch die Volksrepublik China). Die übrigen
Mitglieder werden von der Generalversammlung für die Dauer von zwei
Jahren gewählt, die auch unterbrochen werden können. Diese Sitze
wechseln nach geographischen Gesichtspunkten; fünf Mitglieder werden
aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten gewählt, zwei aus westlichen
Ländern, zwei aus Lateinamerika und eins aus Osteuropa. Den Vorsitz
des Rates hat jedes Mitglied jeweils einen Kalendermonat inne, und zwar
in der Reihenfolge der Länder nach dem englischen Alphabet.
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Souveränität à
die allumfassende und nicht abgeleitete Hoheitsgewalt des modernen Staates
nach innen und nach außen, die lediglich vom Völkerrecht und
von den Grundrechten begrenzt werden kann. Souveränität nach
außen bedeutet die Unabhängigkeit eines Staates von anderen
sowie die rechtliche Gleichstellung aller souveräner Staaten. Souveränität
nach innen meint das Recht zur freien und unabhängigen Gestaltung
der Staats- und Gesellschaftsordnung, der Verfassung und des Rechtssystems.
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Sozialdemokratie à
politisch-soziale Bewegung. Der Begriff entstand 1843 in Frankreich und
wurde 1849 ins Deutsche übernommen. Er bezeichnet eine politische
Richtung, die die Ideen und Ziele des Sozialismus mit der Regierungsform
der Demokratie zu verbinden sucht.
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Soziale Sicherheit à
Bezeichnung für die Gesamtheit der sozialen Einrichtungen und deren
Leistungen, auf die jedes Mitglied der Gesellschaft in persönlichen
und wirtschaftlichen Notsituationen einen verbrieften Anspruch hat. Das
häufig als "soziales Netz" bezeichnete Sicherungssystem wird vorwiegend
von den Sozialversicherungen und der Sozialhilfe getragen, umfasst aber
eine Vielzahl weiterer staatlicher und gesellschaftlicher Leistungen und
Einrichtungen.
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Sozialismus à
im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen der sozialen Frage entstandene politische,
zunächst vor allem von der Arbeiterbewegung getragene Bewegung, deren
wesentliche Ziele Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit, soziale
Sicherheit und die Überwindung des Kapitalismus waren. Die Entstehung
des Sozialismus war eine Reaktion auf die negativen Auswüchse des
Kapitalismus im Zuge der industriellen Revolution, insbesondere auf die
Verelendung der Arbeiterschaft in den großen Städten. Das Spektrum
sozialistischen Veränderungswillens reicht heute von Konzepten zur
Reform der kapitalistischen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung bis zur
Revolution mit dem Ziel einer grundlegenden Umverteilung bzw. Verstaatlichung
des Eigentums, der Abschaffung von Zins und Grundrente sowie einer Beschränkung
des Erbrechts.
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Sozialpolitik à
zusammenfassende Bezeichnung für sämtliche institutionalisierten
Formen eines auf die soziale
Sicherheit und soziale Gerechtigkeit gerichteten politischen Handelns.
Akteure der Sozialpolitik sind neben dem Staat auch Verbände, Gewerkschaften
sowie zahlreiche kleinere private Institutionen der sozialen Selbsthilfe
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Staat (von italienisch stato, lateinisch status: Zustand, Verfassung)
à
zuerst von Niccolò Machiavelli zur Bezeichnung des Zustands der
Herrschaftsorganisation einer Stadt oder einer Landschaft gebraucht, bedeutet
der Begriff in der heutigen politikwissenschaftlichen Terminologie das
institutionell verfasste politische Gemeinwesen, das innerhalb der Grenzen
seines Territoriums über die oberste Regelungsgewalt verfügt.
Man hat den Staat in der so genannten Drei-Elemente-Lehre als die Dreiheit
von Staatsgebiet, Staatsvolk und Staatsgewalt definiert. Das entscheidende
Merkmal des modernen Staates ist seine Souveränität, seine Grundlage
bildet das Recht.
