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Tipps zum Gewässerschutz

Sie können viel Gutes für Münsters Gewässer tun. Wir geben Tipps, wie Sie mit Grünabfällen, Putzwasser und Gartengiften umgehen sollten.


Grünabfälle sind Gift

Grünabfälle bitte nicht in Gewässer werfen! Obwohl es sich um natürliche Materialien handelt, belasten sie erheblich das Ökosystem: Laub, Rasenschnitt und dergleichen zersetzen sich im Gewässer und überdüngen es. Dabei entziehen sie dem Gewässer Sauerstoff, den die Wassertiere zum Atmen brauchen - das Gewässer kippt. Unangenehme Folgen hat es außerdem, wenn Abfälle Rohr- und Brückendurchlässe verstopfen und Bisamratten anziehen.

Unser Tipp: Grünabfälle als Kompost oder Mulchmaterial verwenden! Unter den Sträuchern oder im Gemüsebeet verteilt, verhindern sie das Aufkommen unerwünschter Wildkräuter. Alternativ bleibt die Biotonne. Größere Mengen können Sie auf den Recyclinghöfen abgeben bzw. in den städtischen Grünabfallsäcken zum Sperrgut stellen.


Bitte nicht füttern

Das Füttern von Enten ist zwar gut gemeint aber nicht gut für Münsters Gewässer. Das ”Zubrot“ lockt unverhältnismäßig viele Enten an. Ihre Ausscheidungen überdüngen Teiche und Bäche, die in der Folge umkippen können. Die Enten selbst leiden unter Mangelerscheinungen durch die einseitige ”Brotdiät“ und unter Dauerstress, weil der Platz für die angelockten Tiere zu eng wird. Besser ist es, trockene Brotreste an Pferdefreunde abzugeben oder in die Biotonne zu werfen.


Autowäsche nur in der Anlage

Bei der Autowäsche sammeln sich im Abwasser Öle, Fette, Ruß und Schwermetalle. Sie gelangen durch die Regenwasserkanalisation in Bäche, Flüsse und Seen. Dort zerstören sie die Lebensgrundlage von Fischen und anderen Wassertieren.
Fahren Sie Ihr Auto daher in die Waschanlage, denn sie ist an eine Kläranlage angeschlossen. Anlagen mit einem blauen Umweltengel verbrauchen besonders wenig Wasser und nutzen Waschmittel sehr effektiv.


Putzwasser ist Schmutzwasser

Putzwasser darf auf keinen Fall in einen Gulli der Regenwasserkanalisation geschüttet werden. Von hier fließt es ungeklärt in den nächsten Bach oder Fluss, wo die chemischen Zusätze die Atmungsorgane der Wassertiere verätzen und die Schleimhäute auflösen. Die Lösung: Putzwasser in die Toilette gießen! Nur so gelangt es in die Kläranlage, bevor es gereinigt in ein Gewässer geleitet wird.


Gifte gegen unliebsame Pflanzen und Insekten

Gifte gegen Wildkräuter und unerwünschte Insekten wirken nicht nur dort, wo sie angewendet werden. Auch wenn sie in die Gewässer geschwemmt werden, behalten sie ihre gefährliche Wirkung. Außerdem beeinträchtigen sie die Reinigungsleistung der Kläranlagen erheblich. Deshalb dürfen Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel nicht in Schmutz- oder Regenwasserkanäle gelangen.

Versuchen Sie, störende Wildkräuter mit Hacke und Messer zu entfernen. Bei Algen und Moosen auf Steinplatten zeigen Hochdruckreiniger eine ausgezeichnete Wirkung. Ist der Gifteinsatz unvermeidlich: Achten Sie auf den blauen Umweltengel und dosieren Sie sparsam!


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