Historie

(Quellen:
http://home.t-online.de/home/g-sch/index.htm
 
http://www.skat.com/dskv/historie.html
)

Skat, dt., von Altenburg aus verbreitetes Kartenspiel (vom lat. scartum, ital. scarto, das Weggelegte). 3 Spieler, jeder 10 Karten, 2 verdeckt als S. Großspiele (Grands), Farbspiele, Nullspiele. Unter (Buben, Wenzel, Matadore) stets höchste Trümpfe; beim Nullspiel darf Spieler keinen Stich bekommen. In Großspielen nur die Wenzel Trümpfe. Handspiele: ohne den S.
Gewinner: bei 61 Augen einfach, bei 90 mit Schneider. Verloren: bei 30 mit Schneider. Schwarz ist, wer keinen Stich bekommt. Hat keiner ein Spiel, wird gepaßt oder Ramsch gespielt. Ramsch verliert wer die meisten Augen bekommt.

Quelle: "der kleine brockhaus", 1927


Die Geschichte des Skatspiels
Das Skatspiel ist Anfang des 19. Jahrhunderts in der Stadt Altenburg in Thüringen entstanden. Von allen Geschichten und Anekdoten, die sich um den Ursprung des Skatspiels ranken, ist wohl die vom Skatforscher Stein erwähnte die glaubwürdigste. Hiernach hat ein Altenburger Kutscher, der viel in benachbarte Länder fuhr, aus dem sächsisch-böhmischen Erzgebirge das dort beheimatete Schafkopf mitgebracht. Von ihm hat ein Mitglied der "Brommeschen Tarockgesellschaft" diesen wendischen Schafkopf gelernt, und seitdem wurde er des öfteren in Altenburg gespielt. In den Jahren 1810-1817 entstand aus diesem Schafkopf, dem L'hombre, dem Solo und Tarock das Skatspiel. Der Name Skat ist viel älter als das Skatspiel selbst. Schon im italienischen Tarockspiel werden die beiseite gelegten Karten als Skat bezeichnet, was auch der sprachlichen Bedeutung im Italienischen entspricht: scartare - weglegen. Zum erstenmal wird das Skatspiel 1818 in den "Osterländischen Blättern" erwähnt, die von Friedrich Ferdinand Hempel in Altenburg herausgegeben wurden. Er hat mit einigen Freunden, dem Medizinalrat Dr. med. Schuderoff, dem Lexikonverleger Brockhaus und dem Ratskopisten Neefe, um nur die bekanntesten zu nennen, das Skatspiel allmählich entwickelt. Carl Neefe führte 1817 die Spitzen- oder Matadorenrechnung ein und schuf damit die Grundlage für das beim Skatspiel typische Reizen. In der ersten Zeit des öfteren neben dem Tarock gespielt. Da man es zu dritt spielte, blieben von den 32 Blatt der Schafkopfkarte zwei Karten übrig, die der Kartengeber als elftes und zwölftes Blatt erhielt. Er wurde damit immer Alleinspieler, ohne Rücksicht darauf, ob er seiner Karte nach Gewinnchancen hatte oder nicht. Auch die Wahl der Trumpffarbe lag nicht in seinem Ermessen, denn am Anfang der Entwicklung des Skatspiels waren zwar die Buben ständige Trumpfkarten, man kannte aber auch eine ständige Trumpffarbe, und zwar Karo. Als einzige Vergünstigung konnte der Kartengeber als Alleinspieler zwei Karten, die ihm nicht in sein Spiel passten, als Skat weglegen. Später wurde die Trumpffarbe nach der Karte, die nach dem Abheben als unterste lag, bestimmt. So bekam der Kartengeber, der ja Alleinspieler war, zumindest eine Trumpfkarte in die Hand. Da bei dieser Festlegung der Alleinspieler die meisten Spiele verlor, ging man dazu über, es dem Spieler selbst zu überlassen, ob er Alleinspieler sein wollte oder nicht. Das führte zwangsläufig dazu, die überzähligen zwei Karten schon, beim Kartengeben beiseite zu legen, um sie dem Alleinspieler zu überlassen, der selbstverständlich wieder zwei unpassende Karten "drücken" musste. Trumpffarbe wurde jetzt die unterste Skatkarte. Die Frage an die Spieler, ob sie das Spiel machen wollten, wurde in der Reihenfolge Vorhand, Mittelhand, Hinterhand gestellt.
