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Lebendige Straße mit wandernder Baustelle

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vergrößernRundum-Erneuerung der Warendorfer Straße

Eine Baustelle ist kein Pappenstiel. Das wissen die, die sie vor der Haustür haben, am allerbesten. Dennoch muss an der Warendorfer Straße niemand Angst haben, wenn die Rundum-Sanierung jetzt in die nächste Runde geht. Denn für den Ausbau von Hohenzollernring / Kaiser-Wilhelm-Ring bis Danziger Freiheit wurde ein ausgeklügeltes System entwickelt. Es hat sich beim Kanalbau bereits bewährt und wurde für den Straßenbau, der sich bis 2013 anschließt, noch verbessert.


Planung nach Bedarf vor Ort

„Es gibt keine Dauer-Großbaustelle“ – diese Botschaft ist das gemeinsame Anliegen von Tiefbauamt und Kaufleuten an der Warendorfer Straße. Deshalb sehen die Planungen für den im Februar / März 2012 beginnenden Straßenbau vor, in den 22 Monaten in Etappen und zeitlich versetzt zu arbeiten: an den Versorgungsleitungen, an Geh- und Radwegen, Parkstreifen sowie der Fahrbahn. Die Baustelle wandert, die Straße kann so fast während der gesamten Bauzeit in beiden Richtungen befahren werden. Die Busse werden erst 2013 für nur zwei Wochen umgeleitet. Das Parken wird auf beiden Seiten der Straße weiterhin möglich sein. Kurzzeitparkplätze sorgen zudem dafür, dass die Geschäfte und Praxen gut erreichbar bleiben.

Nach 100 Jahren keine Alternative

Die Bauarbeiten an sich – das ist allen Beteiligten klar – sind unvermeidlich. Der 100 Jahre alte Mischwasserkanal unter der Warendorfer Straße hatte irreparable Schäden. Zum Teil waren Kanalabschnitte unterspült worden, sodass gefährliche Hohlräume entstanden waren und Einbrüche drohten. Die Erneuerung des Kanals und der Hausanschlüsse, die im Februar 2011 startete, liegt im Zeitplan. Im letzten Teilstück werden bis Juni 2012 von Albertstraße bis Schifffahrter Damm noch Hausanschlussleitungen verlegt.
Die Straße selbst ist 50 Jahre alt, mit den typischen Schäden einer Hauptverkehrsstraße. Zuletzt durften Autos zwischen Ring und Danziger Freiheit nicht schneller als 30 km/h fahren. Die Radwege sind an vielen Stellen sehr schmal, durch Baumwurzeln sind sie, wie auch Gehwege und Parkbuchten, oftmals uneben.

Warum wird alles zugemacht und dann wieder aufgerissen?

Wo in Etappen gebaut wird, da muss die Straße immer wieder so hergerichtet werden, dass sie befahrbar und begehbar ist. Das ist die Antwort auf die an der Warendorfer Straße immer wieder gestellte Frage: „Warum wird erst alles zugemacht und dann wieder aufgerissen?“
Damit die Straße nicht während der gesamten Bauzeit offen bleiben muss, werden die Arbeiten in den Bauabschnitten nacheinander durchgeführt. Generell werden zuerst die tief liegenden Kanäle und Hausanschlüsse in der Fahrbahn und in den Nebenanlagen (Geh- und Radwege, Parkstreifen) verlegt. Dann folgen die höher liegenden Versorgungsleitungen in den Nebenanlagen. Den Abschluss bilden die oberflächennahen Straßenausbauarbeiten. Nur so kann eine optimale Bauabwicklung bei fließendem Verkehr erreicht werden.

In Etappen zum Ziel

Ein ausgeklügeltes System sorgt für die Entzerrung der Bauarbeiten

Wie macht man das? Eine Straße erneuern, die als Hauptverkehrsstraße gebraucht wird und die mit Geschäften, Gastronomie und Praxen Lebensader für die Menschen in den angrenzenden Vierteln ist? Um darauf eine Antwort zu finden, waren im Tiefbauamt die Baustellen-Logistiker am Werk. Mit diesem Ergebnis: Es gibt acht Baubereiche.
Die Nebenanlagen werden dabei in 14, die Fahrbahn in 20 Abschnitte aufgeteilt. Die unterschiedlichen Gewerke werden dann zeitlich gestaffelt abgearbeitet. So hat niemand während der gesamten Bauzeit eine Baustelle vor der Tür.
Den größten Vorsprung haben die Kanalbauer. Sie sind im Februar 2011 am Ring gestartet und im Juni 2012 bereits fertig. Der Grafik im Tiefbaujournal und den Tabellen auf dieser Seite können Sie entnehmen, wann bis 2013 voraussichtlich wo gebaut wird.
Zunächst werden die Versorgungsleitungen verlegt und die Geh- und Radwege sowie Parkbuchten gebaut, im Anschluss folgt dann der Straßenbau, jeweils vom Ring in Richtung Schifffahrter Damm.