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Staatsgewalt à im allgemeinen
Sinne die dem Staat durch eigenes Recht gegebene Zwangsgewalt über
seine Bürger. Konkret gliedert sich die Staatsgewalt in die Exekutive,
die Legislative und die Judikative (siehe Gewaltenteilung). Die Trennung
bzw. Verzahnung und gegenseitige Kontrolle dieser drei Gewalten ist eines
der wesentlichen Merkmale unterschiedlicher politischer Systeme und Staatsformen.
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Staatsoberhaupt à oberster
Repräsentant eines Staates.
aus: Microsoft Encarta 98 (evt. leicht verändert bzw. vereinfacht)
T
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Terrorismus à Sammelbezeichnung
für die strategisch planmäßige, politisch (wenn auch im
Detail sehr unterschiedlich) motivierte Gewaltkriminalität durch radikale
Gruppen, mit dem Ziel der Destabilisierung des politischen Systems durch
die Verbreitung von Angst und Schrecken. Terroristische Aktionen sind z.
B. Sprengstoffanschläge auf bedeutende und symbolhaft für die
herrschende politische und gesellschaftliche Ordnung stehende öffentliche
Gebäude oder die Entführung von zumeist prominenten Funktionsträgern.
Internationales Aufsehen wird insbesondere durch Flugzeugentführungen
erzeugt, mit denen zumeist inhaftierte Gesinnungs- und Kampfgenossen freigepresst
werden sollen.
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Totalitarismus à autoritäre
Regierungsform, in der alle gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen,
intellektuellen, kulturellen und geistigen Aktivitäten den Zwecken
der Herrschenden und der herrschenden Ideologie eines Staates untergeordnet
sind. Einige wichtige Merkmale unterscheiden den Totalitarismus, eine dem
20. Jahrhundert eigentümliche Form der Autokratie, von älteren
autokratischen Herrschaftsformen wie Despotismus, Absolutismus und Tyrannei.
In den älteren Formen der Autokratie konnten die Menschen in vergleichsweiser
Unabhängigkeit leben und arbeiten, solange sie sich von der Politik
fern hielten. Im modernen Totalitarismus wird der Mensch dagegen völlig
den Wünschen und Launen einer politischen Partei oder ihrer Führer
unterworfen. In den älteren Autokratien regierte ein Monarch oder
ein anders titulierter Aristokrat, der gemäß eines Prinzips
wie dem des göttlichen Rechtes der Könige regierte, wohingegen
der moderne totalitäre Staat von einer politischen Partei regiert
wird, deren Ideologie umfassende Autorität beansprucht und keinen
konkurrierenden Anspruch auf Loyalität oder Gewissen zulässt.
aus: Microsoft Encarta 98 (evt. leicht verändert bzw. vereinfacht)
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Trotzkismus à politische Doktrin
und Bewegung, die auf dem Gedankengut von Lew Trotzkij beruht, der ein
führender Protagonist der Russischen Revolution und des folgenden
Bürgerkrieges in Russland war. Nach dem Tod von Wladimir Ijitsch
Lenin fiel er bei Jossif Stalin in Ungnade, wurde 1929 aus der Union der
Sozialistischen Sowjetrepubliken verbannt, gründete 1938 die Vierte
Internationale und wurde 1940 in Mexiko ermordet.
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U
-
Unterhaus à England à
Mitglieder des niedrigen Adels und Bürger der Städte
-
Untersuchungsausschuss à
Parlamentsausschuss zur Aufklärung von Missständen. Der Untersuchungsausschuss
dient im Wesentlichen dem parlamentarischen Kontrollrecht gegenüber
der Regierung. Er ist von daher nicht zuletzt ein Mittel der Opposition.