Diese Reihenfolge hat sich bis heute beim Reizen erhalten. Später wurde die Trumpfbestimmung durch irgendwelche Leitkarten fallengelassen, und die Wahl der Trumpffarbe bestimmte der Alleinspieler selbst. Zu dieser Zeit wurde auch schon ohne Aufnehmen des Skats gespielt, also wie bei unseren heutigen Handspielen, und eine unterschiedliche Bewertung der vier Farben eingeführt. Man kannte damals acht verschiedene Spiele, und zwar die vier Fragespiele und die vier Solospiele ohne die Benutzung des Skats. Sie bekamen folgende Grundwerte: Karo-Frage = 1, Herz-Frage = l, Pik-Frage = 3, Kreuz-Frage = 4, Karo-Solo = 5, Herz-Solo = 6, Pik-Solo = 7, Kreuz-Solo = 8. Damit ergab sich ganz von selbst die Versteigerung des Spiels, wobei die Reihenfolge des Fragens oder Bietens - unseres heutigen Reizens - so beibehalten wurde, wie man es von den Fragespielen her gewohnt war. Die Null- und As-Spiele waren auch schon im vorigen Jahrhundert bekannt. Während die Nullspiele bereits damals reine Stichspiele waren, das heißt, der Spieler durfte keinen Stich bekommen, waren die As-Spiele ohne Trumpf. Sie sind mit den Großspielen oder Grands unserer Zeit vergleichbar, wobei die Buben in die Farben eingereiht wurden. Ebenfalls in diese Zeit fällt das Ansagen von Schwarz; die offenen As-Spiele, die Wende- und auch die Großspiele kamen hinzu, und das Jahr 1870 brachte das Ansagen von Schneider. Mit der Einführung der Wendespiele musste man diesen natürlich Grundwette beiordnen, und da man die Handspiele höher bewerten wollte als diese, gab man den Wendespielen die Werte 5 bis 8 und setzte die Zahlenreihe für die Handspiele fort, so dass in der Reihenfolge Karo bis Kreuz die Werte 9 bis l2 festgelegt wurden. So entwickelten sich die für uns heute gültigen Grundwerte für die einzelnen Farben. Die Verbreitung des Skatspiels fiel in die Jahre 1825 bis 1830. Es waren vor allem die Studenten, die dieses Kartenspiel bekannt werden ließen. Der Weg des Skats führte zunächst in die sächsisch-thüringischen Universitäten Leipzig, Halle und Jena und von da aus in die anderen Gebiete Deutschlands. Mit der Verbreitung setzten auch hasardartige Auswüchse des Skatspiels ein, die ihren Höhepunkt in den Jahren 1870 bis 1880 hatten. Vielleicht traten gerade deshalb in dieser Zeit viele Förderer des guten, sinnvollen Skats auf, deren Bestreben es war, den unterschiedlichsten Spielarten Einhalt zu gebieten. Vom 7. bis 9. August 1886 fand in Altenburg der erste Skatkongreß statt. Auf diesem Kongress wurde die von Karl Buhle entworfene Allgemeine Deutsche Skatordnung angenommen. Damit waren klare und einheitliche Regeln des Skatspiels geschaffen. Sie fanden allgemeine Anerkennung. Was Arthur Schubert, der ein anerkannter Theoretiker und Praktiker des Skatspiels war, noch 1922 in seinem Buch "Die Kunst des Skatspiels" als einen Nachteil des Zahlenreizens empfand, macht unserer heutigen Auffassung nach das Skatspiel erst zu einer unterhaltsamen Freizeitgestaltung. Schubert empfand es als Nachteil, dass beim Zahlenreizen die Möglichkeit besteht, die Kartenverteilung - besonders die Verteilung der Buben - zu erkennen. Wir sind heute der Auffassung, dass sich durch diese Möglichkeit erst das reizvolle Spiel entwickeln konnte, das wie kein anderes Kartenspiel logisches Denken erfordert. Schubert hat 1924 feste Regeln für den sogenannten Guckiskat nach Wertreizen herausgegeben, um einer weiteren Verwilderung, begünstigt durch den ersten Weltkrieg, energisch Einhalt zu gebieten. Schubert war damals Bücherwart des Deutschen Skatverbandes. Das Zahlen- oder Wertreizen hat sich schnell durchgesetzt und hat in der "Neuen Deutschen Skatordnung von 1928" seinen Niederschlag gefunden, die auf dem l2. Skatkongress in Altenburg angenommen wurde. Welche Verbreitung das Skatspiel bis zu diesem Skatkongress gefunden hatte, geht wohl schon aus der Tatsache hervor, dass von 1886 bis 1928 zwölf Skatkongresse durchgeführt wurden. Auf dem 3. Deutschen Skatkongress 1899 in Halle wurde der Deutsche Skatverband von dem Altenburger Robert Fuchs gegründet. Eine bis heute in aller Welt anerkannte