Reisebericht 2013 Lamaya Resort, Coraya Bay, Marsa Alam, Ägypten

[Panorama Madinat Coraya]
Verfasser: Armin Gräwe, 56 Jahre, verheiratet, 2 Kinder, selbstständiger Elektroniker, SSI Master Diver
Reisezweck: Ohne Kinder mal kurz dem kalten Deutschland entfliehen und eine neue Tauchbasis und Hotelanlage erproben.
Reisegesellschaft: Tui, gebucht im Reisebüro Palm Tours in Münster-Nienberge, Reisepreis: 701 € p.Pers.
Abflug Do. 11.04.2013 07:10 von Düsseldorf mit Sun Express, einer Türkischen Fluggesellschaft.

Der Flug mit Sun Express:
Die Maschine, eine Boeing 737-800 war nur zum Teil ausgelastet und machte einen sauberen und technisch guten Eindruck. Der Empfang und die Betreuung waren sehr freundlich und Durchsagen des deutschen Kapitäns und 1.Offiziers sehr informativ. Kaffee und Getränke waren gut, allein das Sandwich und die Auswahl waren eher ein Armutszeugnis für einen 5 Stundenflug.
Ab dem Mittelmeer hatten wir sehr schönes Wetter und konnten viele Urlaubsziele sehen die wir schon besucht haben. Den Afrikanischen Kontinent enterten wir über dem Nildelta und flogen dann über Kairo entlang der Küste des roten Meers. Auch dort waren einige schon besuchte Urlaubsziele gut zu sehen. Nach verlassen der Reiseflughöhe tauchten dann die herrlich türkisfarbenen Buchten und Riffe um Marsa Alam auf.
Landung in Marsa Alam 12:10
Ein ziemlich kleiner und recht neuer Flughafen. Er ist zwar klimatisiert, es empfiehlt sich aber trotzdem Zwiebelkleidung, denn im Shuttlebus kann es mächtig warm sein.
Auf dem ganzen Flughafen gibt es ein offenes, freies W-Lan Netz, sehr praktisch um mal eben schnell ein paar Informationen abzurufen oder zu senden. Aber Vorsicht : Weil das Netz unverschlüsselt ist, kann man alle Daten ausspionieren.
Die Abfertigung und die Kofferausgabe waren sehr schnell und praktisch.
   
[Luftbild Madiant Coraya]
Luftbild Madiant coraya
[Luftbild Marsa Alam Riffe]
Riffe bei Marsa Alam

[Airport Arrival]
Airport Arrival
[Bus Parklpatz]
Bus Parkplatz
    Der Transfer :
Der Weg zu den Bussen ist nur etwa 50-100m. Es stehen reichlich Mitarbeiter der verschiedenen Reisegesellschaften zur Information bereit.
Alternativ kann man auch hier ein Taxi nehmen. Der Preis ist oft Verhandlungssache. Man sollte für 10 min. Fahrt nicht mehr als 70 EGP (ca.10€) zahlen. Wenn man ein Taxi nutzt, sollte man seinen Reiseleiter informieren, damit der Bus nicht unnötig wartet.
Im Bus gab es einen netten Empfang mit einer Flasche Wasser. Die Fahrt zum Hotel Lamaya dauert nur etwa 10 Minuten. Kurz nach verlassen des Flughafenbereichs, am ersten Kreisverkehr, hat man auf der rechten Seite einen schönen Blick auf die Stadt Port Ghalib, eine Hafenstadt die gerade erst entsteht und völlig neu aus dem Nichts aufgebaut wird. Von dort aus gehen auch alle Schiffs- und Tauchtouren.
Auf der weiteren Fahrt gibt es außer Wüste nichts spektakuläres zu sehen.


Das Madinat Coraya:
Das Madinat Coraya ist eine Gruppe von Hotelanlagen auf der Südseite der Coraya Bay, einer knapp 2 km langen Meeresbucht. Zu der Hotelanlage gehören das Lamaya, Soraya, Samaya und Solymar. Das Solymar liegt nicht direkt an der Bucht hat jedoch auch einen direkten Weg zum Strand. Alle Hotels haben den gleichen Baustil, eine ähnliche Ausstattung und gehören offenbar zu einer Gruppe. Auf der Landseite ist rings herum nur Wüste.
   
