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Zur Internetseite www.boje-ms.de „Gute Seiten – Schlechte Seiten“Die Hauptschule Coerde ist eine Hauptschule in einem Brennpunktstadtteil der Stadt Münster. Eine große zahl der Kinder ist sozial- und bildungsbenachteiligt, ca. 50 % der SchülerInnen haben einen Migrationshintergund. Zu ihnen gehören eine große Anzahl von Sinti und Roma. Aufgrund der geringen kulturellen Identifikation der Schülerinnen – abgesehen von Fernseh-Konsum – liegt die Besonderheit eines Theaterprojektes an der Schule darin, überhaupt Theater zu spielen, sich auf die Bühne zu wagen und sich auszudrücken. An dem Theaterprojekt „Gute Seiten – Schlechte Seiten“ haben 13 Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufe 9 (eine Doppelstunde die Woche) teilgenommen. Zu Beginn des Projektes wurde mit den SchülerInnen sowohl inhaltlich zum Thema Berufswahl (Wo möchte ich mein Praktikum machen? Wünsche? Träume? Ängste?) als auch zum Thema Jungen – Mädchen (Wie soll der Traumboy/das Traumgirl) gearbeitet. Dazu wurde z. T. in geschlechtshomogenen Gruppen gearbeitet. Parallel dazu wurden von Anfang an mit den SchülerInnen Theaterübungen gemacht. Bei jedem Treffen gab es zunächst eine Sequenz Aufwärmübungen (Übungen zur Wahrnehmung, Raum, Ausdruck, Kooperation etc.) und eine Sequenz Improvisationsübungen (als Standbild, als Bewegungssequenz etc.) Das Stück war als Theater-Soap angelegt, da diese Form nah an der Lebenswelt der Jugendlichen ist und sich für die Darstellung von unterschiedlichen Lebensabschnitten im Übergang Schule – Beruf sehr gut eignet. Eine Grundstruktur von drei Erzählsträngen wurde von uns vorgegeben, die gemeinsam mit den SchülerInnen ausgearbeitet wurden. Dazu wurden die Improvisationsübungen unter bestimmten Themen gestellt, die
Daraus entstand ein Stück, welches das Leben von sechs Jugendlichen beleuchtet, die an verschiedenen Stellen in ihrem Berufsfindungsprozess stehen und mit unterschiedlichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Wie die ProtagonistInnen mit Herausforderungen des Lebens und den Enttäuschungen umgehen und welche Entscheidungen sie treffen, wurde von den SchülerInnen in elf Szenen in einer Theater-Soap dargestellt. Es wurde ein Textbuch verfasst, in dem die improvisierten Szenen festgehalten wurden, so dass jede/r SchülerIn seine/ihre Rolle lernen konnte. Das Stück dauerte ca. 50 Minuten und wurde im Juni 2008 zwei Mal vor jeweils 100 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 7 und 8 aus drei unterschiedlichen Schulen aufgeführt. Das Theaterprojekt bot den SchülerInnen einen Rahmen zur
KünstlerInnen: Bart Hogenboom Ansprechpartner: Bart Hogenboom
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