Einrichtung wurde auf dem 11. Skatkongress 1927 in Altenburg mit der Gründung des Skatgerichts geschaffen. Schon bald hatte sich sein Bestehen in aller Welt herumgesprochen, und überall, wo Skat gespielt wurde, wandte man sich in Streitfällen an das Skatgericht in Altenburg, das durch seine Arbeit erfolgreich gegen jegliche Auswüchse im Skatspiel eintrat. Der zweite Weltkrieg hatte dieser Entwicklung ein jähes Ende gesetzt. Aber der Ruf Altenburgs als Skatstadt hatte sich auch über die Kriegsjahre und die ersten Nachkriegsjahre hinweg bei den Freunden des Skatspiels erhalten. Seit dem Jahre 1960 wuchs ständig die Zahl der Anfragern, die an den Rat der Stadt Altenburg gerichtet wurden, mit der Bitte um verbindliche Auskunft über die Regeln für ein sportliches Skatspiel. Ende 1962 sah sich der Rat der Stadt Altenburg veranlasst, ein Gremium von fünf Skatfreunden als Skatgericht zu berufen. Dieses Skatgericht wurde als Aktiv bei der Ständigen Kommission für kulturelle Massenarbeit bestätigt. Seit 1963 hat das Skatgericht außergewöhnliche Erfolge. Viele Anfragen, darunter ein hoher Prozentsatz Streitfälle, kamen aus aller Welt. Diese Tatsache ist wohl der beste Beweis für die internationale Anerkennung, die das Skatgericht in Altenburg in aller Welt gefunden hat. Aber nicht nur auf diesem Gebiet hat das Skatgericht wertvolle Arbeit geleistet, auch die Organisation großer Skatturniere lag und liegt in seinen Händen. 1963 fand das erste DDR-offene Skatturnier in Altenburg statt. Weitere große Skatturniere fanden und finden in den Ländern unseres Staates statt. Ein geschichtlicher Überblick über den Skat kann nicht vollständig sein ohne die Würdigung des Spielkartenmuseums und die Erwähnung des Skatbrunnens in Altenburg.
Im Schlossmuseum der Stadt Altenburg wurde 1922/23 die sogenannte Skatheimat eingerichtet. Es war der erste Raum des späteren Altenburger Spielkartenmuseums. Von Julius Benndorf gegründet und vom bekannten Skatmaler "Pix", Otto Pech, ausgestaltet, wurde die Skatheimat zu einer international anerkannten Sammlung erweitert. Wenn Sie heute das Spielkartenmuseum im Altenburger Schloss besuchen, so wird Ihnen ein Überblick vom mittelalterlichen Kartenmacherhandwerk bis zur industriellen Großproduktion geboten. Spielkarten und Kartenspiele aus aller Welt geben Ihnen einen Einblick in die Vielfalt der Gestaltung von Spielkarten. Vom höfischen Spiel um 1450 über die Karten aus der Zeit der Französischen Revolution von 1789 bis zu modernen Werbespielkarten, von alten und neuen italienischen, französischen und deutschen Tarockkatten bis zu den Kinderspielkarten zeigt Altenburg den Besuchern aus aller Welt eine einmalige Sammlung. Von Jahr zu Jahr steigt die Besucherzahl im Altenburger Schloss, und ständig wächst die Zahl der Touristen, die aus dem Ausland kommen, um das Spielkartenmuseum zu besuchen. Die meisten Besucher der Skatstadt gehen auch nicht an dem einzigen Denkmal, das man in der Welt jemals einem Spiel gesetzt hat, vorüber: dem Skatbrunnen. Er wurde von dem weitgereisten Altenburger Bürger Albert Steudemann seiner Heimatstadt gestiftet. Die Stadt Altenburg hatte hierzu einen Wettbewerb für die Idee zur Gestaltung des Skatbrunnens ausgeschrieben. Nach vielen Diskussionen wurde der Entwurf des Münchener Professors Ernst Pfeifer angenommen und 1903 das Denkmal am Brühl errichtet. Auf einem Sockel kämpfen vier in Bronze gegossene Wenzel (Buben/Unter) miteinander, und aus Schweineköpfen, den Glückssymbolen, läuft das Brunnenwasser. So manches Kartenspiel wurde im Laufe der Jahre von abergläubischen "Skatern" mit diesem Wasser getauft. 1942 wurden diese Bronzewenzel von den Nazis zu Kriegszwecken eingeschmolzen. Dank der Initiative der Skatstadt Altenburg und seiner Bevölkerung steht dieses einzigartige Denkmal in neuem Glanz wieder an seinem Platz.

