Eine Esenser Nachbetrachtung
Esens/Münster/Hä
Schwimmen rund um die Uhr, 24 Stunden lang, Tag und Nacht, das taten von Sonnabend
auf Sonntag beim dritten Schwimm-Marathon "Münster Day & Night" 519 Langstreckenschwimmer mit und ohne Flossen für den
Verein Herzenswünsche. 4500 Euro für 4203 Gesamtkilometer sind Rekord. Neue Bestmarken purzelten auch im sportlichen Sinne:
Rolf Ebeling, München, verbesserte seine eigene Bestmarke um einen Kilometer auf 56 Kilometer.
Aus Ost-Friesland dabei waren nun schon zum dritten Mal die Nordseeschwimmer der DLRG-Esens, die sich - wie angekündigt -
viel vorgenommen hatten. Das Ergebnis: Die Schwimmerinnen und Schwimmer der DLRG Esens belegten durchweg vordere Plätze.
So belegte Ulli Maus (Esens), in der Altersklasse 53-67 mit Flossen mit 31 Kilometern sensationell Platz 1. Die
Langstreckenschwimmerin stieß erst im vergangenen Jahr zu den Nordseeschwimmern der DLRG-Esens. Das diesjährige "Münster
Day & Night" war ihr erstes 24-Stunden-Schwimmen.
Ebenfalls zum ersten Mal dabei war Jana Händel in der Klasse Jahrgang 90 und jünger mit Flossen. Mit 10 Kilometern verpasste
sie das Treppchen nur um einen Kilometer, Rang vier.
Burkhard Theiner (Esens) kämpfte verbissen in der Altersklasse 52 und älter mit Flossen und schaffte es, um nur einen
Kilometer geschlagen, mit 34 Kilometern auf Platz 2. Klaus Händel (Aurich) musste in der Klasse Jahrgang 53 bis 67 mit
Flossen, der mit 70 Schwimmern größten Teilnehmergruppe, starten und belegte hier mit 30 Kilometern Rang 6.
Auf Platz 10 seiner Gruppe, Jahrgang 68 bis 85 mit Flossen kam Michael Fikus (Jever) mit 25 Kilometern.
Gespannt waren die Nordseeschwimmer und viele Zuschauer auf die Mannschaftsergebnisse. Mit 120 Gesamtkilometern konnten
Burkhard Theiner, Klaus Händel, Ulli Maus und Michael Fikus ihre vor zwei Jahren aufgestellte Bestmarke um neun Kilometer
verbessern. Damit sicherten sich die Nordseeschwimmer der DLRG Esens erneut den 2. Platz in der Mannschaftswertung.
"Wir sind insgesamt sehr zufrieden", sagt Burkhard Theiner. Das 24-Stunden-Schwimmen in Münster für den guten Zweck und um
sportliche Höchstleistungen ist eine Veranstaltung mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Deshalb sind hier nicht nur
Breitensportler, sondern auch viele Spitzenschwimmer am Start. "Wir brauchen solche Veranstaltungen, damit das Schwimmen
zwischen Deutschen- und Europa-Meisterschaften noch Spaß macht", sagt Kathi Vehlow, Potsdamm.
Wenn es ihr Zeitplan zulässt, wird sie im kommenden Jahr bei der "Ottermeer-Challenge", dem ersten 24-Stunden-Schwimmen der
Turngemeinschaft Wiesmoor dabei sein. Wegen des großen Organisationsaufwands werden sich "Münster Day & Night" und die
"Ottermeer-Challenge" künftig jährlich abwechseln. Das freut vor allem die Münsteraner: "Wir hoffen, im kommenden Jahr
endlich einmal selbst mitschwimmen zu können", sagt Jens Müller vom TCMünster.
Für die erste Ottermeer-Challenge Ende Juni/Anfang Juli 2004 in Wiesmoor hat auch Landratsgattin Waltraud Schultz,
Wittmund, bereits Interesse bekundet. - Das nächste Langstreckenschwimmen in Ostfriesland, das Nordseeschwimmen von
Langeoog nach Bensersiel, findet aber zunächst am 23. August statt. Informationen gibt es unter www.nordseeschwimmen.de
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