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Allgemeine Informationen zu den CB550ernDie Honda CB500/550 wurde als mittleres Honda 4-Zylinder Motorrad zuerst in 1971 als 500er vorgestellt. Die 550er gab´s basierend auf der 500er ab 1975 mit kleineren Veränderungen. Die offensichtliche Veränderung war die größere Zylinderbohrung und damit die Hubraumvergrößerung aufgrund verschärfter Abgasbestimmungen. Der Schaltmechanismus, die Schmierung und die Kupplung wurden ebenfalls überarbeitet. Unter anderem gehörte das von den 500ern bekannte Haken zwischen 1. und 2. bei der 550er der Vergangenheit an. Die 550er erhielt einen neue Schaltwalze und eine verstärkte Kupplung. Die Motorgehäuseentlüftung wird bei den 550ern über einen Ölabscheider zur Nachverbrennung wieder dem Luftfilter zugeführt. Desweiteren wurde im Getriebe eine zusätzliche Mini-Ölpumpe eingebaut. Es wurden 2 Versionen der 550er gebaut. Das "F"-Modell wurde als Sportversion mit einer 4in1-Auspuffanlage und entsprechend der 400F mit einfarbiger Lackierung ohne Zierstreifen am Tank ausgeliefert. Die "F" war durch den einzelnen Endschalldämpfer etwas leichter als die "K"-Modelle mit den 4in4-Auspuffanlagen.Die "K"-Modelle wurden als "Tourer" angeboten. Außer der bereits erwähnten 4in4-Auspuffanlage wurden die "K"- Modelle in verschiedenen 2-Farben-Lackierungen ausgeliefert. Leistungsmäßig unterscheiden sich die 550er "F" und "K"-Modelle nicht. Das in der Werbung angepriesene höhere Drehmoment der "F" aufgrund der 4in1-Auspuffanlage ist meines Erachtens "wissenschaftlich". Die Unterschiede der Modelle sind unterm Strich eher kosmetischer Natur. Im Rennsport wurden die 550er meines Wissens nie eingesetzt. Damals wurde die 550er häufig als Einstiegsmotorrad gekauft. Leider sind die heute am Markt erhältlichen Gebrauchtmaschinen häufig verbastelt. Es sollte immer Wert auf den Originalzustand gelegt werden, denn diese Moppeds laufen und laufen und laufen. Die Marktpreise liegen heute je nach Zustand zwischen DM 1.000,00 für einen Teileträger und DM 4.500,00 für eine voll alltagstaugliche und überholte Maschine. Beim Gebrauchtkauf gilt das gleiche wie bei jedem über 20-jährigen Gefährt. Alle alten Fours haben Probleme mit durchgerosteten Auspufftöpfen. Eine Originalanlage wird wohl kaum noch eine drunterhaben. Falls möglich sollte man auch die Gabelrohre unter den Lampenhaltern inspizieren. Hier rostets auch gerne. Und Ersatz kostet pro Rohr mal eben ca. DM 250,00. Die Sitzbank ist häufig hinüber. Hier lohnt es sich auch, sich mal das blecherne Sitzbankunterteil anzusehen. Häufig ist dies nämlich komplett vom Gilb zerfressen und durchgeknackt. Ölverlust am Motor wird häufig als Undichtigkeit der Zylinderdichtungen fehlinterpretiert. Man sollte schon genauer hinsehen, den manchmal reicht es nur die O-Ringe an den Verschlußstopfen für die Kipphebelwellen unter den Kappen rechts und links am Zylinder zu ersetzen. Genauso häufig wurden die Winkelhalter für diese Kappen nicht mit den richtigen Dichtscheiben (1 verchromte Kupferscheibe und 1 Aluscheibe) montiert. Gleiches gilt für den Ventildeckel. Dort werden die serienmäßigen Sechskantschrauben mit Kupferunterlegscheiben häufig durch "schönere" Inbusschrauben mit Edelstahlunterlegscheiben ersetzt. Dann sifft es natürlich durch. Nutzt das alles nix, dann muß der Kopf runter, denn dann sind´s häufig die O-Ringe zwischen Kopf und Zylinder, die sich verabschiedet haben. Noch´n Tip für die 500er Fraktion: Der deutlich verbesserte 550er Motor passt ohne Änderungen in den 500er-Rahmen.
Andreas Giersberg, Münster (Westf.) |