Spannende Spurensuche wie auch fundierte wissenschaftliche und pädagogische Programme für verschiedene Alters- und Zielgruppen prägen die Bildungsarbeit am Geschichtsort Villa ten Hompel. Neben öffentlichen Vorträgen und Podiumsgesprächen, Kulturveranstaltungen, Tagungen und Forschungskolloquien finden fast täglich Seminare, Zeitzeugengespräche oder Arbeiten an historischen Quellen statt, die von Berufsgruppen, von Schulklassen oder -kursen, von jugendlichen bzw. erwachsenen Bildungsinteressierten vorab gebucht wurden. Die Inhalte, die Auswahl der Themen, Referentinnen und Referenten und auch die Kosten richten sich nach den konkreten Wünschen und dem zeitlichen Zuschnitt, den die jeweiligen Gruppen vorgeben. "Erinnern, Forschen, Lernen" – auf diesen drei tragenden Säulen ruht das Gesamtkonzept des Geschichtsortes Villa ten Hompel, das Geschichtsbewusstsein, Rechtsstaatlichkeit, Freiheit, den Schutz von Minderheiten und Andersdenkenden und den demokratischen Diskurs in den Blick nimmt – immer vor dem besonderen Hintergrund der Hausgeschichte. Auch aktuelle gesellschaftliche Zeit- und Streitfragen werden dabei nicht ausgespart – im Gedenken an die Verfolgten, deren Würde und Vermächtnis.
Sehr begehrt sind Thementage und Projekte für Hochschulen und Schulen zu historisch-politischen Arbeitsbereichen und die inhaltliche Vorbereitung auf eigene Gemeinschaftsvorhaben oder Exkursionen, beispielsweise zu KZ-Gedenkstätten im In- oder Ausland. Bildungseinrichtungen, Polizei, Justiz, andere Behörden und das Militär, Vereine, Verbände, Parteien, Gewerkschafts- oder Kirchengruppen wie auch Geschichtswerkstätten und Forschungsnetzwerke schätzen das Haus in Münster wegen seiner Offenheit und der Pluralität im Team. Sie nutzen die Angebote häufig als Reflexion, Vertiefung oder als Anregung für ihre eigene Arbeit, Aus- und Fortbildung. Gäste aus anderen Staaten oder Kulturkreisen werden auch zu fremdsprachigen, bi- oder multilingualen Angeboten in der Villa ten Hompel gerne nach Vorabsprache willkommen geheißen – etwa im Rahmen von Austauschprogrammen, Wissenschaftsverbünden oder Initiativen für Aussöhnung und die Auseinandersetzung mit dem NS-Regime, den Massenverbrechen und deren Auswirkungen auf ganz Europa und die Welt. Die lokale Perspektive wird dabei niemals außer acht gelassen, denn von Gründung des Geschichtsorts an war die Villa ten Hompel stets Ausgangspunkt geschichtlichen Forschens und Entdeckens im Stadtgebiet und im Münsterland. Das Haus ermöglicht laufend Forschungsprojekte zur Polizei- und Verwaltungsgeschichte. Es beherbergt das Vorstandsbüro des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten in Nordrhein-Westfalen und die Onlineredaktion des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten in NRW e.V.
Zu vielen Angeboten finden Sie hier detaillierte Informationen. Wenn Sie Fragen zu einzelnen Themen oder eigene Wünsche und Anregungen haben, steht Ihnen das Team des Geschichtsorts gerne zur Verfügung.