Den vom Deutschen Bundestag auf Antrag eines Viertels seiner Mitglieder
einzurichtenden Untersuchungsausschüssen obliegt ebenso wie den Untersuchungsausschüssen
der Länderparlamente das Recht zur Beweisaufnahme gemäß
der Strafprozessordnung (siehe Strafprozess). Die Sitzungen sind öffentlich,
sofern der Ausschuss nicht mit einfacher Mehrheit das Gegenteil beschließt.
Polizei und Gerichte sind gegenüber Untersuchungsausschüssen
zur Amtshilfe verpflichtet. Strafrechtliche oder disziplinarische Entscheidungen
kann der Ausschuss jedoch nicht fällen, auch sind seine Erkenntnisse
für die Gerichte nicht bindend.
aus: Microsoft Encarta 98 (evt. leicht verändert bzw. vereinfacht)
V
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Vereinte Nationen (Abkürzung UN für englisch United Nations
oder UNO für United Nations Organization) à
internationale Staatenorganisation zur Sicherung des Weltfriedens und Förderung
der internationalen Sicherheit und Zusammenarbeit (Charta der Vereinten
Nationen, Art. 1 Ziff. 1). Es ist zudem eine ihrer vornehmlichsten Aufgaben,
"den Respekt vor den Menschenrechten und den grundlegenden Freiheitsrechten
zu fördern". Die Mitgliedsstaaten sind dazu verpflichtet (Art. 2 Ziff.
3), internationale Streitfragen mit friedlichen Mitteln zu lösen und
sich der Androhung oder Anwendung von Gewalt zu enthalten. Über die
Einhaltung dieser Verpflichtung wacht als politische Instanz der Sicherheitsrat,
als richterliche Instanz der Internationale Gerichtshof. Hauptsitz der
UN ist New York, daneben werden Sitze in Genf, Wien und Nairobi unterhalten.
Finanziell werden die UN durch die Beiträge der Mitgliedsstaaten getragen.
In den letzten Jahren hat sich jedoch die Zahlungsmoral der Mitglieder
zunehmend verschlechtert. Zu den Staaten, die ihren Zahlungsverpflichtungen
gegenüber den UN unzureichend nachkommen, gehört neben Russland,
den USA und Japan auch Deutschland.
aus: Microsoft Encarta 98
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Verfassung (Politik) à rechtliche
Grundordnung und oberstes Wertgefüge eines Staates. Die Verfassung
hat Vorrang vor allen anderen Gesetzen. Sie ist der prägnanteste Ausdruck
der jeweiligen politischen Tradition. Soziologisch steht sie für die
gewachsenen, faktischen Machtverhältnisse im Staat; nach der Theorie
der Verfassungslehre ist sie der Inbegriff des Wertgefüges, das zu
verwirklichen und zu schützen der Staatsbürger ebenso aufgerufen
ist
wie der Staat verpflichtet. Aus dem Dienst für die in der Verfassung
niedergelegten Leitbilder bezieht der Staat einen wesentlichen Teil seiner
Legitimation. Für die Änderung von Verfassungsartikeln müssen
ungleich höhere Hürden überwunden werden, als dies für
die Abänderung einfacher Gesetze nötig ist. In Deutschland müssen
sowohl im Bundestag als auch im Bundesrat zwei Drittel aller Mitglieder
einer Verfassungsänderung zustimmen. In manchen Staaten, etwa der
Schweiz, sind Verfassungsänderungen nur über einen Volksentscheid
möglich. In Deutschland gilt dies für die Verfassungen mancher
Bundesländer. Die Änderung einiger Artikel der deutschen Verfassung
ist gemäß Artikel 79 des Grundgesetzes überhaupt nicht
möglich. So ist die Aufhebung der föderalen Struktur der Bundesrepublik
von einer Verfassungsänderung ebenso ausgenommen wie die Staatszielbestimmungen
des Rechts- und Sozialstaats sowie das Demokratieprinzip.