[Eingang]
Madinat Coraya

[Eingang]
Eingangsportal
[Lageplan]
Lageplan
    Das Hotel Lamaya:
Der Empfang im Hotel ist besonders freundlich und komfortabel.
Man muss nicht an der Rezeption anstehen, sondern ein Empfangschef bittet im Foyer Platz zu nehmen und bringt alle Formalitäten. Dazu gibt es einen sehr leckeren Karkade Saft.
Danach führt der Empfangschef durch die Hotelanlage und zum Zimmer, wo unser Gepäck bereits angekommen war.

Das Zimmer:
Wir hatten Zimmer 2105, ein Familienzimmer Typ1, im südlichen Block auf der Inlandseite. Ein parterre Zimmer mit Terrasse zur Poolseite. Das Zimmer war sehr sauber und komfortabel. Es beinhaltet einen kleinen Flur mit Garderobenschrank und einer Kofferablage. Daran schließt sich der schön möblierte Hauptraum mit großem Doppelbett, einem etwas kleinen Fernseher mit deutschen Programmen und einer Sitzgruppe an.
Durch zwei Abmauerungen und einen Vorhang getrennt folgt ein kleiner Bereich für Kinder mit zwei separaten Betten. Von dort aus gelangt man über eine große Schiebetür auf die kleine Terrasse mit einem Tisch und zwei Stühlen und von dort aus weiter in den Garten.
Ziemlich störend war ein modriger Geruch, der allerdings nach intensivem lüften bald verschwunden war. Wie sich später herausstellte gab es zu dem Zeitpunkt auch ein Problem mit dem Abwasser in dem Block.
Da die Zimmer relativ hellhörig sind kann es passieren dass man viel von einer lebhaften Familie über einem mitbekommt.
Die Klimaanlage war sehr laut und kühlte selbst auf kältester Stufe fast nicht. Das war im April noch kein Problem, im Sommer wird es dann aber unerträglich. Der Fehler wurde aber sofort nachdem wir ihn gemeldet haben beseitigt.
Die Zimmerstromversorgung wird durch den Anhänger des Zimmerschlüssels aktiviert. Das ist sehr lästig, denn man kann ohne irgendwelche Tricks anzuwenden, sein Handy, Kameras und Notebook nur laden wenn man anwesend ist.


[Eines der Kinderbetten]
Eines der Kinderbetten
   
[Bett]
Das Bett
[Möbel]
Möbel
[Terrasse]
Terrasse

[Gartenweg mit Palmen und Buganville]
Gartenweg mit Palmen und Buganville




Die Grünanlagen :
Die Grünanlagen und der Garten der Anlage sind sehr schön und gepflegt. Es sind dort viele exotische Pflanzen zu finden, die teilweise auch Bezeichnungsschilder haben. Man kann auf dem Rasen vor der Terrasse schön im Windschatten in der Sonne liegen.
Die Wege durch die Anlage sind gut und eben gepflastert, also auch für Rollstuhlfahrer geeignet.




[Flammenbaum / Mimosa]
Flammenbaum / Mimosa
   
[Rasenfläche am Strand]
Rasenfläche am Strand
[Beet im Rasen]
Beet im Rasen
[Strelizie]
Strelizie
Abends ist die ganze Anlage gut beleuchtet und gibt eine angenehme Atmosphäre zum Abendspaziergang. Auf der 1,6 Kilometer langen Strandpromenade begegnet man einigen Joggern und ab und zu einem Elektro-Shuttel-Mobil das ohne Licht durch die Nacht fährt.


   
[Strandpromenade bei Nacht]
Strandpromenade bei Nacht

W-Lan :
Über die ganze Hotelanlage verteilt gibt es rund ein Dutzend W-Lan Accesspoints, meist an den Palmen vor den Wohnblocks montiert, so das fast überall ein guter Internet Zugang herrscht. Die Kosten für den Internetzugang betragen 36,00€ für 6 Tage, also 6€ am Tag. Meiner Meinung nach etwas happig.
   
[WLAN an Palme]
WLAN an Palme

Die Shops :
Man kann und darf durch alle Anlagen aller Hotels dieser Meeresbucht gehen. Im Einfahrtsbereich der Hotels befinden sich einige der typischen, kleinen ägyptischen Touristenshops mit den typisch aufdringlichen Verkäufern. Wer sich aber mit den Handelsbräuchen auskennt kann so manches interessante T-Shirt oder exotische Parfüm ergattern. Man sollte allerdings die Preise kennen, sonst wird man schamlos übers Ohr gehauen.
Trotzdem gut das es auch hier diese Shops gibt, denn wir hatten einen Schnorchel und eine Haarbürste vergessen. Beides konnten wir kaufen.
In der Einkaufspassage gegenüber des Lamaya Haupteingangs gibt es auch eine Apotheke.


