Mariam Lau

geb. 1962 in Teheran als Tochter des Publizisten Bahman Nirumand, Studium der Kunstgeschichte, Filmwissenschaften u. Amerikanistik, 1992-1998 Kulturredakteurin der taz, Biographin von Harald Schmidt, lebt mit Ehemann Jörg Lau und ihren drei Töchtern in Berlin-Charlottenburg. Sie ist Anhängerin eines "konstruktiven Konservativismus, der ohne die Ressentiments der klassischen Kulturkritik auskommt" (Die Welt, 28.11.2005). Sie hat sich insbesondere als scharfe Kritikerin des Feminismus (Simone de Beauvoir, Alice Schwarzer) profiliert. Nach der Wahl von Papst Benedikt XVI. forderte sie in einem Essay: "Kein Kniefall vor Ratzinger!"

Eine Auswahl ihrer Artikel und Arbeiten

1998

Vertreibung aus dem Paradies. Philip Roths neuer Roman "Amerikanisches Idyll" zeichnet alles andere als eine Idylle. Roth schrieb eine Art "Buddenbrooks" für New Jersey und begibt sich damit wieder einmal auf die Suche nach dem großen Schuldzusammenhang. Pardon wird nicht gegeben. In: taz, 29.7.1998.

Der gute Mensch von Hollywood. Steven Spielberg, Regisseur von "Der Soldat James Ryan" und "Schindlers Liste", hat Erfolg. Kritikern ist er daher suspekt. In: taz, 10.10.1998.

1999

Der regierende Feminismus ist erstarrt: Noch immer sieht er Frauen nur als Opfer. In: Die Welt, 31.3.1999.

Kann man den Bundestag lieben? Der Philosoph auf der Suche nach dem Politischen: Zum 70. Geburtstag von Jürgen Habermas. In: Die Welt, 18.6.1999.

2000

Die neuen Sexfronten. Vom Schicksal einer Revolution. Berlin 2000.
Siehe hierzu die Rezensionen

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Zum Tode des Essayisten und ehemaligen "Kursbuch"-Herausgebers Karl Markus Michel. In: Die Welt, 16.11.2000.

Die Nestbeschmutzerin. Hannah Arendt, Adolf Eichmann und die jüdische Historiographie. Rückblick auf einen Skandal. Rez.: Gary Smith (Hg.): Hannah Arendt Revisited. "Eichmann in Jerusalem" und die Folgen. Frankfurt/M. 2000. In: Die Welt, 18.11.2000.

2001

Fight Club für alle. Rez.: S. Faludi, Männer – Das betrogene Geschlecht. Reinbek 2001. In: Die Welt, 26.5.2001.

Wer betreibt eine Holocaust-Industrie? Mit Norman Finkelsteins platter Verschwörungstheorie und Peter Novicks Analyse kommt die US-Debatte nun zu uns. In: Die Welt, 3.2.2001.

2002

Wer's glaubt, wird selig. "Amen" - Costa-Gavras hat Rolf Hochhuths Skandaldrama der sechziger Jahre "Der Stellvertreter" verfilmt. In: Die Welt, 14.2.2002.

Der schnöde Mammon ist ein großer Erzähler. Nach einem Jahr Euro ist es an der Zeit, Ästhetik und Rhetorik des Geldes zu würdigen. In: Die Welt, 31.12.2002.

2003

Harald Schmidt. Eine Biografie. Berlin 2003.
Siehe hierzu die Rezensionen

"Bücherverbrennung nie da gewesenen Ausmaßes". Jörg Friedrich diskutiert über sein "Brand"-Buch – und mobilisiert den larmoyanten deutschen Pazifismus. In: Die Welt, 9.1.2003.

2005

Feminismus am Ende. In: Die Welt, 8.3.2005.

Kein Kniefall vor Ratzinger! Was ist bloß los? Wieso entdecken im Moment so viele Intellektuelle ihre Begeisterung für einen knallkonservativen Kleriker? Es gibt keinen Grund, sich vom Papst moralischen Relativismus vorhalten zu lassen, nur weil man sich nicht in das Wertekorsett des Katholizismus zwängen lassen möchte. In: Spiegel Online, 21.4.2005.

Sekundärliteratur

Wiglaf Droste, Mit Mutti Lau auf Gartenschau. In: taz, 4.7.2003.

http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=3133&ausgabe=200012


Münsteraner Forum für Theologie und Kirche (MFThK)