Stadt Münster, Amt für Grünflächen und Umweltschutz: Biotope

Biotopkartierung

Kartenausschnitt

Der Schutz und die Entwicklung von wertvollen Biotopen ist eine zentrale Aufgabe der unteren Landschaftsbehörde. Dies macht die genaue Kenntnis ihres Vorkommens und Zustandes erforderlich.

Biotoptypenkartierungen

Diese Kartierungen erfassen flächendeckend alle Nutzungen (z. B. Grünland, Acker, Wald) sowie nähere Aussagen zu Gehölzbeständen und pflanzensoziologischen Gegebenheiten. Für große Teile des Stadtgebietes liegen diese Kartierungen vor. Sie dienen als Grundlage für die Landschaftsplanung sowie als Basisinformation zur Beurteilung von Eingriffen in Natur und Landschaft.

Schutzwürdige Biotope
Der gesetzliche Auftrag, Natur und Landschaft mit der darin enthaltenen Tier- und Pflanzenwelt zu schützen, zu pflegen und zu entwickeln, macht die Kenntnis der biotischen und abiotischen Ausstattung der Landschaft notwendig. Diese Kenntnisse sind Grundlage für die Durchführung spezieller Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen, aber auch zur Beurteilung von Eingriffen in Natur und Landschaft.

Landesweites Biotopkataster
Für den baulichen Außenbereich liegt eine landesweite Erfassung von schutzwürdigen Biotopen vor. Folgende Bewertungskriterien liegen dieser Kartierung zugrunde:

Zu den schutzwürdigen Biotopen gibt es Erhebungsbögen, die u. a. folgende Angaben enthalten:

Die landesweite Biotopkartierung wurde von der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten Anfang der 80er Jahre durchgeführt. Für den größten Teil des Stadtgebietes erfolgte eine Aktualisierung.

Stadtbiotopkartierung
Die Biotopkartierung für den baulichen Innenbereich ist eine sinnvolle Ergänzung des vorhandenen Datenmaterials für den Außenbereich. Dadurch liegen gesamtstädtisch annähernd gleiche Planungs- und Beurteilungsgrundlagen vor.

Die Biotopstruktur in einem städtisch geprägten Raum ist meist sehr differenziert. Neben naturnahen Resten der früheren Kulturlandschaft (u. a. kleine Wälder, Hecken,  Fließgewässer) ergeben sich durch menschliche Einwirkungen und den damit veränderten Standortbedingungen spezielle Lebensräume (Ruderalflächen) mit zum Teil hoher floristischer und faunistischer Bedeutung.

Die 1989 durchgeführte Stadtbiotopkartierung wurde 1994/95 aktualisiert. Dabei wurden alle Gebiete auf Veränderungen überprüft und genauer im Maßstab 1 : 5.000 abgegrenzt.

Es zeigte sich, dass der bebaute Bereich in den letzten Jahren viel stärkeren Veränderungen unterworfen war als der Außenbereich.


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