Diese Seite wurde in letzter Minute zusammengezimmert und enthält daher bisher keine besonders schöne Gestaltung. Dafür benutzt sie keine Flash-Animationen, spielt keine Musik von Alan Silvestri im Hintergrund und zeigt weder Bilder von Promis noch seltsame Logos.
Wir erinnern uns: Schon
Anfang Mai berichtete Johnny Haeusler ("Spreeblick") von der geplanten Kampagne "
Du bist Deutschland" und löste eine interessante Diskussion aus. Jetzt ist die Kampagne da - und Johnny Haeusler reagiert mit einer alternativen Kampagne: "
Du bist Deutschland - Ich mach mit!".
Damit sich möglichst viele beteiligen und ihre fertigen Plakate
in einer eigens angelegten Sammlung ablegen, hat der Initiator eine
Photoshop-Vorlage zur Verfügung gestellt. Anscheinend benutzen inzwischen alle Menschen auf der ganzen Welt Photoshop - außer mir. Ich komme mit dem Programm nicht gut zurecht. Allerdings kenne ich ein Konkurrenzprodukt namens "Ulead", welches ich recht schnell bedienen kann.
Ich kann sogar die Photoshop-Vorlage benutzen, muß allerdings alle Textfelder nochmal machen, da sich der Text nicht mehr ändern läßt. Für den Fall, daß noch jemand außer mir mit Ulead ein Plakat basteln will, habe ich eine
Ulead-Vorlage erstellt.
Mir ist aufgefallen, daß die besten Texte meistens die Texte der Plakate aufgreifen. Um die Arbeit etwas zu erleichtern, habe ich daher
alle 18 Texte der Plakate abgetippt und in eine Textdatei gepackt. So kann man durch einfaches Kopieren die Texte in seine Entwürfe einbauen. Aber Vorsicht, für die deutschen Anführungszeichen muß noch jeder selbst sorgen.
Über die Kampagne wurde bereits viel im WWW geschrieben, sowohl in Internetversionen von Zeitungen als
auch in privaten Blogs. Ich kann keine Presseschau bieten, möchte aber einige Quellen nennen, die ich für
lesenswert halte:
- Monitor: Kampagne "Du bist Deutschland" - gut gelaunt und sinnlos (Bericht: Tom Theunissen) "Deutsche, hört auf zu jammern und glaubt wieder an euch und eure Zukunft. Mit der Werbe-Kampagne "Du bist Deutschland" appellieren Deutschlands größte Medienunternehmen an den Kampfgeist der Bürger. In jedem stecke eine Erfolgsgeschichte à la Einstein, Schmeling, Thyssen oder Jauch - als liege es nur am fehlenden Selbstbewusstsein, wenn's nicht so läuft auf dem Arbeitsmarkt. MONITOR sucht mit schärfstem Blick nach den aktuellen Gewinnern in Hartz-IV-Land. Man muss sie nur sehen wollen..." - Monitorbeitrag über die Kampagne (komplett nachzulesen als Text; mit drei eigenen Plakaten!)
- Die Zeit: "Du bist Werbeagentur" von Jens Jessen. Der Autor weist darauf hin, daß derartige "Sei gefälligst froh über das, was Du hast!"-Kampagnen traditionell eigentlich im Sozialismus, nicht in der westlichen Welt vorkamen. Außerdem bezweifelt er, daß ein real existierendes Problem wie Arbeitslosigkeit einfach durch positives Denken beseitigt werden kann.
- "Du bist destruktiv!" - sehr gute Kritik an der Kritik an der Kritik (Hä? Ja, richtig!) on Carsten Dobschat. Fairerweise sei erwähnt, daß das lange Zitat von Michael aus dem Küchenkabinett stammt. Bei der Kamikaze-Demokratie wurde es m.E. aber besser aufbereitet.
- "Ein Schelm, der da an Neo-Liberalismus denkt!" - Ecki Stieg nimmt die Botschaft der Kampagne in einem Grenzwellen-Artikel auseinander und präsentiert mehrere eigene Plakate.
- Test des Internetauftritts der Kampagne auf Barrierefreiheit, d.h. Benutzbarkeit für Behinderte. Anscheinend sind diese nicht Deutschland, auch wenn sie in einigen Plakaten und Filmchen gezeigt werden.
Kontakt:
Gunnar . Fischer @ esperanto . de