Richard Herzinger

Geboren 1955 in Frankfurt a. M., promovierter Literaturwissenschaftler und Lehrender am FB Germanistik der FU Berlin. Er behandelt in seinen Artikeln v.a. philosophische u. geschichtswissenschaftliche Themen. Eine persönliche Homepage von Herzinger (mit Publikationsliste) ist bisher nicht bekannt.

Eine Auswahl seiner Artikel

1997

In der Gemeinschaftsfalle. Ohne Individualismus keine Verantwortung - wider die konservative Klage vom Untergang der Werte. In: Die Zeit, 4.4.1997.

Ist es die Familie? Ist es Schalke 04? Rez.: L. Ferry, Von der Göttlichkeit des Menschen oder Der Sinn des Lebens. Wien 1997. In: Die Zeit, 14.11.1997.

1998

Das Lob der Unvollkommenheit. Rez.: I. Berlin, Wirklichkeitssinn. Berlin 1998. In: Die Zeit, 26.3.1998.

Ins Offene, ihr Wissenschaften. Aber bitte mit Werten. Rez.: W. Lepenies, Benimm und Erkenntnis. In: Die Zeit, 16.4.1998.

Fiktion für alle Zeit. Rez.: F. J. Wetz, Die Würde des Menschen ist antastbar. Stuttgart 1998. In: Die Zeit, 27.8.1998.

Die Verbesserung der Zukunft. Rez.: N. Bobbio, Das Zeitalter der Menschenrechte. Berlin 1998. In: Die Zeit, 5.11.1998.

Der Staat soll aufhören. Die neuen Utopien sind die alten: In den Szenarien für das neue Jahrtausend werden visionäre Entwürfe von einst wieder aktuell. In: Die Zeit, 30.12.1998.

Angst vor dem letzten Menschen. Bertolt Brecht, Ernst Bloch und die apokalyptische Faszination des Kommunismus. Die Zeit, 25.6.1998.

1999

Jung, schick und heiter. Im schönen Schein der Marktwirtschaft: Der Literaturbetrieb entwickelt sich zur neuen Sparte der Lifestyle-Industrie. In: Die Zeit, 25.3.1999.

Postmoderne ohne Ende. Rez.: Z. Baumann, Unbehagen in der Postmoderne. Hamburg 1999. In: Die Zeit, 22.4.1999.

Berliner Mief. Die selbsternannte "Generation Berlin" fördert die Verspießerung des intellektuellen Klimas. Ihre Helden sind Revolteure gegen das Prinzip der Revolte. In: Die Zeit, 23.9.1999.

2000

Totalitäre Dynamik. Wie Ernst Nolte in München mit dem Adenauer-Preis geehrt und von Horst Möller vergeblich laudiert wurde. In: Die Zeit, 8.6.2000.

Vorsicht, Nietzsche! Heute vor hundert Jahren starb der Philosoph. In: Der Tagesspiegel, 25.8.2000.

Rez.: H. A. Winkler, Der lange Weg nach Westen. Bd. 2: Deutsche Geschichte vom "Dritten Reich" bis zur Wiedervereinigung. München 2000. In: Die Zeit, 19.10.2000.

2001

Die Hure Babylon. Die apokalyptischen Motive eines weltweit grassierenden Antiamerikanismus. In: NZZ, 24.9.2001.

2002

Unser aller Übervater. Bernard-Henri Lévy hat eine leidenschaftliche Hommage an Jean-Paul Sartre verfasst. In: Die Zeit Literatur-Beil. Oktober 2002.

Die offene Gesellschaft und ihre Feinde. Skeptischer Weltverbesserer: Vor hundert Jahren wurde der Philosoph Karl Raimund Popper geboren. In: Die Zeit Nr. 31, 2002.

Barings Pulverdampf. Wenn aus Schröder einmal Brüning wird: Der haltlose Geschichtsvergleich als Realitätsflucht. In: Die Zeit Nr. 49, 2002.

2003

Moral liegt in der Luft. Lässt sich Demokratie mit militärischen Mitteln exportieren? Was den Bombenkrieg der Alliierten von einem möglichen Irak-Krieg unterscheidet. In: Der Tagesspiegel, 6.1.2003.

Wundersame Verschwörergruppe. Alles spricht von den amerikanischen "Neokonservativen“ und ihrem angeblich beherrschenden Einfluss auf die US-Regierung. Die Suche nach ihren ideologischen Wurzeln hat sich zu einer handfesten Legendenbildung ausgeweitet. Als Schüler von Leo Strauss sollen sie indirekt Anhänger Carl Schmitts sein – und zugleich verkappte Jünger Leo Trotzkis. Da wird es Zeit, den Boden der Tatsachen wieder ins Spiel zu bringen. In: Die Zeit Nr. 26, 2003.

Spinnen im Netz der amerikanischen Weltherrschaft. Um die neokonservativen Berater des US-Präsidenten Bush ranken sich politische Legenden. Folgen sie den Lehren des deutschen Philosophen Leo Strauss? Stammt die Theorie des Präventivkriegs gar aus dem Arsenal des Revolutionärs Leo Trotzki? In: Die Zeit Nr. 28, 3.7.2003.

Der Gotteskrieger. Die "Rüge" des CDU-Vorstands gegen den Abgeordneten Martin Hohmann ist eine Farce, dessen "Entschuldigung" wertlos. Seine Rede enthüllt ein geschlossenes geschichtsrevisionistisches Weltbild. Kommentar für ZEIT.de.


Münsteraner Forum für Theologie und Kirche (MFThK)