Unter der Laterne stand einst Lili Marlen. In Münster hätte die Dame reichlich Auswahl, sich ein lauschiges Plätzchen zu suchen: rund 25.000 Straßenleuchten stehen zu Diensten, zwischen 150 bis 200 kommen jedes Jahr dazu. Sie tragen nicht nur zur attraktiven Gestaltung von Straßen und Plätzen bei, sondern sind ein wichtiger Beitrag zur Verkehrssicherheit. Diese Anzahl zu unterhalten, ist nicht ohne erheblichen Aufwand zu leisten.
Drei Techniker des Tiefbauamtes sorgen für die Koordinierung von Tiefbau- und Montagearbeiten beim Neubau sowie der Wartung und Unterhaltung der Straßenbeleuchtung. Im Auftrag des Tiefbauamtes führen die Stadtwerke die regelmäßige Wartung der Beleuchtungsanlagen durch. Im Rhythmus von zwei bis vier Jahren werden hierbei die Leuchten gereinigt und mit neuen Leuchtmitteln versehen. Die feuerverzinkten Beleuchtungsmaste erhalten alle 8 bis 10 Jahre einen frischen Anstrich. Bis 1970 wurden noch unverzinkte Maste eingesetzt, die bald das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben. Davon werden jährlich rund 300 Stück durch feuerverzinkte Maste ersetzt. Hinzu kommen ca. 90 Verkehrsunfälle pro Jahr, in denen die Maste den Kürzeren ziehen. Leider ist nur in jedem zweiten Fall der Verursacher bekannt.
Das Ein- und Ausschalten der Straßenbeleuchtung erfolgt über Dämmerungsschalter. So ergibt sich Ende Juni die kürzeste Brenndauer von knapp 7 Stunden pro Tag, von 22:10 bis 05:00 Uhr. Die längste Zeit, nämlich fast 16 Stunden, leuchten die Lampen Ende Dezember: von 16:30 bis 08:20 Uhr. Fast 4.100 Stunden brennen die Lampen im Jahr. Daraus summieren sich Stromkosten von jährlich etwa 600.000 EUR.