Andrea Reckfort
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Das Kooperationsprojekt mit der Schule für Modemacher und Westfalenstoffe AG verfolgt das Ziel, mit Postkarten, einer Modenschau und einer Ausstellung von multikultureller Mode den Austausch zwischen den Kulturen und Nationen zu fördern. Dabei entwarfen die Studentinnen der Schule für Modemacher die traditionellen Gewänder aus unterschiedlichen Kulturen aus Westfalenstoffen. Diese Outfits wurden dann von Frauen aus unterschiedlichen Ländern – von jung bis alt – auf einer Modenschau präsentiert und in vielen Schaufenstern der Innenstadt ausgestellt. Kulturelle Vielfalt wird so eindrucksvoll visualisiert.
Angeregt durch den Ausländerbeirat hat sich die Stadt Münster mit der Gemeinde Almelo (NL) am Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs beteiligt. Münster ist auf deutscher Seite die einzige Kommune unter den acht Projekten, die das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Europäische Kommission gefördert hat. Das Projekt „Interkultureller Dialog über Grenzen hinweg“ bestand aus verschiedenen Bausteinen:
Wettbewerb „Die Entdeckung des Anderen!“
In 32 Beiträgen gaben Kinder und Jugendliche der (Inter)Kultur Münsters Gesicht und Stimme. In Bildern, Hörspielen, Soaps und Radiobeiträgen, mit Tanz, Musik, Theater und Pantomime setzten sie sich mit der Vielfalt der Kulturen auseinander. In Almelo war der Wettbewerb Teil des jährlichen Feriencamps „Huttenland“. Das Motto des Dialogs: Zusammen sein und gemeinsam gestalten. Über drei Wochen bauten Kinder und Jugendliche ein Hüttendorf. Die Ergebnisse der beiden Wettbewerbe wurden in einer grenzüberschreitenden Wanderausstellung in Münster und Almelo präsentiert.
Dialogveranstaltungen „MitEinAnder(s)?“
In lokalen Dialogveranstaltungen tauschten Aktive ihre Erfahrungen mit der interkulturellen Arbeit aus. Eine Standortbestimmung der interkulturellen Arbeit vor Ort, eine Vision zur Verbesserung der Angebote und Vorschläge für Maßnahmen und Projekte waren das Ergebnis. In Münster richteten die Teilnehmenden zudem einen Blick in die (interkulturelle) Geschichte der Stadt und stellten beispielhafte Angebote vor.
Binationale Dialogveranstaltung
Abschließender Höhepunkt des Projektes war die binationale Dialogveranstaltung. Hier tauschten die Beteiligten Münsters und Almelos die Ergebnisse ihrer lokalen Dialoge aus. In kleinen binationalen Diskussionsrunden haben die Teilnehmenden Elemente für gute interkulturelle Arbeit identifiziert. Die Ergebnisse hielten sie in einem „interkulturellen Alphabet“ fest.
„Brücken bauen für Migrantinnen“ war ein Projekt der Stadt Münster und des Internationalen Zentrums der Westfälischen Wilhelms-Universität in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Migrantinnen“.
Ziel des Projektes war die Verbesserung der Partizipation von Migrantinnen in Münster. Dazu gehörte auch eine ziel- und bedarfsorientierte Vermittlung an vorhandenen Integrations- und Beratungsangeboten.
Ab Oktober 2007 wurden dafür 14 Studentinnen mit verschiedenen Migrationshintergründen und Sprachkenntnissen ausgewählt und als Brückenpersonen bzw. Vermittlerinnen erfolgreich geschult. Nach einem Workshop zur Gestaltung von Kontaktmöglichkeiten zu Migrantinnen im Januar 2008 startete das Projekt im Februar in die Praxisphase.
Ende August 2008 beendete eine Zukunftswerkstatt mit allen Projektbeteiligten diese Praxisphase. Hier setzten sich die Beteiligten mit den Ergebnissen kritisch auseinander und sammelten Ideen für eine Weiterentwicklung des Projektes. Die Ergebnisse aus der gesamten Projektarbeit wurden in der Dokumentation aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Projektbeteiligten vorgestellt.