 

 

Jahr

Ereignis

ca.1810  

Entwicklung des Skatspiels in Altenburg aus älteren Spielen wie

 

Wendischer Schafkopf, L'Hombre, Deutsch Solo und Tarock.

 

 

Getauft wird es zunächst auf den Namen "Erzgebirgischer Schafkopf",

 

Beteiligt sind der Gymnasialprofessor Johann Friedrich Ludwig Hempel,

 

der Medizinalrat Dr. Hans Carl Leopold Schuderoff, der Hofadvokat und Notar

 

Friedrich Ferdinand Hempel, der Ratsherr Carl Christian Adam Neefe und

 

der Kanzler Hans Karl Leopold von der Gabelentz.

 

 

1818  

Erste schriftliche Erwähnung in den "Osterländer Blätter".

 

 

In den nächsten ca. 70 Jahren folgt die Ausbreitung mit differierenden Regeln

 

in ganz Deutschland.

 

 

 

 

1884  

erscheint ein "Illustriertes Scatbuch" von Freiherr von Hirschfeld (alias Hertefeld).

1885  

wird von Amtsgerichtsrat Karl Buhle das "Illustrierte Lehrbuch des Scatspiels"

 

veröffentlicht, die Basis der auf dem I. Kongress beschlossenen Skatordnung.

1886  

I. Kongress in Altenburg anlässlich einer Industrieausstellung mit Skatturnier.

 

Beschlossen wird eine "Allgemeine Deutsche Skatordnung" . Ca 1000 Teilnehmer.

 

Die Gründung eines Verbandes erfolgt nicht, weil man die Differenzen zwischen

 

dem Altenburger Farbenreizen und dem Leipziger Zahlenreizen nicht lösen kann.

 

Eine "Skat- und Keglerzeitung" hält sich nur zwei Jahre.

 

1887  

II. Kongress in Leipzig. "Deutsche Skatzeitung" wird von Robert Fuchs herausgegeben,   

 

 

 

 

 

dem späteren ersten Präsidenten des DSkV.

1899

III. Kongress am 12.3. In Halle an der Saale.

 

 

 

Gründung des Deutschen Skatverbandes mit Sitz in Altenburg.

 

 

Führung durch einen Geschäftsführer: Louis Sterz.

 

 

 

Gespielt wird mit Farbenreizen, aber das Zahlenreizen soll bestehen bleiben.

 

“Deutsche Skatzeitung“ wird Mitteilungsblatt.

 

 

1901

IV. Kongress in Magdeburg

 

 

 

 

Robert Fuchs wird zum Präsidenten gewählt.

 

 

 

Die von Artur Schubert entworfene Satzung wird als verbindlich angenommen.

 

Ein weiteres Problem: Deutsches oder Französisches Blatt?

 

 

(Kongresskarte halb und halb).

 

 

 

1902

V. Kongress in Leipzig

 

 

 

 

 

Von Schubert überarbeitete "Allgemeine Deutsche Skatordnung"  wird als vorläufig

 

gültig angenommen.

 

 

 

 

1903

VI. Kongress in Altenburg

 

 

 

 

 

Festsetzung der Werte für die Nullspiele.

 

 

 

Einweihung des Skatbrunnens, gestiftet von Apotheker Albert Steudemann,

 

entworfen vom Münchner Architekten Professor Ernst Pfeiffer unter Mithilfe

 

des Malers Otto Pech (alias Otto Pix).