[Shops im Hotel Lamaya]
Shops im Hotel Lamaya
   
[Shops im Hotel Solymar]
Shops im Hotel Solymar
[Shops im Hotel Lamaya]
Shops im Hotel Lamaya

[Buffet im Hotel Lamaya]

[Buffet im Hotel Lamaya]

[Buffet im Hotel Lamaya]

Das Essen :
Das Frühstück, Mittag- und Abendessen findet in einer großen Halle und auf der davor liegenden Terrasse statt. Trotz der Hallengröße wirkt der Raum noch einigermaßen gemütlich. Die Auswahl am Buffet war sehr reichlich. Meistens gibt es 5-6 Hauptgerichte, mit Unmengen von Beilagen, Salaten und Suppen. Dazu etliche Brote, Brötchen und viele verschiedene Desserts und Kuchen.
Interessanterweise gab es dort auch Nudelsuppe ohne Nudeln, Pilzreis ohne Pilze und Zwiebelreis ohne Zwiebeln, aber das war nur ein geringes, amüsantes Manko. Da ich sowieso ein Liebhaber der Ägyptischen Küche bin, fand ich es ausgesprochen lecker. Aber der Normaleuropäer kommt hier auch auf seine Kosten. Für Kinder gibt es abwechselnd Pommes, Reis, Kartoffelpüree, Chicken Nuggets, Burger, usw.


[Buffet im Hotel Lamaya]
   
[Buffet im Hotel Lamaya]

[Buffet im Hotel Lamaya]

[Buffet im Hotel Lamaya]


Qualitätsmanagement :
In diesem Hotel wird ein intensives Qualitätsmanagement betrieben. An einem Abend lud das Management zu einem Stehcocktail ein. Dort konnte man mit den verschiedenen Abteilungsleitern über Kritik, Wünsche und Anregungen sprechen.
Außerdem fand an einem Abend beim Abendessen eine Umfrage einer unabhängigen Firma zur Zufriedenheit der Gäste statt.
   
[Stehcocktail am Morgana]
Stehcocktail am Morgana

[Der grosse Pool]
Der grosse Pool
Der Poolbereich :
Der Poolbereich beinhaltet drei Pools die für mich als bekennender Warmduscher doch noch relativ kalt waren. Die beiden großen Hauptpools waren sehr sauber und wenig gechlort. Obwohl das Hotel außerhalb der Hauptsaison nur mäßig ausgelastet war, sind die Poolliegen sehr gefragt und schwer zu ergattern. Im Poolbereich ist eine kleine Bar an der es den ganzen Tag Softdrinks Bier und Kaffe gibt. Ab Mittag auch Kuchen.
Bereits am Morgen und dann den ganzen Tag lang findet am Pool ein Animationsprogramm statt, dem man sich dort nicht entziehen kann. Für mich, der diese Animationen nicht mag, eine sehr nervige Sache. Da auch unser Zimmer dicht am Poolbereich lag, hatte man noch nicht mal dort seine Ruhe.
Ganz schlimm ist es am Wochenende, denn wenn dann am Pool Ruhe eingekehrt ist geht es auf der Terrasse vor dem Hauptgebäude mit Karaoke oder Disco weiter und das in einer Lautstärke die über die ganze Hotelanlage wummert. Wir sind dann jeweils zu einem ausgiebigen Strandspaziergang geflüchtet.


[Die Poolbar]
Die Poolbar
   
[Der Kinderpool]
Der Kinderpool
[Animation am kleineren Pool]
Animation am kleineren Pool
[Sonnendächer am kleineren Pool]
Sonnendächer am kleineren Pool
[Sonnendächer am grossen Pool]
Sonnendächer am grossen Pool

