Die 2. Klimakonferenz für Münster war ein großer Erfolg: am 29.01.2010 hat die Stadt Münster Experten und Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung, Verbänden, etc.eingeladen, um die Ergebnisse des Klimaschutzkonzeptes 2020 unter dem Motto „Wie können wir unser Klimaschutzziel umsetzen!“ zu reflektieren und zu diskutieren. Mit mehr als 130 Teilnehmern ist die Klimakonferenz sehr gut besucht gewesen und auf ein breites Interesse bei allen Akteuren in Münster gestoßen.
Auf der Konferenz sind zunächst die Ergebnisse des Klimaschutzkonzeptes 2020 für die Stadt Münster vorgestellt (IFEU GmbH, Heidelberg/Gertec GmbH, Essen) und die Fragen der Teilnehmer zum Klimaschutzkonzept beantwortet worden. Darauf aufbauend haben die Teilnehmer eine angeregte, offene Podiumsdiskussion mit prominenten Münsteraner Akteuren zum Thema „Klimaschutz in Münster – eine Herausforderung für alle Akteure in der Stadt - wer macht mit!“ geführt. Auf dem Podium fand ein reger Austausch der Einschätzungen, Chancen und Möglichkeiten des Klimaschutzes in Münster statt. Bei durchaus unterschiedlicher Bewertung von Bedeutung und Priorisierung der Maßnahmevorschläge bestand Einigkeit, dass die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes für Münster eine große Herausforderung darstellt, die nur gemeinsam zu bewältigen ist. Alle Teilnehmer waren bereit ihre Verantwortung zu übernehmen und betonten die wirtschaftlichen Chancen, die im Klima- oder Ressourcenschutz liegen.
Hervorgehoben wurde, dass einerseits Klimaschutz in MünsterEhrensache sei und jeder mitmachen müsse und könne, andererseits aber der Freiwilligkeit eine hohe Bedeutung zu komme. Die Chance, für den Klimaschutz positive Effekte zu erzielen, steige mit der Freiwilligkeit, der Bereitschaft der Akteure mitzumachen. Alle Akteure wollen die Menschen für den Klimaschutz in Münster noch mehr begeistern, so lautete das gemeinsame Schlusswort der 130 Teilnehmer.

Bereits 2007 hat die Stadt mit einer Vielzahl an Fachleuten auf der Klimakonferenz 2007 für Münster diskutiert, wie das neue Klimaschutzziel der Stadt Münster aussehen soll und wie es erreicht werden kann. Das in den neunziger Jahren gesetzte Klimaschutzziel einer 25%igen Reduzierung des Kohlendioxidausstoßes bis 2005 konnte nur teilweise erreicht werden und die Herausforderungen für die Zukunft steigen stetig.
Auf der Konferenz am 24. August 2007 ist in Anlehnung an den Beirat für Klima und Energie, der von 1992 bis 1995 die Basis für die Klimaschutzaktivitäten der Stadt Münster legte, mit namenhaften Wissenschaftlern sowie lokalen Vertretern aus Politik, Verwaltungen, Wissenschaft und verschiedenen Institutionen die neue Ausrichtung für den Klimaschutz in Münster diskutiert. In vier Fachworkshops sind Vorschläge für ein neues Klimaschutzziel der Stadt Münster sowie Ideen für ein neues Handlungskonzept erarbeitet worden.
In der abschließenden Diskussionsrunde haben die mehr als 80 Teilnehmer unter Leitung von Prof. Dr. Dr. hc.mult. Karl Gertis ein ambitioniertes Kimaschutzziel für Münster gefordert: Münster muss sich mindestens dem Klimaschutzziel der Bundesregierung mit einer CO2-Reduzierung von 40% bis 2020 auf Basis des Jahres 1990 verpflichten. Am 12.03.2008 hat der Rat der Stadt Münster dieses ambitionierte Klimaschutzziel mit einer CO2-Reduzierung von mindestens 40% bis 2020 (Basis 1990) und einen Anteil von 20% erneuerbare Energien an der gesamten Energieversorgung der Stadt Münster beschlossen.
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