1. Vorsprung für die Versorgungsleitungen

Abschnittweise und jeweils in versetzten Baufeldern werden parallel auf der Süd- und Nordseite ab Februar / März 2012 durch die Stadtwerke neue Leitungen für Gas, Wasser, Strom und geringfügig für Fernwärme verlegt. Zum Teil sind auch Leerrohre für die Telekom dabei. Da diese Arbeiten länger dauern als der folgende Ausbau der Geh- und Radwege sowie der Parkstreifen, bekommen die Versorgungsträger bis Oktober 2012 einen Vorsprung vor den dann folgenden Arbeiten in den Nebenanlagen.

2. Kreuzungsbereich Ring

Eine Kreuzung ist immer ein Nadelöhr. Vor allem dann, wenn zwei Hauptverkehrsstraßen aufeinandertreffen. Damit die Kreuzung Warendorfer Straße / Ring nicht gesperrt werden muss, während Leitungen verlegt und die Straße ausgebaut werden, wird der Verkehr teilweise über die Radwege und Parkstreifen der Warendorfer Straße geführt. Diese werden dafür provisorisch asphaltiert. Die Fußgänger und Radfahrer werden kombiniert über den Gehweg geführt.

3. Ausbau Parkstreifen, Geh- und Radwege

Sind die Stadtwerke mit den Versorgungsleitungen hinter der Kreuzung Dechaneistraße / Wiener Straße angekommen, setzt der Straßenbau ein und erneuert in gleichen Abschnitten die Geh- und Radwege sowie die Parkstreifen. Hier wird ebenfalls überwiegend mit zwei Kolonnen gearbeitet, parallel in versetzten Baufeldern auf der Süd- und Nordseite. Während dieser Bauarbeiten läuft der Verkehr zweispurig weiter.
Die Radwege werden auf der gesamten Länge der Warendorfer Straße vom Ring bis zur Danziger Freiheit verbreitert. Wo es möglich ist, auf zwei Meter, mindestens aber auf 1,60 Meter. Ihren Charakter als breite baumgesäumte Einkaufsstraße wird die Warendorfer Straße behalten. Auch die vorhandenen Natursteinpflasterflächen in den Parkstreifen werden wiederhergestellt.

4. Vollausbau der Straße ohne Deckschicht

Ist der Ausbau von Geh-, Radwegen und Parkstreifen im Bereich Warendorfer Straße / Schifffahrter Damm angekommen, beginnt der Vollausbau der Fahrbahn in Abschnitten vom Ring bis zur Albertstraße. Der Straßenoberbau mit der Betonfahrbahn wird ersetzt. Schotter- und Asphalttragschicht sowie Asphaltbinderschicht werden eingebaut. Der Verkehr wird weiterhin zweispurig fließen, aber durch Baustellenampeln gesteuert.

5. Deckschicht für die Straße

Die Deckenarbeiten werden vom Ring bis zur Bahnquerung der Warendorfer Straße und in der Danziger Freiheit ausgeführt. Nur für die letzte Deckschicht zwischen Ring und Schifffahrter Damm wird für den Straßenverkehr eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Für die Dauer von circa zwei Wochen wird der stadteinwärts fließende Verkehr über die Ostmarkstraße geleitet. Während dieser Zeit werden auch die Haltestellen der Busse verlegt (siehe Busplan unten). Stadtauswärts können Pkw weiter die Warendorfer Straße befahren. Zunächst wird die Nordseite asphaltiert, danach wird die Deckschicht auf der Südseite gezogen. Dass die Deckschicht nicht in kleinen Abschnitten aufgebracht wird, hat technische Gründe: Durch die großflächige Asphaltierung entstehen weniger Arbeitsnähte.