Der Strand :
Der Strand ist sehr gewöhnungsbedürftig und unterscheidet sich erheblich von den sonst üblichen Hotelstränden. Obwohl der Strand mehrere Kilometer lang ist gibt es nur zwei Einstiegsmöglichkeiten zum Schwimmen. Die eine ist ein etwa 100 Meter breiter Bereich in der Mitte der Bucht, die andere ist ein ca. 200 Meter langer Steg über das Korallenriff. Also eine schnelle Abkühlung zwischen den Sonnenbädern geht nicht, zumal am Strandeinstieg die ersten 50 Meter knietief flach sind.
Es gibt am gesamten Strand reichlich Sonnenschirme und Windschutzwände, die man auch dringend nötig hat, denn tagsüber bläst häufig ein kräftiger Wind von See der meistens erst am Nachmittag abflaut. Gegen Abend ist es dann manchmal windstill. Die Strandliegen waren bereits in der Vorsaison reichlich belegt und einige bevorzugte Plätze nur schwer zu ergattern.
Da Ägypten schon deutlich dichter am Äquator liegt als Deutschland, geht dort die Sonne relativ schnell unter. Im April steht Sie so gegen 17:30 Uhr noch einigermaßen hoch, ist dann aber um 18 Uhr schon untergegangen.


[Wassernixe mit Boot am Sunpoint]
Wassernixe mit Boot am Sunpoint
   
[Sonnen- und Windschutz and der Coraya Bay]
Sonnen- und Windschutz and der Coraya Bay
[Das Nordriff]
Das Nordriff
[Das Südriff]
Das Südriff

Das Hausriff:
Ein ca. 200m langer Steg führt über das Korallenriff zu einer Einstiegsplattform für Taucher und weiter zu einer Einstiegsplattform für Schnorchler. Auf dieser Plattform gibt es zwei Bänke zum umziehen und reichlich Fächer zur Ablage persönlicher Kleinteile. Zum Ein- und Ausstieg stehen zwei Leitern und eine Treppe zur Verfügung (die gerade erneuert wurde als wir dort waren).
Es steht dort auch ein Süßwassereimer zum Maskenspülen. Vorsicht ! Finger weg ! Falls der nicht gerade frisch gefüllt ist, ist der eine riesige Bakterienschleuder. Maske lieber am Strand oder im Hotel spülen.


[Die Schnorchelplattform]
Die Schnorchelplattform

Das Riff selbst kann man in vier Bereiche aufteilen: Das südliche Riff, das nördliche Riff, den Tiefwasserbereich und den Strandbereich. Die Riffdächer weisen je nach Wasserstand nur eine Tiefe von ca. 30-50cm auf und können nicht beschnorchelt werden. Der südliche Riffsaum ist sehr zerklüftet und beinhaltet viele Höhlen und Buchten. Es sind dort viele Arten von Hart- und Weichkorallen zu finden. Entsprechend groß ist auch die Artenvielfalt an Fischen. Bei einem Nachmittags Schnorchelgang glänzt alles in prächtigen Farben. Die Sicht war mit über 10m sehr gut. Wenn man an die Meerseite des Riff gelangt hat man etwas mit der Brandung zu kämpfen.
Die Nordseite des Riffs ist in einem noch besseren Zustand da sie nicht so viel von unerfahrenen Schnorchlern besucht wird. Außerdem scheint die Strömung dort weniger Schwebstoffe abzulagern. Leider hat man am Nachmittag am Nordriff Gegenlicht und wenn viele Schwebstoffe im Wasser sind wirkt es teilweise etwas trübe.
Der Tiefwasserbereich in der Mitte der Bucht verläuft von West nach Ost und geht von ca. 5-40m. Er beinhaltet viele kleine Korallenblöcke und einige Ergs. Für Schnorchler ist dieser Bereich eher uninteressant. Man sieht dort die Taucher und mit etwas Glück auch mal Großfische.
Anfängern empfehle ich an einem windstillen Nachmittag das Südriff bis zur Küstenbrandung zu schwimmen und dann umzudrehen. Dauer ca. 20-30 Minuten.
Für fortgeschrittene Schnorchler mit guter Ausrüstung empfehle ich auf der Westseite einen Bogen durch die Bucht zu schwimmen, dann am Nordriff entlang bis zur Brandungszone und weiter über das Tiefwasser zum Südriff und zurück zum Steg. Dauer ca. 1-1,5 Stunden. Im Winter empfehle ich einen langen Neoprenanzug und ansonsten einen Shorty zu tragen, sonst wird es zu kalt.




