Der Schmuggel von geschützten Tieren und Pflanzen ist weltweit ein Millionengeschäft und inzwischen so gut organisiert, dass seltene Exemplare überall hin verkauft werden – manchmal für bis zu 15.000 Euro pro Exemplar.
Viele Arten sind bereits vom Aussterben bedroht und unterliegen strengen Handelsverboten. Trotzdem hat der illegale Handel mit geschützten Arten zugenommen und zu einem gefährlichen Rückgang zahlreicher Tiere und Pflanzen geführt. Allein an deutschen Flughäfen wurden im Jahr 2000 über 40.000 Exemplare vom Zoll sichergestellt und beschlagnahmt.
Welche Tiere und Pflanzen sind besonders geschützt?
Geschützt sind zum Beispiel alle Aras, Kakadus, und Amazonenpapageien, außerdem die meisten Greifvögel, Schildkröten, Schlangen und Leguane. Unter den Schutz fallen auch Erzeugnisse und Teile von Tieren wie Elfenbeinschnitzereien, Schildpatt, Katzenfelle und Krokodilhandtaschen. Zudem ist die Einfuhr von naturentnommenen Kakteen und Orchideen streng verboten. Die Einfuhr von Mänteln und Fellen aus Leopard, Tiger, Jaguar und Ozelot in die EU ist ebenfalls ausnahmslos verboten. Für andere Katzenarten ist eine Aus- und Einfuhrgenehmigung erforderlich.

Trotz strenger Ein- und Ausfuhrverbote haben die illegalen Einfuhren exotischer Souvenirs deutlich zugenommen. Durch den massenhaften Andenkenkauf sind heute mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten unmittelbar bedroht. Der Zoll fordert deshalb dazu auf, im Urlaub grundsätzlich auf den Kauf von artengeschützten Tieren und Pflanzen zu verzichten.
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