Damit der Asphalt hält
Die Warendorfer Straße ist eine Hauptverkehrsstraße, zwei Stadtbuslinien sind hier im 10-Minuten-Takt unterwegs, dazu eine Nachtbus- und zwei Regionalbuslinien. Damit die neue Straße nicht nur circa 1.000 Pkw pro Stunde gut verkraftet, sondern auch dem Busverkehr standhält, wird an den Haltestellen ein spezieller Industrieasphalt eingesetzt. Er wird mit hochwertig aufbereiteter Stahlwerksschlacke als Mineralstoffgemisch und einem besonderen Kunststoffzusatz hergestellt. Der richtige Belag, wenn regelmäßig schwere Busse stoppen und wieder anfahren.
Die gesamte Fahrbahn wird übrigens mit einem lärmmindernden Material asphaltiert. Dieser Asphalt sorgt messbar für geringere Geräuschpegel.

6. Kreuzung Schifffahrter Damm

Ein weiteres Nadelöhr in Sachen Verkehr ist die Kreuzung Warendorfer Straße / Schifffahrter Damm. Im Kreuzungsbereich werden nur Deckenarbeiten durchgeführt. Sie erfolgen nachts. Dieser Abschnitt wird spurweise asphaltiert. Eine stadteinwärtige und eine stadtauswärtige Geradeausspur stehen ständig für den Kraftfahrzeugverkehr zur Verfügung. Die abbiegenden und einbiegenden Verkehrsströme werden über die Achse Kaiser-Wilhelm-Ring – Ostmarkstraße – Schifffahrter Damm umgeleitet.

7. Schifffahrter Damm / Bahnquerung

Während der Asphaltierung der Fahrbahn zwischen Schifffahrter Damm und der Querung der Bahnstrecke wird der Verkehr spurweise an der Baustelle vorbeigeführt.

8. Danziger Freiheit

Für den Verkehr gesperrt wird der Straßenabschnitt Danziger Freiheit, wenn hier die Deckschicht asphaltiert wird.


Die Baubereiche

Baubereich eins verläuft vom Kaiser-Wilhelm-Ring bis zur Kirchstraße

Versorgungsträger
Süd Feb./März – April 2012
Nord April – Juni 2012
Nebenanlagen  
Nord Sept. – Okt. 2012
Süd Okt. – Nov. 2012 
Fahrbahn  
Süd Aug. – Sept. 2012 
Nord Sept. 2012

Baubereich zwei verläuft von der Kirchstraße bis zur Wiener Straße

Versorgungsträger  
Süd  April – Juni 2012 
Nord  Juni – Aug. 2012
Nebenanlagen  
Süd  Nov. 2012 – Feb. 2013
Nord  März – Mai 2013
Fahrbahn  
Süd 1  Juli 2013
Nord 1  Juli 2013
Süd 2 Juli – Aug. 2013 
Nord 2 Aug. 2013 

Baubereich drei verläuft von der Wiener Straße bis zur Gerhardstraße

Die Grafik (PDF unten) zeigt, wie die Baustelle in kleinen Abschnitten wandert. Zunächst werden die Versorgungsleitungen 2012 auf der Süd-, dann auf der Nordseite des Baubereichs verlegt. Nach demselben Prinzip folgen dann 2013 die Arbeiten in den sogenannten Nebenanlagen (Rad- / Gehwege und Parkstreifen). Dafür wird auf der Fahrbahn eine Arbeitsspur eingerichtet. Der Fußgänger- und Radverkehr wird kombiniert über diese Spur oder durch die Baustelle geführt. Erst danach wird die Fahrbahn ausgebaut und zwar so, dass der Verkehr zweispurig an der Baustelle vorbeifließen kann. Während dieser Arbeiten kann der Parkstreifen in diesem Bauabschnitt nicht genutzt werden. Diese entzerrte Arbeitsweise, einschließlich Baupausen, entlastet Anwohner und Nutzer.

Baubereich vier verläuft von der Gerhardstraße bis zur Albertstraße

Versorgungsträger   
Süd Aug. – Sept. 2012 
Nord Nov. 2012 – März 2013 
Nebenanlagen  
Süd  März – Mai 2013 
Nord  Juni – Juli 2013 
Fahrbahn  
Nord 1 Sept. 2013
Süd 1 Sept. – Okt. 2013
Süd 2 Okt. 2013
Nord 2 Okt. 2013

Baubereich fünf verläuft von der Albertstraße bis zum Schifffahrter Damm

Versorgungsträger  
Süd Sept. 2012 – Feb. 2013 
Nord  März – April 2013 
Nebenanlagen  
Süd Mai 2013 
Nord Juli 2013
Fahrbahn  
Nord  Okt. – Nov. 2013
Süd Nov. 2013