[Ein Schwarm im Blauwasser]
Ein Schwarm im Blauwasser

[Ein Blaupunktrochen in der Tiefe]
Ein Blaupunktrochen in der Tiefe
   
[Der Tauch- und Schnorchelsteg]
Der Tauch- und Schnorchelsteg
[Die Einstigstreppe]
Die Einstigstreppe
[Hartkorallen am Nordriff]
Hartkorallen am Nordriff
[Hartkorallen am Nordriff]
Hartkorallen am Nordriff
[Hartkorallen am Nordriff]
Hartkorallen am Nordriff
[Hartkorallen am Nordriff]
Hartkorallen am Nordriff

Hier ein eigenes Video vom Schnorchelgang


[Coraya Divers Logo]
Coraya Divers Logo


Die Tauchbasis:
Zwischen dem Hotel Lamaya und Soraya liegt an der Strandpromenade die Tauchbasis Coraya Divers. Schon der erste Eindruck ist sehr positiv, sehr sauber, gemütliche Atmosphäre und freundliches Personal. Verschiedene Angestellte unterschiedlicher Nationalitäten sprechen mehrere Sprachen, so dass jedem kompetent geholfen werden kann.
Die Leihausrüstungen sind reichlich und in vielen Größen vorhanden und in einem sehr guten Zustand. Der Nass- und Schrankbereich ist praktisch und übersichtlich. Es gibt mehrere, separate Waschbecken für Anzüge und Atemregler.
Im Frontbereich sind mehrere Sitzgruppen für das pre-Briefing, nach Startzeit geordnet und eine gemütliche Polstergruppe für das de-Briefing. Im Hinteren Bereich sind zwei Tische als Meeting-Point für die Bootstouren.
In der Tauchbasis kann man verschiedene ganz- oder halbtags-Bootstouren buchen. Die Ganztagstouren beinhalten 2-3 Tauchgänge und ein Mittagessen die Halbtagstouren 1-2 Tauchgänge mit einer Pause. Dann gibt es noch die "Lazy Tour" die später anfängt, 2 Tauchgänge am selben Platz und eine Mittagspause (ohne Essen) beinhaltet. Alle diese Touren starten von Port Ghalib aus wohin es von der Tauchbasis aus mit dem Busshuttle geht.
Des Weiteren kann man Tauchgänge am Hausriff mit oder ohne Zodiac buchen. Und wer mindestens 25 Tg und einen Buddy hat kann auch unangemeldet am Hausriff tauchen.
Alle Touren kann man mit oder ohne Guide machen.
Nitrox ist in der Tauchbasis ebenfalls verfügbar. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das man seine Nitroxflaschen schon einen Tag vorher in der Basis checken und markieren muss. Auch bei einem Tauchgang am Hausriff. Die Flaschen werden dann mit einem Eselskarren über den Steg zur Plattform geschafft.
Der erste Tauchgang ist wie üblich der Checkdive und wird auf der 5m Plattform am Hausriff durchgeführt. Danach kann man noch schön das Hausriff betauchen. Auch das lohnt sich. Die Korallen sind sehr zerklüftet, überwiegend sauber und gesund und beherbergen eine Menge verschiedener Kleinfischarten. Im inneren Bereich der Bucht sind fast nur Hartkorallen während zur Seeseite der Bucht auch einige Weichkorallen zu finden sind. Im Freiwasser kann man mit Glück auch Großfischen begegnen. Die mögliche Tauchtiefe am Hausriff beträgt ca. 5-40m.

[Umweltfreundlicher Flaschentransport zum Steg]
Umweltfreundlicher Flaschentransport zum Steg
[Die Einstiegsplattform]
Die Einstiegsplattform
   
[Die Rezeption]
Die Rezeption
[Sitzgruppen für das pre-Briefing]
Sitzgruppen für das pre-Briefing
[Der Nassbereich und die Schliessfächer]
Der Nassbereich und die Schliessfächer
[Der Nassbereich innen]
Der Nassbereich innen
[Sitzgruppe für das de-Briefing]
Sitzgruppe für das de-Briefing
[Eines der Coraya Divers Zodiacs]
Eines der Coraya Divers Zodiacs

