Letzte Aktualisierung: 10.12.2000
100 Jahre "Nietzsche ist tot"
- Der Wille zur Macht
Macht und Anti-Egalitarismus bei Nietzsche und Hitler - Einspruch gegen den Versuch einer Verharmlosung
Von Prof. Dr. Ernst Tugendhat
- Eine überbeauftragte Seele
Verbotenes Wissen in der Philosophie – Konrad Paul Liessmann nimmt sich Nietzsche und die schwarzen Seiten des Denkens vor (SZ, 18.10.2000)
- Ungeheure Tatsachen
Sloterdijk über Nietzsche: Auf den Appell des Anderen zu hören, wäre "alteuropäisch"
Von Michael Jäger
- Lauter frohe Botschaften
Kein Wort über die umstrittenen Regeln des Menschenparks: In seiner offiziellen Gedächtnisrede zum 100. Todestag von Nietzsche vermied Peter Sloterdijk in Weimar überaus gekonnt einen erneuten Skandal.
Von Sven Felix Kellerhoff (Berliner Morgenpost, 26.08.2000)
- Ein Meister des Selbstlobs
In Weimar wurde Nietzsches 100. Todestag mit einer Buchpremiere gefeiert. Der Philosoph Peter Sloterdijk redete von einem "grenzenlosen Gutreden des eigenen Reichtums" (taz, 29.08.2000)
- Der Denker als Guru
Mythos Nietzsche: Als Philosoph wird er von den verschiedensten geistigen Strömungen alle 30 Jahre regelmäßig aufs Neue vereinnahmt – übersehen wurde dabei bisher Nietzsches Bedeutung als Wissenschaftstheoretiker.
Von Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli
- Ecce homo
Nietzsches Leben im Spiegel seiner Briefe an den Freund Franz Overbeck.
Von Prof. Dr. Jochen Schmidt (Univ. Freiburg)
- Vorsicht, Nietzsche!
Seine Deutungsgeschichte ist turbulent. Erst stand er unter Faschismusverdacht, nun entdeckt die intellektuelle Linke in ihm einen Vorreiter des "wilden Denkens". Warum diese Kehrtwende?
Von Richard Herzinger (Tagesspiegel, 25.08.2000)
- Der Tanz der Revolte
Friedrich Nietzsche, aus seiner Sprache gedeutet - Zum 100. Todestag des Philosophen.
Von Prof. Dr. Gert Mattenklott (FU Berlin)
- Toller Mensch auf zartem Fuß
Gibt es einen Zusammenhang in Friedrich Nietzsches Philosophie? Zwei einführende Gesamtdarstellungen von Christoph Türcke u. Günter Figal suchen nach Lösungen. Von Richard Klein
- Das moderne Ich als Vielheit
Wie kein anderer Philosoph hat Friedrich Nietzsche die geistesgeschichtliche Moderne eingeleitet. So stand er auch Pate bei der Geburt der modernen Literatur. Von Mario Andreotti (St. Gallen)
Unzeitgemässe Betrachtungen zu Sloterdijk und Nietzsche
- Klarheit trotz Krankheit
Mythos Nietzsche: Der Philosoph trotzte sein Werk lebenslangen Migräneanfällen und einer starken Kurzsichtigkeit ab – ein Leben in Extremen, das in geistiger Umnachtung endete. Von Claudia Becker
- Der Vatermörder
Mythos Nietzsche: Der Philosoph und der Komponist – Nur sieben Jahre währte die Verbindung zu Richard Wagner, aber sie wurde für den Jüngeren zum Leitmotiv seines Lebens und Schreibens. Von Michael Horst
- Zum Ruhme Zarathustras
Mythos Nietzsche: Fast alle großen Schriftsteller haben sein Werk gründlich durchgekaut - oder wenigstens daran genippt. Von Hergen Kicker
- Der vergewaltigte Denker
Mythos Nietzsche: Dass der Philosoph immer wieder als Vordenker des nationalsozialistischen Rassenwahns bezeichnet wird, liegt zum einen an einer dreisten Geschichtsfälschung, zum anderen an seinen Nachlass-Verwaltern. Von Sven Felix Kellerhoff
- "Vielleicht bin ich ein Hanswurst . . ."
Mythos Nietzsche: Das Genie und sein Untergang - Durch vergröberte und missverstandene Schlagworte verwirrt das Denken des Philosophen auch hundert Jahre nach dessen Tod noch immer die Leser. Von Jost Nolte
- Die große Musik der Welt
Rüdiger Safranskis erstaunliche Biographie von Nietzsches Welt: Zugleich ein Versuch, den Denker vor seinen „Tollheiten“ zu retten (SZ, 14.08.2000)
- Und Sloterdijk aß auch ein Steak
Die Tagung auf Schloss Elmau "Humanismus nach Nietzsche" - nicht einfach eine unter vielen Jubiläumstagungen zu Nietzsches 100. Todestag.
Von Rüdiger Suchsland (Der Tagesspiegel, 24.07.2000)
- Phantome im Wohnzimmer
Auf Schloss Elmau diskutierten Philosophen über den "Humanismus nach Nietzsche".
Von Matthias Kamann (Die Welt, 24.07.2000)
- Der Philosoph, der um sein Leben dachte
Kurz vor dem 100. Todestag von Friedrich Nietzsche trafen sich im bayerischen Elmau die Kenner. Der Kongress kreiste um eine Philosophie, die fasziniert
und abschreckt. Von Guido Kalberer (Tages-Anzeiger, 26.7.2000)
- "So denkt jetzt die Sprache für jeden"
Die Schrift als Kolonist des Denkens und Motor sozialer Desintegration: Zu Friedrich Nietzsches wegweisenden Erkenntnissen zählt, gesellschaftliches und individuelles Selbstverständnis als Oberflächenphänomen der medialen Infrastruktur zu begreifen
Von Christof Kalb (Univ. Hildesheim)