Baubereich sechs: Kreuzung Schifffahrter Damm

Fahrbahn Nov. 2013


Baubereich sieben: Danziger Freiheit

Versorgungsträger   
Süd Februar 2013
Nebenanlagen   
Süd Mai – Juni 2013 
Nord  Juli – Aug. 2013 
Fahrbahn   
Mitte Juni 2013 
Nord Nov. 2013 
Süd Nov. 2013 


Baubereich acht verläuft von der Bahnquerung bis zur Emsstraße

Nebenanlagen  
Süd Juni – Juli 2013 
Nord  Aug. – Sept. 2013 


So fahren die Busse

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vergrößernUmleitungsmaßnahme

Die Stadt-, Nacht- und Regionalbusse (Linien 2, 10, N83, R11 und R13) fahren fast während der gesamten Bauzeit in beiden Richtungen und auf ihrer üblichen Strecke auf der Warendorfer Straße. Da in Bauabschnitten gearbeitet wird, werden einige Haltestellen zeitweise verlegt. Diese Änderungen werden rechtzeitig an den Haltestellen angekündigt. Erst wenn 2013 die Straße neu asphaltiert wird, werden die stadteinwärts fahrenden Busse für zwei Wochen über die Ostmarkstraße umgeleitet.


Unter der Erde war was los

Der Kanalausbau ist fast abgeschlossen

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vergrößernBohrkrone

Hundert Jahre haben die alten Rohre gehalten. 600 Meter Hauptkanal und circa 2.000 Meter Hausanschlussleitungen – das ist die Bilanz des Kanalneubaus seit Februar 2011. Dabei spielte sich der größte Teil der Arbeiten unter der Erde ab.
Aufgrund der schwierigen Bodenverhältnisse war es technisch einfacher und zudem kostengünstiger, Kanäle und Anschlüsse im sogenannten unterirdischen Rohrvortrieb zu verlegen. Bei diesem Verfahren wird das Kanalrohr durch den Untergrund gepresst. Dazu wird am Anfang und am Ende der Kanaltrasse bzw. Pressstrecke eine Grube ausgehoben. Beim Verlegen des Hauptkanals unter der Warendorfer Straße wurde dazu eine Vortriebsanlage mit Flüssigförderung eingesetzt. Diese bohrt einen unterirdischen Kanal von der Startbaugrube und zieht nach und nach die Kanalrohre ein. Der Boden wird dabei durch die Spülung kontinuierlich ausgebaut.
Unterstützt wird das Verfahren mit einem Schmiermittel, einer Bentonitlösung. Der Einsatz der Maschine kann so auf die jeweiligen wechselnden Baugrundverhältnisse abgestimmt werden.
Ein erfreulicher Nebeneffekt dieses Verfahrens: Da die Straße lediglich für die Pressgruben geöffnet werden muss, behindert die Baustelle nur punktuell Verkehr und Anwohner. Im Juni 2012 sind die Kanalbauarbeiten beendet.


Drei Fragen an "Münsters Warendorfer Straße e.V."

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vergrößernDie örtliche Kaufmannschaft

Ob Supermarkt oder Blumenladen, Sanitär- oder Elektrofachgeschäft, Bioladen oder Restaurant – die Warendorfer Straße hat eine bunte Wirtschaftsstruktur. Da sind Baumaßnahmen immer Eingriffe, die die Kaufleute beunruhigen. Dazu drei Fragen an Dr. Anne Drepper, Vorsitzende des Vereins „Münsters Warendorfer Straße e. V.“. Der Verein ist für das Tiefbauamt bei der Bauplanung und -abwicklung ein wichtiger Gesprächspartner: Gilt es doch, die Leistungsfähigkeit der Warendorfer Straße auch während der Bauzeit zu sichern.

Zwölf Monate Kanalsanierung liegen nun schon hinter Ihnen. Mit welchen Gefühlen blicken Sie jetzt auf die sich anschließenden Straßenbauarbeiten?
Das Konzept des Arbeitens in Teilstücken hat sich beim Kanalbau gut bewährt, obwohl es dabei sehr viel schwerer umzusetzen war als bei den jetzt anstehenden Arbeiten über der Erde.