aus: Microsoft Encarta 98
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Verfassungsschutz à die Gesamtheit
des auf den Erhalt der verfassungsmäßigen Ordnung gerichteten
staatlichen
Handelns sowie der zu diesem Zweck eingerichteten Institutionen. Nach
Artikel 73, Nr. 10 b des Grundgesetzes für die
Bundesrepublik Deutschland sowie Paragraph 1 des Bundesverfassungsschutzgesetzes
ist unter Verfassungsschutz konkret der Schutz der freiheitlich demokratischen
Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit der staatlichen Ordnung
im Bund und in den Ländern zu verstehen. Daraus ergibt sich für
das Bundesamt und die Landesämter für Verfassungsschutz u. a.
die Aufgabe, die verfassungsmäßigen Organe vor ungesetzlichen
Beeinträchtigungen ihrer Arbeit zu schützen und die Sicherheit
gefährdende Aktivitäten, d. h. insbesondere auch die gegen die
Bundesrepublik gerichtete Tätigkeit fremder Geheimdienste, zu unterbinden.
Ebenso wie der Militärische Abschirmdienst (MAD) und der Bundesnachrichtendienst
(BND) sind die Verfassungsschutzbehörden nach den Bestimmungen des
so genannten Abhörgesetzes befugt, den Brief-, Post- und Fernmeldeverkehr
zu überwachen.
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Verfassungsstaat à siehe Rechtsstaat
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Verhältniswahlsystem à
ein in Mehrparteiendemokratien praktiziertes Wahlsystem, bei dem alle politischen
Parteien,
die sich um die Macht bewerben, eine dem Anteil der bei den Wahlen
erhaltenen Wählerstimmen proportional entsprechende Anzahl der
Sitze im Parlament erhalten; den Gegensatz hierzu bildet das Mehrheitswahlrecht.
Oft ist allerdings das Erreichen eines Mindestanteils an den insgesamt
abgegebenen Stimmen (Sperrklausel) notwendig. Ziel ist es, den Wählerwillen
in der Zusammensetzung des Parlaments möglichst exakt widerzuspiegeln.
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Vertrauensfrage à an das Parlament
gerichteter Antrag eines Regierungschefs, ihm das Vertrauen auszusprechen.
In der Bundesrepublik Deutschland kann der Bundeskanzler die Vertrauensfrage
stellen, wenn er die Zustimmung der Parlamentsmehrheit zu seiner Politik
oder zu einer besonders bedeutenden Gesetzesvorlage überprüfen
oder einem Misstrauensvotum zuvorkommen will. Erreicht er die erforderliche
Stimmenmehrheit nicht, tritt der Bundeskanzler zurück und kann dem
Bundespräsidenten die Auflösung des Parlaments und Anordnung
von Neuwahlen vorschlagen.
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Veto à (von lateinisch veto:
ich verbiete), der einen Beschluss aufhebende oder aufschiebende Einspruch.
Ursprünglich handelt es sich dabei um das in der Römischen
Republik den Volkstribunen eigene Recht, durch ihren Widerspruch einen
Mehrheitsbeschluss außer Kraft zu setzen.
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Volk à Gesamtheit der Angehörigen
eines Staates oder eines gemeinsamen Kultur- oder Sprachraumes. Im demokratischen
Verfassungsstaat ist das Staatsvolk Träger der Staatsgewalt, die es
durch die Wahl der in der Verfassung vorgesehenen Repräsentativorgane
sowie durch Abstimmungen ausübt.
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Volksabstimmung à Plebiszit
oder auch Volksentscheid; Abstimmung der wahlberechtigten Bürger eines
Landes,
einer Region, oder einer Kommune über eine bestimmte Frage. Insofern
ist die Volksabstimmung ein Instrument der direkten (plebiszitären)
Demokratie, das oft in gewisser Weise im Gegensatz zur repräsentativen
Demokratieform gesehen wird, bei der gewählte Vertreter die politischen
Verhältnisse im Auftrag (und idealtypisch mit dem Vertrauen) des Bürgers
gestalten.