 

 

 

1906

VII. Kongress in Dresden

 

 

 

 

1907

VIII. Kongress in Halle

 

 

 

 

 

Preisausschreiben zur Verschmelzung des Farben- und Zahlenreizens.

 

Es gibt  keine geglückte Lösung.

 

 

 

1908

VIIII. Kongress in Nürnberg – keine Einigung in Bezug auf Farben- oder Zahlenreizen.

 

 

1909

X. Kongress in Leipzig

 

 

 

 

 

Keine Einigung zwischen Vorstand (Farbenreizen) und Mitgliedern (Zahlenreizen).

1910

Die "Deutsche Skatzeitung" stellt ihr Erscheinen ein.

 

 

 

Der angekündigte XI. Kongress in Dresden findet nicht statt.

 

 

Neben allen Differenzen fehlt auch der organisatorische Unterbau.

 

1914

Pause durch den Krieg.

 

 

 

 

bis

 

1918  

Aber Ausbreitung des Zahlenreizens durch den "Schützengrabenskat".

1923  

"Skatordnung für den Leipziger Skat" (Zahlenreizen von Artur Schubert).

1926  

In Altenburg erscheint die Monatsschrift "Der Alte" von Julius Benndorf

 

(alias Benno Dirf).

 

 

 

 

1927

XI. Kongress in Altenburg. Theaterstück "Skat" von Otto Pix wird aufgeführt.

 

Meisterschaft mit 45 gelegten Spielen. Zahlenreizen wird beschlossen.

 

Beginn des Einheitsskats. Ausschuss als Vorläufer des Skatgerichts eingesetzt.

1928

XII. Kongress in Altenburg

 

 

 

 

 

Die "Neue Deutsche Skatordnung" (NeDeSka) von Richard Burkhardt wird

 

beschlossen. Turnier wird als "Skatolympiade" bezeichnet.

 

 

1932

XIII. Kongress in Altenburg

 

 

 

 

 

Nullspiele werden auf die heutigen Werte festgelegt.

 

 

 

Grundwert für den Grand wird auf 24 angehoben, für Grandouvert auf 36.

 

 

Verlorene Handspiele werden nicht mehr doppelt berechnet.

 

 

Bei offenen Spielen müssen alle 10 Karten offen hingelegt werden.

 

1933  

Eine Skatreise (Bahn) durch Süddeutschland wird durchgeführt

 

 

(Nürnberg - Baden-Württemberg - München).

 

 

1934  

Der erste Präsident stirbt. Nachfolger wird der Hofschauspieler Rudolf Portal.

 

Die Serienlänge wird auf 48 Spiele festgesetzt. Als organisatorischer Unterbau

 

sollen in Deutschland Spielbezirke eingerichtet werden.

 

1936

XIV. Kongress in Altenburg

 

 

 

 

 

Deutsche Skatmeisterschaften mit gelegtenSpielen. Erstmalig Damen beteiligt.

 

Mannschaftsmeisterschaften von Franz Laudan (Bremen) vorgeschlagen.

 

Wertung nach Otto Seeger eingeführt: 50 Punkte zusätzlich für jedes Spiel.

 

Offene Farbhandspiele eingeführt. Neuer Versuch, eine flächendeckende

 

Organisation einzuführen. Neuer Präsident Erich Fuchs.

 

1938  

Erste Deutsche Meisterschaft mit nicht gelegten Karten.

 

1939

beginnt die Unterbrechung durch den Krieg.

 

 

1943

stellt "Der Alte" sein Erscheinen ein.

 

 

 

1950

Neuanfang nach dem Krieg.

 

 

 

 

Franz Laudan benennt Bremen als "Westzonensitz".

 

 

Im November findet der XV. Kongress in Bielefeld statt.

 

 

 

Erich Fuchs (Altenburg) bleibt weiterhin Präsident.

 

 

 

Es werden Landesverbände eingerichtet: Nord, West, Süd, Ost.

 

 

Jährlich finden “offene“ Deutsche Meisterschaften statt wie heute der Deutschlandpokal.

1953  

Umzug des Präsidenten nach Bielefeld. Verlegung der Verbandsleitung.

 

Landesverbände werden wieder aufgelöst. Dafür entstehen regional Verbandsgruppen.

