Konvertierung

Vielleicht habt Ihr in der Beschreibung zu einigen Fotos in den Bereichen Armeen und Miniaturen den Hinweis "leicht konvertiert" oder "stark konvertiert" gelesen und Euch gefragt was das ist und/oder wie das geht.

Das Wort Konvertierung ist der Fachbegriff für das Umbauen von Miniaturen. Dies können so kleine Dinge wie z.B. das Verändern von Arm- und Beinstellungen durch einfaches verbiegen, aber auch so komplexe Projekte wie das Schaffen neuer Miniaturen unter Verwendung von Teilen unterschiedlichster Miniaturen sein.

In diesem Bereich meiner Homepage möchte ich Euch zu den folgenden Themen einige Hilfestellungen und Anregungen geben:

Bau von Centauren

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Bau von Centauren

Für meine Barbarenarmee war ich lange auf der Suche nach Centauren, da diese sehr gut zu dem Hintergrund der von mir aufgestellten Barbaren-Armeeliste für das Spielsystem Warhammer Fantasy passen würden. Leider fand ich keine Modelle, die meinen Anforderungen entsprachen.

Sie sollten vom Stil zu meiner Barbarenarmee passen, es sollten mehrere verschiedene Posen sein und sie durften keine Rüstungen tragen. In einem Artikel von Nick Tompkins in der 2. Ausgabe der Miniaturenzeitschrift Forge beschrieb dieser den Eigenbau von Chaos Centauren aus Plastikpferden von GW  und Oberteilen von unterschiedlichen Menschen. Das rechts stehende Foto gab mir die Inspiration zu den folgenden Umbauten Centauer.gif

Meine Barbarencentauren sollten aus den Miniaturen entstehen, die auch die Masse meiner Barbarenarmee bilden, nämlich Miniaturen und Reittiere von der Firma Grenadier.

1. Schritt

tn_CONVER03_JPG.jpg (1786 Byte) Hierfür enthauptete ich ein Barbarenpferd mittels einer Metallsäge unmittelbar unterhalb der Zügel. Etwas vorsichtiger mußte ich bei dem Barbaren vorgehen, damit ich nicht den Schwertarm ruiniere. Ich trennte den Oberkörper unmittelbar unterhalb des Kettenhemdes mit einer Laubsäge mit Mettalsägeblatt durch, nachdem ich das Schwert mit einem Bastelmesser vom Oberschenkel gelöst hatte. Nun hatte ich einen Oberkörper, ein Pferd ohne Kopf und zusätzlich einen Bogen und einen Köcher aus einem Waffenpack von Grenadier.

Dies ist jetzt auch der richtige Zeitpunkt, die benötigten Teile sorgfältig vorzubereiten und alle Gußgrate vorsichtig mit einem Bastelmesser, Feile und Schleifpapier zu entfernen.

2. Schritt

tn_CONVER04_JPG.jpg (1472 Byte)Für das Zusammenfügen empfehle ich dringend die Technik des "Stiftens". Bei dieser bohrt man 1mm große und ca. 2-3mm tiefe Löcher in beide Teile. Dann klebt man mit Sekundenkleber einen 1mm dicken Draht in eines der Löcher. Nun heißt es auszuprobieren auf welche Länge dieser gekürzt werden muß, damit sich die Hälften nach dem Kleben in der richtigen Entfernung zu einander befinden. Diese Technik empfiehlt sich besonders bei der Verbindung größerer Teile, die eine gewisse Belastung aushalten müssen.

Diese Miniatur soll der Anführer meiner Centauren werden und deshalb eine sich aufbäumende Haltung erhalten. Zu diesem Zweck mußte ich  leicht die Hinterläufe des Pferdes verbiegen. Da die gesamte Miniatur nur diese beiden als Verbindung zur Base haben wird, entschied ich mich dafür, auch die Hufe mit Stiften für einen besseren Halt zu versehen.

3. Schritt

tn_CONVER06_JPG.jpg (1260 Byte)Nun ist es Zeit den Übergang zwischen Pferde- und Oberkörper anzugleichen. Hierfür eignet sich am besten die Modelliermasse "Greenstuff". Diese hat den großen Vorteil, daß sie sehr gut haftet (sie klebt wie doof) und sich sehr gut glätten läßt. Beim Arbeiten mit Greenstuff empfiehlt es sich die Werkzeuge leicht anzufeuchten, da sonst mehr Masse an den Werkzeugen als an der Miniatur klebt. Bei dieser Figur habe ich den Pferdekörper glatt bis an das Kettenhemd hochgezogen. Bei anderen habe ich das grobe Fell der Kleidung nachmodelliert (siehe Bild weiter untern).

4. Schritt

tn_CONVER07_JPG.jpg (1298 Byte)Um meine Centauren vielseitig einsetzen zu können, plante ich sie mit Bögen für den Fernkampf und mit Handwaffe und Schild für den Nahkampf auszurüsten. Die Miniatur meines Anführers hat bereits ein Schert in der Hand und seinen Schild auf dem Rücken. Es fehlte ihm also noch Bogen und Köcher. Diese habe ich mit Sekundenkleber an dem Pferderücken befestigt. Als weiteres Detail habe ich mit Greenstuff Riemen modellierten, die Pfeil und Bogen am Sattel festhaltent. So, der erste Barbarencentauer ist fertig für die Bemalung.

Weitere Modelle

Hier noch Fotos meiner 4 weiteren Centauren. Die angewandten Techniken sicd die gleichen wie oben beschrieben.

         tn_CONVER08_JPG.jpg (1243 Byte)            tn_CONVER09_JPG.jpg (1228 Byte)            tn_CONVER10_JPG.jpg (1917 Byte)             tn_CONVER12_JPG.jpg (1870 Byte)

 

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