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Volksrepublik à offizielle
Bezeichnung einiger kommunistischer und sozialistischer Staaten. Die Bezeichnung
Volksrepublik charakterisiert den betreffenden Staat als eine Republik,
die vom Volk getragen wird, wobei im Sinn
kommunistischer Ideologie nicht das gesamte Volk, sondern vor allem
die breite Masse der so genannten Werktätigen gemeint ist.
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W
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Wahlen à Verfahren zur Berufung
(oder Abwahl) von Repräsentations-, Entscheidungs- und Herrschaftsorganen
wie z. B. Staatspräsidenten, Regierungschefs, Abgeordneten, Stadt-
und Gemeinderäten, Vereinsvorständen, Betriebsräten etc.
in Staaten, Bundesländern und Gemeinden, Körperschaften, Verbänden
und Organisationen. Wahlen erfolgen nach zuvor im Wahlrecht definierten
Verfahren durch einen ebenfalls im Wahlrecht festgelegten Personenkreis,
der durch seine Willensäußerung in der Wahl eine Entscheidung
herbeiführt und damit den Gewählten in seiner Funktion legitimiert.
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Wahlrecht à die Gesamtheit
der die öffentlichen Wahlen in einem politischen Gemeinwesen normierenden
Rechtsvorschriften. Hierzu gehören Verfahrensvorschriften zur Durchführung
der Wahlen ebenso wie die Bestimmungen über die Voraussetzungen für
das Recht des Einzelnen zu wählen (aktives Wahlrecht) und gewählt
zu werden (passives Wahlrecht). Das aktive Wahlrecht ist in der Regel an
Staatsangehörigkeit sowie an ein Mindestalter (in Deutschland 18 Jahre;
in Niedersachsen und Schleswig-Holstein bei Kommunalwahlen 16 Jahre) gebunden.
Der Wähler darf zudem nicht entmündigt oder sein Wahlrecht von
einem ordentlichen Gericht entzogen bekommen haben. Gleiches gilt für
das passive Wahlrecht, wobei hier für verschiedene politische Ämter
unterschiedliche Mindestalter gelten. Wahlen im demokratischen Verfassungsstaat
müssen grundsätzlich frei und geheim, allgemein, gleich und unmittelbar
sein. Dies heißt im Einzelnen, dass niemand, der die gesetzlichen
Voraussetzungen erfüllt, von einer Wahl ausgeschlossen sein darf,
der Wähler die Zusammensetzung des zu wählenden Organs direkt
bestimmt (nicht etwa nur Wahlmänner wählt) und dass jede Stimme
gleich viel zählt. Dieser Gleichheitsgrundsatz kann jedoch insoweit
eingeschränkt sein, dass für die Berücksichtigung bei der
Sitzverteilung im Parlament das Erreichen eines Mindestanteils an Stimmen
vorausgesetzt wird (Fünf-Prozent-Klausel im Deutschen Bundestag).
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Weimar Republik à ist die Ära
der Deutschen Geschichte von 1919 bis 1939. Sie ist nach dem ersten Tagungsort
der Nationalversammlung benannt. Sie gab dem Deutschen Reich nach dem 1.Weltkrieg
eine demokratische Verfassung.
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Weltgesundheitsorganisation (WHO, englisch World Health Organization)
à
eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN). Die Weltgesundheitsorganisation
wurde 1946 gegründet. Ihre Statuten traten am 7. April 1948 in Kraft
(deshalb ist der 7. April Weltgesundheitstag). Das Hauptziel der Weltgesundheitsorganisation,
das der erste Artikel der Statuten formuliert, besteht in der "Schaffung
eines Höchstmaßes an Gesundheit für alle Völker".
Dabei ist der Begriff der Gesundheit bewusst weit gefasst und schließt
geistige und soziale Aspekte ein. 1995 hatte die WHO 187 Mitgliedsstaaten.
