Die BBKL-Artikel von Ekkart Sauser sind oft fehlerhaft und schlecht und daher nicht zitierfähig! S. hält die Kopie eines Nachrufes aus dem "Osservatore Romano" oder einer Meldung in der Zeitschrift "Christ in der Gegenwart" oder eines Eintrages im Namenstagskalender für einen ernstzunehmenden Lexikonartikel. Nicht selten beschränkt sich seine Lit. nur auf einen Titel oder eine Seitenzahl (z.B. bei A. Abellon, A. v. Haunsperg, Aimilianos, J. Düsing, I. Falzon, F. Farnese, T. Kirchmayr, J. Laubach, J. Stadlhuber, A. Wiesinger u.v.a.). Lediglich auf dem Nachruf im "Osservatore Romano" basieren z.B. die Artikel über den Konzilstheologen Wilhelm de Vries und den Nuntius Lajos Kada. Lediglich auf dem Nachruf in der Zeitschrift "Das Münster" basieren z.B. die Artikel über die Kunsthistoriker H. Schade und H. Egger-Bitzios. Lediglich auf dem Nachruf in der Zeitung "Die Tagespost" basieren z.B. die Artikel über den Erzbischof von Chicago J. Bernardin, den Münchner Weihbischof M. Defregger, den Essener Weihbischof W. Grosse, den Salesianer-Chef J. E. Vecchi, den Nuntius J. Uhac sowie den Tiroler Maler M. Weiler. Lediglich auf einer Seite im Tirol-Lexikon von Gertrud Pfaundler basieren z.B. die Artikel über den Historiker F. Kolb, den Goldschmied F. G. Lang, den Maler C. A. Mayr und den Komponisten P. Singer. Lediglich auf dem Buch von J. Wodka von 1959 basieren z.B. die Artikel über den Jesuitenpater B. Villerius und Bischof Vivilo von Passau. Lediglich auf dem Nachruf in der Trierer Bistumszeitung basieren z. B. die Artikel über den Dogmatik-Professor I. Backes und den Philosophie-Professor B. Lorscheid. Lediglich auf dem Nachruf in der Schweizer Kirchenzeitung basieren z. B. die Artikel über den Schweizer Lehrer H. Pfammatter (vgl. das Original) und den Bischof O. Wüst (vgl. das Original). Es drängt sich die Frage auf: Worin besteht die intellektuelle Leistung der Reproduktion dieser Nachrufe?
In Bd. XVII (2000) gibt es 35 Artikel von S., die nahezu allein auf dem Buch "Die Apostolischen Nuntien in Wien" von Donato Squicciarini (1999) basieren und daraus mehr oder weniger abschreiben, siehe z.B. die Artikel über A. Agliardi, Nuntius in Wien 1893-1896, E. Taliani, Nuntius ebd. 1896-1903, und E. Sibilia, Nuntius ebd. 1922-1935. Im Artikel über Yves Congar, einen der bedeutendsten Theologen des 20. Jhs., nennt S. nur vier Lit.-Titel. Auch die Werkangaben sind meistens äußerst lückenhaft.
S. kennt häufig nicht den genauen bzw. korrekten Geburts- oder Todestag einer Person des 20. Jahrhunderts (z.B. von Pater Pio, H. Spaemann, G. Bitterlich, A. Egger, H. Egger-Bitzios, H. Erharter, H. Forer, G. Heinzel, M. Jenny, L. Kada, J. Kalser, H. Kramer, W. Massa, A. Maurer, J. Mayr-Nusser, G. M. Riegner, E. Scheibe, A. Scholze, A. Sparber, J. Untergasser, A. Wagner). Falsch ist das Todesjahr in den Artikeln über die Guardini-Freundin M. E. Stapp und Bischof H. Theissing (im Internet durch Eingriff in den Text korrigiert). Es kommt sogar vor, dass S. als Geburtsjahr das Todesjahr nennt, wie im Artikel über den österreichischen Bischof I. Feigerle (im Internet durch Eingriff in den Text korrigiert). Falsch ist das Geburtsjahr auch im Artikel über den geistlichen Schriftsteller Josef Walter, und dies, obwohl hier im BBKL bereits drei Jahre vorher ein Artikel über Walter mit den korrekten Lebensdaten erschienen war. Artikel wie der über das KZ-Opfer G. Könzgen sind eine Beleidigung der vorgestellten Toten. Aufschlußreich ist ein Vergleich vieler Artikel von S. mit Torsys Namenstagskalender. Man vergleiche z.B. den dortigen Artikel über den Indien-Missionar T. Peters mit dem Artikel von Sauser. Peinlich ist auch der Artikel über die sog. Märtyrer von Lübeck, der wie viele Artikel lediglich nur auf einer Seite in Torsys Namenstagskalender basiert. In dem Artikel über den Innsbrucker Dogmatiker F. Lakner stellt S. sich am Ende in eine Reihe mit Rahner und Jungmann! S. verfaßt auch Artikel über Personen ohne jede theologische oder kirchenhistorische Bedeutung (wie über seinen Vater oder seinen verstorbenen Studenten H.-P. Frank). Wes Geistes Kind S. ist, zeigt der Artikel über G. Bitterlich, die fundamentalistische Gründerin der 1992 kirchenamtlich ausgeschlossenen Organisation Engelwerk. Den Nazi Alban Schachleiter stilisierte er zum "Opfer ... des Deutschfeindentums der Tschechen nach dem Ersten Weltkrieg wie der Verführungskünste der Nazis". Zu S. vgl. auch R. Pranzl, Anmerkungen zu einem Lexikonartikel von Prof. Sauser (Trier) über Abt Alois Wiesinger OCist (1885-1955), in: CistC 106 (1999) 363-369.



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