Die Quadriga

Die meisten bauplastischen Elemente am Brandenburger Tor gehen auf Entwürfe des Berliners Johann Gottfried Schadow zurück. Im Jahre 1793 wurde dem Brandenburger Tor die von Johann Gottfried Schadow gefertigte Quadriga hinzugeführt. Die Anfertigung der Figur wurde dem Potsdammer Kupferschmied Emanuel Jury übertragen, auf dem Wasserweg von Potsdamm nach Berlin gebracht und auf der Attika des Tores befestigt. Die weibliche Figur auf dem vierspännigen Wagen stellt die Friedensgöttin Eirene, eine Tochter des Zeus, dar. Die ursprünglich unbekleidete Göttin erhält nach 1794 ein Gewand, "weil sie von hinten so steif und kahl aussähe".
Quadriga bedeutet "Viergespann". 4 Pferde sind vor dem Wagen gespannt, was insbesondere bei den Römern für ihre großen Wagenrennen üblich war.
Es wurde immer wieder behauptet, dass die Quadriga verkehrt herum auf dem Tor stände, aber auf allen historischen Abbildungen zeigt sie die gleiche Ausrichtung wie heute. Dies hat auch einen thematischen Grund: Die Friedensgöttin, fährt mit ihrer guten Botschaft in die Stadt hinein.

Napoleon raubt die Qadriga

Einer der schwärzesten Tage in der Geschichte Preußens war der 14. Oktober 1806. An diesem Tag wird in der Doppelschlacht von Jena-Auerstedt die Armee, die sich seit der Zeit Friedrich des Großen unbesiegbar wähnte, von Napoleon vernichtend geschlagen. Am 27. Oktober zieht der französiche Kaiser durch das Brandenburger Tor in Berlin ein. Wenige Wochen nach der Ankunft Napoleons in Berlin wird über die Ablieferung der Quadriga verhandelt. Vom 2. bis 8. Dezember wird die Quadriga demontiert, in 12 Kisten verpackt und am 21. Dezember auf die fünfmonatige Reise nach Paris geschickt. Obwohl sie 7 Jahre in der Stadt an der Seine geblieben ist, ist bis heute nicht geklärt, ob sie in Paris jemals öffentlich gezeigt wurde.

Die Rückgewinnung der Quadriga

Im Jahr 1814 gelingt es Feldmarschall Blücher und der preußischen Armee die Quadriga zurückzuerobern. Am 4.April verlassen die Kisten Paris, Richtung Berlin. Überall wird die Quadriga freudig begrüßt und ihr Einzug in Berlin zu einem wahren Triumphzug. Was von den Schöpfern als Symbol für die Friedensgöttin Eirene gedacht war, ist längst eine griechische Nike bzw., römische Victoria, eine Göttin des Sieges geworden. Nach der notwendigen Restaurierung wird die Spitze des Stabes, den die Göttin in der linken Hand hält neu gestaltet. Ein Eichenkranz, der ein Eisernes Kreuz umgibt krönt den Stab. Über diesen breitet von nun an, ein preußischer Adler seine Schwingen aus.

Das Bauwerk
Die Quadriga
Nationaldenkmal
des Königreichs
Das Tor im 
20. Jahrhundert
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