Was muss aus Sicht der Kaufleute und der Anwohner klappen, damit das Leben auf der Warendorfer Straße durch die Baustellen nicht über Gebühr beeinträchtigt wird?
1. ein so gutes Einhalten des Bauzeitenplans wie bei der Kanalsanierung,
2. ein maximales Nutzen flexibler Parklösungen während der Bauphasen und
3. eine stets bedarfsgerechte Anpassung der Zuwegungen und Versorgungslage für Anwohner und Kaufleute. Insbesondere für die Wohnqualität der Anwohner während der Bauphase scheint es mir zudem aufgrund der schlechten Straßenqualität dringend notwendig, Tempo 30 einzuhalten.

Wie zufrieden sind Sie bislang mit dem Projekt? Sind Tiefbauamt und Stadtwerke gut auf die Bedürfnisse vor Ort eingegangen?
Nach anfänglichen Kommunikationsproblemen sind wir heute froh, dass das Tiefbauamt sich letztlich doch auf viele Wünsche der Kaufleute bezüglich des Bauablaufs eingelassen hat. Vor allem die Kommunikation mit der Bauleitung und den Leuten vor Ort ist sehr gut.


Schutz und Platz für die Bäume

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vergrößernDen Straßenbäumen gilt besondere Aufmerksamkeit

Den Straßenbäumen gilt bei jeder Baumaßnahme besondere Aufmerksamkeit. So müssen nicht nur ihre Stämme im Baustellenverkehr geschützt werden, vor allem das Wurzelwerk ist beim Ausheben der Baugruben gefährdet. Um hier behutsam vorzugehen, setzen die Baufirmen ein spezielles Absaugverfahren ein. Wie mit einem großen Staubsauger wird dabei Erde und Kies rund um die Baumwurzeln abgesaugt. Nach Abschluss der Bauarbeiten stehen die Linden und Platanen in größeren Baumscheiben, die mit einem speziellen Bodensubstrat verfüllt werden. Drei Bäume müssen nach derzeitigem Planungsstand gefällt werden, dafür werden allerdings vier neue Linden gepflanzt.


Was kostet das?

Die Kosten für die neuen Versorgungsleitungen (Gas, Wasser, Strom, Fernwärme) betragen circa 495.000 Euro. Die betroffenen Anlieger müssen dafür nicht in die Tasche greifen, finanziert werden Maßnahmen wie diese von allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt über die Entgelte für Gas, Wasser und Strom.
Die Straßenbaukosten liegen bei insgesamt 2,937 Millionen Euro. Davon übernimmt das Land NRW 1,285 Millionen Euro, der städtische Anteil beläuft sich auf 877.000 Euro, die Anlieger zahlen Straßenbaubeiträge von insgesamt 775.000 Euro. Ein Beispiel: Für ein viergeschossig bebaubares Wohn-Grundstück mit einer Größe von 450 m² zahlt ein Eigentümer einen einmaligen Beitrag von rund 4.800 Euro.
Den Kanalbau (2,8 Millionen Euro) zahlt die Stadt. Die Refinanzierung erfolgt über den städtischen Gebührenhaushalt.


Welche Fragen haben Sie?

Fragen und Anregungen der Anlieger sind für die Planer bei jeder Baumaßnahme wichtig. An insgesamt drei Informationsabenden hat das Tiefbauamt 2010 und 2011 die Bürgerinnen und Bürger über die anstehenden Baumaßnahmen an der Warendorfer Straße informiert. Aufgegriffen wurde ihr Wunsch, die Straße während der Bauzeit nicht zur Einbahnstraße zu machen. Außerdem sollten der Ausbau von Geh- und Radwegen sowie Parkstreifen durch die Verlegung der Versorgungsleitungen nicht behindert und der Baustellencharakter minimiert werden. Lauter Argumente für eine Wander-Baustelle.
Im April 2011 hatten Kaufleute und Stadt gemeinsam an einem Baustellentag über die laufenden und noch anstehenden Arbeiten informiert.



Ansprechpartner für Baustellen:
Ludger Niehoff
Tel. 02 51/4 92-66 66
baustellen
@stadt-muenster.de

Fragen zur Warendorfer Straße

Ansprechpartner Tiefbauamt:
Karl-Bernhard Holtmann, Tel. 02 51/4 92-69 61
HoltmannK-B@stadt-muenster.de

Ansprechpartner der Stadtwerke:
Carsten Mensing, Tel. 02 51/6 94-34 85
c.mensing@stadtwerke-muenster.de


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