[Das Boot Toshka]
Das Boot Toshka
Die Bootstour :
Zweimal pro Woche bietet die Coraya Tauchbasis die „Lazy Tour“ an. Eine Bootstour für Spätaufsteher (wie mich). Sie startet um 11 Uhr an der Tauchbasis.
Es geht dann per Kleinbus in die etwa 10km entfernte Hafenstadt Port Ghalib wo schon das Tauchboot „Toshka“ von Coraya Divers bereit stand. Port Ghalib scheint gerade erst im Aufbau zu sein, aber die Hafeninfrastruktur ist, mal von den teils noch nicht vorhandenen Straßen abgesehen, schon sehr gut. Unser Tauchgepäck und die Flaschen reisten auf einem Pickup mit zum Hafen und wurden dort von den Coraya Divers aufs Boot umgeladen. Das Boot machte einen sehr sauberen und technisch einwandfreien Eindruck.
Während der Kapitän startete, bauten wir unser Tauchequipment auf und konnten danach noch die knapp halbstündige Fahrt nach Umm El Ros genießen.
Wir waren ein Tauchteam aus zwei recht jungen Ägyptischen Guides, zwei Holländern, vier Deutschen und meiner Frau als Schnorchlerin. Das Briefing fand in gutem Englisch statt und war sehr ausführlich und informativ.
Der Tauchgang war schön ruhig, die Sicht mit knapp 15m etwas geringer als im roten Meer gewohnt. Das störte aber kaum denn die Riffe und Ergs waren sehr interessant und prachtvoll in den Farben. An Fischen war so das übliche vertreten : Kugelfisch, Blaupunktrochen, Feuerfisch und viele, viele mehr. Leider hatten wir kein Glück Großfische zu sehen. Unser Guide hatte ständig die Gruppe in Beobachtung und kümmerte sich sehr gut um uns. Es stelle sich heraus das mein Neoprenanzug etwas weit war. Dementsprechend wurde es mir zum Ende unseres 52 minütigen Tauchgangs etwas kalt.
   
[Das Taucherdeck der Toshka]
Das Taucherdeck der Toshka
[Die Hafenausfahrt]
Die Hafenausfahrt
[Unser Zodiac im Schlepptau]
Unser Zodiac im Schlepptau
[Das Riff Umm El Ros]
Das Riff Umm El Ros
[Das Riff Umm El Ros]
Das Riff Umm El Ros
Während unseres Tauchgangs hatte ein Ägypter meine Frau mit dem Zodiac in eine Lagune zum Schnorcheln gefahren. Sie hatte dort das Glück über einen langen Zeitraum eine Riesenschildkröte beim Grasen beobachten zu können. Zur „Strafe“ musste sie dann gegen die Brandung am Riff entlang zurück zum Boot schnorcheln.
Bei der „Lazy Tour“ gibt es zwar eine Mittagspause, aber ohne Essen. Man sollte sich also ein paar Kekse oder ähnliches mitnehmen. Getränke und Tee oder Kaffee gibt es reichlich an Bord.
Nach der Mittagspause gab es dann eine Abstimmung wie der zweite Tauchgang sein sollte. Wir entschieden uns für einen Strömungstauchgang. Geplant war uns mit dem Zodiac auf der Nordseite des Riffs abzusetzen und dann mit der Strömung Richtung Süden und zurück in die Bucht zum Boot zu driften. Ich fragte mich in Gedanken welche Strömung man wohl meinte, denn auf unserem ersten Tauchgang war dort fast keine Strömung.
Obwohl ich mich inzwischen als erfahrenen Bootstaucher bezeichnen darf, hatte ich noch nie das Vergnügen mal von einem Zodiac aus zu tauchen. Das konnte ich jetzt nachholen.
Bis zu dem Moment als wir die Flossen anlegten war ja noch alles ganz „easy“, aber mit 7 Mann + Bootsführer in einem so kleinen Zodiac wird es mit Flossen doch amüsant. Der rückwärtsfallende Einstieg aus dem Zodiac ist total klasse und einfach.
Der Tauchgang war etwa so wie der erste, wobei wir diesmal das Glück hatten einen Drachenkopf zu entdecken und im Blauwasser zog ein mächtiger Napoleon in Gegenrichtung vorbei. Allerdings war, wie ich vermutete, nirgendwo die erwartete Strömung. Im Gegenteil, ich hatte das Gefühl wir hätten leichte Gegenströmung und auf halbem Weg wurde den ersten Tauchpartnern schon die Luft etwas knapp. Wir haben dann beschlossen eine Boje zu setzen und uns vom Zodiac wieder abholen zu lassen.
Schon wieder eine neue Erfahrung für mich : Ein Ausstieg ins Zodiac. Obwohl der Guide beim Briefing die Prozedur vorsichtshalber erklärt hatte, lief es doch darauf hinaus dass wir und die Ausrüstung kreuz und quer im Zodiac lagen und die letzten einfach irgendwie und irgendworan ins Boot gezogen wurden. Da durfte man nicht zimperlich sein. Trotzdem hat es allen Spaß gemacht und ich habe schon lange nicht mehr so viel gelacht.
Nach einigen Minuten waren wir dann wieder auf dem Tauchboot und netterweise luden die Ägypter unser Equipment aufs Boot um.
Nach dem Abtrocknen und Umziehen haben wir bei einer Tasse Tee die Rückfahrt nach Port Ghalib genossen.
Auch dort brauchten wir uns nicht um unsere Ausrüstung zu kümmern, die wurde ohne uns auf den Pickup verladen. Trotzdem haben wir uns natürlich an der üblichen Flaschenkette beteiligt.
Gegen ca. 16 Uhr waren wir dann wieder in der Tauchbasis und trafen uns nach dem waschen unserer Ausrüstung zum de-Briefing in der gemütlichen Ecke.