 

Im Osten wacht ein Skataktiv über die Skatordnung. Ansonsten werden

 

offene Turniere durchgeführt.

 

 

 

1954  

XVI. Kongress in Bielefeld. Sitz des DSkV nach Bielefeld verlegt.

 

 

 

 

 

Die Schaffung von Verbands- und Ehrennadeln wird beschlossen,

 

 

ebenso die Ausstellung von Grandouvert-Urkunden.

 

 

1955  

Der erste Damen-Skatklub tritt dem DSkV bei: Null Bremen (heute Bremer Schlüssel).

 

Wiedereinweihung des Skatbrunnens in Altenburg.

 

 

1956  

Deutsche (Einzel-)Meisterschaften mit Qualifikation (Verein, Verbandsgruppe)

 

zunächst unter dem Namen "Klubmeisterschaft" werden auf Vorschlag

 

von Peter Alexander Höfges und Johannes Fabian eingeführt.

 

 

 

Die Verbandszeitschrift "Der Skatfreund" erscheint – Redaktion Erich Fuchs.

 

 

1958

XVII. Kongress in Bielefeld

 

 

 

 

 

Neuer Präsident Otto Hild. Eintragung ins Vereinsregister.

 

1962

XVIII. Kongress in Bielefeld

 

 

 

 

 

Bewertung der verlorenen Gegnerspiele (30/40) nach Johannes Fabian.

 

Neuer Präsident Johannes Fabian. Schiedsrichterwesen angedacht.

 

1963  

Skataktiv in Altenburg: Einheitliche Regeln in Ost und West.

 

1964

Der DSkV hat über 5.000 Mitglieder.

 

 

 

 

"18, 20 - nur nicht passen" im ZDF unter Leitung von Johannes Fabian.

1965

Der DSkV hat über 6000 Mitglieder.

 

 

 

1966

XIX. Kongress in Bielefeld

 

 

 

 

 

Getrennte Dameneinzelmeisterschaft.

 

 

 

1969

Der DSkV hat über 10.000 Mitglieder.

 

 

 

 

Georg Wilkening übernimmt die "Skatfreund"-Redaktion.

 

1970

XX. Kongress in Bielefeld

 

 

 

 

 

Landesverbände und Verbandsgruppen nach Postleitzahlen von Hermann Münnich.

 

Mannschaftsmeisterschaften. Helmut Schmidt im Skatgericht.

 

 

Bisherige offene Deutsche Meisterschaften werden in Deutschlandpokal umbenannt

 

auf Vorschlag von Heinz Jahnke.

 

 

 

1972  

Skatgericht führt ersten Schiedsrichterlehrgang durch.

 

 

Erfolgreiche Teilnahme u.a. durch Rolf Kämmle, Jochen Kindt, Heinz Jahnke.

 

1974  

XXI. Kongress in Bad Oeynhausen. Neuer Präsident Hermann Münnich.

 

 

Jubiläumsball 75 Jahre DSkV. Der DSkV hat über 15.000 Mitglieder.

 

1975  

Außerordentlicher Kongress in Köln. Beschlüsse von Bad Oeynhausen bestätigt.

 

Skatgericht eigenständig. Vorsitzender Johannes Fabian.

 

 

Juniorenreferent gewählt.  Juniorenmeisterschaft eingeführt.

 

 

Einrichtung einer Geschäftsstelle mit hauptamtlichen Mitarbeitern.

 

1976  

Landesverbandsmeisterschaften auf Vorschlag des Verbandsspielleiters

 

Heinz Jahnke eingeführt.

 

 

 

 

 

Beginn der Differenzen mit der ISPA, da nach ihrer Gründung die Skatregeln

 

für ihren Bereich geändert werden ( u.a. verlorene Handspiele doppelt, Grandouvert

 

Grundwert 24 – dafür die Stufe offen, kein Null Hand, Nullouvert Hand 69)

1978  

XXII. Kongress. Verbot der Doppelmitgliedschaft – Spielen nicht eingeschränkt.

 

Erste Damenreferentin gewählt. DSkV hat über 20.000 Mitglieder

1979  

Ranglisten und Wettspielplan auf Vorschlag von Hermann Münnich erstellt.

1981  

Setzen bei Meisterschaften eingeführt auf Vorschlag des Verbandsspielleiters.

