Der Einsatz hat sich gelohnt: Die Stadtentwässerung im Tiefbauamt ist von der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) für ihr Qualitäts- und Umweltmanagement ausgezeichnet worden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten sämtliche Arbeitsabläufe in ihrer Abteilung auf den Prüfstand gestellt, Schwachstellen ausgemacht und Verbesserungsvorschläge entwickelt.
Seit Januar 2001 gibt es ein Zertifikat für ein integriertes Qualitäts- und Umweltmanagementsystem im Bereich der Pumpwerke und Kläranlagen, was im Jahr 2005 auf die gesamte Stadtentwässerung Münster ergänzt wurde. Wir konnten während des Begutachtungsverfahrens unseren hohen Leistungsstand unter Beweis stellen und wurden nach der neuen Norm DIN EN ISO 9001:2000 (Qualitätsmanagement) und DIN EN ISO 14001 (Umweltmanagement) erfolgreich zertifiziert.
Dieses Zertifikat dokumentiert unseren Kunden, den Münsteraner Bürgerinnen und Bürgern, dass wir uns dem Ziel verpflichtet haben, unsere Dienstleistung mit gleich bleibend hoher Qualität zu erbringen.
Allgemein
Ziel ist es, die Arbeit durch selbst gesteckte Ziele und externe Kontrollen kontinuierlich zu verbessern und fortzuentwickeln.
Arbeitsabläufe und Vorgänge werden dokumentiert, das Erreichte mit den Zielen verglichen, Arbeitsprozesse umstrukturiert. Ein Einsatz, der sich lohnt. Dank dieses Systems können wir hohe Qualität zu günstigen Preisen anbieten. So entsprechen alle Kanäle und Kläranlagen den hohen gesetzlichen Vorgaben, während die Gebühren sich im Landesdurchschnitt auf sehr niedrigem Niveau befinden.
Die eigene und externe Kontrolle sind wichtige Bestandteile des QUM-Systems. Als unabhängiges Büro überprüft uns die DQS.
In vielen Betrieben gibt es einige "schlafende Hunde". Schlafende Hunde sind im Regelfall harmlos, jedoch können sie kräftig zubeißen, wenn man unvermutet auf sie tritt. Bei der Einführung unseres QUMs haben wir alle schlafenden Hunde sanft geweckt und an die sichere Leine einer Verfahrensanweisung gelegt.
Wir haben alle Arbeitsprozesse analysiert und so ausführlich wie nötig dokumentiert. Die gefundenen Schwachstellen wurden abgestellt bzw. die Beseitigung wurde in einen Zielkatalog mit festgelegtem Endtermin aufgenommen. Wir befinden uns so in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess.
Diese Frage kann mit keinem klaren Ja beantwortet werden, denn neben den allgemein anerkannten Verbesserungen im Betrieb (klare Zuständigkeitsregelungen, verbesserte Schulungsmöglichkeiten, Übertragung von Verantwortung) gibt es auch Vorbehalte, dass der Verwaltungsaufwand gestiegen und durch die Vorgabedokumente (Verfahrensanweisungen, Betriebsanweisungen etc.) eine übertriebene Kontrolle der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich ist.
Das Zertifikat ist "nur" das öffentlichkeitswirksame Zeichen, das heute selbstverständlich im Eingangsbereich unseres Betriebes hängt. Wichtiger ist jedoch, dass sowohl innerhalb der einzelnen Arbeitsgruppen konstruktiv über die Vor- und Nachteile unserer Prozesse diskutiert wird und dass Schwachstellen nicht verschwiegen, sondern "angepackt" werden: Das System muss gelebt werden.