Musik 
- und was ich an ihr mag.  

Die ersten Bands, bei denen ich mich daran erinnern kann, sie gehört zu haben, waren ABBA und TRUCK STOP. In der Grundschule. Nicht unbedingt schlecht, aber auch nicht das, was man ein Leben lang hören will... Später kamen dann A-HA, CULTURE CLUB, DEPECHE MODE und EURYTHMICS. Bands, die ich heute immer noch (oder besser: wieder) sehr großartig finde. "the soft rains of april are over..." (a-ha) 

Als Teenager stand ich dann (nach einer kurzen U2-Phase, hm...) auf LEMONHEADS, DINOSAUR JR, VELVET UNDERGROUND und THE PIXIES. Irgendwann trat dann Hardcore in mein Leben und in meinem Walkman fanden sich fast nur noch Bands wie MANLIFTINGBANNER, GORILLA BISCUITS, YOUTH OF TODAY, BLACK FLAG, NATIONS ON FIRE oder UNITY. Can't... close... my... eyes... 

Ich weiß nicht, ob es der niedrige Frauenanteil war, der Hardcorekonzerte immer wie Pfadfindertreffen aussehen ließ, oder der zu dogmatische, spaßfeindliche Teil der Szene oder einfach nur die Tatsache, daß Hardcore mit Jungsein zu tun hat, irgendwann konnte ich mich jedenfalls nicht mehr richtig dafür begeistern. Womit ich nicht sagen will, daß mir die Lieder, die Konzerte, die Ideale nichts mehr bedeuten. Im Gegenteil - ich bin überzeugt, durch keine Musik soviel für mein Leben "gelernt" und mitgenommen zu haben wie durch Hardcore. Aber, wie gesagt, nichts hält ewig und wie bei so vielen Subkulturen kommen die besten Dinge am Anfang und werden dann im Lauf der Zeit eher weniger. So auch bei Hardcore, wo es nur noch wenige aktuelle Bands gibt, die mich interessieren und die wirklich was neues, eigenes machen. 

Statt für harte Moshgitarren begann ich also mich für die etwas moderne Variante von Musik zu begeistern. Die Zusammenarbeit von Bands und DJs - kurz Rave. Madchester. Summer of love. THE STONE ROSES. CHARLATANS. PRIMAL SCREAM. MY BLOODY VALENTINE. Hypnotische Beats und Tracks, die - wie das legendäre "Fools gold" - 10 Minuten dauern durften. Überhaupt stand England zu der Zeit bei mir ganz hoch im Kurs, damals, als es das Wort Britpop noch nicht mal gab oder man es zumindest noch sagen durfte, ohne sich gleich im nächsten Halbsatz davon distanzieren zu müssen. 

Seitdem ist schon wieder Zeit vergangen und wie das so ist, wenn man älter wird ;-) fängt man an, sich von allem das beste rauszusuchen. Neben den oben erwähnten Sachen höre ich mittlerweile auch gerne HipHop, House und alle anderen Spielarten moderner Musik. Breakbeat. Jungle. Drum & Bass. Electro. TripHop. Call it whatever you want... 

Sich aus allen Stilrichtungen das beste raussuchen. Und den Müll stehenlassen. Auf einem Konzert voller Rückkopplungen und Stagediver genauso viel Spaß haben können wie in einem schicken Houseclub. Darum geht es. Heute zu TAKE THAT rumknutschen und morgen zu einer kleinen Band ohne Plattenvertrag, die ihr Demo schickt. Offen sein für alles. Offen sein für neues. Es gibt keine guten Stilrichtungen. Nur gute Bands. Oder DJs. Oder Computer. Forward ever, backward never. Celebrate youth! 

  

Zwei meiner absoluten Favoriten für die Ewigkeit dürften wohl die THE SMITHS (Foto: Cemetry Gates/Manchester) auf der einen (englischen) und DESCENDENTS auf der anderen (amerikanischen) Seite sein. Beide Bands begleiteten mich durch meine Teenagerjahre, spendeten Trost an schlechten und Freude an guten Tagen. Und an beiden herrscht in den wilden Zeiten der Adoleszenz ja bekanntlich kein Mangel. Beide verkörperten dieses coole Außenseitertum, dieses Wissen, daß es da noch etwas anderes gibt, von dem die meisten anderen aus der Klasse keine Ahnung hatten. Und ob wohl es viele aktuelle Platten gibt, die ich öfter anhöre, hole ich die Smiths- und Descendents-Scheiben doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit immer mal wieder aus dem Regal. Und sie sagen mir immer noch was. Und das wird wohl auch so bleiben und ich weiß nicht, ob es andere Bands geben wird, die dasselbe schaffen. Die es schaffen, über Jahre hinweg interessant zu bleiben, ein Teil von einem zu werden, wie gute Freunde, wie Tagebücher. Danke, Morrissey, danke Milo. Und danke all ihr anderen wundervollen Menschen, die ihr mit toller Musik und schönen Texten mein Leben soooo viel angenehmer und spannender macht... 

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