Freiherr-vom-Stein-Gymnasium

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England

-Das "Mutterland" der Industriellen Revolution-

Im 18. Jahrhundert wurde der Bau von Handel- und Kriegsflotten ausgeweitet. England stieg zur führenden Macht der Weltmeere auf, und entsprechend entwickelte sich der Außenhandel: Die Kolonien ermöglichten den Transport von Rohstoffen u.a. Materialien wie z.B. Baumwolle. Hinzu kam, dass durch die Kontinentalsperre England als einziges Land die Möglichkeit hatte, mit anderen Kontinenten Handel zu betreiben.

Zurück zur Baumwolle: Durch die einfachere und damit billigere Verarbeitungsmöglichkeiten im Vergleich zur Schafswolle wurden große Gewinne erzielt und die Nachfrage immer größer, so daß die Produktivität gesteigert werden konnte. Dazu reichten die üblichen Maschinen nicht mehr aus. So entstanden die Erfindungen , wie "Spinning Jenny" von J.Hargreaves (eine Maschine mit 8 Spindeln) und andere Erfindungen und Verbesserungen seitens vieler Industriepioniere.

Bevölkerungswachstum englischer Städte

Das Wachstum englischer Städte zwischen 1800 und 1850

Auch die Bevölkerungsexplosion spielte eine grosse Rolle: Zum einen wanderten immer mehr Menschen vom Land in die Städte ab, da die Arbeit auf dem Land kaum noch ausreichte. Zum Anderen wuchs auch der Bedarf an Lebensmitteln, an Bekleidung und an Kohle für den Hausbrand. Nicht zuletzt sind zu nennen die Bill of Rights, die Freiheiten zugestanden, die den unter absolutistischer Herrschaft lebenden Menschen in anderen europäischen Staaten noch lange vorenthalten wurde. Es gab also viele Gründe, weshalb die Industrielle Revolution ausgerechnet in England begann. Doch andere Länder, wie z.B. Deutschland, folgten dem Vorbild kurze Zeit später und holten bald auf. Nicht vergessen werden dürfen aber die Auswirkungen dieses Prozesses auf das Leben der Menschen, da der Fortschritt zum Teil einen hohen Preis hatte.


Bearbeitet: Vannessa Hollek, Sandra Vahle, Yasmina Gueddas
Stand: 01.06.1997