Die Debatte über "Stolpersteine"

Theologen und Theologinnen gelten als Experten für Erinnerungsorte, "Zukunft aus dem Gedächtnis des Leidens" (J. B. Metz), anamnetische Ethik und den Opferbegriff. Umso erstaunlicher ist es, dass eine Suche nach Gunter Demnig, der seit über 25 Jahren "Stolpersteine" verlegt, im "Index Theologicus" ergebnislos bleibt. Hat beispielsweise die Kritik von Edna Brocke und Charlotte Knobloch an den "Stolpersteinen" in Theologie und Kirche kein Echo gefunden? (Im WiReLex-Artikel wird sie nicht erwähnt.) Ob die Diskussion über "Stolpersteine" nach dem unsäglichen Appell des antisemitischen AfD-Politikers Gedeon noch in vernünftige Bahnen geleitet werden kann, ist fraglich.


Münsteraner Forum für Theologie und Kirche (MFThK)