Die Bundesrepublik Deutschland gehört ihr seit 1951, Österreich
und die Schweiz seit 1947 an.
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Wirtschafts- und Sozialrat (ECOSOC) à
eine der sechs Hauptorganisationen der Vereinten Nationen, die sich aus
den Repräsentanten von 54 Nationen zusammensetzt. Jedes Jahr wählt
die Vollversammlung der UNO 18 Mitglieder für drei Jahre. Die frühen
Aktivitäten der ECOSOC galten der Hilfe für vom Krieg zerstörte
Länder in Europa und Asien. Heute stehen die Probleme der Entwicklungsländer
im Zentrum seiner Bemühungen. Der Rat führt Studien zu wirtschaftlichen,
sozialen, humanitären, kulturellen, pädagogischen und anderen
damit in Verbindung stehenden Themen durch und koordiniert die Aktivitäten
der eigens in diesen Bereichen tätigen UN-Behörden. Der ECOSOC
arbeitet hauptsächlich über seine verschiedenen ständigen
Komitees, Fach- und Regionalausschüsse. Die mit einfacher Mehrheit
in den Ratsversammlungen, in denen jedes Mitglied eine Stimme hat, getroffenen
Entscheidungen, werden als Empfehlungen an die Vollversammlung weitergeleitet.
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Wiedervereinigung à die Wiederherstellung
der staatlichen Einheit eines durch Krieg geteilten Landes. Der Begriff
Wiedervereinigung wird vor allem in Zusammenhang mit Korea, Vietnam
und ganz besonders im Zusammenhang mit Deutschland verwendet.
Nach der Niederlage im 2. Weltkrieg wurde Deutschland in vier Besatzungszonen
unterteilt, aus denen u. a. auf Grund des sich zuspitzenden Ost-West-Konfliktes
die Bundesrepublik Deutschland (Besatzungsmächte Frankreich, Großbritannien,
USA) und die Deutsche Demokratische Republik (Besatzungsmacht UdSSR) hervorgingen.
Erst seit 1990 bilden die beiden Staaten wieder einen gemeinsamen Staat.
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Weltkrieg, Erster à
militärischer Konflikt von 1914 bis 1918, der sich aufgrund einer
Mischung aus gegenseitigen
Bündnisverpflichtungen, übersteigertem Nationalismus, machtpolitischen
und strategischen Erwägungen, wirtschaftlicher
Rivalität und militärischem Wettrüsten der fünf
europäischen Großmächte (Großbritannien, Frankreich,
Deutsches Reich, Österreich-Ungarn und Russland) von einer ursprünglich
lokal begrenzten Konfrontation zwischen dem Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn
und dem Königreich Serbien zunächst zu einem europäisch
und schließlich zu einem global geführten Krieg mit 32 beteiligten
Nationen ausweitete.
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Weltkrieg, Zweiter à
globale kriegerische Auseinandersetzung (1939-1945), die ein Schlüsselereignis
in der
Geschichte des 20. Jahrhunderts darstellt. Verursacher war das nationalsozialistische
Deutschland, das mit dem Überfall auf Polen die Kampfhandlungen am
1. September 1939 begann. Am Ende des Krieges stand die Teilung des deutschen
Staates und eine neue politische und wirtschaftliche Weltordnung mit zwei
Supermächten.
Der größte Land-, Luft- und Seekrieg der Geschichte hatte
katastrophale Folgen: Etwa 60 Millionen Menschen starben weltweit, davon
mindestens 20 bis 30 Millionen Zivilisten, die durch Luftangriffe, Deportation,
Massenvernichtungslager und Übergriffe der Streitkräfte umkamen.
Etwa sechs Millionen Juden wurden Opfer des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges.
Rund 20 Millionen Menschen mussten fliehen, wurden vertrieben oder als
Zwangsarbeiter verschleppt.
aus: Microsoft Encarta 98 (evt. leicht verändert bzw. vereinfacht)
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