Trotz der Anstrengungen zur Lärmverringerung in den letzten Jahren ist Lärm weiterhin ein großes Problem.
Lärm kann aber unsere Lebensqualität stark beeinträchigen: Er beeinflusst unseren Schlaf und unsere Erholung, mindert die körperliche und geistige Leistungfähigkeit, behindert die Kommunikation und erzwingt Änderungen unseres Wohn- und Freizeitverhaltens.
Auch auf lokaler Ebene gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Lärmbelastung zu verringern.
In Münster ist der Straßenverkehr die bedeutsamste Lärmquelle. Vor allem im innerstädtischen Bereich und an den großen Hauptverkehrsstraßen entstehen für die Anwohner erhebliche Lärmbelastungen. Die höchsten Lärmpegel treten dabei zu Zeiten des Berufsverkehrs auf.
Die Stadt kann u. a. durch Programme zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs und des Fahrradverkehrs, die Einrichtung von Tempo-30-Zonen sowie die Nutzung lärmarmer Fahrzeuge zur Lärmminderung im Kraftverkehr beitragen.
Für Schallschutzmaßnahmen an Zügen und Schienenstrecken ist der Bund zuständig. Maßnahmen auf kommunaler Ebene sind hier nur im planerischen Bereich möglich.
Industrie- und Gewerbelärm führt in Münster aufgrund des geringen Anteils des produzierenden Gewerbes zu keinen großräumigen Umweltproblemen. Vereinzelt - besonders in Gemengelagen - kann es dennoch zu Lärmbelästigungen kommen. Zuständig ist hierfür der anlagenbezogene Immissionsschutz in der Umweltbehörde..
Wie Lärm entsteht, wie er vermieden werden kann und an wen Sie sich bei Beschwerden über Lärm in Münster wenden können, haben wir in der Broschüre "Lärm - das unterschätzte Problem" dargestellt (s. weitere Infos).
Die Stadt Münster gehört in NRW zu den Kommunen, für die das Land NRW 2007 die Hauptverkehrsstraßen und das Eisenbahnbundesamt 2008 die Hauptschienenwege kartiert hat. In der zweiten Umsetzungsstufe der EG-Umgebunglärmrichtlinie in 2012 ist die Stadt Münster Ballungsraum und hat alle relevanten Lärmquellen zu untersuchen.
Ralf Besler
Tel. 02 51/4 92-67 98
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