Mein Fazit : Eine sehr gut geführte Tauchbasis mit freundlichen und kompetenten Guides, gepflegten Booten guter Ausrüstung und viel Service. Ich komme gern wieder.






[Der Bus für die Rückfahrt]
Der Bus für die Rückfahrt
   
[Mein Tauchequipment]
Mein Tauchequipment
[Das Briefing]
Das Briefing
[Mittagspause]
Mittagpause
[Sonnenbad]
Sonnenbad
[Unser Zodiac]
Darin waren wir mit 8 Mann und voller Ausüstung

[Der Haupteingang]
Der Haupteingang





Der Coraya Aquapark :

Leider viel zu spät haben wir die Vorteile des Coraya Aquapark entdeckt. Ich hielt es eher für einen "Rummelplatz" bis ich bei einer meiner Fototouren auf das Gelände kam. Nur wenige Besucher, reichlich freie Liegen sowohl im Schatten wie auch in der Sonne. Dezente aktuelle Pop-Musik abwechselnd mit einigen rhythmischen orientalischen Songs. Poolbar mit Bringservice an den Liegen. Es gibt einen Kinderpool, und einen großen Pool mit 8 Wasserrutschen. Ich habe alle 8 ausprobiert, und obwohl ich nicht zimperlich bin, (Antennenbau auf Masten, Fallschirmspringen) für die zwei steilsten Rutschen sollte man gute Nerven und einen stabilen Kreislauf haben. Auf einer der Bahnen ist man einige Meter schwerelos und im freien Fall. Die ganze Anlage machte einen sehr gepflegten Eindruck. Auch die Duschen und sanitären Einrichtungen waren sehr komfortabel. Die Wasserqualität schien sehr sauber.
Für die Hotelgäste der genannten Gruppe sind der Besuch und die Softdrinks kostenlos.







[Offene Rutsche mit Kreisel]
Offene Rutsche mit Kreisel
[Breite Rutsche]
Breite Rutsche
   
[Der Innenbereich]
Der Innenbereich
[Blick auf das Kinderbecken]
Blick auf das Kinderbecken
[Rutsche mit entgendrehenden Kreiseln]
Rutsche mit entgendrehenden Kreiseln
[Hohe Rutsche mit Kreisel]
Hohe Rutsche mit Kreisel
[Links Twister, Rechts hohe Rutschen]
Links Twister, Rechts hohe Rutschen