 

Pfingstjugendtreffen eingeführt von Jugendreferent Willi Nolte.

 

1982  

1. Deutscher Damenpokal durchgeführt von der späteren Damenreferentin

 

 

Marianne Kasseckert. Der DSkV hat über 26.000 Mitglieder.

 

 

XXIII. Kongress in München. Neuer Präsident Rainer Rudolph.

 

1984  

Einführung der Bundesliga auf Vorschlag des Verbandsspielleiters Heinz Jahnke

 

auf der Basis des von ihm entwickelten Systems.

 

 

1985

DSkV hat über 30.000 Mitglieder

1986  

XXIV. Kongress in Köln. Briefmarke durch Kurt Schwentke anlässlich 100 Jahre

 

100 Jahre Skatkongresse erfolgreich beantragt. Feier im Gürzenich.

 

 

1988

Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers

 

 

1990

Teilnahme einer Abordnung aus den neuen Bundesländern an einer Präsidiumssitzung

 

 

1. Gesamtdeutsche Meisterschaften (DEM in Bremen)

 

 

Auf Vorschlag des Vizepräsidenten Norbert Liberski werden bei der Eröffnung der

 

 

 

 

Deutschen Meisterschaften die Fahnen der Bundesländer hereingetragen, ein

 

 

 

 

Wettkampfeid gesprochen und die Nationalhymne gespielt.

 

 

 

 

XXV. Kongress in Hamburg

 

 

 

 

Umstrukturierung des DSkV in einen Mitgliederverband.  Verbandsgericht eingesetzt.

 

Beitritt der östlichen Landesverbände nach der Wiedervereinigung.

 

Der neugewählte Vizepräsident Werner Landmann aus Sachsen sorgt bis zum

 

nächsten Kongress für die Renovierung des Skatbrunnens in Altenburg und setzt

 

sich für die Einführung der neuen Spielkarten ein (Deutsche Farben, Französisches

 

Bild – Chemnitzer Modell).

 

1991   

Doppelte Listenführung bei Meisterschaften und Großturnieren.

 

 

Ligaintegration der Ost-LV – Staffel 9 (Landmann/Jahnke)

 

 

 

DSkV hat über 35.000 Mitglieder

 

 

1992  

Deutsche Schüler- und Jugendmeisterschaft eingeführt von Jugendreferentin  Edith Treiber.

 

 

1993  

Alte LV erreichen mit knapp 35.000 Mitgliedern ihr bisheriges Maximum.

 

 

1994

Einführung der Senioreneinzelmeisterschaft.

 

 

 

XXVI. Kongress in Schneverdingen. Neuer Präsident Heinz Jahnke.

 

 

Verhandlungsauftrag mit der ISPA. Assoziierung des Polnischen Skatverbandes.

1995   

Benefizturnier zum Ankauf der Collage von Otto Dix "Die Skatspieler" durch den

 

Preußischen Kulturbesitz veranstaltet  (der Beitrag daraus beträgt ca. 1 Mio. DM).

 

 

1996

Termintausch Einzel-/Mannschaftsmeisterschaft.

 

 

 

Vorturniere und Endturnier zu Gunsten der Deutschen Kinderkrebshilfe auf Vorschlag

 

von Peter Reuter (die Höhe unserer Spende beträgt über 250.000,-- DM).

 

 

 

 

Gemeinsames Turnier mit der ISPA eingeführt (Champions-League)

1997  

70 Jahre Deutsches Skatgericht – Feier in Altenburg.

1998  

XXVII. Kongress in Halle. Rückkehr zum weltweiten Einheitsskat.

 

Internationale Skatordnung gemeinsam mit der ISPA beschlossen:

 

 

 

 

Verlorene Handspiele werden doppelt berechnet, Grundwert für Grand Ouvert  (36)    

 

abgeschafft, Spiel beginnt mit der Ansage.

 

 

Verbot der Doppelmitgliedschaft aufgehoben. Verhandlungsauftrag mit der ISPA verlängert.

1999  

Hundert-Jahr-Feier in Altenburg. DSkV hat über 37.000 Mitglieder.

 

 

 

2001

Eingleisige Bundesliga eingeführt (20 Mannschaften).

 

 

2002

XXVIII. Kongress in Papenburg

aus: Neue Westfälische vom 15.11.2002