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Der Aasee - Wasserpflanzen als Kläranlage

Sonne, Hitze und seit Tagen kein Wölkchen am Himmel. Was die Spaziergänger und Sonnenanbeter am Aasee im Allgemeinen in sommerliche Hochstimmung versetzt, lässt dem See selbst buchstäblich den Atem stocken. Bei diesen Temperaturen drohte in der Vergangenheit immer wieder das ökologische Gleichgewicht des Gewässers zu kippen. Zusammen mit der Hitze wirkt sich die hohe Nährstoffbelastung negativ aus, die ständig über Aa und Gievenbach eingespült wird. Ein vom Tiefbauamt, Amt für Grünflächen und Naturschutz und Umweltamt entwickeltes Projekt soll dem See helfen, sozusagen eigene Abwehrkräfte zu entwickeln.

Im Gegensatz zu natürlichen Seen hat der künstlich geschaffene Aasee nur sehr begrenzte Fähigkeiten zur biologischen Selbstreinigung: Wegen der steil abfallenden Böschungen fehlt ein breiter Schilf- und Röhrichtgürtel. Diese Pflanzen entziehen normalerweise dem Gewässer die im Übermaß vorhandenen Nährstoffe. Die Anlage von vier mit verschiedenen Röhrichten bepflanzten Flachwasserzonen soll helfen, den Mangel zu beheben. Im Bereich zwischen Torminbrücke und Freitreppe wurden zusätzlich die Uferbefestigung aus Beton entfernt und Röhrichtwalzen verlegt.


Bild: Uferbepflanzung am Aasee

Westlich der Torminbrücke erstreckt sich nun eine etwa drei Meter lange Zone mit einer durchschnittlichen Wassertiefe von zehn Zentimetern. Nördlich und südlich des Zookanals sind drei weitere breite Flachwasserzonen entstanden. Dazu wurden die vorhandenen Böschungen abgeflacht und der so gewonnene Boden dem Ufer vorgelagert. Hier gedeihen jetzt Röhrichtpflanzen mit so klingenden Namen wie Schwertlilie, Schilf, Mädesüß oder auch schlicht: Binse.


Aa-Rundweg für Fußgänger

Mitten in der Stadt und doch weit weg von Verkehr und Lärm: Die reizvolle Landschaft an Aa und Aasee lockt täglich viele Spaziergänger und Radfahrer hinaus in die Natur. Zwei Wege oberhalb des Aasees und am Zentrum Nord bieten neue Ausflugsmöglichkeiten.


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