Wir waren insgesamt 14 Erwachsene und 4 Kinder auf der Bannalp im Haus Heimelig. Die Bannalp ist in der Nähe von Luzern und dem Vierwaldstätter See. Die Anreise erfolgte mit einer Luftseilbahn, von der Bergstation waren es dann nur noch einige Minuten zu Fuß. Wir waren umgeben von wunderschönen Bergen mit Resten von Gletschern. Um uns herum grasten die Kühe – oder um es mit den Worten von Thomas Wallimann auszudrücken: Es gab jede Menge „gratis“ Kuhfladen. Die Kühe weideten mit den typischen Alpenglöckchen um den Hals. Irgendwie hat es uns an Heidi und Peter erinnert ... In der Hütte war unter dem Dach ein Matratzenlager vorhanden und uns wurde unten mit „Kaffee-Schnaps“ recht schnell gemütlich. Das Wetter war wechselhaft und leider gab es viele Wolken. Aber es hat kaum geregnet (außer, als sich eine Gruppe gerade auf einem Spaziergang befand ...).
Am Samstag sind wir dann gemütlich beisammen gesessen und erzählt, was wir momentan so machen und demnächst planen. Bill Cieslak hat von neuen Schwerpunkten der FST berichtet. Einer davon ist die Erforschung bzw. das zugänglich machen der Franziskanischen Theologie (basierend auf Bonaventura und Duns Scotus) für den Anglo-Amerikanischen Sprachraum. Also weg vom Thomismus und „back to the franciscan roots“. Ein anderer Schwerpunkt liegt im multikulturellen Bereich: Es wird versucht zu erforschen, wie die Studierenden aus den verschiedenen Kulturen lernen. Dazu hat die FST sich vorerst drei Jahre Zeit gegeben, wozu auch Fortbildungen für die Lehrenden zählen.
Am Sonntag haben wir eine FST-Liturgy in altbewährter Form draußen vor der Hütte gefeiert, was uns allen sehr gut getan hat. In der Dialogpredigt zum Evangelium des Tages, der Aussendung der 70 Jünger, ging es dann um die konkreten Arbeitserfahrung bzw. den konkreten Arbeitsfrust mit dem Arbeitgeber Kirche. Wir fühlen uns ausgesandt, von Gott berufen, aber warum wird es uns Laien (es waren mal wieder außer Bill nur Laien dort) nur so schwer gemacht, einen Dienst in der Kirche auszuüben? Neben leidvollen Erfahrungen wussten einige von uns aber auch von positiven Erlebnissen in ihrer Arbeitswelt zu berichten. Außerdem ist da ja noch das Prinzip Hoffnung. Schließlich leben wir als Christen doch aus der Hoffnung ...
Anschließend haben einige den Gipfel erklommen, andere den Grill bearbeitet („grilliert“, wie der Schweizer so sagt...). Am Nachmittag sind alle wieder abgereist. Insgesamt ist die Zeit mal wieder rasend schnell vergangen. Nochmals herzlichen Dank an Thomas Wallimann, der diese Reunion vorbereitet hat und natürlich auch an Bill, der sich auf den weiten Weg in die Schweiz gemacht hat.
Im nächsten Jahr treffen wir uns am ersten August-Wochenende in Regensburg, Alexander Flierl hat sich freundlicherweise bereiterklärt, nach einer Übernachtungsmöglichkeit Ausschau zu halten (er ist für Vorschläge dankbar!). Nächstes Mal wird es (erstmals?) ein Thema für die Reunion geben, näheres dazu erfahrt ihr sicher bald von Alexander.
Herzliche Grüße aus Münster,
Jutta & Ludger
Wer noch mehr berichten möchte, sollte einen Bericht an Ludger mailen. Übrigens könnt ihr auch Fotos mailen, Ludger setzt sie dann auf diese Web-Seite!
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8. August 2001