
Vielfalt bietet große Vorteile. Für Arbeitgeber ist es ein großer Gewinn, diese Vielfalt zu erkennen und das interkulturelle Wissen zu nutzen. Das geht weit über Fremdsprachenkenntnisse hinaus. Auch bei der Stadt Münster arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationsvorgeschichte. Daher sind die interkulturelle Öffnung der Verwaltung sowie die Fortbildung im Bereich interkultureller Kompetenz und Offenheit wichtige Aufgaben der Stadtverwaltung.
In allen Arbeits- und Bildungsprozessen ist die Integration von Vielfalt ein wichtiges Thema.
Zentrale Fragen sind:
Wie können Menschen mit Migrationsvorgeschichte und die Verwaltung leichter miteinander umgehen? Wie können wir die Fähigkeiten der unterschiedlichen Menschen besser erkennen und nutzen? Wie können wir besser voneinander lernen?
Leitziel: Wir setzen uns zum Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe und Integration aller Menschen in Arbeits- und Bildungsprozessen voranzutreiben. Dazu wollen wir unter anderem auch Maßnahmen zur Förderung der interkulturellen Kompetenz finanzieren und durchführen.

Unter diesem Titel lud die Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten Personalverantwortliche aus Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen zu einer Fachveranstaltung zum interkulturellen Personalmanagement in die Räumlichkeiten der Stadtwerke ein. Am 21.11.2011 von 10 Uhr bis 16 Uhr stellten zahlreiche Expertinnen und Experten aus Unternehmen und Kommunalverwaltungen erfolgreiche Kampagnen, Projekte und Lösungsansätze vor. Schwerpunkt war dabei interkulturelles Personalmanagement als Chance für den demographischen Wandel und den drohenden Fachkräftemangel. Durch einen praxisnahen Austausch in Arbeitsgruppen zur Personalgewinnung und zur Personalentwicklung konnten die Teilnehmenden eigene Erfahrungen einbringen, gemeinsam Konzepte diskutieren und so Anregungen für den eigenen Personalbereich mitnehmen. Perspektivisch könnte die Veranstaltung Grundlage für ein Forum sein, das sich dem Erkenntnisaustausch und der Entwicklung von Strategien im Hinblick auf interkulturelles Personalmanagement widmet. Die Teilnahme war kostenlos.
(Bild: © Gerd Altmann / PIXELIO)
Dokumentation der Tagung (PDF, 1.081 kB)
Projektergebnisse: Interkulturelle Personalentwicklung - Hamm, Bielefeld, Münster
In dieser städteübergreifenden Kooperation der Städte Bielefeld, Hamm und Münster wurden die Schwerpunktthemen Ausbildung und Fortbildung in den Blick genommen. Ziel des Konzepts war es zum einen, für Jugendliche mit Migrationsvorgeschichte als Arbeitgeber attraktiver zu werden. Zum anderen sollen je nach Bedarf ein differenziertes Fortbildungskonzept und neue Lernformen zur interkulturellen Qualifizierung angeboten werden. Darüber hinaus bieten auch die Volkshochschulen seit Jahren Fortbildungen zu interkultureller Kompetenz an. Das Kooperationsprojekt wird aus Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.
Das Personal- und Organisationsamt und die Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten entwickelten in Kooperation mit den Städten Hamm und Bielefeld ein städteübergreifendes Konzept mit den zwei Schwerpunkten „Ausbildung“ und „Fortbildung“ zur Imageverbesserung der Kommunen. In Münster sind auch die Tochtergesellschaften Stadtwerke, Halle Münsterland und die Wirtschaftsförderung Münster GmbH beteiligt, um auch deren Erfahrungen einzubeziehen und voneinander zu lernen. Ziel ist, praxisnahe Konzepte zu entwickeln, um zum einen für Jugendliche mit Migrationsvorgeschichte als Arbeitgeber attraktiver zu werden und zum anderen auf den Bedarf mit differenzierten Fortbildungskonzepten und neuen Lernformen zur interkulturellen Qualifizierung reagieren zu können.
Die Volkshochschule der Stadt bietet seit Jahren Fortbildungen zu interkultureller Kompetenz und Offenheit an. Diese ermöglichen einen gewinnbringenden Umgang mit den Potentialen kultureller Vielfalt. Zugleich erweitern sie die Fähigkeit zum interkulturellen Dialog und Handeln.
Stadt Münster
Personal- und Organisationsamt, Wolfgang Heise, Tel. 02 51/4 92-11 23, HeiseW@stadt-muenster.de
Koordinierungsstelle für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten, Andrea Reckfort, Tel. 02 51/4 92-70 59, reckfort@stadt-muenster.de
Stadt Hamm
Personalamt, Malte Dahlhoff, Tel. 0 23 81/17 32 11, dahlhoff@stadt.hamm.de
Stadt Bielefeld
Amt für Integration und interkulturelle Angelegenheiten, Annegret Grewe, Tel. 05 21/51 34 03, Annegret.grewe@bielefeld.de

Das Kooperationsprojekt wird aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen, des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales gefördert.