"Zwangsarbeit in Münster und Umgebung"  
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Chronologie zur Zwangsarbeit

1944

1939-1940 · 1941 · 1942 · 1943 · 1944 · 1945 · 1956-2000

Allgemeine Entwicklung
Entwicklung in Münster
(Grundlage: Kriegschronik Wiemers, ergänzt durch Fachliteratur)
1944
 
Januar 1944
Italienische Zwangsarbeiter im Bauhandwerk

Italienische Kriegsgefangene bei Instandsetzungsarbeiten (Kanalisation) in der Stubengasse

Niederländische Zwangsarbeiter bei der Trümmerräumung und bei Reparaturarbeiten am Stadtweinhaus

Russische Zwangsarbeiter bei der Straßenreinigung

Französische Zwangsarbeiter bei der Trümmerräumung
 
Februar 1944
Russische und niederländische Zwangsarbeiter bei der Firma Rincklake
ab März 1944
Deportation von 10- bis 14-Jährigen sowie ganzer Familien in das Deutsche Reich
März 1944
Italienische und russische Zwangsarbeiter bei Instandsetzungsarbeiten (Straßenpflasterung) in der Aegidiistraße
 
April/Mai 1944
Kinder aus Weißrussland bei der Trümmerräumung

Polnische Zwangsarbeiter bei der Trümmerräumung
 
Mai 1944
Russische Kriegsgefangene in der Maschinenfabrik Gebr. Hagedorn & Co. beschäftigt

Italienische Kriegsgefangene bei der Trümmerräumung im Dom
 
Juni 1944
Kriegsgefangene Armenier beim Arbeitseinsatz für das Stadtarchiv
 
15. August 1944 (oder Februar 1945)
Einsatz von 4.078 ausländischen zivilen Zwangsarbeitern im Bereich des Arbeitsamtes Münster, davon 2.878 Frauen und 1.209 Männer
Sommer 1944
Ca. 8 Millionen ausländische Arbeitskräfte im Deutschen Reich: Sie stellen zwischen 40-60 Prozent der Arbeiter in den Belegschaften
Sommer 1944
Einsatz von 3.397 Zwangsarbeitern in der münsterischen Industrie, davon 2.993 in Ziegeleien und im Baugewerbe sowie 202 in der Eisen- und Stahlindustrie

Das System der Arbeitskräftezuteilung befindet sich aufgrund der Luftangriffe in Auflösung
 
August 1944
Kriegsgefangene aus dem Ural in der Landwirtschaft
August/September 1944 Die meisten italienischen Kriegsgefangenen erhalten Zivilarbeiterstatus
ab August 1944
Bombenangriffe auf Münster nehmen an Zahl und Intensität massiv zu
6. September 1944 Für unheilbar Kranke Ostarbeiter und Polen werden "Sammelstellen" eingerichtet
September bis November 1944
Verlegung des Stalag VI F Bocholt nach Münster (Hoher Heckenweg), Belegstärke etwa 5.000 sowjetische Kriegsgefangene
Anfang November 1944
Reichssicherheitshauptamt erlaubt Gestapostellen Exekutionen ausländischer Arbeiter
 

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