Heinz-Joachim Fischer

Zu Heinz-Joachim Fischer, dem Italien- und Vatikankorrespondenten der FAZ, vgl. jüngst den Blog-Eintrag von Jost Kaiser: Mit einem einzigen Grundgedanken, nämlich dass die Entscheidungen des Papstes grundsätzlich gut sind, betreibe er seit Jahren seine Korrespondentenstelle in Rom. In der Tat wird Fischer seit Jahren vorgeworfen, dass seiner Berichterstattung die nötige kritische Distanz zu Papst und Kurie fehlt (Der unvergessliche "Klassiker" dieser Berichterstattung ist immer noch sein Artikel "Sinnenfreude jenseits der Niederungen der Kirchenpolitik. Fürstin Gloria von Thurn und Taxis inszeniert ein fürstliches Fest in Rom", in dem er überschwänglich von einer Party in Rom berichtet, auf der er eingeladen war). Der mit der Piusbruderschaft sympathisierende Philosoph Walter Hoeres schrieb 2008, "der vatikanische Hofberichterstatter der FAZ", Heinz-Joachim Fischer, verstehe es "seit Jahren ..., alle umwälzenden römischen Ereignisse ... in den rosaroten Nebel betulicher Harmlosigkeit zu rücken". Der Kirchenredakteur der Berliner tageszeitung bezeichnete Fischer am 15.8.2005 als einen "seit Jahren geradezu devoten Ratzinger-Fan". Der evangelische Kirchenhistoriker Bernd Moeller kritisierte im selben Jahr die Papst-Berichterstattung und das Ökumene-Verständnis Fischers (Leserbrief an die FAZ, 20.9.2005). Kritische Äußerungen zu Artikeln von Fischer kamen im Jahr 2006 vom katholischen Dogmatikprofessor und Ratzinger-Schüler Wolfgang Beinert (FAZ, 15.8.2006, wegen verzerrender Darstellung des Jesuitenordens) und von Stefan Vesper, dem Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (FAZ, 19.12.2006, wegen verzerrender Darstellung des ZdK). Der Politikwissenschaftler Roman Maruhn urteilte bereits 2002, Fischer schaffe es, der FAZ "den Anstrich eines Freak-Magazins zu geben". Er schrieb: "Warum Fischer immer noch auf seine eigentümliche ... Art berichten darf, liegt wohl an den heiligen Regeln der FAZ für Auslandskorrespondenten: Sie können nahezu nicht abberufen werden und ihre Arbeitszeit bis zum Ruhestand an ihrem Einsatzort verbringen." Weitere kritische Stimmen zu Fischer bitte an den Webmaster.


Münsteraner Forum für Theologie und Kirche (MFThK)