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Umbau Ludgeriplatz

Die Stadt lässt den Knotenpunkt Ludgeriplatz umbauen. Die neue Verkehrsführung zwingt die Radfahrer in den Blick der Autos und Lkw und erschwert gefährliche Abkürzungen und riskantes Einfädeln.
Das städtische Tiefbauamt hatte die Planungen für den Bauablauf auf Wunsch der Geschäftsleute an der Hammer Straße noch einmal überarbeitet. Das Ergebnis: Weil die Baufirmen im Zweischichtbetrieb an sechs Tagen in der Woche insgesamt 65 Stunden gearbeitet haben, sind beide Fahrspuren im Kreisel wieder frei.
Nacheinander werden die Einmündungen der sechs Zu- und Abfahrten des Kreisverkehrs neu gebaut. Die so genannten Schleppkurvenbereiche, die große Lkw oder Gelenkbusse brauchen, um ihr Heck um die Kurve zu ziehen, werden als Holperstrecke mit breiten Querrillen im Asphalt gebaut. Das belässt großen Fahrzeugen den notwendigen Kurvenradius, erschwert den Radlern aber ein Vorbeischleichen im toten Winkel der Kraftfahrzeuge. "Nur im Blickfeld der Autofahrer sind die Radler wirklich sicher. Unsere Absicht ist, dass die Fahrräder in der Pkw-Spur fahren", unterstreicht Stephan Böhme, Verkehrsplaner im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung.


Luftbild: Ludgeriplatz mit Markierung der Absperrungen/ Fußgängerwege

Während der heißen Bauphase in den Sommerferien rät das Tiefbauamt allen Autofahrern, den Ludgeriplatz zu meiden. "Es gibt keine Umleitungsstrecke", bedauert Bauleiter Horst Blickensdorf vom Tiefbauamt und hofft, dass die Münsteraner und alle Auswärtigen ebenso großartig mitziehen, wie es bei der "Generalprobe", der Kampfmittelräumung im März, der Fall war. Dort blieb das erwartete Chaos aus. Das Tiefbauamt weist auch jetzt wieder an den Stadtgrenzen und an zahlreichen weiteren Stellen mit großen Schildern auf die Baustelle hin.

Nach den Sommerferien, die am 8. August enden, ist die Baustelle noch nicht ausgestanden. Restarbeiten an den Gehwegen und Flächen werden dann erledigt, außerdem wird die Schorlemer Straße im Anschluss an den Ludgeriplatz bis zur Brockhoffstraße neu gebaut. Voraussichtlich bis in den Oktober ziehen sich die Arbeiten in der Hafenstraße: Sie bekommt eine neue Straßendecke und erstmalig an beiden Seiten Radfahrstreifen.


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