Stadt Münster, Amt für Grünflächen und Umweltschutz: Klima und Energie

Münster - die Bundeshauptstadt im Klimaschutz 1997 und 2006

Foto
Münsters Bürgermeisterin Karin Reismann, Amtsleiter
Heiner Bruns und Birgit Wildt vom Amt für Grünflächen
und Umweltschutz freuten sich in Berlin über die
Auszeichnung "Bundeshauptstadt im Klimaschutz".

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kürte 1997 Münster schon einmal zur Klimahauptstadt. 2006 überzeugte die Stadt zum zweiten Mal eine fachkundige Jury von ihrer Kompetenz im Klimaschutz: Münster erreichte sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Kategorie der Großstädte mit über 100 000 Einwohnerinnen und Einwohnern den ersten Platz. "Das Ergebnis zeigt, dass Münster auf vielen Gebieten einen wichtigen und sehr handfesten Beitrag zur Realisierung der nationalen Klimaschutzziele leistet", erläuterte Prof. Harald Kächele, Bundesvorsitzender der DUH.

"Der erneute Titelgewinn zeigt, dass Münster sich der Auszeichnung Bundeshauptstadt im Klimaschutz in besonderer Weise als würdig erwiesen hat", freute sich Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann und verwies in diesem Zusammenhang auf Münsters integriertes Stadtmarketing-Konzept, das sich eindeutig der ressourcenschonenden Stadtentwicklung verschrieben hat. "Münster engagiert sich bereits seit Anfang der 90er Jahr konsequent für den Klimaschutz. Dies hat nicht nur für die Umwelt zu einer deutlichen Entlastung geführt, sondern auch für den städtischen Haushalt."

Insgesamt hatten sich 78 Städte (davon 31 Großstädte) und Gemeinden in drei Teilnehmerklassen an dem bundesweiten Wettbewerb 2006 beteiligt. Bei den Großstädten verwies Münster Freiburg auf den zweiten Platz. Den dritten Platz belegten Hamburg und Heidelberg. Alle Wettbewerbsteilnehmer stellten ihre Klimaschutz-Projekte in acht Themenkomplexen dar. Die Stadt Münster erreichte als einzige Kommune in vier von acht Bereichen die höchstmögliche Punktzahl: Bei der Energieerzeugung, beim Energiesparen, beim Verkehr sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit und Beratung ließ sie sämtliche Konkurrenten hinter sich.

Transparent 'Altbau saniert, CO2 reduziert, Energie minimiert!'

Seit 1990 wird der Energieverbrauch in städtischen Gebäuden monatlich kontrolliert. Sowohl bei Sanierungen als auch bei Neubauten wird ein jährlicher Energieverbrauch von 50 Kilowattstunden pro Quadratmeter festgesetzt. Auf diesem Weg konnten in den vergangenen Jahren erhebliche Kohlendioxid-Einsparungen erreicht werden. Von 2000 bis 2005 reduzierte die Stadt den Kohlendioxid-Ausstoß der städtischen Gebäude immerhin um 36 Prozent. Aber in Münster werden seit 1997 auch alle privaten Neubauten auf städtischem Boden im Niedrigenergiehausstandard errichtet. Bis 2006 konnten somit mehr als 5.500 Niedrigenergiehäuser entstehen. Zudem hat Münster eine bauliche Qualitätssicherung für Neubauten entwickelt und fördert diese finanziell.

Als beispielhaft lobte die DUH bei der Preisverleihung am Donnerstag, 30. November 2006, auch das erfolgreiche städtische Altbausanierungsprogramm mit seinen umfassenden Beratungs­angeboten und interessanten Modellsanierungen sowie die Thermografie-Aktionen der Stadt. „Durch das Förderprogramm wurden in den letzten zehn Jahren nicht nur mehr als 1.150 Altbausanierungen umgesetzt sondern auch rund 550 Arbeitsplätze im Handwerk mit einem Investitionsvolumen von 40 Mio. Euro gesichert“, so Birgit Wildt, Leiterin der Koordinierungsstelle für Klima und Energie der Stadt Münster. Punkten konnte Münster beim Wettbewerb 2006 nicht nur mit innovativen Energiesparkonzepten für städtische Liegenschaften, die konsequente Umsetzung des Klimaschutzes in der Altbausanierung und bei Neubauten, sondern auch mit der konsequenten Förderung des Radverkehrs und einem vorbildlichen öffentlichen Nahverkehr, sowie die motivierende Bürgerbeteiligung im Klimaschutz-Prozess.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Deutschen Umwelthilfe und interessante Fernsehbeiträge zum Thema Klimaschutz in Münster gibt es bei Quarks&Co und bei nano.

Weitere Informationen



Seitenanfang | © Stadt Münster - Impressum