All inklusive :
Eine Episode am Rande. Obwohl mir natürlich klar ist was „All inklusive“ bedeutet und das es sich auf das jeweils gebuchte Hotel beschränkt, hat mich doch eine Situation etwas geärgert. Wir hatten bei unserem Tauchgang ein anderes Pärchen kennen gelernt und uns für den nächsten Tag zum Schnorcheln verabredet. Leider kam denen aber etwas dazwischen und wir vereinbarten, uns nach dem wir allein Schnorcheln waren uns an deren Hotelpool (dem Solaya) zu treffen. Dort haben wir gemütlich zusammen gesessen und an deren Poolbar ein paar Softdrinks getrunken.
Am nächsten Tag saßen wir auf unserer Terrasse und zufällig kam das befreundete Pärchen an unserem Garten vorbei. Wir haben uns dann in die Lamaya Poolbar gesetzt und ich holte für uns je ein Getränk. Direkt kamen zwei Serviceleute zu unserem Tisch und wiesen uns darauf hin das es nicht gehe das hotelfremde hier etwas trinken, außer man würde das bezahlen. Ich wäre zwar durchaus willens gewesen das zu tun, aber unsere „Gäste“ lehnten dann dankend ab und gaben das Getränk zurück. Eigentlich mit Recht wie ich denke. Denn ich finde es auch sehr klein kariert wegen ein paar Softrinks so ein aufheben zu machen.
Aber es gibt noch eine Steigerung: Am Spätnachmittag wurde dann ein Brief unter unserer Zimmertür durchgeschoben mit der Bitte uns bei der Rezeption zu melden. Der „Frontmanager“ möchte uns sprechen.
Nach dem Abendessen haben wir dann diesen Termin wahrgenommen. Ein freundlicher Frontmanager empfing uns und fing mit Smalltalk an. Ich habe dann geäußert das er sich sicherlich für die peinliche Situation am Nachmittag entschuldigen wolle. Obwohl mir natürlich klar war das er wohl eher das Gegenteil erwartete. Damit waren dann auch schnell die Fronten geklärt. Und nach einer bestimmt - freundlichen Diskussion in der sich die Standpunkte nicht merklich näherten gingen wir auseinander.
Noch einmal : Es ist schlicht lachhaft wegen zwei Softdrinks so ein Aufheben zu machen. Und auch das Argument „Wenn man das einmal duldet machen es alle“ zieht nicht, denn da ja auch die Gäste der anderen Hotels All Inklusive bezahlt haben würde sich im Mittel der Verbrauch in den Hotels wieder ausgleichen. Im Coraya Aquapark geht das doch auch, und zwar ganz offiziell.
Also, liebe Lamaya-Crew, nehmt euch ein Beispiel am Solaya und seht das nicht so verbissen, damit sich auch Menschen aus Nachbarhotels gemütlich zusammensetzen können.


[Flughafen Departure]
Flughafen Departure



Der Rückflug :

Die Abholung am Hotel war für 10:10 geplant, also noch genug Zeit für ein gemütliches Frühstück. Der Transferbus war ca. 10 Minuten verspätet so dass wir um ca. 10:30 am Flughafen waren. Kofferwagen waren reichlich vorhanden und die Warteschlange vor dem Sicherheitscheck war nicht zu lang und gut erträglich.
Im Flughafen gibt es reichlich Duty-Free-Shops und Imbissrestaurants so dass einem die Wartezeit nicht zu lang wird. Außerdem kann man sich ja schon mal per W-Lan in der Heimat anmelden und sich über das kalte Wetter informieren. Eine kleine Raucherkabine gibt es auch.
Der Flug startete pünktlich um 13:00 Uhr und war wieder ein Schönwetterflug mit toller Aussicht. So konnte man sich noch mal schön von Marsa Alam verabschieden.
Es gab genug Getränke und wieder das abscheuliche Sandwich, nur diesmal entfiel die Auswahl zwischen Wurst und Käse. Es war nur noch Käse da. Ich habe dann den Käse entfernt und eine BiFi eingelegt, die ich zum Glück noch aus Deutschland hatte.
Auch die Landung in Düsseldorf war pünktlich und der familiär organisierte Transfer nach Hause lief, von einem kleinen Stau abgesehen, reibungslos.




[Reichlich
Reichlich "Killefit"
   
[Die Warteschlange]
Die Warteschlange
[Einer der Duty-Free-Shops]
Einer der Duty-Free-Shops
[Die Raucherkabine]
Die Raucherkabine
[Der Wartebereich]
Der Wartebereich

Mein Fazit :

Es war ein sehr schöner Kurzurlaub den ich keinesfalls missen möchte.
Bei passender Gelegenheit würde ich das Lamaya gern wieder besuchen.
Es ist ein Hotel für Paare jüngeren bis mittleren Alters und Familien denen eine lautere Umgebung nichts ausmacht und die Animationen lieben. Die Servicequalität ist in allen Bereichen sehr hoch, es ist reichlich Personal vorhanden. Die Sauberkeit ist exzellent, sowohl in den Zimmern wie auch im Pool und Restaurant. Das Essen bekommt von mir die Note gut, man muss allerdings die ägyptische Küche mögen. Ohne Schweinefleisch wird’s manchmal etwas langweilig. Das Hausriff ist ein Paradies für Schnorchler und Taucher.
Die Anlage ist definitiv nicht geeignet für Leute die die Ruhe suchen, gern mal durch eine Stadt bummeln und etwas besichtigen wollen. Außerdem gibt es nicht den viel geliebten karibischen Sandstrand.


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[Armin Gräwe]
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Letzte Bearbeitung: 06.Mai.2013
Verantwortlich & Copyright © : Armin Gräwe, Münster, Germany